DE-102024210662-A1 - Verfahren zur Richtungserkennung eines Fahrzeugs in einem Verkehrsraum mit einem Verkehrsüberwachungssystem
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Richtungserkennung eines Fahrzeugs (14) in einem Verkehrsraum (12) mit einem Verkehrsüberwachungssystem (10). Das Verkehrsüberwachungssystem (10) weist zumindest einen Sender (26) für ein polarisiertes Signal (28) sowie eine Steuereinheit (18) auf. Auf einem in dem Verkehrsraum (12) befindlichen bewegenden Fahrzeug (14) eine Fahrzeugkommunikationseinheit (24) angeordnet ist. Das Verfahren umfasst folgende Schritte: • Senden des polarisierten Signals (28) an das in dem Verkehrsraum (12) befindliche Fahrzeug (14) • Empfangen des polarisierten Signals (28) durch die Fahrzeugkommunikationseinheit (24) • Ermitteln einer Polarisation des Signals (28) durch eine Fahrzeugsteuereinheit
Inventors
- Sebastian Strunck
- Ulrich Stählin
Assignees
- AUMOVIO GERMANY GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (11)
- Verfahren zur Richtungserkennung eines Fahrzeugs (14) in einem Verkehrsraum (12) mit einem Verkehrsüberwachungssystem (10), wobei das Verkehrsüberwachungssystem (10) zumindest einen Sender (26) für ein polarisiertes Signal (28) sowie eine Steuereinheit (18) aufweist, wobei auf einem in dem Verkehrsraum (12) befindlichen bewegenden Fahrzeug (14) eine Fahrzeugkommunikationseinheit (24) angeordnet ist, mit folgenden Schritten: • Senden des polarisierten Signals (28) an das in dem Verkehrsraum (12) befindliche Fahrzeug (14) • Empfangen des polarisierten Signals (28) durch die Fahrzeugkommunikationseinheit (24) • Ermitteln einer Polarisation des Signals (28) durch eine Fahrzeugsteuereinheit.
- Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Fahrzeugkommunikationseinheit (24) als Patchantenne ausgebildet ist, wobei die Patchantenne orthogonale Anschlüsse zur Ermittlung einer Signalleistung aufweist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verkehrsüberwachungssystem (10) einen Kommunikationseinheit (16) umfasst, wobei der Kommunikationseinheit (16) zum Empfangen eines Rücksignals des Fahrzeugs (14) ausgebildet ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Fahrzeuginformationen eine Abweichung umfassen, wobei die Abweichung bei einem konstantem Rücksignal durch das Verkehrsüberwachungssystem (10) erkannt und auf Basis der Fahrzeuginformationen ermittelt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Fahrzeuginformationen eine Abweichung umfassen, wobei die Abweichung bei Unterschreiten einer Güte des Rücksignals durch das Verkehrsüberwachungssystem (10) erkannt und durch eine oszillierende Bewegung des Fahrzeuges (14) ermittelt werden kann.
- Verfahren nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die oszillierende Bewegung des Fahrzeugs (14) durch das Verkehrsüberwachungssystem (10) initiiert werden kann.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass auf dem Fahrzeug (14) eine zweite Fahrzeugkommunikationseinheit angeordnet ist, wobei die zweite Fahrzeugkommunikationseinheit in einem Winkel von 45° zur ersten Fahrzeugkommunikationseinheit angeordnet ist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Verkehrsüberwachungssystem (10) zumindest einen Sender (26) umfasst, wobei der zumindest eine Sender (26) auf einer gemeinsamen Anordnungsachse (30) und parallel zu einem Fahrweg in dem Verkehrsraum (12), insbesondere mittig in dem Fahrweg, angeordnet sind.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der zumindest eine Sender (26) eine Fahrtstrecke mittels der polarisierten Signale (28) bereitstellen, wobei das Fahrzeug (14) der Fahrtstrecke folgt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Verkehrsraum (12) aus mindestens zwei Teilverkehrsräumen besteht, wobei jeder Teilverkehrsraum zumindest einen Sender aufweist und sich der zumindest eine Sender des ersten Teilverkehrsraums von dem zumindest einen Sendern des zweiten Teilverkehrsraums in der Polarisation unterscheiden.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Verkehrsraum (10) einen Übergabebereich (32) aufweist, wobei der Übergabebereich (32) zumindest zwei polarisierte Signale mit unterschiedlicher Polarisation aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Richtungserkennung eines Fahrzeugs in einem Verkehrsraum mit einem Verkehrsüberwachungssystem. Der Individualverkehr nimmt im Grad der Automatisierung stetig zu, um den Komfort der Insassen eines Fahrzeuges sowie die Sicherheit für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer sukzessive zu erhöhen. Um auch das Parken komfortabler zu gestalten, existieren Systeme, die das Parken des Fahrzeugs für den Fahrer bzw. der Fahrzeuginsassen übernehmen. Hierbei übernimmt das System die Fahrzeugsteuerung ab einer Übergabestation und bewegt es, beispielsweise unter Verwendung einer Vielzahl mit dem System verbundener Sensoren, zu einem vom System oder dem Fahrer definierten freien Zielpunkt. Um das Fahrzeug steuern zu können, benötigt das Verkehrsüberwachung Informationen zu der Fahrtrichtung und/oder Position des Fahrzeugs. Hierzu sind in dem Verkehrsraum eine Vielzahl von Kameras installiert, welche die erfassten Informationen an das Verkehrsüberwachungssystem übermitteln. Diese Informationen über die Fahrtrichtung und/oder Position des Fahrzeugs sind jedoch nicht sehr präzise, was jedoch für das genaue Steuern des Fahrzeugs in dem Verkehrsraum nachteilig sein kann. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren vorzuschlagen, das eine präzise Richtungserkennung bzw. Positionsbestimmung des Fahrzeugs in dem Verkehrsraum sowie eine exakte Steuerung des Fahrzeugs ermöglicht. Zur Lösung der Aufgabe ist ein Verfahren zur Richtungserkennung eines Fahrzeugs in einem Verkehrsraum mit einem Verkehrsüberwachungssystem vorgesehen. Das Verkehrsüberwachungssystem weist zumindest einen Sender für ein polarisiertes Signal sowie eine Steuereinheit auf. Auf einem in dem Verkehrsraum befindlichen bewegenden Fahrzeug ist eine Fahrzeugkommunikationseinheit angeordnet. Das Verfahren weist folgende Schritte auf:• Senden des polarisierten Signals an das in dem Verkehrsraum befindliche Fahrzeug• Empfangen des polarisierten Signals durch die Fahrzeugkommunikationseinheit• Ermitteln einer Polarisation des Signals durch eine Fahrzeugsteuereinheit Unter einem Verkehrsraum wird der Raum verstanden, in dem sich Verkehrsteilnehmer, beispielsweise Fahrzeuge und/oder Fußgänger und/oder Radfahrer bewegen, verstanden. Der Verkehrsraum kann dabei in einem Gebäude, wie beispielsweise einem Parkhaus, oder im Freien, beispielsweise eine Parkfläche oder eine Straßenkreuzung, sein. Unter einem Verkehrsüberwachungssystem wird ein System verstanden, welches ein Objekt von einem Startpunkt zu einem Zielpunkt, also beispielsweise ein Fahrzeug von einem Übergabebereich zu einem freien Parkplatz, steuert. Das Steuern des Fahrzeugs erfolgt mittels Steuerbefehlen, welche das Verkehrsüberwachungssystem aufgrund von Sensoren in dem Verkehrsraum generiert und an das Fahrzeug übermittelt. Das Fahrzeug wird von dem Verkehrsüberwachungssystem überwacht, wobei die Steuerbefehle in Abhängigkeit von der Umgebung angepasst werden können, beispielsweise wenn ein Fußgänger in den Fahrweg des Fahrzeugs tritt. Unter einem Sender wird eine Vorrichtung oder eine Einheit verstanden, welche ein polarisiertes Signal erzeugen und vorzugsweise in alle Richtungen senden kann. Das polarisierte Signal ist dabei vorzugsweise eine elektromagnetische Welle. Als Sender kann beispielsweise eine Dipolantenne verwendet werden. Alternativ sendet der Sender das polarisierte Signal in eine definierte Richtung. Unter einem polarisierten Signal wird ein Signal verstanden, welches eine gerichtete Schwingung, insbesondere der elektromagnetischen Welle, aufweist. Das Signal weist vorzugsweise eine horizontale Polarisation auf. Alternativ weist das Signal vorzugsweise eine lineare Polarisation oder zirkulare Polarisation oder elliptische Polarisation auf. Eine Steuereinheit ist jede Art von computergestützter Recheneinheit, die Berechnungen durchführen und/oder Steuerbefehle erzeugen kann. Die Steuereinheit kann mittels der Berechnungen ein Fahrzeug, ein Objekt oder eine Person identifizieren. Zusätzlich können mittels der Berechnungen beispielsweise Geschwindigkeiten, Abstände oder Abweichungen ermittelt werden. Die Steuerbefehle können konkrete Steuerbefehle sein, wobei Aktuatoren im Auto, wie beispielsweise Lenkungen, Bremse oder Motor, angesteuert werden. Aber auch Wegpunkte, die das Auto selbständig mittels der fahrzeuginternen Sensoren ansteuern kann, können unter Steuerbefehlen verstanden werden. Als Steuereinheit kann ein Computer oder Mikrocontroller dienen. Alternativ können serverbasierte Rechner als Steuereinheit dienen. Unter einer Fahrzeugkommunikationseinheit wird jede Vorrichtung zum Empfang des polarisierten Signals und zum Senden eines Rücksignals an das Verkehrsüberwachungssystem verstanden. Durch die Fahrzeugkommunikationseinheit kann das polarisierte Signal empfangen und an die Fahrzeugsteuereinheit übermittelt werden. Die Fahrzeugkommunikationseinheit kann eine Datenverbindung zu dem Verkehrsüberwachungssystem aufbauen, welche vorzugs