DE-102024210673-A1 - Montagevorrichtung zur Montage eines Abdeckprofils an einem Profilstab, Verfahren zur Montage eines Abdeckprofils an einem Profilstab
Abstract
Offenbart ist eine Montagevorrichtung (1) zur Montage eines Abdeckprofils (2) an einem Profilstab (4; 104; 204), der einen rechteckigen Außenquerschnitt mit vier Rechteckseiten (6, 8) hat, wobei sich entlang dem Profilstab (4; 104; 204) an zumindest einer seiner Rechteckseiten (6, 8) zumindest eine Nut (10) zur Aufnahme des Abdeckprofils (2) erstreckt, mit einem Grundkörper (12), an dem wenigstens zwei Rollen (12, 14, 16, 18) bezüglich einer jeweils zugeordneten Drehachse (15, 17, 19, 21) drehbar gelagert sind, wobei jede Rolle (12, 14, 16, 18) jeweils eine bezüglich ihrer Drehachse (15, 17, 19, 21) kreiszylindrische Außenform hat, wobei jeder Rolle (12, 14, 16, 18) ein Achskörper (22, 24, 26, 28) zugeordnet ist, welcher mit einem Endabschnitt am Grundkörper (12) befestigt ist und mit seinem gegenüberliegenden Endabschnitt in die betreffende Rolle (12, 14, 16, 18) hineinragt, um eine Drehlagerung für die Rolle (12, 14, 16, 18) zu bilden, wobei die Drehachsen (15, 17, 19, 21) parallel ausgerichtet sind, wobei die Rollen (12, 14, 16, 18) in Richtung der Drehachsen (15, 17, 19, 21) auf der gleichen Seite des Grundkörpers (12) angeordnet sind und sich in einer Richtung quer zu den Drehachsen (15, 17, 19, 21) einander (18, 20; 16, 18) gegenüberstehen. Offenbart ist weiterhin ein Verfahren zur Montage eines Abdeckprofils (2) an einem Profilstab (4; 104; 204).
Inventors
- Thomas Herrmann
- Marco Rossin
Assignees
- Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (10)
- Montagevorrichtung (1) zur Montage eines Abdeckprofils (2) an einem Profilstab (4; 104; 204), der einen rechteckigen Außenquerschnitt mit vier Rechteckseiten (6, 8) hat, wobei sich entlang dem Profilstab (4; 104; 204) an zumindest einer seiner Rechteckseiten (6) zumindest eine Nut (10) zur Aufnahme des Abdeckprofils (2) erstreckt, mit einem Grundkörper (12), an dem wenigstens zwei Rollen (12, 14, 16, 18) bezüglich einer jeweils zugeordneten Drehachse (15, 17, 19, 21) drehbar gelagert sind, wobei jede Rolle (12, 14, 16, 18) jeweils eine bezüglich ihrer Drehachse (15, 17, 19, 21) kreiszylindrische Außenform hat, wobei jeder Rolle (12, 14, 16, 18) ein Achskörper (22, 24, 26, 28) zugeordnet ist, welcher mit einem Endabschnitt am Grundkörper (12) befestigt ist und mit seinem gegenüberliegenden Endabschnitt in die betreffende Rolle (12, 14, 16, 18) hineinragt, um eine Drehlagerung für die Rolle (12, 14, 16, 18) zu bilden, wobei die Drehachsen (15, 17, 19, 21) parallel ausgerichtet sind, wobei die Rollen (12, 14, 16, 18) in Richtung der Drehachsen (15, 17, 19, 21) auf der gleichen Seite des Grundkörpers (12) angeordnet sind und sich in einer Richtung quer zu den Drehachsen (15, 17, 19, 21) paarweise (18, 20; 16, 18) gegenüberstehen, wobei am Grundkörper (12) auf der von den Rollen (12, 14, 16, 18) abgewandten Seite ein Handgriff (32) angeordnet ist.
- Montagevorrichtung nach Anspruch 1 , wobei die zumindest eine Nut einen hinterschnitten, insbesondere T-förmigen Querschnitt hat.
- Montagevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , wobei drei Rollen vorgesehen sind, deren Drehachsen in Ecken eines gedachten Dreiecks angeordnet sind.
- Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei vier Rollen (12, 14, 16, 18) vorgesehen sein, deren Drehachsen (15, 17, 19, 21) in Ecken eines gedachten Vierecks mit wenigstens zwei zueinander rechtwinkligen Seiten (a, b) angeordnet sind.
- Montagevorrichtung nach Anspruch 3 oder 4 , wobei die zueinander rechtwinkligen Seiten (a, b) unterschiedlich lang sind.
- Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Rollen (12, 14, 16, 18) jeweils an dem zugeordneten Achskörper (15, 17, 19, 21) gleitgelagert sind, oder wobei die Rollen jeweils an dem zugeordneten Achskörper wälzgelagert sind.
- Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Achskörper (15, 17, 19, 21) mit dem Grundkörper (12) verschraubt sind.
- Montagevorrichtung zumindest nach Anspruch 2 , wobei der Handgriff (32) mit dem Grundkörper (12) verschraubt ist.
- Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein lichter Abstand (A, B) zwischen den paarweise gegenüberstehenden Rollen (18, 20; 16, 18) größer ist als eine Breite des Profilstabs (4; 104; 204) senkrecht zu der Rechteckseite (6), die die zur Montage des Abdeckprofils (2) vorgesehene Nut (10) aufweist.
- Verfahren zur Montage eines Abdeckprofils (2) an einem Profilstab (4; 104; 204), der einen rechteckigen Außenquerschnitt mit vier Rechteckseiten hat, wobei sich entlang dem Profilstab (4) an zumindest einer seiner Rechteckseiten zumindest eine Nut (10) zur Aufnahme des Abdeckprofils (2) erstreckt, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst, die in der angegebenen Reihenfolge durchgeführt werden: - Bereitstellen (S1) einer Montagevorrichtung (1), die nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist; - Einsetzen (S2) eines Abschnitts (2a, 2b) des Abdeckprofils (2) in die Nut (10); - Ansetzen (S3) der Montagevorrichtung (1) an den Profilstab (4), so dass der Profilstab (4) zwischen einander gegenüberstehen Rollen (14, 20; 16, 18) angeordnet ist, wobei eine ausgewählte Rolle (14) im Bereich des bereits eingesetzten Abschnitts (2a, 2b) des Abdeckprofils (2) angeordnet ist; und - Verschieben (S4) der Montagevorrichtung (1) entlang des Profilstabs (4), so dass die ausgewählte Rolle (14) das Abdeckprofil (2) in die zugeordnete Nut (10) drückt, insbesondere einsetzt.
Description
Technisches Gebiet Die vorliegende Offenbarung betrifft Montagevorrichtung zur Montage eines Abdeckprofils an einem Profilstab gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren zur Montage eines Abdeckprofils an einem Profilstab gemäß Anspruch 10. Der Katalog „Mechanik Grundelemente 14.0“ der Anmelderin mit der Material-Nummer 3 842 540 391 (2019-07) offenbart in Kapitel „2-2 Strebenprofile“ oder Profilstäbe, die sich mit rechteckigem Querschnitt erstrecken. An zumindest einer der Rechteckseiten weisen sie eine Nut mit Hinterschnitt auf. Die Nut ist dazu vorgesehen, am Profilstab Befestigungsmittel in variabler Position aufnehmen zu können. Über die Befestigungsmittel können Profilstäbe zu Fachwerken verbunden werden es können externe Aggregate oder Anbauteile befestigt werden. Mit den in standardisierten Breiten verfügbaren Profilstäben kann eine Fülle von Anwendungen realisiert werden, wie beispielsweise Unterbauten von Maschinen, Gestellen von Linearführungen oder Lineartransfersystemen und dergleichen. Im gleichen Katalog sind in dem Kapitel „2-84 (Seite 100) Abdeckprofile“ für die Nuten offenbart. Diese weisen standardisierte Breiten und Formen auf, die auf die Nuten der standardisierten Profilstäbe abgestimmt sind. Die Abdeckprofile dienen beispielsweise dem Schutz der Nut gegen Verschmutzung oder dem Abdecken und Schutz von in der Nut geführten Kabeln. Die Montage des Abdeckprofils in der Nut erweist sich als aufwändig. Zunächst muss ein Endabschnitt des Abdeckprofils an geeigneter Stelle der Nut so eingesetzt werden, dass entsprechende Koppelabschnitte des Abdeckprofils den Hinterschnitt hintergreifen. Dann muss das Abdeckprofil entlang der gewünschten Länge weiter Stück für Stück eingedrückt werden. Hierbei kann es zum Verkanten oder zur Beschädigung des Abdeckprofils kommen oder das Abdeckprofil wird abschnittsweise unvollständig eingesetzt und liegt nicht bündig an. Unbemerkt kann das zu einer Fehlfunktion führen. Dem gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Montagevorrichtung bereitzustellen, mit der die Montage vereinfacht und damit prozesssicherer ist. Eine weitere Aufgabe ist, ein Montageverfahren bereitzustellen, mit dem die Montage vereinfacht und damit prozesssicherer ist. Die erste Aufgabe wird gelöst durch eine Montagevorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, die zweite Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindungen sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen beschrieben. Eine offenbarungsgemäße Montagevorrichtung ist zur Montage eines Abdeckprofils an einem Profilstab vorgesehen und ausgestaltet. Der Profilstab, an dem mittels der Montagevorrichtung das Abdeckprofil montiert werden kann, ist mit rechteckigem Außenquerschnitt mit vier Rechteckseiten vorgesehen, wobei sich entlang dem Profilstab an zumindest einer seiner Rechteckseiten zumindest eine, insbesondere hinterschnittene und/ oder T-förmige, Nut erstreckt, die zur Aufnahme des Abdeckprofils vorgesehen ist. Die Montagevorrichtung hat hierzu offenbarungsgemäß einen Grundkörper, an dem wenigstens zwei Rollen bezüglich einer jeweils zugeordneten Drehachse drehbar gelagert sind. Jede Rolle hat jeweils eine bezüglich ihrer Drehachse kreiszylindrische, insbesondere walzenförmige, Außenform. Jeder Rolle ist ein Achskörper zugeordnet, welcher mit einem Endabschnitt am Grundkörper befestigt ist. Mit seinem gegenüberliegenden Endabschnitt ragt der Achskörper in die zugeordnete Rolle hinein, um so die Drehlagerung für die Rolle zu bilden. Die Drehachsen sind parallel ausgerichtet, wobei die Rollen in Richtung der Drehachsen auf der gleichen Seite des Grundkörpers angeordnet sind und sich in einer Richtung quer zu den Drehachsen paarweise gegenüberstehen. Um eine Handhabe der Montagevorrichtung zu ermöglichen und/ oder zu vereinfachen, weist der Grundkörper auf der von den Rollen abgewandten Seite einen Handgriff auf, insbesondere mit einer Riffelung oder Rändelung, die einen sicheren Griff erleichtert. So ist eine Montagerichtung geschaffen, die es erlaubt, bei der Montage des Abdeckprofils am Profilstab offenbarungsgemäß vorzugehen:- Bereitstellen der Montagevorrichtung,- Einsetzen eines Abschnitts des Abdeckprofils in die Nut,- Ansetzen der Montagevorrichtung an den Profilstab so, dass der Profilstab zwischen paarweise gegenüberstehen Rollen angeordnet ist, wobei eine ausgewählte Rolle im Bereich des bereits eingesetzten Abschnitts des Abdeckprofils angeordnet ist, und- Verschieben der Montagevorrichtung entlang des Profilstabs, so dass die ausgewählte Rolle das Abdeckprofil in die zugeordnete Nut drückt, insbesondere einsetzt. Dadurch ist die Montage des Abdeckprofils entlang dem Profilstab durch einfaches Verschieben der offenbarungsgemäßen Montagevorrichtung entlang dem Profilstab ermöglicht. Gegenüber einer herkömmlichen Montagevorrichtung, die auf einem abschnittsweisen, sequentiellen Eindrücken des Abdeckprofils basiert, ist somit gemäß de