DE-102024210707-A1 - Verfahren zur Klassifizierung einer Bewegung und Bewegungsklassifizierungssystem
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren (100) zur Klassifizierung einer Bewegung durch ein Bewegungsklassifizierungssystem (200) mit einer Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) und einer zentralen Klassifizierungseinheit (203), wobei die Peripherieklassifizierungselemente (201) an verschiedenen Körperteilen (301) einer Person (300) angeordneten sind und jeweils basierend auf Sensordaten die Bewegung der Person (300) klassifizieren, umfassend: Empfangen (101) von Klassifizierungsdaten (205) der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203), wobei die Klassifizierungsdaten (205) jeweils wenigstens einen Peripherieklassifizierungswert (207) umfassen; Klassifizieren (103) der Bewegung und Generieren eines Klassifizierungswerts (209) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) basierend auf den Peripherieklassifizierungswerten (207) der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201); und Ausgeben (105) des Klassifizierungswerts (209) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) an eine Anzeigeeinheit (211). Die Erfindung betrifft ferner ein Bewegungsklassifizierungssystem (200).
Inventors
- Jeena John
- Unn Dahlen
- Fredrik Nordstroem
Assignees
- Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (15)
- Verfahren (100) zur Klassifizierung einer Bewegung durch ein Bewegungsklassifizierungssystem (200) mit einer Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) und einer zentralen Klassifizierungseinheit (203), wobei die Peripherieklassifizierungselemente (201) an verschiedenen Körperteilen (301) einer Person (300) angeordneten sind und jeweils basierend auf Sensordaten die Bewegung der Person (300) klassifizieren, umfassend: Empfangen (101) von Klassifizierungsdaten (205) der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203), wobei die Klassifizierungsdaten (205) jeweils wenigstens einen Peripherieklassifizierungswert (207) umfassen; Klassifizieren (103) der Bewegung und Generieren eines Klassifizierungswerts (209) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) basierend auf den Peripherieklassifizierungswerten (207) der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201); und Ausgeben (105) des Klassifizierungswerts (209) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) an eine Anzeigeeinheit (211).
- Verfahren (100) nach Anspruch 1 , wobei der durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) ermittelte Klassifizierungswert (209) mit einem der durch die Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) bereitgestellten Peripherieklassifizierungswerten (207) übereinstimmt, falls der jeweilige Peripherieklassifizierungswert (207) durch wenigstens eine vordefinierte Anzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) bereitgestellt wurde.
- Verfahren (100) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei die Klassifizierungsdaten (205) jeweils ferner wenigstens einen Bewegungswert (213) umfassen, und wobei das Verfahren (100) ferner umfasst: Ermitteln (107) eines Zählwerts (215) von zyklischen Teilbewegungen der Bewegung basierend auf den Bewegungswerten (213) der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203); und Ausgeben (105) des Zählwerts (215) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) an die Anzeigeeinheit (211).
- Verfahren (100) nach Anspruch 3 , wobei die durch die Peripherieklassifizierungselemente (201) bereitgestellten Bewegungswerte (213) jeweils inkrementelle Bewegungsabschnitte der zyklischen Teilbewegungen der jeweiligen Körperteile (301) beschreiben, an denen die Peripherieklassifizierungselemente (201) angeordnet sind, und wobei das Ermitteln (107) des Zählwerts (215) umfasst: Auswählen (109) der Peripherieklassifizierungselemente (201), deren bereitgestellter Peripherieklassifizierungswert (207) mit dem Klassifizierungswert (209) der zentralen Klassifizierungseinheit (203) übereinstimmt; Aufaddieren (111) der durch die Peripherieklassifizierungselemente (201) zu unterschiedlichen Zeitpunkten bereitgestellten Bewegungswerte (213) und Generieren für wenigstens ein ausgewähltes Peripherieklassifizierungselement (201) eines kumulativen Bewegungswerts (213); Ermitteln (113) eines Durchschnittsbewegungswerts basierend auf den kumulativen Bewegungswerten (213) der ausgewählten Peripherieklassifizierungselemente (201), falls der wenigstens eine kumulative Bewegungswert (213) des wenigstens einen ausgewählten Peripherieklassifizierungselements (201) einen Wert eines vollständigen Zyklus der zyklischen Teilbewegung erreicht oder überschreitet; und Erhöhen (115) des Zählwerts (215) um einen Wert „Eins“, sobald der Durchschnittsbewegungswert einen Wert eines vollständigen Zyklus der zyklischen Bewegung erreicht oder überschreitet.
- Verfahren (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, ferner umfassend: Ermitteln (117) eines Erfolgswerts (217) für ein Peripherieklassifizierungselement (201), falls der durch das jeweilige Peripherieklassifizierungselement (201) bereitgestellte Peripherieklassifizierungswert (207) mit dem durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) ermittelten Klassifizierungswert (209) übereinstimmt; und Bewerten (119) einer Performance der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) basierend auf den Erfolgswerten (217).
- Verfahren (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei das Ermitteln (107) ferner umfasst: Ermitteln (121) einer Bewegungsgeschwindigkeit der durch die Peripherieklassifizierungselemente (201) ermittelten zyklischen Teilbewegungen basierend auf den durch die Peripherieklassifizierungselemente (201) bereitgestellten Bewegungswerten (213) und basierend auf durch die Peripherieklassifizierungselemente (201) für die jeweiligen Bewegungswerte (213) bereitgestellten Zeitstempeln (221) und Generieren von Geschwindigkeitswerten (219) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203), wobei die Zeitstempel (221) Zeitpunkte definieren, an denen die Bewegungswerte (213) durch die Peripherieklassifizierungselemente (201) ermittelt wurden.
- Verfahren (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Peripherieklassifizierungswerte (207) und/oder die Bewegungswerte (213) eines Peripherieklassifizierungselements (201) der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201) für die Ermittlung des Klassifizierungswerts (209) und/oder für die Ermittlung des Zählwerts (215) unberücksichtigt bleiben, falls eine Zeitspanne zwischen zeitlich nacheinander von demselben Peripherieklassifizierungselement (201) bereitgestellten Peripherieklassifizierungswerten (207) und/oder Bewegungswerten (213) einen vordefinierten Grenzwert überschreitet.
- Verfahren (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, ferner umfassend: Ermitteln (123) einer Pause in der Bewegung durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203), falls die Anzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201), die einen mit dem durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) ermittelten Klassifizierungswert (209) übereinstimmenden Peripherieklassifizierungswert (207) bereitgestellt haben, die vordefinierte Anzahl unterschreitet und die Zeitspanne zwischen zeitlich nacheinander durch wenigstens ein Peripherieklassifizierungselement (201) bereitgestellten Peripherieklassifizierungswerten (207) die vordefinierte Zeitspanne erreicht oder unterschreitet.
- Verfahren (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, ferner umfassend: Ermitteln (125), dass das Bewegungsklassifizierungssystem (200) sich in einem Idle-Zustand befindet, falls die Anzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201), die einen mit dem durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203) ermittelten Klassifizierungswert (209) übereinstimmenden Peripherieklassifizierungswert (207) bereitgestellt haben, die vordefinierte Anzahl unterschreitet und die Zeitspanne zwischen zeitlich nacheinander durch wenigstens ein Peripherieklassifizierungselement (201) bereitgestellten Peripherieklassifizierungswerten (207) die vordefinierte Zeitspanne überschreitet.
- Verfahren (100) nach Anspruch 9 , ferner umfassend: Zurücksetzen (127) des Klassifizierungswerts (209) und/oder des Zählwerts (215) und/oder des Geschwindigkeitswerts (219) und/oder der Erfolgswerte (217) durch die zentrale Klassifizierungseinheit (203), falls der Idle-Zustand des Bewegungsklassifizierungssystems (200) ermittelt wurde.
- Verfahren (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die klassifizierte Bewegung eine aus der folgenden Liste ist: Gehen, Laufen, Wandern, Bergsteigen, Schwimmen, Langlaufen, Radfahren, und wobei der Zählwert (215) eine zyklische Teilbewegung aus der folgenden Liste betrifft: Schritt, Schwimmarmzug, Schwimmbeinschlag, Radfahrkurbelumdrehung.
- Bewegungsklassifizierungssystem (200) mit einer zentralen Klassifizierungseinheit (203) und einer Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen (201), wobei die Peripherieklassifizierungselemente (201) jeweils wenigstens einen Bewegungssensor (223) umfassen, und wobei das Bewegungsklassifizierungssystem (200) eingerichtet ist, das Verfahren (100) zur Klassifizierung einer Bewegung nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 11 auszuführen.
- Bewegungsklassifizierungssystem (200) nach Anspruch 12 , wobei die Peripherieklassifizierungselemente (201) und/oder die zentrale Klassifizierungseinheit (203) als Wearables ausgebildet sind.
- Recheneinheit (225), die eingerichtet ist, das Verfahren (100) zur Klassifizierung einer Bewegung nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 11 auszuführen.
- Computerprogrammprodukt (400) umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch eine Datenverarbeitungseinheit diese veranlassen, das Verfahren (100) zur Klassifizierung einer Bewegung nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 11 auszuführen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Klassifizierung einer Bewegung und ein Bewegungsklassifizierungssystem. Stand der Technik Aus dem Stand der Technik sind Verfahren zur Klassifizierung einer Bewegung bekannt. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur Klassifizierung einer Bewegung und ein Bewegungsklassifizierungssystem bereitzustellen. Die Aufgabe wird durch das Verfahren zur Klassifizierung einer Bewegung und das Bewegungsklassifizierungssystem der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Nach einem Aspekt wird ein Verfahren zur Klassifizierung einer Bewegung durch ein Bewegungsklassifizierungssystem mit einer Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen und einer zentralen Klassifizierungseinheit bereitgestellt, wobei die Peripherieklassifizierungselemente an verschiedenen Körperteilen der Person angeordneten sind und jeweils basierend auf Sensordaten die Bewegung der Person klassifizieren, umfassend:Empfangen von Klassifizierungsdaten der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen durch die zentrale Klassifizierungseinheit, wobei die Klassifizierungsdaten jeweils wenigstens einen Peripherieklassifizierungswert umfassen;Klassifizieren der Bewegung und Generieren eines Klassifizierungswerts durch die zentrale Klassifizierungseinheit basierend auf den Peripherieklassifizierungswerten der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen; undAusgeben des Klassifizierungswerts durch die zentrale Klassifizierungseinheit an eine Anzeigeeinheit. Hierdurch kann der technische Vorteil erreicht werden, dass ein verbessertes Verfahren zur Klassifizierung einer Bewegung bereitgestellt werden kann. Das Verfahren wird hierbei durch ein Bewegungsklassifizierungssystem umfassend eine Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen und eine zentrale Klassifizierungseinheit ausgeführt. Die mehreren Peripherieklassifizierungselemente sind hierbei an Körperteilen einer sich bewegenden Position angeordnet und eingerichtet basierend auf Sensorwerten eine Klassifizierung der Bewegung der Person durchzuführen. Die zentrale Klassifizierungseinheit steht datentechnisch mit den mehreren Peripherieklassifizierungselementen in Verbindung und empfängt von den mehreren Peripherieklassifizierungselementen Klassifizierungsdaten. Die Klassifizierungsdaten umfassen hierbei wenigstens Peripherieklassifizierungswerte, wobei jeder Peripherieklassifizierungswert die durch das jeweilige Peripherieklassifizierungselement durchgeführte Klassifizierung der Bewegung darstellt. Basierend auf den mehreren Peripherieklassifizierungswerten der mehreren Peripherieklassifizierungselemente erstellt die zentrale Klassifizierungseinheit einen Klassifizierungswert der Bewegung. Der Klassifizierungswert der Bewegung basiert somit auf den mehreren Peripherieklassifizierungswerten der einzelnen Peripherieklassifizierungselemente. Hierdurch kann eine höhere Präzision der Klassifizierung der Bewegung der Person erreicht werden. Indem die verschiedenen Peripherieklassifizierungselemente an verschiedenen Stellen des Körpers der Person angeordnet sind, können in der Klassifizierung mehrere Bewegungen einzelner Körperteile der Person berücksichtigt werden. Hierüber kann die Präzision der Bewegungsklassifizierung weiter verbessert werden. Der entsprechend generierte Klassifizierungswert wird darauffolgend an eine Anzeigeeinheit ausgegeben. Dies ermöglicht die Anzeige der entsprechenden Bewegungsklassifizierung der das Bewegungsklassifizierungssystem benutzenden Person. Nach einer Ausführungsform stimmt der durch die zentrale Klassifizierungseinheit ermittelte Klassifizierungswert mit einem der durch die Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen bereitgestellten Peripherieklassifizierungswerten überein, falls der jeweilige Peripherieklassifizierungswert durch wenigstens eine vordefinierte Anzahl von Peripherieklassifizierungselementen bereitgestellt wurde. Hierdurch kann der technische Vorteil erreicht werden, dass eine weitere Präzision der Klassifizierung der Bewegung ermöglicht ist. Der durch die zentrale Klassifizierungseinheit generierte Klassifizierungswert stimmt hierbei mit den durch die Peripherieklassifizierungselemente bereitgestellten Peripherieklassifizierungswerten überein, falls eine vordefinierte Anzahl der Peripherieklassifizierungselemente den gleichen Peripherieklassifizierungswert bereitstellen. Nach einer Ausführungsform umfassen die Klassifizierungsdaten jeweils ferner wenigstens einen Bewegungswert, wobei das Verfahren ferner umfasst: Ermitteln eines Zählwerts von zyklischen Teilbewegungen der Bewegung basierend auf den Bewegungswerten der Mehrzahl von Peripherieklassifizierungselementen durch die zentrale Klassifizierungseinheit; undAusgeben des Zählwerts durch die zentrale Klassifizierungseinheit an die Anzeigeeinheit. Hierdurch kann der technische Vorteil erreicht werden, dass neben dem Klassifizierungswert f