DE-102024210719-A1 - System zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs durch Ausgabe von Unterstützungshinweisen, Verfahren zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs, Computerprogrammprodukt sowie Kraftfahrzeug
Abstract
Beschrieben wird ein System zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs durch Ausgabe von Unterstützungshinweisen, mit - wenigstens einer Sensoranordnung zur Erfassung einer Verkehrssituation, - wenigstens einer mit der wenigstens einen Sensoranordnung verbundenen Recheneinheit, die zur Auswertung von Daten der wenigstens einen Sensoranordnung und zur Erzeugung von Hinweisdaten auf der Basis der Sensordaten ausgebildet ist, - einem mit der Recheneinheit verbundenen Ausgabeaufbereitungsmodul zur Erstellung von personalisierten Unterstützungshinweisen auf der Basis der Hinweisdaten, und - wenigstens einer mit dem Ausgabeaufbereitungsmodul verbundenen Ausgabeeinheit zur Ausgabe der personalisierten Unterstützungshinweise verbunden ist, wobei das Ausgabeaufbereitungsmodul ein auf der Basis von künstlicher Intelligenz trainiertes Transformationsmodell aufweist, das dazu eingerichtet ist, die Hinweisdaten in personalisierte Unterstützungshinweise umzuwandeln.
Inventors
- Sebastian Frank
- Ulrich Eberle
Assignees
- FCA US LLC
- STELLANTIS AUTO SAS
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (10)
- System (2) zur Unterstützung eines Fahrers (6) eines Kraftfahrzeugs (2) durch Ausgabe von Unterstützungshinweisen (UH), mit - wenigstens einer Sensoranordnung (10) zur Erfassung einer Verkehrssituation, - wenigstens einer mit der wenigstens einen Sensoranordnung (10) verbundenen Recheneinheit (22), die zur Auswertung von Daten der wenigstens einen Sensoranordnung (10) und zur Erzeugung von Hinweisdaten (26) auf der Basis der Sensordaten (24) ausgebildet ist, - einem mit der Recheneinheit (22) verbundenen Ausgabeaufbereitungsmodul (12.1) zur Erstellung von personalisierten Unterstützungshinweisen (UH) auf der Basis der Hinweisdaten (26), und - wenigstens einer mit dem Ausgabeaufbereitungsmodul (12.1) verbundenen Ausgabeeinheit (8) zur Ausgabe der personalisierten Unterstützungshinweise (UH) verbunden ist, wobei das Ausgabeaufbereitungsmodul (12.1) ein auf der Basis von künstlicher Intelligenz trainiertes Transformationsmodell (12.2) aufweist, das dazu eingerichtet ist, die Hinweisdaten (26) in personalisierte Unterstützungshinweise (UH) umzuwandeln.
- System (2) nach Anspruch 1 , wobei die wenigstens eine Sensoranordnung (10) mit einem Kommunikationsmodul (14) verbunden ist, wobei die wenigstens eine Recheneinheit (22) und/oder das Ausgabeaufbereitungsmodul (12.1) in wenigstens einem Rechenzentrum (20) vorgesehen sind, wobei das Kommunikationsmodul (14) und das wenigstens eine Rechenzentrum (20) über eine bidirektionale Kommunikationsverbindung (16) miteinander verbunden sind.
- System (2) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei eine Fahrererkennungeinrichtung (28) vorgesehen ist, wobei für mehr als einen Fahrer (6) des Kraftfahrzeugs (2) in einem Speicher (12.4) ein Profil (12.5) hinterlegt ist, wobei das Transformationsmodell (12.2) auf der Basis des Profils (12.5) konfiguriert ist, sodass die personalisierten Unterstützungshinweise (UH) bei identischen Hinweisdaten für zwei verschiedene Fahrer (6) unterschiedlich sind.
- System (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Transformationsmodell (12.2) unter Einbeziehung von Fahreingabedaten des Fahrers (6) trainiert ist.
- System (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei desweiteren wenigstens ein Aggregat (30) vorgesehen ist, wobei das Aggregat (30) dazu eingerichtet ist, auf der Basis der Hinweisdaten (26) und/oder den Unterstützungshinweisen (UH) eine Aktion durchzuführen.
- System (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das System (2) mit wenigstens einem Assistenzsystem (32) verbunden ist.
- Verfahren zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs (2) mit einem System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die wenigstens eine Recheneinheit (22) Daten der wenigstens einen Sensoranordnung (10) erhält, auswertet und Hinweisdaten (26) erzeugt, die Hinweisdaten (26) an das Ausgabeaufbereitungsmodul (12.1) sendet, wobei das Transformationsmodell (12.2) die Hinweisdaten (26) in personalisierte Unterstützungshinweise (UH) transformiert, an die Ausgabeeinheit (8) leitet, wobei die Ausgabeeinheit (8) wenigstens einen personalisierten Unterstützungshinweis (UH) ausgibt.
- Verfahren nach Anspruch 7 , wobei das Transformationsmodell (12.2) auf der Basis von Realdaten (D3) trainiert ist, die durch Fahren einer Mehrzahl von Fahrsituationen mit wenigstens einem Fahrer in einer realen Fahrumgebung erzeugt wurden.
- Verfahren nach Anspruch 7 oder 8 , wobei das Transformationsmodell (12.2) auf der Basis von Simulationsdaten (D2, D3) trainiert ist, die durch Simulation von Fahrsituationen mit wenigstens einem Fahrer oder ohne einen Fahrer in einer virtuellen Simulationsumgebung durchgeführt wurden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9 , wobei das Transformationsmodell (12.2) auf der Basis von manuell eingegebenen Daten (D4) trainiert ist.
Description
Vorliegend werden ein System zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs durch Ausgabe von Unterstützungshinweisen, ein Verfahren zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs, ein Computerprogrammprodukt sowie ein Kraftfahrzeug beschrieben. Systeme zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs durch Ausgabe von Unterstützungshinweisen, Verfahren zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs, Computerprogrammprodukte sowie Kraftfahrzeuge der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik bekannt. Fahrerassistenzsysteme sind seit weit mehr als einem Jahrzehnt in Kraftfahrzeugen etabliert und werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die Sicherheit und den Komfort für den Fahrer sowie die Insassen ebenso wie die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Neben der Steigerung der Wertschöpfung eines Kraftfahrzeugs stellen diese Systeme ein wesentliches Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb zwischen Kraftfahrzeugherstellern dar. Darüber hinaus sind bestimmte Fahrerassistenzsysteme in einigen Ländern bereits gesetzlich vorgeschrieben, was ihre Verbreitung in der gesamten Automobilbranche weiter vorantreibt. Mit der zunehmenden Integration dieser Systeme, auch in Fahrzeugen der mittleren und unteren Fahrzeugklassen, nimmt der Konkurrenzdruck unter den Herstellern stetig zu. Die Vielzahl und Komplexität der in einem Fahrzeug verfügbaren Fahrerassistenzsysteme können es für den Fahrer jedoch erschweren, deren Funktionen in ausreichendem Maß zu erlernen und das volle Assistenzpotenzial effektiv zu nutzen. Aktuell erfolgt das Erlernen der Funktionen zumeist durch das Lesen der Bedienungsanleitung, das Ausprobieren während des Fahrbetriebs und gegebenenfalls das Nachschlagen bei Problemen. Zur Erfüllung gehobener Anforderungen bedarf es jedoch eines neuen, weiterführenden Ansatzes, der es dem Fahrer ermöglicht, die Assistenzfunktionen auf intuitive Weise zu erlernen und damit die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu steigern. Aus der DE 10 2012 008 260 A1 ist ein Verfahren zum interaktiven Erlernen eines in einem Fahrzeug vorhandenen Fahrerassistenzsystems im Fahrbetrieb bekannt, wobei nachdem der Fahrer eine Tutorfunktion eines Fahrerassistenzsystems ausgewählt und aktiviert hat, (a) in einer als sicher eingestuften Fahrsituation dem Fahrer ein Tutorial bezüglich des Fahrerassistenzsystems angeboten wird; (b) bei Annahme des Angebots durch den Fahrer an diesen ein Hinweis ausgegeben wird, mittels dessen er gebeten wird, zumindest eine Bedienhandlung und/oder ein Fahrmanöver auszuführen; und (c) dass unter Nutzung von Umgebungsdaten und Aktivitätsdaten des Fahrerassistenzsystems nach Durchführung der zumindest einen Bedienhandlung und/oder des zumindest einen Fahrmanövers zu vom Fahrerassistenzsystem veranlassten Systemreaktionen wenigstens ein Hinweis an den Fahrer ausgegeben wird. Im Kontext eines Tutorsystems ist zu berücksichtigen, dass verschiedene Fahrer mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind, die sich maßgeblich auf die Effizienz und Effektivität eines solchen Tutorsystems auswirken können. So variieren die fahrerischen Fähigkeiten, Reaktionszeiten und das situative Wahrnehmungsvermögen der Fahrer teils erheblich. Hinzu kommen aktuelle äußere Einflüsse wie vorherrschende Sichtverhältnisse, z. B. schlechte Sicht bei Regen oder Dunkelheit, und ein Geräuschniveau im Fahrzeuginnenraum, die die Aufnahmefähigkeit und Reaktionsschnelligkeit des Fahrers zusätzlich beeinflussen können, auch in Bezug auf das Medium, also optische oder akustische Tutorrückmeldungen. Ebenso reagieren Fahrer auf unterschiedliche Kommunikationsformen des Tutorsystems mit unterschiedlicher Effizienz. Während einige Fahrer auf klare, sprachlich vermittelte Anweisungen schnell und präzise reagieren, bevorzugen andere visuelle Signale oder taktile Rückmeldungen, die im direkten Sichtfeld oder über haptische Reize vermittelt werden. Herkömmliche Tutorfunktionen sind in ihrer Ausgestaltung meist standardisiert und können nicht auf die individuellen Eigenschaften und momentanen Bedürfnisse des Fahrers eingehen. Sie liefern statische Anweisungen oder Hinweise, ohne dabei den aktuellen fahrerischen Kontext oder die persönlichen Präferenzen und Fähigkeiten des Fahrers zu berücksichtigen. Dies führt dazu, dass die Anweisungen für manche Fahrer unklar oder ineffektiv sind, während andere Fahrer durch unpassende oder zu allgemeine Hinweise abgelenkt oder irritiert werden können. Faktoren wie das fahrerische Können, die aktuelle Reaktionsfähigkeit, die Wahrnehmungsbedingungen oder die Art der bevorzugten Ansprache werden in herkömmlichen Systemen nicht oder nur unzureichend berücksichtigt. Somit stellt sich die Aufgabe, Systeme zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs durch Ausgabe von Unterstützungshinweisen, Verfahren zur Unterstützung eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs, Computerprogrammprodukte sowie Kraftfahrzeuge der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass eine besser