DE-102025103014-B3 - Leistungsverzweigte Getriebeanordnung
Abstract
Getriebeanordnung, insbesondere für ein Fahrzeug, wobei die Getriebeanordnung einen ersten Getriebeteil (I) aufweist, der einen ersten Anschluss für einen Antrieb und einen zweiten Anschluss für eine erste elektrische Maschine (1) aufweist, wobei der erste Anschluss und der zweite Anschluss des ersten Getriebeteils (I) wirkmechanisch verbindbar sind;- einen zweiten Getriebeteil (II), wobei der zweite Getriebeteil (II) feststellbar ausgebildet ist, insbesondere eine feststellbare Welle aufweist, und wobei der zweite Getriebeteil (II) mit dem ersten Getriebeteil (I) wirkmechanisch verbindbar ist; und einen dritten Getriebeteil (III, IIIa und IIIb), der einen ersten Untergetriebeteil (IIIa) der einen ersten Anschluss für eine zweite elektrische Maschine (2) und der einen zweiten Untergetriebeteil (IIIb) der einen zweiten Anschluss für eine dritte elektrische Maschine (3) aufweist, wobei der erste Untergetriebeteil (IIIa) und der zweite Untergetriebeteil (IIIb) unabhängig voneinander betreibbar sind, wobei der dritte Getriebeteil (III) wirkmechanisch mit dem zweiten Getriebeteil (II) verbunden ist; und wobei der dritte Getriebeteil (III) einen Abtrieb der Getriebeanordnung aufweist.
Inventors
- Michael Heider
- Thomas Stöckl
Assignees
- RENK GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20250128
Claims (15)
- Getriebeanordnung wobei die Getriebeanordnung einen ersten Getriebeteil (I) aufweist, der einen ersten Anschluss für einen Antrieb und einen zweiten Anschluss für eine erste elektrische Maschine (1) aufweist, wobei der erste Anschluss und der zweite Anschluss des ersten Getriebeteils (I) wirkmechanisch verbindbar sind; - einen zweiten Getriebeteil (II), wobei der zweite Getriebeteil (II) feststellbar ausgebildet ist und wobei der zweite Getriebeteil (II) mit dem ersten Getriebeteil (I) wirkmechanisch verbindbar ist; und - einen dritten Getriebeteil (III, IIIa und IIIb), der einen ersten Untergetriebeteil (IIIa) der einen ersten Anschluss für eine zweite elektrische Maschine (2) und der einen zweiten Untergetriebeteil (IIIb) der einen zweiten Anschluss für eine dritte elektrische Maschine (3) aufweist, wobei der erste Untergetriebeteil (IIIa) und der zweite Untergetriebeteil (IIIb) unabhängig voneinander betreibbar sind, wobei der dritte Getriebeteil (III) wirkmechanisch mit dem zweiten Getriebeteil (II) verbunden ist; und wobei der dritte Getriebeteil (III) einen Abtrieb der Getriebeanordnung aufweist; wobei der erste Anschluss des dritten Getriebeteils (III) und der zweite Anschluss des dritten Getriebeteils (III) auf eine Sonne eines Planetengetriebes wirken.
- Getriebeanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, gekennzeichnet durch einen ersten Betriebszustand, in dem der zweite Getriebeteil (II) festgestellt ist, so dass ein Teil des dritten Getriebeteils (III) durch den zweiten Getriebeteil (II) festgestellt wird; und gekennzeichnet durch einen zweiten Betriebszustand, in dem der zweite Getriebeteil (II) eingestellt ist, so dass mechanische Leistung vom ersten Getriebeteil (I) über den zweiten Getriebeteil (II) an den dritten Getriebeteil (III) übertragen werden kann.
- Getriebeanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Wirkverbindung des ersten Getriebeteils (I) mit dem zweiten Getriebeteil (II) eine wählbare und/oder schaltbare Übersetzung aufweist; und/oder dass ein erster Anschluss des dritten Getriebeteils (III) und/oder ein zweiter Anschluss des dritten Getriebeteils (III) eine wählbare und/oder schaltbare Übersetzung aufweist.
- Getriebeanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Abtrieb des dritten Getriebeteils (III) mit einem Planetenträger des Planetengetriebes wirkverbunden ist.
- Getriebeanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass eine Wirkverbindung des zweiten Getriebeteils (II) mit dem dritten Getriebeteil (III) auf ein Hohlrad des Planetengetriebes des dritten Getriebeteils (III) wirkt.
- Getriebeanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Bremse mit dem Planetenträger des Planetengetriebes des dritten Getriebeteils (III) wirkverbunden ist.
- Antriebsanordnung, aufweisend eine Getriebeanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass am ersten Anschluss des ersten Getriebeteils (I) eine Brennkraftmaschine (B) angeordnet ist und wobei am zweiten Anschluss des ersten Getriebeteils eine erste elektrische Maschine (1) angeordnet ist und wobei am ersten Anschluss des dritten Getriebeteils (III) eine zweite elektrische Maschine (2) angeordnet ist und wobei am zweiten Anschluss des dritten Getriebeteils (III) eine dritte elektrische Maschine (3) angeordnet ist.
- Antriebsanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, gekennzeichnet durch einen ersten Unterbetriebszustand des ersten Betriebszustands, in dem die erste elektrische Maschine (1) des ersten Getriebeteils (I) generatorisch betrieben wird und dazu eingerichtet ist, von der Brennkraftmaschine (B) angetrieben zu werden; und/oder wobei die erste elektrische Maschine (1) des ersten Getriebeteils (I) dazu eingerichtet ist, Energie für den Betrieb der zweiten elektrischen Maschine (2) und/oder der dritten elektrischen Maschine (3) bereitzustellen.
- Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 oder 8 , gekennzeichnet durch einen zweiten Unterbetriebszustand des ersten Betriebszustands, in dem die erste elektrische Maschine (1) dazu eingerichtet ist, die Brennkraftmaschine (B) zu starten.
- Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 9 , gekennzeichnet durch einen ersten Unterbetriebszustand des zweiten Betriebszustands, in dem die Brennkraftmaschine (B) direkt Leistung über den zweiten Getriebeteil (II) für den dritten Getriebeteil (III) bereitstellt.
- Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste elektrische Maschine (1) im ersten Unterbetriebszustand des ersten Betriebszustands oder in einem generatorischen Betrieb, dazu ausgebildet ist, die zweite elektrische Maschine (2) und die dritte elektrische Maschine (3) anzutreiben und/oder dadurch gekennzeichnet , dass die Brennkraftmaschine (B) eine kleinere Nennleistung aufweist als die erste elektrische Maschine (1).
- Verfahren zum Betreiben einer Antriebsanordnung, aufweisend: - Ermitteln einer Betriebsanforderung an eine Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 11 , wobei die Betriebsanforderung ein Steuersignal; einen Fahrzustand und/oder einen Zustand der Antriebsanordnung beschreibt; - Betreiben wenigstens eines von: der Brennkraftmaschine (B), der ersten elektrischen Maschine (1), der zweiten elektrischen Maschine (2) und/oder der dritten elektrischen Maschine (3); in einem ersten oder einem zweiten Unterbetriebszustand, basierend auf der ermittelten Betriebsanforderung.
- Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass das Betreiben ferner ein Schalten der Übersetzung zwischen dem ersten Anschluss des dritten Getriebeteils (III) und dem dritten Getriebeteil (III); ein Schalten der Übersetzung zwischen dem zweiten Anschluss des dritten Getriebeteils (III) und dem dritten Getriebeteil (III) und/oder ein Schalten der Übersetzung der Wirkverbindung zwischen dem ersten Getriebeteil (I) und dem zweiten Getriebeteil (II), aufweist.
- System zum Betreiben und/oder Überwachen einer Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 11 das zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 oder 13 eingerichtet ist und/oder aufweist: - Mittel zum Ermitteln einer Betriebsanforderung; - Mittel zum Betreiben der Antriebsanordnung.
- Computerprogramm oder Computerprogrammprodukt, wobei das Computerprogramm oder Computerprogrammprodukt Anweisungen enthält, die bei der Ausführung durch einen oder mehrere Computer oder ein System nach Anspruch 14 den oder die Computer oder das System dazu veranlassen, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 13 durchzuführen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Getriebeanordnung für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Fahrzeug mit Überlagerungslenkung, eine die Getriebeanordnung aufweisende Antriebsanordnung, sowie ein Verfahren zum Betreiben der Antriebsanordnung, insbesondere ein hierfür eingerichtetes Computerprogramm bzw. Computerprogrammprodukt. Es wird zum Stand der Technik auf die CN 1 06 915 243 A verwiesen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, insbesondere, eine Getriebeanordnung, weiter insbesondere eine Antriebsanordnung, zu verbessern. Diese Aufgabe wird durch eine Getriebeanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, sowie durch eine hierin beschriebene Antriebsanordnung, die in Ausführungen die Getriebeanordnung aufweist. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen. Im Folgenden werden Nummerierungen für die Getriebeanordnung und/oder deren Elemente verwendet, die ohne Einschränkung der Allgemeinheit zu verstehen sind und lediglich der einfach(er)en Zuordnung der bzw. zu den beschriebenen Teilen/Elementen dienen. Die Nummerierung, wie bspw. mit „erste“, „zweite“, stellt ebenso keine Einschränkung auf eine Anzahl des bezeichneten Teils oder des bezeichneten Elements dar. Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung wird eine, insbesondere leistungsverzweigte, Getriebeanordnung, insbesondere für ein Fahrzeug, weiter insbesondere für ein Fahrzeug, das eine Überlagerungslenkung aufweist, bereitgestellt. In einer Ausführung weist die Getriebeanordnung einen ersten Getriebeteil auf. In einer Ausführung weist der erste Getriebeteil einen ersten Anschluss für einen Antrieb, insbesondere eine Brennkraftmaschine oder eine elektrische Maschine, auf. In einer Ausführung weist der erste Getriebeteil einen zweiten Anschluss für eine erste elektrische Maschine auf. In einer Ausführung ist der erste Getriebeteil dazu eingerichtet den ersten Anschluss mit dem zweiten Anschluss wirkmechanisch zu verbinden, insbesondere derart, dass Drehmoment von dem ersten Anschluss an den zweiten Anschluss übertragen werden kann bzw. wird oder dass Drehmoment von dem zweiten Anschluss an den ersten Anschluss übertragen werden kann bzw. wird, insbesondere zeitweise. In einer Ausführung ist der erste Anschluss und der zweite Anschluss des ersten Getriebeteils wirkmechanisch verbindbar und/oder trennbar, insbesondere ist der erste Getriebeteil hierfür eingerichtet bzw. ausgebildet. In einer Ausführung weist die Getriebeanordnung einen zweiten Getriebeteil auf, wobei der zweite Getriebeteil feststellbar ausgebildet ist, insbesondere derart, dass der zweite Getriebeteil oder, insbesondere wenigstens, ein Teil des zweiten Getriebeteils, insbesondere eine, weiter insbesondere feststellbare, Welle des zweiten Getriebeteils, fest steht bzw. fest stellbar ist bzw. hierfür verwendet werden kann bzw. wird. In einer Ausführung weist der zweite Getriebeteil eine (mechanische) Feststellung bzw. Fixierung auf, insbesondere eine form- und/oder reibschlüssige Bremse und/oder eine (Feststell-)Bremse, alternativ oder zusätzlich eine elektromagnetisch betätigbare und/oder elektromagnetisch wirkende Bremse, die zum Feststellen des zweiten Getriebeteils, insbesondere einer bzw. der feststellbaren Welle eingerichtet ist. In einer Ausführung weist der zweite Getriebeteil eine Arretierung oder eine Arretierungsvorrichtung auf, die eingerichtet ist, den zweiten Getriebeteil in der Feststellung, insbesondere lösbar, zu arretieren, weiter insbesondere eingerichtet ist, die (feststellbare) Welle, insbesondere (wieder) lösbar, zu arretieren. In einer Ausführung weist der zweite Getriebeteil einen Motor, insbesondere einen Stellmotor, einen Schrittmotor und/oder einen Servomotor, auf, der zum (mechanischen) Feststellen des zweiten Getriebeteils eingerichtet ist. In einer Ausführung ist eine am zweiten Anschluss des ersten Getriebeteils anschließbare bzw. angeschlossene erste elektrische Maschine dazu eingerichtet den zweiten Getriebeteil zu regeln und/oder festzustellen, wobei die Getriebeanordnung, in einer Ausführung, eine Trennkupplung im ersten Getriebeteil aufweist, insbesondere um den ersten Anschluss mechanisch vom zweiten Anschluss zu trennen. In einer Ausführung ist der zweite Getriebeteil mit dem ersten Getriebeteil wirkmechanisch verbindbar ausgebildet, insbesondere verbunden. In einer Ausführung weist der erste Getriebeteil und/oder der zweite Getriebeteil eine Schnittstelle zum Verbinden der beiden Getriebeteile auf, insbesondere zum Verbinden des erste Getriebeteils mit der, insbesondere feststellbaren, Welle des zweiten Getriebeteils. Der Begriff „feststellbar“, wie hierin verwendet, soll vorzugsweise als ausgebildet zum, insbesondere mechanischen, Feststellen, Fixieren, Festlegen und/oder Festsetzen verstanden werden. In einer Ausführung weist die Getriebeanordnung einen dritten Getriebeteil auf, wobei der dritte Getriebeteil einen ersten Anschluss für eine zweite elektrische Maschine aufweist. In einer Ausführung weist der dritte