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DE-102025105405-B3 - Türantriebsvorrichtung zum Verstellen einer Fahrzeugtür relativ zu einer Fahrzeugkarosserie

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Abstract

Eine Türantriebsvorrichtung (2) zum Verstellen einer Fahrzeugtür (11) relativ zu einer Fahrzeugkarosserie (10) umfasst einen Motor (20), ein Getriebe (25) und eine um eine Längsachse (L) drehbare Spindel (24), wobei der Motor (20) über das Getriebe (25) mit der Spindel (24) wirkverbunden ist und die Spindel (24) angetrieben durch den Motor (20) um die Längsachse (L) verdrehbar ist. Ein Spindelmutterelement (27) steht mit der Spindel (24) in Gewindeverbindung derart, dass durch Verdrehen der Spindel (24) das Spindelmutterelement (27) entlang einer entlang der Längsachse (L) weisenden Verstellrichtung (V) relativ zu der Spindel (24) bewegbar ist. Eine Führungsschiene (23) dient zum Führen des Spindelmutterelements (27) bei einer Bewegung entlang der Verstellrichtung (V). Eine an der Führungsschiene (23) angeordnete Wasserabflusseinrichtung (29) weist ein Verschlusselement (293, 293', 296) auf, wobei das Verschlusselement (293, 293', 296) ausgebildet ist, ein Abfließen von Wasser (W) aus der Führungsschiene (23) in eine Abflussrichtung (A) zu ermöglichen und einen Schmutzeintrag in eine Gegenrichtung (A') zu blockieren.

Inventors

  • Daniel Schnapp
  • Tobias GAGEL

Assignees

  • BROSE FAHRZEUGTEILE SE & CO. KOMMANDITGESELLSCHAFT, BAMBERG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250213

Claims (20)

  1. Türantriebsvorrichtung (2) zum Verstellen einer Fahrzeugtür (11) relativ zu einer Fahrzeugkarosserie (10), mit einem Motor (20), einem Getriebe (25), einer um eine Längsachse (L) drehbaren Spindel (24), wobei der Motor (20) über das Getriebe (25) mit der Spindel (24) wirkverbunden ist und die Spindel (24) angetrieben durch den Motor (20) um die Längsachse (L) verdrehbar ist, einem Spindelmutterelement (27), das mit der Spindel (24) in Gewindeverbindung steht derart, dass durch Verdrehen der Spindel (24) das Spindelmutterelement (27) entlang einer entlang der Längsachse (L) weisenden Verstellrichtung (V) relativ zu der Spindel (24) bewegbar ist, einer Führungsschiene (23) zum Führen des Spindelmutterelements (27) bei einer Bewegung entlang der Verstellrichtung (V) und einer mit dem Spindelmutterelement (27) verbundenen Schubstange (21) zum Übertragen einer Verstellkraft zwischen der Fahrzeugtür (11) und der Fahrzeugkarosserie (10), gekennzeichnet durch eine an der Führungsschiene (23) angeordnete Wasserabflusseinrichtung (29), die ein Verschlusselement (293, 293', 296) aufweist, wobei das Verschlusselement (293, 293', 296) ausgebildet ist, ein Abfließen von Wasser (W) aus der Führungsschiene (23) in eine Abflussrichtung (A) zu ermöglichen und einen Schmutzeintrag in eine Gegenrichtung (A') zu blockieren.
  2. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (293, 293', 296) ausgebildet ist, in einer Schließstellung die Wasserabflusseinrichtung (29) zu verschließen, wobei das Verschlusselement (293, 293')in die Abflussrichtung (A) bewegbar ist, um ein Abfließen von Wasser (W) aus der Führungsschiene (23) in die Abflussrichtung (A) zu ermöglichen.
  3. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (293, 293', 296) elastisch und/oder durch einen Gegendruck in die Gegenrichtung (A') zum Einnehmen der Schließstellung belastet ist.
  4. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (293, 293', 296) durch ein Rückschlagventil ausgebildet ist.
  5. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (293, 293', 296) durch ein bewegliches Klappenelement ausgebildet ist.
  6. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass das Klappenelement in sich elastisch verformbar oder um ein Scharnier (297) schwenkbar gelagert ist.
  7. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (293, 293', 296) durch ein Flatterventil ausgebildet ist.
  8. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Wasserabflusseinrichtung (29) eine Abflussöffnung (290, 290') aufweist.
  9. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (293, 293', 296) an der Abflussöffnung (290, 290') angeordnet ist.
  10. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 8 oder 9 , dadurch gekennzeichnet , dass die Wasserabflusseinrichtung (29) einen an die Abflussöffnung (290, 290') anschließenden Abflusskanal (291) zum Ableiten des Wassers (W) aufweist.
  11. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (293, 293', 296) an einer Auslassöffnung (292) des Abflusskanals (291) angeordnet ist.
  12. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Abflusseinrichtung (29) an einer Wandung (234, 235, 236) der Führungsschiene (23) angeordnet ist.
  13. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 12 , dadurch gekennzeichnet , dass die Wandung (234, 235, 236) längs entlang der Verstellrichtung (V) oder quer zur Verstellrichtung (V) erstreckt ist.
  14. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Abflusseinrichtung (29) eine erste Abflussöffnung (290) und eine zweite Abflussöffnung (290') aufweist, wobei abhängig von einer Einbaulage der Türantriebsvorrichtung (2) in einem Fahrzeug (1) Wasser (W) über eine der ersten Abflussöffnung (290) und der zweiten Abflussöffnung (290') ableitbar ist.
  15. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 14 , dadurch gekennzeichnet , dass die eine der ersten Abflussöffnung (290) und der zweiten Abflussöffnung (290'), betrachtet entlang einer Schwerkraftrichtung (G), unter der anderen der ersten Abflussöffnung (290) und der zweiten Abflussöffnung (290') gelegen ist.
  16. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 14 oder 15 , dadurch gekennzeichnet , dass die andere der ersten Abflussöffnung (290) und der zweiten Abflussöffnung (290') über ein Stopfenelement (295) verschlossen ist.
  17. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Führungsschiene (23) umfänglich um die Längsachse (L) geschlossen ist.
  18. Türantriebsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Führungsschiene (23) einen Gleitführungsabschnitt (232) zum gleitenden Führen des Spindelmutterelements (27) entlang der Verstellrichtung (V) und einen Spindeleinhausungsabschnitt (233) zum Aufnehmen der Spindel (24) aufweist.
  19. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 18 , dadurch gekennzeichnet , dass das Spindelmutterelement (27) einen Gleitabschnitt (270) zum Gleiten entlang des Gleitführungsabschnitts (232) aufweist.
  20. Türantriebsvorrichtung (2) nach Anspruch 18 oder 19 , dadurch gekennzeichnet , dass das Spindelmutterelement (27) einen Spindelmutterabschnitt (271) aufweist, der mit der Spindel (24) in Gewindeeingriff steht, wobei der Spindelmutterabschnitt (271) in dem Spindeleinhausungsabschnitt (233) entlang der Verstellrichtung (V) bewegbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Türantriebsvorrichtung zum Verstellen einer Fahrzeugtür relativ zu einer Fahrzeugkarosserie nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine derartige Türantriebsvorrichtung umfasst einen Motor, ein Getriebe und eine um eine Längsachse drehbare Spindel. Der Motor ist über das Getriebe mit der Spindel wirkverbunden, sodass die Spindel angetrieben durch den Motor um die Längsachse verdrehbar ist. Ein Spindelmutterelement steht derart mit der Spindel in Gewindeverbindung, dass durch Verdrehen der Spindel das Spindelmutterelement entlang einer entlang der Längsachse weisenden Verstellrichtung relativ zu der Spindel bewegbar ist. Eine Führungsschiene ist zum Führen des Spindelmutterelements bei einer Bewegung entlang der Verstellrichtung ausgebildet. Eine Schubstange ist mit dem Spindelmutterelement verbunden, um eine Verstellkraft zwischen der Fahrzeugtür und der Fahrzeugkarosserie zu übertragen. Eine Türantriebsvorrichtung zum Verstellen einer Fahrzeugtür relativ zu einer Fahrzeugkarosserie ist beispielsweise aus der DE 10 2018 131 933 A1 bekannt. Eine andere Bauform einer Türantriebsvorrichtung mit einem Spindelgetriebe ist aus der WO 2021/023893 A1 bekannt. Aus der DE 10 2023 107 080 A1 ist eine Türantriebsvorrichtung bekannt, bei der eine Führungsschiene zum Führen eines mit einer Schubstange verbundenen Schlittenelements durch ein umfänglich geschlossenes Profilrohr ausgebildet ist. Um hierbei einen Wasserablauf aus der Führungsschiene zu ermöglichen, weist die Führungsschiene eine Entwässerungsöffnung auf. Das Schlittenelement weist einen Kolben auf, der in einer Endstellung des Schlittenelements an der Führungsschiene in die Entwässerungsöffnung eingreift und die Entwässerungsöffnung dichtend verschließt. Weiterhin sind aus der DE 10 2020 102 846 A1 und DE 10 2019 101 065 A1 Türantriebsvorrichtung mit einem Spindelgetriebe bekannt, bei denen Dichtelemente den Eintritt von Schmutz abhalten, den Austritt von Feuchtigkeit aber ermöglichen. Generell besteht insbesondere bei einer Führungsschiene, die umfänglich um eine Längserstreckungsrichtung der Führungsschiene (entsprechend der Verstellrichtung, entlang derer das Spindelmutterelement an der Führungsschiene verstellt werden kann) geschlossen ist, ein Bedürfnis danach, Feuchtigkeit, die sich gegebenenfalls im Betrieb innerhalb der Führungsschiene ansammelt, abzuleiten. Beispielsweise kann, wenn über eine Öffnung, durch die die Schubstange hindurch nach außen tritt, Feuchtigkeit in das Innere der Führungsschiene eindringt, sich Wasser innerhalb der Führungsschiene sammeln. Kann Wasser aus dem Inneren der Führungsschiene nicht ohne weiteres ablaufen, besteht bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts die Gefahr, dass das Spindelmutterelement festfriert und somit die Funktionstüchtigkeit der Türantriebsvorrichtung beeinträchtigt ist. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Türantriebsvorrichtung zum Verstellen einer Fahrzeugtür zur Verfügung zu stellen, bei der die Betriebssicherheit auch bei extremen Witterungsbedingungen, insbesondere Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts, gewährleistet ist. Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Demnach weist die Türantriebsvorrichtung eine an der Führungsschiene angeordnete Wasserabflusseinrichtung auf, die ein Verschlusselement aufweist. Das Verschlusselement ist ausgebildet, ein Abfließen von Wasser aus der Führungsschiene in eine Abflussrichtung zu ermöglichen und einen Schmutzeintrag in eine Gegenrichtung zu blockieren. Bestandteil der Wasserabflusseinrichtung ist demnach ein Verschlusselement. Das Verschlusselement ist so ausgestaltet, dass ein Abfließen von Wasser aus der Führungsschiene in eine Abflussrichtung ermöglicht ist. Ein Schmutzeintrag in eine Gegenrichtung wird über das Verschlusselement jedoch blockiert. Durch Vorsehen des Verschlusselements an der Wasserabflusseinrichtung kann somit gewährleistet werden, dass Wasser, welches sich im Betrieb innerhalb der Führungsschiene sammelt, abfließen kann. Das Wasser kann hierbei über das Verschlusselement in die Abflussrichtung abfließen. In eine Gegenrichtung blockiert das Verschlusselement jedoch, sodass ein Schmutzeintrag in die Gegenrichtung nach Möglichkeit verhindert ist. Partikel, die gegebenenfalls mit einem Luftzug befördert werden, insbesondere Staubpartikel, können somit nicht ohne weiteres in das Innere der Führungsschiene eintreten. Einer Verschmutzung innerhalb der Führungsschiene und entsprechend einer Beeinträchtigung der Gleiteigenschaften der Führungsschiene zum Führen des Spindelmutterelements wird somit entgegengewirkt. In einer Ausgestaltung ist das Verschlusselement ausgebildet, in einer Schließstellung die Wasserabflusseinrichtung zu verschließen. Das beispielsweise als Rückschlagventil wirkende Verschlusselement ist in die Abflussrichtung bewegbar, um ein Abfließen von Wasser aus der Führungsschiene in die Abflussrichtung zu ermöglichen. Zum Beispiel aufgrund ei