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DE-102025105847-B4 - Lastgreifer für einen Eingriff an einer Bohrung in der Last

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Abstract

Aus einem Lastgreifer (3) und einer Spannvorrichtung (10) aufgebaute Anordnung, wobei der Lastgreifer (3) für den Eingriff an einer Bohrung (2) in einer Last (1) ausgelegt ist, und eine Lastaufnahmeöse (4), einen Spreizkörper (5) und mehrere Spreizschenkel (6) aufweist, wobei sich die Spreizschenkel (6) zwischen den Spreizkörper (5) und die Mantelfläche der Bohrung (2) erstrecken, und die der Mantelfläche der Bohrung zugewandte Oberfläche der Spreizschenkel (6) eine Verzahnung aufweist, wobei die Spreizschenkel (6) durch axiale Relativverschiebung des Spreizkörpers (5) in Richtung aus der Bohrung (2) heraus, mit der Mantelfläche der Bohrung (6) verklemmbarbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (10) einen Keilfortsatz (11) und eine Antriebsvorrichtung aufweist, durch welche der Keilfortsatz (11) normal zur Achse der Bohrung (2) in einen Spalt (12) eintreibbar ist, durch dessen Aufweitung der Spreizkörper (5) zwangsweise zu Bewegung aus der Bohrung (2) in der Last heraus antreibbar ist.

Inventors

  • Benedikt Kaiser-Mühlecker

Assignees

  • Sihga GmbH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250217
Priority Date
20240219

Claims (6)

  1. Aus einem Lastgreifer (3) und einer Spannvorrichtung (10) aufgebaute Anordnung, wobei der Lastgreifer (3) für den Eingriff an einer Bohrung (2) in einer Last (1) ausgelegt ist, und eine Lastaufnahmeöse (4), einen Spreizkörper (5) und mehrere Spreizschenkel (6) aufweist, wobei sich die Spreizschenkel (6) zwischen den Spreizkörper (5) und die Mantelfläche der Bohrung (2) erstrecken, und die der Mantelfläche der Bohrung zugewandte Oberfläche der Spreizschenkel (6) eine Verzahnung aufweist, wobei die Spreizschenkel (6) durch axiale Relativverschiebung des Spreizkörpers (5) in Richtung aus der Bohrung (2) heraus, mit der Mantelfläche der Bohrung (6) verklemmbarbar sind, dadurch gekennzeichnet , dass die Spannvorrichtung (10) einen Keilfortsatz (11) und eine Antriebsvorrichtung aufweist, durch welche der Keilfortsatz (11) normal zur Achse der Bohrung (2) in einen Spalt (12) eintreibbar ist, durch dessen Aufweitung der Spreizkörper (5) zwangsweise zu Bewegung aus der Bohrung (2) in der Last heraus antreibbar ist.
  2. Anordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Spannvorrichtung einen ringförmigen Grundkörper (13) und eine Schraube (14) umfasst, und dass der Keilfortsatz (11) von einer Seite der Innenmantelfläche des ringförmigen Grundkörpers (13) radial nach innen absteht.
  3. Anordnung nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass durch Drehung der Schraube (14) der Umfang des ringförmigen Grundkörpers (13) verringerbar ist, und/oder dass durch Drehung der Schraube der ringförmige Grundkörper normal zur Achse des Spreizkörpers (5) verschiebbar ist.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die in deren Achsrichtung von der Bohrung (2) abgewandt liegende Flanke des Spaltes (12) eine Oberfläche eines Hebeteils (7) ist, wobei der Hebeteil (7) für Kräfte in der zur Achse des Spreizkörpers (5) parallelen Richtung zugfest mit dem Spreizkörper (5) verbunden ist.
  5. Anordnung nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die in deren Achsrichtung der Bohrung (2) zugewandt liegende Flanke des Spaltes (12) eine Oberfläche eines Löseteils (8) ist, wobei die Spreizschenkel (6) mit einem Oberflächenanteil am Löseteil von oben her anliegen, und der Löseteil (8) gegenüber dem Spreizkörper (5) nach oben hin beweglich ist.
  6. Anordnung nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die in deren Achsrichtung der Bohrung (2) zugewandt liegende Flanke des Spaltes (12) eine außerhalb der Bohrung (2) liegende Oberfläche der Last (1) ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine aus einem Lastgreifer und einer Spannvorrichtung aufgebaute Anordnung. Die AT 518242 B1 zeigt einen Lastgreifer für den Eingriff an einer Bohrung in der Last. Der Lastgreifer weist einen mittleren, typischerweise kegelstumpfförmigen Spreizkörper und mehrere Spreizschenkel (keilartige Teile) auf, welche um den Umfang des Spreizkörpers herum nebeneinander angeordnet sind. Die bezüglich der Längsachse des Spreizkörpers radial außen liegenden Flächen der Spreizschenkel sind als verzahnte Teilflächen einer Kreiszylindermantelfläche ausgebildet. Wenn der Spreizkörper parallel zu seiner Achse relativ zu den Spreizschenkeln in jene Richtung verschoben wird, bei der seine kleine Stirnfläche vorne liegt, werden die Spreizschenkel durch die Mantelfläche des Spreizkörpers radial von der Achse des Spreizkörpers weggedrückt. Der Spreizkörper ist über eine Verbindungsstange, welche von der kleineren, oberen Stirnfläche des Spreizkörpers weg verläuft, mit einer Lastaufnahmeöse, also einem typischerweise metallischen Teil, welcher ein Durchgangsloch für den Durchgriff eines Seiles, Schäkels oder Lasthakens aufweist, verbunden. Beim typischen Verankerungsvorgang des Lastgreifers an einer Last wird der Lastgreifer mit dem der Lastaufnahmeöse abgewandt liegende Endbereich voraus in eine Bohrung in der Last hineingesteckt, sodass sich der Spreizkörper und die bezüglich seiner Achse auf gleicher Höhe befindlichen Spreizschenkel in der Bohrung befinden, und die Achse des Spreizkörpers und die Achse der Bohrung im Wesentlichen koaxial zueinander liegen. Sobald daraufhin - typischerweise durch einem mit der Lastaufnahme in Eingriff befindlichen Kranhaken - an der Lastaufnahmeöse von der Last weg gezogen wird, wird der Spreizkörper etwas in Richtung der Bohrungsöffnung gezogen. Die Spreizschenkel sind durch Reibung an der Mantelfläche der Bohrung dagegen gebremst, ebenfalls zur Öffnung der Bohrung hin verschoben zu werden. Damit erfolgt eine Relativbewegung zwischen Spreizkörper und Spreizschenkeln, welche bewirkt, dass die Spreizschenkel bezüglich der Bohrungsachse radial nach außen an die Mantelfläche der Bohrung gedrückt werden und sich mit dieser verklemmen. Bei weiterer Bewegung des Kranhakens nach oben hin nimmt der Spreizschenkel die Spreizkörper mit und mit diesen wird die Last angehoben. Für das Lösen des Lastgreifers von der Last muss die Lastaufnahmeöse entlastet sein. Im häufigsten Fall wird durch Druck oder Schlag auf die Lastaufnahmeöse in Richtung auf die Last hin der Spreizkörper in die Bohrung in der Last hinein verschoben. Die Spreizschenkel gewinnen damit Beweglichkeit radial nach innen in der Bohrung. Sie lösen damit die Verklemmung an der Mantelfläche der Bohrung. Indem dann an den Spreizschenkeln unter Umgehung des Spreizkörpers in Richtung auf die Öffnung der Bohrung in der Last gezogen wird, werden die Spreizschenkel und mit ihnen der ganze Lastgreifer aus der Bohrung heraus bewegt. Die Schriften DE 10065080 A1, US 1048585 A, DE 29913371 U1, US 3794369 A und US 4068879 A zeigen ältere vergleichbare Vorrichtungen. Sie sind um zusätzliche Vorrichtungsteile wie von Hand betätigbare Hebel und vorgespannte Federn ergänzt, durch welche axiale Relativbewegung zwischen dem Spreizkörper und den Spreizschenkeln zu dem Zweck antreibbar ist, die Vorgänge des Verklemmens des Lastgreifers und des Lösens des Lastgreifers zu erleichtern. Obwohl es bei korrekter Bau- und Benutzungsweise des aus der AT 518242 B1 bekannten Lastgreifers noch zu keinem Versagen der Verankerung der Spreizschenkel an den Wänden der Bohrung in der Last gekommen ist, taucht doch zumindest vereinzelt Besorgnis auf, ob die Verbindung zwischen den Spreizschenkeln und den Wänden der Bohrung in der Last auch wirklich ausreichend sicher ist, da zu Beginn von Hebevorgängen noch kein Formschluss zwischen den Spreizschenkeln des Lastgreifers und der Last gegeben sei. Diese Zweifel lassen sich mit den Bauweisen gemäß den weiteren oben genannten Schriften DE 10065080 A1, US 1048585 A, DE 29913371 U1, US 3794369 A und US 4068879 A nur unbefriedigend ausräumen, da es mit diesen Bauweisen nur mit starken Nachteilen möglich ist, vor dem tatsächlichen Lasteinleitung durch einen Kran eine derart hohe Anpresskraft der Spreizschenkel an die Mantelfläche der Bohrung zu erreichen, dass die Zähne der Spreizschenkel soweit in das Material eindringen, dass von einem befriedigend tiefen Formschluss gesprochen werden kann. Ein weiterer Nachteil dieser Bauweisen ist, dass es nicht möglich ist, bestehende Lastgreifer im Nachhinein mit den notwendigen zusätzlichen Vorrichtungsteilen auszustatten. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die aus der AT 518242 B1 bekannte Bauweise von Lastgreifern so zu verbessern, dass objektiv mehr Sicherheit gegen Versagen der besagten Verbindung zwischen den Spreizschenkeln und den Wänden der Bohrung in der Last gewonnen wird, und damit auch die besagten Zweifel ausgeräumt werden. Die Verbesserung auch durch Nachr