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DE-102025106054-B3 - Gurtaufroller

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf einen Gurtaufroller mit einer Gurtspule (400) zum Auf- und Abwickeln eines Gurtbands, einem Antrieb (110) und einem zumindest zweistufigen, lastabhängig schaltenden Planetengetriebe (200) zwischen dem Antrieb (110) und der Gurtspule (400), wobei das lastabhängige Schalten des Planetengetriebes (200) von einer Kupplungsklinke (250) gesteuert oder zumindest mitgesteuert wird. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Kupplungsklinke (250) an einem Hohlrad (240) des Planetengetriebes (200) angeordnet ist und an dem Hohlrad (240) federnd gehalten wird, sich die Kupplungsklinke (250) in einem ersten Gang des Planetengetriebes (200) in einer ersten Klinkenstellung befindet und mit dem Hohlrad (240) mitgedreht wird, wobei sie eine Verzahnung (211) eines mit dem Antrieb (110) in Verbindung stehenden Antriebsrads (210) mit dem Hohlrad (240) kuppelt, und sich die Kupplungsklinke (250) in einem zweiten Gang des Planetengetriebes (200) in einer zweiten Klinkenstellung befindet, in der sie das Antriebsrad (210) von dem Hohlrad (240) entkuppelt und eine Rotation des Hohlrads (240) blockiert.

Inventors

  • Peter Baumgartner
  • Attila Nagy
  • Hermann Hasse
  • Jochen Lang
  • Jochen Benz
  • Ralf Gehrke
  • Tobias Wendel
  • Paul Anton Stenzel
  • Thomas Windmüller
  • Uwe Eisemann

Assignees

  • JOYSON SAFETY SYSTEMS GERMANY GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250218

Claims (16)

  1. Gurtaufroller mit - einer Gurtspule (400) zum Auf- und Abwickeln eines Gurtbands, - einem Antrieb (110) und - einem zumindest zweistufigen, lastabhängig schaltenden Planetengetriebe (200) zwischen dem Antrieb (110) und der Gurtspule (400), - wobei das lastabhängige Schalten des Planetengetriebes (200) von einer Kupplungsklinke (250) gesteuert oder zumindest mitgesteuert wird, dadurch gekennzeichnet , dass - die Kupplungsklinke (250) an einem Hohlrad (240) des Planetengetriebes (200) angeordnet ist und an dem Hohlrad (240) federnd gehalten wird, - sich die Kupplungsklinke (250) in einem ersten Gang des Planetengetriebes (200) in einer ersten Klinkenstellung befindet und mit dem Hohlrad (240) mitgedreht wird, wobei sie eine Verzahnung (211) eines mit dem Antrieb (110) in Verbindung stehenden Antriebsrads (210) mit dem Hohlrad (240) kuppelt, und - sich die Kupplungsklinke (250) in einem zweiten Gang des Planetengetriebes (200) in einer zweiten Klinkenstellung befindet, in der sie das Antriebsrad (210) von dem Hohlrad (240) entkuppelt und eine Rotation des Hohlrads (240) blockiert.
  2. Gurtaufroller nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass - ein Sonnenrad (230) des Planetengetriebes (200) eine Antriebsseite des Planetengetriebes (200) bildet und starr unmittelbar oder mittelbar über eine Überlastkupplung (220) mit dem Antriebsrad (210) in Verbindung steht und - ein Planetenträger (290) des Planetengetriebes (200) eine Abtriebsseite des Planetengetriebes (200) bildet und die Gurtspule (400) bei Antriebsbetrieb des Antriebs (110) dreht.
  3. Gurtaufroller nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Verzahnung (211) des Antriebsrads (210) an die Außenverzahnung des Sonnenrads (230) derart angepasst ist, dass im ersten Gang das Hohlrad (240) synchron, also mit derselben Rotationsgeschwindigkeit, mit dem Sonnenrad (230) rotiert und das Planetengetriebe (200) im Direktantrieb betrieben wird.
  4. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kupplungsklinke (250) in dem zweiten Gang des Planetengetriebes (200) die Rotation des Hohlrads (240) blockiert, indem sie in eine außenliegende rahmenfeste Verzahnung eines Gurtaufrollerelements (530) eingreift.
  5. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an dem Hohlrad (240) eine Federeinrichtung (260) angebracht ist, deren Federkraft auf die Kupplungsklinke (250) in Richtung der ersten Klinkenstellung einwirkt.
  6. Gurtaufroller nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Federeinrichtung (260) ein Federring oder eine Federspange ist, deren Federkraft auf die Kupplungsklinke (250) in Richtung der ersten Klinkenstellung einwirkt.
  7. Gurtaufroller nach Anspruch 5 oder 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Kupplungsklinke (250) durch die Verzahnung (211) des Antriebsrads (210) entgegen der Federkraft der Federeinrichtung (260) von der ersten Klinkenstellung in die zweite Klinkenstellung gedrückt wird, wenn ein Antriebsmoment des Antriebs (110) einen durch die Federkraft der Federeinrichtung (260) definierten Schwellenwert erreicht oder überschreitet.
  8. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein erstes Klinkenende (251) der Kupplungsklinke (250) in der ersten Klinkenstellung in eine Verzahnung (211) des Antriebsrads (210) eingreift und in der zweiten Klinkenstellung von der Verzahnung (211) getrennt ist.
  9. Gurtaufroller nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verstellen der Kupplungsklinke (250) von der ersten Klinkenstellung in die zweite Klinkenstellung ein Verschwenken des ersten Klinkenendes (251) radial nach innen einschließt.
  10. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein zweites Klinkenende (252) der Kupplungsklinke (250) in der ersten Klinkenstellung von einer radial außenliegenden rahmenfesten Verzahnung (531) eines Gurtaufrollerelements (530) getrennt ist und in der zweiten Klinkenstellung in die radial außenliegende rahmenfeste Verzahnung (531) eingreift.
  11. Gurtaufroller nach Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verstellen der Kupplungsklinke (250) von der ersten Klinkenstellung in die zweite Klinkenstellung ein Verschwenken des zweiten Klinkenendes (252) radial nach außen einschließt.
  12. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Verzahnung (211) des Antriebsrads (210) an einem ersten Klinkenende (251) der Kupplungsklinke (250) abgleitet und ein mit dem Antriebsrad (210) mitdrehendes Sonnenrad (230) - unter Mitwirkung von Planetenrädern (280) des Planetengetriebes (200) - ein Hohlrad (240) des Planetengetriebes (200) in eine Rückwärtsbewegung zwingt, sobald das Antriebsmoment des Antriebs (110) einen vorgegebenen Schwellenwert erreicht oder überschreitet, wodurch ein zweites Klinkenende (252) der Kupplungsklinke (250) angehoben und die Kupplungsklinke (250) in die zweite Klinkenstellung gestellt wird.
  13. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass - außen an einem Hohlrad (240) des Planetengetriebes (200) eine oder mehr weitere Kupplungsklinken (250) angeordnet sind und an dem Hohlrad (240) federnd gehalten werden, - sich die weiteren Kupplungsklinken (250) jeweils in einem ersten Gang des Planetengetriebes (200) in einer ersten Klinkenstellung befinden und mit dem Hohlrad (240) mitgedreht werden, wobei sie jeweils die Verzahnung (211) des Antriebsrads (210) mit dem Hohlrad (240) kuppeln, und - sich die weiteren Kupplungsklinken (250) jeweils in dem zweiten Gang des Planetengetriebes (200) in einer zweiten Klinkenstellung befinden, in der sie das Antriebsrad (210) von dem Hohlrad (240) entkuppeln und eine Rotation des Hohlrads (240) blockieren.
  14. Gurtaufroller nach Anspruch 13 , dadurch gekennzeichnet , dass - an dem Hohlrad (240) zumindest zwei weitere Kupplungsklinken (250) angeordnet sind und/oder - die Kupplungsklinken (250) an dem Hohlrad (240) drehsymmetrisch angeordnet sind.
  15. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kupplungsklinke (250) oder die Kupplungsklinken (250) jeweils einteilig sind, also die beiden Klinkenenden starr verbunden sind, oder die Klinkenenden nicht starr gekoppelt sind.
  16. Gurtaufroller nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kupplungsklinke (250) oder die Kupplungsklinken (250) im ersten Gang des Planetengetriebes (200) eine schnellere Drehbewegung des Planetenträgers (290) als im zweiten Gang ermöglichen und im zweiten Gang des Planetengetriebes (200) eine höhere Drehmomentübermittlung als im ersten Gang ermöglichen.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Gurtaufroller mit einem Antrieb und einer Gurtspule zum Auf- und Abwickeln eines Gurtbands. Gurtaufroller sind beispielsweise in den Druckschriften DE 10 2022 101 082 B4, DE 10 2022 133 638 A1 und DE 10 2020 121 236 A1 beschrieben. Aus der deutschen Patentschrift DE 10 2021 113 744 B4 ist ein Gurtaufroller mit einem zweistufigen, lastabhängig schaltenden Planetengetriebe zwischen Antrieb und Gurtspule bekannt. Das lastabhängige Schalten des Planetengetriebes wird von einer rahmenfesten Kupplungsklinke gesteuert. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gurtaufroller mit lastabhängig schaltendem Planetengetriebe anzugeben, der einen besonders kompakten Aufbau aufweist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Gurtaufroller mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gurtaufrollers sind in Unteransprüchen angegeben. Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen dass die Kupplungsklinke an einem Hohlrad des Planetengetriebes angeordnet ist und an dem Hohlrad federnd gehalten wird, sich die Kupplungsklinke in einem ersten Gang des Planetengetriebes in einer ersten Klinkenstellung befindet und mit dem Hohlrad mitgedreht wird, wobei sie eine Verzahnung eines mit dem Antrieb in Verbindung stehenden Antriebsrads mit dem Hohlrad kuppelt, und sich die Kupplungsklinke in einem zweiten Gang des Planetengetriebes in einer zweiten Klinkenstellung befindet, in der sie das Antriebsrad von dem Hohlrad entkuppelt und eine Rotation des Hohlrads blockiert. Bei dem erfindungsgemäßen Gurtaufroller ist die Kupplungsklinke in vorteilhafter Weise an dem Hohlrad des Planetengetriebes angeordnet, wodurch sich ein kompakter Aufbau und eine einfache Montage der Kupplungsklinken erreichen lassen. Die Kupplungsklinke ermöglicht im ersten Gang des Planetengetriebes vorzugsweise eine schnellere Drehbewegung des Planetenträgers als im zweiten Gang und ermöglicht im zweiten Gang des Planetengetriebes vorzugsweise eine höhere Drehmomentübermittlung als im ersten Gang. Die Verzahnung des Antriebsrades ist vorzugsweise eine Innenverzahnung. Bei einer als vorteilhaft angesehenen Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass ein Sonnenrad des Planetengetriebes eine Antriebsseite des Planetengetriebes bildet und starr unmittelbar oder mittelbar über eine Überlastkupplung mit dem Antriebsrad in Verbindung steht und ein Planetenträger des Planetengetriebes eine Abtriebsseite des Planetengetriebes bildet und die Gurtspule bei Antriebsbetrieb des Antriebs dreht. Die Verzahnung des Antriebsrades ist vorzugsweise an die Außenverzahnung des Sonnenrads derart angepasst, dass im ersten Gang das Hohlrad synchron, also mit derselben Rotationsgeschwindigkeit, mit dem Sonnenrad rotiert und das Planetengetriebe im Direktantrieb betrieben wird. Die Kupplungsklinke blockiert in dem zweiten Gang des Planetengetriebes vorzugsweise die Rotation des Hohlrads, indem sie in eine außenliegende rahmenfeste Verzahnung eines Gurtaufrollerelements eingreift. Bei dem Gurtaufrollerelement handelt es sich vorzugsweise um den Gurtaufrollerrahmen des Gurtaufrollers, ein mit dem Gurtaurollerrahmen unmittelbar oder mittelbar verbundenes Teil wie beispielsweise eine Platte oder ein anderes fahrzeugfestes Teil. An dem Hohlrad, beispielsweise außen oder innen, ist bevorzugt eine Federeinrichtung angebracht, deren Federkraft auf die Kupplungsklinke in Richtung der ersten Klinkenstellung einwirkt. Die Federeinrichtung ist vorzugsweise ein Federring oder eine Federspange, deren Federkraft auf die Kupplungsklinke in Richtung der ersten Klinkenstellung einwirkt. Bezüglich der Federeinrichtung ist es außerdem vorteilhaft, wenn die Kupplungsklinke durch die Verzahnung des Antriebsrades entgegen der Federkraft der Federeinrichtung von der ersten Klinkenstellung in die zweite Klinkenstellung gedrückt wird, wenn ein Antriebsmoment des Antriebs einen durch die Federkraft der Federeinrichtung definierten Schwellenwert erreicht oder überschreitet. Von Vorteil ist es, wenn ein erstes Klinkenende der Kupplungsklinke in der ersten Klinkenstellung in eine Verzahnung des Antriebsrades eingreift und in der zweiten Klinkenstellung von der Verzahnung getrennt ist. Das Verstellen der Kupplungsklinke von der ersten Klinkenstellung in die zweite Klinkenstellung schließt vorzugsweise ein Verschwenken des ersten Klinkenendes radial nach innen ein. Vorteilhaft ist es, wenn ein zweites Klinkenende der Kupplungsklinke in der ersten Klinkenstellung von einer radial außenliegenden rahmenfesten Verzahnung eines bzw. des oben beschriebenen Gurtaufrollerelements getrennt ist und in der zweiten Klinkenstellung in die radial außenliegende rahmenfeste Verzahnung eingreift. Das Verstellen der Kupplungsklinke von der ersten Klinkenstellung in die zweite Klinkenstellung schließt vorzugsweise ein Verschwenken des zweiten Klinkenendes radial nach außen ein. Die Kupplungsklinke kann einteilig sein, also die beiden Klinkenenden können