DE-102025106689-B3 - Mobile Arbeitsmaschine
Abstract
Eine auf ein rotierendes Element (9) eines Antriebsstrangs (5) einer mobilen Arbeitsmaschine (1) wirkende Federspeicher-Feststellbremse (10) mit elektro-hydraulischer Belüftung umfasst eine Bremsträgereinheit (12) mit einem Zylinder (19), in dem ein Bremskolben (20) verschiebbar aufgenommen ist, auf welchen eine Speicherfedereinheit (36) wirkt. Die Bremsträgereinheit und der Bremskolben begrenzen gemeinsam einen ringförmigen hydraulischen Arbeitsraum (29), dessen Druckbeaufschlagung im Sinne eines Einfahrens des Bremskolbens (20) in die Bremsträgereinheit wirkt. An der Bremsträgereinheit ist ein Hydraulikaggregat (13) in Form einer integrierten Motor-Pumpe- und Ventil-Einheit angebracht, welches über einen Hydraulikpfad mit dem hydraulischen Arbeitsraum (29) kommuniziert. Die Speicherfedereinheit (36) umfasst zwei in Reihe geschaltete Speicherfederstufen, nämlich eine dem hydraulischen Arbeitsraum (29) relativ nahe erste Speicherfederstufe (37) mit einer ersten Federhärte und eine dem hydraulischen Arbeitsraum relativ ferne zweite Speicherfederstufe (38) mit einer von der ersten Federhärte verschiedenen zweiten Federhärte.
Inventors
- Wolfgang Buchauer
- Sebastian Gorzel
- Ralph Moser
- Thomas Glas
- Martin Storz
- Klaus Stolle
Assignees
- HOERBIGER AUTOMOTIVE KOMFORTSYSTEME GMBH
- KNOTT GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20250221
Claims (16)
- Mobile Arbeitsmaschine (1) mit einem einen Antriebsmotor (4) umfassenden Antriebsstrang (5), wobei auf ein rotierendes Element (9) des Antriebsstrangs (5) eine Federspeicher-Feststellbremse (10) mit elektro-hydraulischer Belüftung wirkt, mit den folgenden Merkmalen: - in einer Bremsträgereinheit (12) ist ein Zylinder (19) ausgebildet, in dem ein Bremskolben (20), welcher auf einen relativ zu der Bremsträgereinheit (12) bewegbaren Bremsbelag (21) wirkt, verschiebbar aufgenommen ist; - auf den Bremskolben (20) wirkt, mit einer den Bremskolben aus der Bremsträgereinheit (12) ausfahrenden Wirkungsrichtung, eine sich an der Bremsträgereinheit (12) abstützende Speicherfedereinheit (36); - die Bremsträgereinheit (12) und der Bremskolben (20) begrenzen gemeinsam einen ringförmigen hydraulischen Arbeitsraum (29), dessen Druckbeaufschlagung, der Wirkungsrichtung der Speicherfedereinheit (36) entgegengerichtet, im Sinne eines Einfahrens des Bremskolbens (20) in die Bremsträgereinheit (12) wirkt; - an der Bremsträgereinheit (12) ist ein Hydraulikaggregat (13) in Form einer integrierten Motor-Pumpe- und Ventil-Einheit angebracht, welches über einen Hydraulikpfad mit dem hydraulischen Arbeitsraum (29) kommuniziert; - die Speicherfedereinheit (36) umfasst zwei in Reihe geschaltete Speicherfederstufen, nämlich eine dem hydraulischen Arbeitsraum (29) relativ nahe erste Speicherfederstufe (37) mit einer ersten Federhärte und eine dem hydraulischen Arbeitsraum relativ ferne zweite Speicherfederstufe (38) mit einer von der ersten Federhärte verschiedenen zweiten Federhärte.
- Mobile Arbeitsmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass sowohl die erste Speicherfederstufe (37) als auch die zweite Speicherfederstufe (38) Tellerfedern (51) umfassen, welche sich um einen zentralen Führungsdorn (40) des Bremskolbens (20) herum erstrecken.
- Mobile Arbeitsmaschine nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Bremskolben (20) einen Kolbengrundkörper (22) und einen zu diesem verstellbaren Kern (23) umfasst, wobei zwischen dem Kolbengrundkörper (22) und dem Kern (23) ein Nachstellmechanismus (24) wirkt.
- Mobile Arbeitsmaschine nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass der Kolbengrundkörper (22) an seiner dem Bremsbelag (21) abgekehrten Seite einen topfförmigen zentralen Vorsprung (25) aufweist, der einen den Kern (23) aufnehmenden Hohlraum ausbildet.
- Mobile Arbeitsmaschine nach Anspruch 3 oder Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass ein zwischen dem Kern (23) des Bremskolbens (20) und der Bremsträgereinheit (12) wirkender Membran-Schmutzdichtungsring (54) vorgesehen ist.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass zwischen der ersten Speicherfederstufe (37) und der zweiten Speicherfederstufe (38) ein relativ zu dem Bremskolben (20) sowie relativ zu der Bremsträgereinheit (12) bewegbarer Schieber (39) angeordnet ist, welcher gemeinsam mit dem Bremskolben (20) die axiale Höhe der maximal vorgespannten ersten Speicherfederstufe (37) und/oder gemeinsam mit einem der Bremsträgereinheit (12) zugeordneten Anschlag (45) die axiale Höhe der maximal vorgespannten zweiten Speicherfederstufe (38) vorgibt.
- Mobile Arbeitsmaschine nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass der Schieber (39) als ein in einer Zylinderbohrung der Bremsträgereinheit (12) oder auf einem zentralen Führungsdorn (40) des Bremskolbens (20) geführter Zwischenring (41) ausgeführt ist.
- Mobile Arbeitsmaschine nach Anspruch 6 oder Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der Anschlag (45) der Bremsträgereinheit (12) an einem Stützeinsatz (48) ausgeführt ist, welcher einen die zweite Speicherfederstufe (38) zumindest teilweise umschließenden Kragen (46) aufweist.
- Mobile Arbeitsmaschine nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass der Stützeinsatz (48) einen mittels einer abnehmbaren Kappe (50) verschließbaren zentralen Durchbruch (49) aufweist.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass der Bremskolben (20) einen die erste Speicherfederstufe (37) zumindest teilweise umschließenden Kragen (44) aufweist.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , dass die Federspeicher-Feststellbremse (10) als Schwimmsattel-Scheibenbremse ausgeführt ist.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet , dass die integrierte Motor-Pumpe- und Ventil-Einheit einen integrierten Vorratsbehälter (17) umfasst.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12 , dadurch gekennzeichnet , dass der Hydraulikpfad keinerlei freiliegende Leitungen in Form von Schläuchen oder Rohren umfasst und/oder dass von dem Hydraulikpfad keinerlei Druckspeichervolumen abzweigt.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13 , dadurch gekennzeichnet , dass die zweite Federhärte wesentlich höher ist als die erste Federhärte.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste Speicherfederstufe (37) und die zweite Speicherfederstufe (38) identische Federelemente umfassen, welche in den beiden Speicherfederstufen unterschiedlich arrangiert sind.
- Mobile Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15 , dadurch gekennzeichnet , dass die Motor-Pumpe- und Ventil-Einheit im Wesentlichen über, im Wesentlichen neben oder im Wesentlichen unter der Achse des zu bremsenden rotierenden Elements (9) des Antriebsstrangs (5) angeordnet ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine mobile Arbeitsmaschine mit einem einen Antriebsmotor umfassenden Antriebsstrang, wobei auf ein rotierendes Element des Antriebsstrangs eine Federspeicher-Feststellbremse mit elektro-hydraulischer Belüftung wirkt. Mobile Arbeitsmaschinen der vorstehend genannten Art sind in diversen Ausgestaltungen aus ihrem praktischen Einsatz bekannt. Bei ihnen kann es sich, um nur einige mögliche Anwendungsbereiche zu nennen, beispielsweise um Flurförderfahrzeuge (Gabelstapler, Teleskopstapler, etc.), um Maschinen für Land- und forstwirtschaftliche Zwecke (Geräteträger, etc.), um Maschinen für Bauzwecke und die Unterhaltung von Verkehrswegen (Kehrmaschinen, etc.) handeln. Der Antriebsstrang, auf den - durch Bremsen eines rotierenden Elements desselben - die Federspeicher-Feststellbremse wirkt, kann dabei - dies gilt auch für die vorliegende Erfindung - insbesondere der der Fortbewegung der Arbeitsmaschine dienende (Fahrantriebs-)Antriebsstrang sein, allerdings auch ein sonstiger Antriebsstrang wie beispielsweise der an einer Zapfwelle oder aber an einem angetriebenen Arbeitsgerät (z. B. einem Mähwerk) endende (Geräte-)Antriebsstrang. Unerheblich ist dabei auch, ob der dem betreffenden, über die Federspeicher-Feststellbremse bremsbaren (Geräte-)Antriebsstrang zugeordnete Antriebsmotor ausschließlich dem Geräteantrieb dient, oder aber - bei Realisierung einer geeigneten Leistungsverzweigung - auch dem Fahrantrieb der mobilen Arbeitsmaschine. Bei den hier maßgeblichen mobilen Arbeitsmaschinen nach dem Stand der Technik kommen verbreitet Federspeicher-Feststellbremsen mit einer hydraulischen Belüftung zum Einsatz, wobei ein der Belüftung der Feststellbremse dienender hydraulischer Aktuator aus der Zentralhydraulik der mobilen Arbeitsmaschine gespeist wird. So offenbart die DE 197 52 022 A1 ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug, beispielsweise ein Flurförderzeug, mit einer als Federspeicherbremse ausgebildeten Feststellbremseinrichtung. Die Federspeicherbremse ist zum Lüften an die Förderleitung einer durch einen Elektromotor angetriebenen hydraulischen Pumpe anschließbar, welche im Übrigen eine (z. B. einem Hubgerüst zugeordnete) Arbeitshydraulik und eine hydraulische Lenkvorrichtung versorgt. Die Federspeicherbremse ist beim Absteigen der Bedienperson und/oder bei unbetätigtem Fahrantrieb automatisch in die Bremsstellung beaufschlagbar. Eine dem Bremsen eines einem Antriebsstrang zugeordneten Rotors dienende, hydraulisch belüftete Federspeicherbremse ist auch aus der DE 10 2017 216 632 A1 bekannt. Dabei ist eine auf einen Bremskolben wirkende Federanordnung vorgesehen, welche eine Gruppe von um die Ausgangswelle herum angeordneten Federn (z. B. 6-12 Federn) beinhalten kann. Um die gewünschte Federlänge und Federkonstante bereitzustellen, können die Anzahl und Art der Federn in der Federanordnung variieren. Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, eine hinsichtlich der Federspeicher-Feststellbremse gegenüber dem Stand der Technik verbesserte mobile Arbeitsmaschine der eingangs angegebenen Art bereitzustellen. Namentlich wird dabei Wert gelegt auf - in Kombination miteinander - eine vergleichsweise hohe Zuverlässigkeit, einen vergleichsweise geringen benötigten Bauraum, vergleichsweise geringe Herstellungskosten und einen vergleichsweise geringen Wartungsaufwand. Gelöst wird die vorstehend angegebene Aufgabenstellung gemäß der vorliegenden Erfindung, indem sich eine mobile Arbeitsmaschine der eingangs angegebenen Art in Kombination miteinander durch die nachstehenden Merkmale auszeichnet:- in einer Bremsträgereinheit ist ein Zylinder ausgebildet, in dem ein Bremskolben, welcher auf einen relativ zu der Bremsträgereinheit bewegbaren Bremsbelag wirkt, verschiebbar aufgenommen ist;- auf den Bremskolben wirkt, mit einer den Bremskolben aus der Bremsträgereinheit ausfahrenden Wirkungsrichtung, eine sich an der Bremsträgereinheit abstützende Speicherfedereinheit;- die Bremsträgereinheit und der Bremskolben begrenzen gemeinsam einen ringförmigen hydraulischen Arbeitsraum, dessen Druckbeaufschlagung, der Wirkungsrichtung der Speicherfedereinheit entgegengerichtet, im Sinne eines Einfahrens des Bremskolbens in die Bremsträgereinheit wirkt;- an der Bremsträgereinheit ist ein Hydraulikaggregat in Form einer integrierten Motor-Pumpe- und Ventil-Einheit angebracht, welches über einen Hydraulikpfad mit dem hydraulischen Arbeitsraum kommuniziert;- die Speicherfedereinheit umfasst zwei in Reihe geschaltete Speicherfederstufen, nämlich eine dem hydraulischen Arbeitsraum relativ nahe erste Speicherfederstufe mit einer ersten Federhärte und eine dem hydraulischen Arbeitsraum relativ ferne zweite Speicherfederstufe mit einer von der ersten Federhärte verschiedenen zweiten Federhärte. Durch das synergistische Zusammenwirken der vorstehenden technischen Besonderheiten lassen sich mobile Arbeitsmaschinen mit einer bisher nicht bekannten Kombination vorteilhafter Eigenschaften realisieren. So wir