DE-102025107408-B3 - Trichter zur Aufnahme und Abgabe von Produkten
Abstract
Der Trichter (1) zur Aufnahme und Abgabe von als Schüttgut vorliegenden Produkten (13), insbesondere Tabletten, Dragees, Oblongs oder Kapseln, umfasst einen Grundkörper (2) mit einer Einfüllöffnung (9) und einer Ausgabeöffnung (11). Der Grundkörper (2) weist ein zur Ausgabeöffnung (11) hin enger werdendes Innenprofil mit einer entlang des Innenprofils umlaufenden Trichterfläche (6) auf. Zudem weist der Grundkörper (2) zumindest ein erstes und ein zweites Segment (3, 5) auf, wobei das erste Segment (3) und das zweite Segment (5) entlang mindestens einer Trennlinie (7) voneinander entkoppelt sind. Ferner weist der Trichter (1) ein Anregungselement (15) auf, das dem ersten Segment (3) des Grundkörpers (2) zugeordnet ist und das dazu eingerichtet ist, das erste Segment (3) zu einer Bewegung relativ zu dem zweiten Segment (5) anzuregen.
Inventors
- Michael Kronawitter
Assignees
- UHLMANN PAC-SYSTEME GMBH & CO. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20250227
Claims (11)
- Trichter (1) zur Aufnahme und Abgabe von Produkten (13), insbesondere Tabletten, Dragees, Oblongs oder Kapseln, der einen Grundkörper (2) aufweist, wobei der Grundkörper (2) zumindest eine Einfüllöffnung (9) und eine Ausgabeöffnung (11) aufweist, wobei der Grundkörper (2) ein zur Ausgabeöffnung (11) hin enger werdendes Innenprofil mit einer entlang des Innenprofils umlaufenden Trichterfläche (6) aufweist, wobei der Grundkörper (2) zumindest ein erstes und ein zweites Segment (3, 5) aufweist, wobei das erste Segment (3) und das zweite Segment (5) entlang mindestens einer Trennlinie (7) voneinander entkoppelt sind, wobei der Trichter (1) ferner ein Anregungselement (15) aufweist, das dem ersten Segment (3) des Grundkörpers (2) zugeordnet ist und dazu eingerichtet ist, das erste Segment (3) zu einer Oszillation relativ zu dem zweiten Segment (5) anzuregen.
- Trichter (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Anregungselement (15) derart konfiguriert ist, dass ein Bewegungspfad einer Kante (16) des angeregten ersten Segments (3), die im Bereich der mindestens einen Trennlinie (7) angeordnet ist, zumindest eine Hauptkomponente entlang des Trennlinienverlaufs aufweist, bevorzugt vollständig entlang des Trennlinienverlaufs verläuft.
- Trichter (1) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die mindestens eine Trennlinie (7) in einer Ebene verläuft, bevorzugt geradlinig, in Kreisform oder in ovaler Form.
- Trichter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die mindestens eine Trennlinie (7) eine gekrümmte und/oder gewinkelte Form aufweist.
- Trichter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass genau eine an der Trichterfläche (6) umlaufende Trennlinie (7) vorliegt und das erste und zweite Segment (3, 5) übereinander liegen.
- Trichter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass mindestens zwei Trennlinien (7) vorliegen, die das erste und zweite Segment (3, 5) voneinander trennen, und das erste und zweite Segment (3, 5) nebeneinander liegen.
- Trichter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass im Bereich der mindestens einen Trennlinie (7) ein Spalt (8) zwischen erstem und zweitem Segment (3, 5) vorliegt, der im nicht angeregten Zustand und bevorzugt auch im angeregten Zustand eine Breite von zwischen 0,1 mm und 2,0 mm aufweist.
- Trichter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Anregungsfrequenz des Anregungselements (15) zwischen 2 Hz und 50 Hz beträgt.
- Trichter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Trichter (1) mindestens einen Sensor (21) und eine Steuereinheit (19) aufweist, wobei die Steuereinheit (19) kommunikativ mit dem Anregungselement (15) und mit dem mindestens einen Sensor (21) verbunden ist, wobei der mindestens eine Sensor (21) dazu eingerichtet ist, Zustände von Produkten (13) im Bereich der Trichterfläche (6) zu detektieren und ein Signal, das die Zustände von Produkten (13) im Bereich der Trichterfläche (6) kennzeichnet, an die Steuereinheit (19) zu übermitteln, und wobei die Steuereinheit (19) dazu eingerichtet ist, in Reaktion auf das empfangene Signal Steuerbefehle für eine entsprechende Anregung an das Anregungselement (15) zu senden.
- Trichter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass auch dem zweiten Segment (5) ein weiteres Anregungselement (22) zugeordnet ist, das dazu eingerichtet ist, das zweite Segment (5) zu einer Bewegung relativ zu dem ersten Segment (3) anzuregen.
- Verfahren zum Betrieb eines Trichters (1) zur Aufnahme und Abgabe von als Schüttgut vorliegenden Produkten (13), insbesondere Tabletten, Dragees, Oblongs oder Kapseln, mit folgenden Schritten: - Bereitstellen eines Trichters (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche; - Zuführen von Produkten (13) in die Einfüllöffnung (9) hinein; - zumindest zeitweises oder dauerhaftes Anregen des ersten Segments (3) zu einer Oszillation relativ zu dem zweiten Segment (5) mittels des Anregungselements (15); und - Abgeben der Produkte (13) aus der Ausgabeöffnung (11).
Description
Die Erfindung betrifft einen Trichter zur Aufnahme und Abgabe von Produkten, insbesondere Tabletten, Dragees, Oblongs oder Kapseln, in Verpackungsanlagen. Die Verpackung solcher Produkte stellt eine Herausforderung dar, insbesondere die präzise Vereinzelung, um eine zuverlässige Dosierung und effiziente Befüllung der Verpackungen oder Behälter zu gewährleisten. Schüttgüter neigen aufgrund ihrer Form und Oberfläche dazu, aneinander zu haften oder unregelmäßig zu fließen, was zu Blockaden und Ineffizienzen führt. Verschiedene Vorrichtungen wie vibrierende Fördersysteme und rotierende Trommeln wurden entwickelt, um diese Probleme zu lösen. Diese Technologien zeigen jedoch Mängel in der Vereinzelung, der Vermeidung von Beschädigungen und der Anpassungsfähigkeit an verschiedene Produkttypen. Trichter und Rinnen zum Fördern von Schüttgütern sind weit verbreitet, aber sie stoßen bei Materialien mit hoher Formbeständigkeit, wie Tabletten und Kapseln, auf Probleme, insbesondere durch Staus, die den Materialfluss behindern und zu unzureichender Entladung führen. Dies erfordert oft manuelle Intervention und beeinträchtigt die Effizienz der Verpackungsanlage, was zu erhöhten Produktionszeiten und Kosten führt. In den Druckschriften CN 1 18 479 114 A, CN 1 05 819 028, JP 2003 - 291 919 A sind Trichteranordnungen offenbart, bei denen mehrere Segmente einen Trichter bilden. Die Segmente sind derart bewegbar, dass der Trichter aus einer im Bereich der Auslassöffnung zusammengezogene Anordnung in eine aufgeweitete Anordnung gebracht werden kann, um das Auslassende des Trichters einer Öffnung einer Verpackung anzupassen. CN 2 02 828 106 U offenbart einen Trichter, der klappenartige Segmente umfasst. Die klappenartigen Segmente können in eine geöffnete und eine geschlossene Position des Trichters gebracht werden. Schließlich ist in CN 2 19 296 211 U ein Trichter zum Einsatz im Erzabbau offenbart. Der Trichter besteht aus drei horizontal unterteilten Segmenten, von denen zwei Segmente durch einen Antrieb um eine vertikale Drehachse in Drehung versetzt werden, um im Trichter festgesetztes Erzmaterial zu lösen. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Trichter zu schaffen, der die bestehenden Herausforderungen überwindet, Produktstaus vermeidet und die Effizienz der Verpackungsprozesse steigert. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Trichter gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Der erfindungsgemäße Trichter zur Aufnahme und Abgabe von (bevorzugt als Schüttgut vorliegenden) Produkten, insbesondere Tabletten, Dragees, Oblongs oder Kapseln, umfasst einen Grundkörper. Der Grundkörper weist zumindest eine Einfüllöffnung und eine Ausgabeöffnung auf, wobei der Grundkörper ein zur Ausgabeöffnung hin enger werdendes Innenprofil mit einer entlang des Innenprofils umlaufenden Trichterfläche aufweist. Der Grundkörper weist zudem zumindest ein erstes und ein zweites Segment auf, wobei das erste Segment und das zweite Segment entlang mindestens einer Trennlinie voneinander entkoppelt sind. Der Trichter weist ferner ein Anregungselement auf, das dem ersten Segment des Grundkörpers zugeordnet ist und dazu eingerichtet ist, das erste Segment zu einer Oszillation relativ zu dem zweiten Segment anzuregen. Aufgrund der zwei voneinander entkoppelten Segmente und der reziproken Anregung des ersten Segments mittels des Anregungselements kann die Entladung des Trichters wesentlich verbessert werden, weil eine Anstauung von den als Schüttgut vorliegenden Produkten innerhalb des Trichters entweder verhindert werden kann oder selbst bei angestautem Schüttgut der Trichter effektiv entladen werden kann. Das zur Ausgabeöffnung hin enger werdende Innenprofil Innenprofil des Trichters kann vorzugsweise in Form eines Kegelstumpfs ausgebildet sein. Ebenso sind verschiedene andere symmetrische Konfigurationen des Innenprofils denkbar. Selbst asymmetrische Konfigurationen können verwendet werden. Die Einfüllöffnung kann bevorzugt kreisförmig oder quadratisch sein, aber auch oval oder in Form eines beliebigen Polygons ausgebildet sein. Bei Polygonen sind die Ecken vorzugsweise abgerundet. Auch asymmetrische Einfüllöffnungen sind denkbar. Die Ausgabeöffnung wird in der Regel kreisförmig sein, kann aber auch quadratisch oder oval sein oder in Form eines beliebigen Polygons ausgebildet sein. Auch asymmetrische Ausgabeöffnungen sind denkbar. Die Ebenen, in denen die Einfüllöffnung und die Ausgabeöffnung liegen, sind bevorzugt parallel zueinander, können aber auch zueinander geneigt sein oder, im Fall einer seitlichen Einfüllöffnung, sogar senkrecht zueinander sein. Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Einfüllöffnung und die Ausgabeöffnung übereinander liegen bzw. eine Projektion der Ausgabeöffnung innerhalb der Grenzen der Einfüllöffnung liegt. Die äußere Formgebung des Grundkörpers des Trichters kann im Wesentlichen der Form des Innenprofils entsprechen, kann aber grundsätzlic