DE-102025108233-B3 - Spule, Fadenmähkopf und Verfahren zur Montage eines Fadenmähkopfs
Abstract
Es wird eine Spule (1) für einen Fadenmähkopf (100) angegeben, umfassend einen Vorratsabschnitt (10), der ausgebildet ist, mehrere Wicklungen eines Mähfadens (3) des Fadenmähkopfs (100) aufzunehmen, einen Lagerungsabschnitt (15), der ausgebildet ist, die Spule (1) drehbar um eine Rotationsachse (80) der Spule (1) an dem Fadenmähkopf (100) zu lagern, wobei die Spule (1) weiterhin einen Werkzeugabschnitt (20) umfasst, der ausgebildet ist, ein Schraubverbindungselement (60) zur Montage des Fadenmähkopfs (100) zu betätigen. Weiterhin wird ein Fadenmähkopf (100) mit einem werkzeuglos öffenbaren Gehäuse (50) und der darin angeordneten Spule (1) sowie ein Verfahren zur Montage des Fadenmähkopfs (100) an eine Antriebswelle (200) zum Antrieb des Fadenmähkopfs (100) angegeben.
Inventors
- Sebastian Schmidt
- Sven Leix
Assignees
- ANDREAS STIHL AG & CO. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20250305
Claims (10)
- Spule (1) für einen Fadenmähkopf (100) umfassend - einen Vorratsabschnitt (10), der ausgebildet ist, mehrere Wicklungen eines Mähfadens (3) des Fadenmähkopfs (100) aufzunehmen, - einen Lagerungsabschnitt (15), der ausgebildet ist, die Spule (1) drehbar um eine Rotationsachse (80) der Spule (1) an dem Fadenmähkopf (100) zu lagern, dadurch gekennzeichnet , dass die Spule (1) weiterhin einen Werkzeugabschnitt (20) umfasst, der ausgebildet ist, ein Schraubverbindungselement (60) zur Montage des Fadenmähkopfs (100) zu betätigen, wobei der Werkzeugabschnitt (20) ausgebildet ist, ausschließlich bei Verwendung der Spule (1) als Werkzeug mit dem Schraubverbindungselement (60) in Wirkverbindung zu stehen, und wobei die Spule (1) ausgebildet ist, bei der Verwendung als Werkzeug und im Betrieb des Fadenmähkopfs (100) eine unterschiedliche Orientierung gegenüber einem ersten Gehäuseteil (51) des Fadenmähkopfs (100) aufzuweisen.
- Spule (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Werkzeugabschnitt (20) rotationssymmetrisch zu der Rotationsachse (80) der Spule (1) ausgebildet ist.
- Spule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Werkzeugabschnitt (20) eine Öffnung (22) mit einer von der Kreisform abweichenden Umfangskontur zur Betätigung des Schraubverbindungselements (60) aufweist.
- Spule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Spule (1) eine Hülse (19) aufweist und der Werkzeugabschnitt (20) an der Hülse (19), insbesondere einer Stirnseite der Hülse (19), ausgebildet ist.
- Spule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Vorratsabschnitt (10), der Lagerungsabschnitt (15) und der Werkzeugabschnitt (20) materialeinheitlich, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial, ausgebildet sind.
- Spule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Werkzeugabschnitt (20), insbesondere in axialer Richtung bezüglich der Rotationsachse (80), um einen Überstand (u) über den Vorratsabschnitt (10) übersteht.
- Spule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Spule (1) einen Flansch (11) zur Begrenzung des Vorratsabschnitts (10) aufweist und der Flansch (11) einen Außendurchmesser aufweist, der zwischen 3 cm und 12 cm beträgt.
- Fadenmähkopf (100) umfassend ein Gehäuse (50) und eine darin angeordnete Spule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (50) ein erstes Gehäuseteil (51) und ein zweites Gehäuseteil (52) umfasst, die werkzeuglos miteinander verbindbar und trennbar sind.
- Fadenmähkopf (100) nach Anspruch 8 , umfassend eine Schaltvorrichtung zur Nachstellung von Mähfaden (3) aus dem Vorratsabschnitt (10), wobei die Schaltvorrichtung eine Feder (55) umfasst und die Feder (55) einen Hohlraum begrenzt, wobei der Werkzeugabschnitt (20) in dem Hohlraum angeordnet ist.
- Verfahren zur Montage eines Fadenmähkopfs (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche an eine Antriebswelle (200) zum Antrieb des Fadenmähkopfs (100), umfassend die Schritte a. Aufsetzen eines ersten Gehäuseteils (51) des Gehäuses (50) des Fadenmähkopfs (100) an die Antriebswelle (200) b. Anfädeln eines Schraubverbindungselements (60) an die Antriebswelle (200) c. Ansetzen des Werkzeugabschnitts (20) der Spule (1) an das Schraubverbindungselement (60) d. Anziehen des Schraubverbindungselements (60) durch Drehen der Spule (1) e. Abnehmen des Werkzeugabschnitts (20) der Spule (1) von dem Schraubverbindungselement (60) f. Einsetzen der Spule (1) in das erste Gehäuseteil (51), insbesondere nach vorherigem Wenden der Spule (1), g. Verbinden eines zweiten Gehäuseteils (52) mit dem ersten Gehäuseteil (51), insb. durch eine Schnappverbindung.
Description
Die Erfindung betrifft eine Spule für einen Fadenmähkopf, einen Fadenmähkopf mit einer Spule und ein Verfahren zur Montage eines Fadenmähkopfs an eine Antriebswelle. Aus dem Stand der Technik sind Fadenmähköpfe mit Spulen bekannt. Auf der Spule sind mehrere Wicklungen Mähfaden gespeichert, sodass ein verschlissener Mähfaden durch eine Relativbewegung von Spule und Gehäuse des Fadenmähkopfs nachgestellt werden kann. Es sind dem Fachmann hierfür verschiedene Nachstellmechanismen bekannt. Zur Befestigung des Fadenmähkopfes an der Antriebswelle wird häufig ein Schraubverbindungselement verwendet. Es sind Ausführungen bekannt, bei denen das Schraubverbindungselement in einem Gehäuseteil integriert ist. Zur Befestigung des Fadenmähkopfs an der Antriebswelle ist das Gehäuseteil relativ zur Antriebswelle zu drehen. Das Gehäuse hat zwar einen verhältnismäßig großen Umfang, sodass kein zusätzliches Werkzeug zum Lösen erforderlich ist, jedoch sind die Fertigungskosten durch das umspritzte Schraubverbindungselement erhöht. Die US 11, 632,903 B1 offenbart einen Fadenmähkopf mit einem Gehäuse, an dem ein Dom ausgebildet ist. In dem Dom ist ein Gewindeeinsatz eingesetzt, durch das der Fadenmähkopf an die Antriebswelle schraubbar ist. Eine im Gehäuse angeordnete Spule ist drehbar auf dem Dom oder einem aus dem Dom herausragenden, zylindrischen Abschnitt des Gewindeeinsatz gelagert. Die Drehung der Spule gegenüber dem Gehäuse wird durch einen Weiterschaltmechanismus blockiert bzw. freigegeben. Der Weiterschaltmechanismus umfasst einen an einer Unterseite der Spule ausgebildeten, hexagonalen Vorsprung, der mit einem korrespondierenden hexagonalen Vorsprung an einem Betätigungsknopf der Weiterschalteinrichtung zusammenwirkt. Aus der WO 2008/ 053 508 A2 ist ein Fadenmähkopf bekannt, bei dem ein, insbesondere metallischer, Einsatz in die Spule eingesetzt und an der Spule befestigt ist. Der Einsatz trägt ein Gewinde oder andere Mittel zur Verbindung mit der Antriebswelle. Weiterhin sind Fadenmähköpfe bekannt, bei denen das Gehäuse oder die Spule auf die Antriebswelle gesteckt und anschließend durch Aufschrauben einer Mutter an der Antriebswelle fixiert wird. Zum Lösen der Mutter ist ein Werkzeug erforderlich. Es hat sich gezeigt, dass das Werkzeug nicht immer mitgeführt wird, beispielsweise weil es vergessen wird oder der Bediener das zusätzliche Gewicht des Werkzeugs bewusst nicht ständig tragen möchte. Es besteht die Aufgabe einen bezüglich der genannten Nachteile zumindest teilweise verbesserten Fadenmähkopf anzugeben. Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebene Spule für den Fadenmähkopf sowie den in Anspruch 8 angegebenen Fadenmähkopf gelöst. Weiterhin besteht die Aufgabe ein bezüglich der genannten Nachteile verbessertes Verfahren zur Montage eines Fadenmähkopfs an eine Antriebswelle anzugeben. Die Aufgabe wird durch das in Anspruch 10 angegebene Verfahren gelöst. Dadurch, dass die Spule zusätzlich zu dem Vorratsabschnitt und dem Lagerungsabschnitt einen Werkzeugabschnitt umfasst, der ausgebildet ist, ein Schraubverbindungselement zu betätigen, ist kein zusätzliches Werkzeug zum Betätigen, also zum Lösen oder Anziehen, der Schraubverbindung mitzuführen. Dadurch, dass die Spule den Werkzeugabschnitt umfasst, steht das Werkzeug stets zur Verfügung. Als Schraubverbindungselement wird eine Mutter, eine Schraube oder dergleichen Gewindeelement verstanden, das mit einem korrespondierenden Gewinde der Antriebswelle verschraubt werden kann, um den Fadenmähkopf an der Antriebswelle zu befestigen. Als Werkzeugabschnitt wird der Abschnitt der Spule bezeichnet, der bei Verwendung der Spule als Werkzeug mit dem Schraubverbindungselement in Kontakt kommt und bei Drehung der Spule ein Moment auf das Schraubverbindungselement ausübt. Der Werkzeugabschnitt ist insbesondere rotationssymmetrisch zur Rotationsachse ausgebildet. Dadurch treten im Betrieb des Fadenmähkopfs keine Unwuchten durch den Werkzeugabschnitt auf und es sind hierfür keine zusätzlichen Massen zur Auswuchtung des Werkzeugabschnitts an der Spule erforderlich. In einer Ausführungsform weist der Werkzeugabschnitt eine Erhöhung mit einer von der Kreisform abweichenden Umfangskontur zur Betätigung des Schraubverbindungselements auf. In einer alternativen Ausführungsform weist der Werkzeugabschnitt eine Vertiefung, insbesondere eine Öffnung, mit einer von der Kreisform abweichenden Umfangskontur zur Betätigung des Schraubverbindungselements auf. Insbesondere ist die Umfangskontur als Vierkant, Sechskant oder andere rotationssymmetrische Geometrie ausgebildet, die auf eine Gegenkontur des Schraubverbindungselement abgestimmt ist. In einer Ausführungsform weist die Spule eine Hülse auf und der Werkzeugabschnitt ist an der Hülse, insbesondere einer Stirnseite der Hülse, ausgebildet. Durch die Ausnutzung der hohen gewichtsspezifischen Steifigkeit der Hülse kann der Werkzeugabschnitt leicht und dennoch verhältnismäßig steif ausgebildet werden. Eine besonders robuste Anordnu