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DE-102025111579-B3 - Projektionssystem für ein Kraftfahrzeug, Kraftfahrzeug und Verfahren zum Betreiben eines Projektionssystems

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Abstract

Projektionssystem für ein Kraftfahrzeug (10), mit einer ersten Projektionseinheit (22), welche ausgeführt ist, ein erstes Projektionsbild (PB1) auf eine erste Projektionsfläche (PF1) zu projizieren, einer zweiten Projektionseinheit (24), welche ausgeführt ist, ein zweites Projektionsbild (PB2) auf eine zweite Projektionsfläche (PF2) zu projizieren, und einem Zentralsteuermodul (30), welches ausgeführt ist, den Projektionseinheiten (22, 24) die zu projizierenden Projektionsbilder (PB1, PB2) vorzugeben, wobei ein Korrekturmodul (30) vorhanden ist, in welchem für beide Projektionsbilder (PB1, PB2) jeweils ein Überlappungsbildbereich (UB1, UB2) hinterlegt ist, welcher einem Überlappungsbereich (U) der Projektionsflächen (PF1, PF2) zugeordnet ist, wobei das Korrekturmodul (40) eingerichtet ist, eine Bildverschiebung zumindest eines der beiden Projektionsbilder (PB1, PB2) durchzuführen, wenn in den Überlappungsbildbereichen (UB1, UB2) beider Projektionsbilder (PB1, PB2) jeweils ein auszuleuchtender Bildpunkt vorhanden ist.

Inventors

  • Benjamin Hummel
  • Dominik Walter

Assignees

  • DR. ING. H.C. F. PORSCHE AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250325

Claims (9)

  1. Projektionssystem für ein Kraftfahrzeug (10), mit einer ersten Projektionseinheit (22), welche ausgeführt ist, ein erstes Projektionsbild (PB1) auf eine erste Projektionsfläche (PF1) zu projizieren, einer zweiten Projektionseinheit (24), welche ausgeführt ist, ein zweites Projektionsbild (PB2) auf eine zweite Projektionsfläche (PF2) zu projizieren, und einem Zentralsteuermodul (30), welches ausgeführt ist, den Projektionseinheiten (22, 24) die zu projizierenden Projektionsbilder (PB1, PB2) vorzugeben, dadurch gekennzeichnet , dass ein Korrekturmodul (40) vorhanden ist, welches ausgeführt ist, ohne Erfassung der auf die Projektionsflächen (PF1, PF2) projizierten Bilder eine Überlappung der auf die Projektionsflächen (PF1, PF2) projizierten Bilder zu vermeiden, wobei in dem Korrekturmodul (40) für beide Projektionsbilder (PB1, PB2) jeweils ein Überlappungsbildbereich (UB1, UB2) hinterlegt ist, welcher einem Überlappungsbereich (U) der Projektionsflächen (PF1, PF2) zugeordnet ist, wobei das Korrekturmodul (40) eingerichtet ist, eine Bildverschiebung zumindest eines der beiden Projektionsbilder (PB1, PB2) durchzuführen, wenn in den Überlappungsbildbereichen (UB1, UB2) beider Projektionsbilder (PB1, PB2) jeweils ein auszuleuchtender Bildpunkt vorhanden ist.
  2. Projektionssystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Bildverschiebung mindestens des einen Projektionsbildes (PB1, PB2) derart erfolgt, dass der Überlappungsbildbereich (UB1, UB2) des verschobenen Projektionsbildes (PB1, PB2) frei von auszuleuchtenden Bildpunkten ist.
  3. Projektionssystem nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Korrekturmodul (40) eingerichtet ist, eine Bildverschiebung beider Projektionsbilder (PB1, PB2) durchzuführen, wenn in den Überlappungsbildbereichen (UB1, UB2) beider Projektionsbilder (PB1, PB2) ein auszuleuchtender Bildpunkt vorhanden ist.
  4. Projektionssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Überlappungsbildbereich (U) und die dem Überlappungsbereich (U) der Projektionsflächen (PF1, PF2) zugeordneten Überlappungsbildbereiche (UB1, UB2) durch eine festgelegte Positionierung und Ausrichtung der Projektionseinheiten (22, 24) relativ zueinander definiert ist.
  5. Projektionssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Korrekturmodul (40) ausgeführt ist, dass die Bildverschiebung um ein Verschiebemaß erfolgt, wobei das Verschiebemaß von der Positionierung und der Ausrichtung der Projektionseinheiten (22, 24) relativ zueinander und von dem zu verschiebenden Projektionsbild (PB1, PB2) abhängt.
  6. Kraftfahrzeug mit einem Projektionssystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 .
  7. Kraftfahrzeug nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass ein Matrix-Scheinwerfer (12, 14) jeweils eine Projektionseinheit (22, 24) aufweist.
  8. Kraftfahrzeug nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass ein einziger Matrix-Scheinwerfer (12, 14) beide Projektionseinheiten (22, 24) aufweist.
  9. Verfahren zum Betreiben eines Projektionssystems (20) eines Kraftfahrzeugs (10), welches ausgeführt ist, ohne Erfassung der auf die Projektionsflächen (PF1, PF2) projizierten Bilder eine Überlappung der auf die Projektionsflächen (PF1, PF2) projizierten Bilder zu vermeiden, welches zwei Projektionseinheiten zur Projektion von Projektionsbildern (PB1, PB2) auf jeweils eine Projektionsfläche (PF1, PF2) aufweist, mit folgenden Schritten: - Bereitstellen eines Projektionsbildes (PB1, PB2) je Projektionseinheit (22, 24), - Ermittlung eines Überlappungsbildbereichs (UB1, UB2) für beide Projektionsbilder (PB1, PB2), welcher einem Überlappungsbereich (U) der Projektionsflächen (PF1, PF2) zugeordnet ist, - Bestimmen, ob in den Überlappungsbildbereichen (UB1, UB2) beider Projektionsbilder (PB1, PB2) ein auszuleuchtender Bildpunkt vorhanden ist, - Bildverschiebung zumindest eines der beiden Projektionsbilder (PB1), wenn in den Überlappungsbildbereichen (UB1, UB2) beider Projektionsbilder (PB1, PB2) jeweils ein auszuleuchtender Bildpunkt vorhanden ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Projektionssystem für ein Kraftfahrzeug, mit einer ersten Projektionseinheit, welche ausgeführt ist, ein erstes Projektionsbild auf eine erste Projektionsfläche zu projizieren, einer zweiten Projektionseinheit, welche ausgeführt ist, ein zweites Projektionsbild auf eine zweite Projektionsfläche zu projizieren, und einem Zentralsteuermodul, welches ausgeführt ist, den Projektionseinheiten die zu projizierenden Projektionsbilder vorzugeben. Derartige in einem Kraftfahrzeug vorgesehene Projektionssysteme sind allgemein aus dem Stand der Technik bekannt, wobei die Projektionssysteme mehrere Projektionseinheiten zum Projizieren von Projektionsbildern, wie beispielsweise eines Schriftzugs, eines Logos, eines Verkehrszeichens oder anderer Grafiken, in einem Sichtfeld des Fahrzeugführers aufweist. Die Projektionseinheiten weisen jeweils einen Lichtemissionschip auf, welcher eine Vielzahl nach Art einer Matrix angeordneter, lichtemittierender Elemente, insbesondere Leuchtdioden, umfasst, welche separat, d.h. einzeln, ansteuerbar sind. Zur Projektion eines Projektionsbildes auf einer Projektionsfläche erzeugt die Projektionseinheit eine Leuchtmatrix mittels einer Vielzahl separater Lichtstrahlen, die mit Hilfe der lichtemittierenden Elemente erzeugt werden, wobei jeder Projektionseinheit digitale Projektionsbilder, d.h. Ansteuerbilder, zugeführt werden, welche eine korrespondierende Matrix aus Bildpunkten aufweisen, denen Graustufen bzw. Helligkeitsstufen zugeordnet sind. In anderen Worten ausgedrückt, die den Projektionseinheiten zugeführten, digitalen Projektionsbilder weisen eine korrespondierende Matrix aus Bildpunkten auf, wobei die Matrix mehrere, auszuleuchtende Bildpunkte und mehrere, nicht auszuleuchtende Bildpunkte aufweist. In der Folge lassen sich die lichtemittierenden Elemente der Projektionseinheiten gemäß den Helligkeitsstufen der Bildpunkte des Projektionsbilds ansteuern, so dass letztlich auf den Projektionsflächen der Projektionseinheiten mit der Leuchtmatrix ein Abbild des Projektionsbilds generiert wird, d.h. ein Projektionsbild auf die Projektionsfläche projiziert wird. Wenn durch beide Projektionseinheiten jeweils ein Projektionsbild im Umfeld des Kraftfahrzeugs, insbesondere auf einem Boden, projiziert werden soll, kann es vorkommen, dass sich die beiden, durch die beiden Projektionseinheiten projizierten Bilder überlappen. Bei einer Projektion auf die Straße bzw. auf den Boden sind die Projektionsflächen der Projektionseinheiten durch die vorgegebene Positionierung und Ausrichtung der Projektionseinheiten voreingestellt, wobei in Abhängigkeit von der Positionierung und der Ausrichtung der Projektionseinheiten relativ zueinander sich die Projektionsflächen der Projektionseinheiten in einem sich ergebenden Überlappungsbereich überlappen. Wenn beide auf der Projektionsfläche projizierten Projektionsbilder, d.h. die auf der Projektionsfläche durch eine Person sichtbare Abbilder der Projektionsbilder, in den Überlappungsbereich hineinragen, könnten sich die auf den Projektionsflächen projizierten Projektionsbilder überlappen, wobei eine derartige Überlappung dazu führt, dass sich unerwünschte Effekte einstellen. Aus der DE 10 2021 116 678 A1 ist ein Projektionssystem für ein Kraftfahrzeug bekannt, welches zumindest zwei Projektionseinheiten und eine Kamera umfasst, wobei die durch die beiden Projektionseinheiten auf eine Projektionsfläche projizierten Bilder durch die Kamera erfasst werden und eine Nachjustierung durchgeführt wird, wenn eine Überlappung der erfassten Bilder erkannt wird. Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Projektionssystem für ein Kraftfahrzeug bereitzustellen, welches mehrere Projektionseinheiten aufweist und durch welches bei einer gleichzeitigen Projektion von Projektionsbildern durch beide Projektionseinheiten auf eine einfache und zuverlässige Weise eine Überlappung der Projektionsbilder vermieden werden kann. Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist ein Korrekturmodul vorhanden, in welchem für beide Projektionsbilder jeweils ein Überlappungsbildbereich hinterlegt ist, welcher einem Überlappungsbereich der Projektionsflächen zugeordnet ist, wobei das Korrekturmodul eingerichtet ist, eine Bildverschiebung zumindest eines der beiden Projektionsbilder durchzuführen, wenn in den Überlappungsbildbereichen beider Projektionsbilder jeweils ein auszuleuchtender Bildpunkt, d.h. ein Bildpunkt mit einer hohen Helligkeitsstufe, vorhanden ist. Das Korrekturmodul kann einerseits in dem Kraftfahrzeug vorgesehen sein, beispielsweise in dem Zentralsteuermodul integriert sein, und andererseits außerhalb des Kraftfahrzeugs vorgesehen sein, so dass das Zentralsteuermodul bereits die bildverschobenen Projektionsbilder erhält, wobei basierend darauf die Projektionseinheiten angesteuert werden. Die auszuleuchtenden Bildpunkte zur Projektion der Projektionsbilder sind grundsätzlich nicht über die gesamte Projektionsfläche verteilt,