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DE-102025115292-B3 - Verfahren zur Ansteuerung eines Antriebs für eine Klappe eines Kraftfahrzeugs

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung eines Antriebs (1) für eine Klappe (2) eines Kraftfahrzeugs (3), wobei der Antrieb (1) mittels einer Steueranordnung (4) angesteuert wird, wobei der Antrieb (1) über eine Kopplungsanordnung (7) mit der Klappe (2) oder der Karosserie (8) des Kraftfahrzeugs (3) koppelbar ist, wobei die Kopplungsanordnung (7) ein erstes Kopplungselement (9) zur Verbindung mit dem Antrieb (1) und ein zweites Kopplungselement (10) zur Verbindung mit der Klappe (2) oder der Karosserie (8) des Kraftfahrzeugs (3) aufweist, wobei die Kopplungsanordnung (7) in einen gekoppelten Zustand und in einen entkoppelten Zustand bringbar ist, wobei die Kopplungselemente (9, 10) in dem entkoppelten Zustand voneinander entkoppelt und im Zuge einer Ausgleichsbewegung relativ zueinander bewegbar sind, wobei die Kopplungselemente (9, 10) in dem gekoppelten Zustand derart miteinander gekoppelt sind, dass die Ausgleichsbewegung verhindert wird. Es wird vorgeschlagen, dass mittels der Steueranordnung (4) unter Ansteuerung des Antriebs (1) eine Prüfroutine vorgenommen wird, in welcher Sensorwerte hinsichtlich der Ansteuerung des Antriebs (1) durch Abgleich mit einer Prüfvorgabe dahingehend eingestuft werden, ob die Kopplungsanordnung (7) im gekoppelten Zustand oder entkoppelten Zustand befindlich ist.

Inventors

  • Thomas Goldmann
  • Björn Fürst-Neuendorf
  • Christian Gitter

Assignees

  • BROSE FAHRZEUGTEILE SE & CO. KOMMANDITGESELLSCHAFT, BAMBERG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250417

Claims (5)

  1. Verfahren zur Ansteuerung eines Antriebs (1) für eine Klappe (2) eines Kraftfahrzeugs (3), wobei der Antrieb (1) mittels einer Steueranordnung (4) zur motorischen Verstellung der Klappe (2) zwischen einer geöffneten Stellung und einer geschlossenen Stellung in einer Verstellroutine angesteuert wird, wobei der Antrieb (1) über eine Kopplungsanordnung (7) mit der Klappe (2) oder der Karosserie (8) des Kraftfahrzeugs (3) koppelbar ist, wobei die Kopplungsanordnung (7) ein erstes Kopplungselement (9) zur Verbindung mit dem Antrieb (1) und ein zweites Kopplungselement (10) zur Verbindung mit der Klappe (2) oder der Karosserie (8) des Kraftfahrzeugs (3) aufweist, wobei die Kopplungsanordnung (7) in einen gekoppelten Zustand und in einen entkoppelten Zustand bringbar ist, wobei die Kopplungselemente (9, 10) in dem entkoppelten Zustand voneinander entkoppelt und im Zuge einer Ausgleichsbewegung relativ zueinander bewegbar sind, wobei die Kopplungselemente (9, 10) in dem gekoppelten Zustand derart miteinander gekoppelt sind, dass die Ausgleichsbewegung verhindert wird, dadurch gekennzeichnet , dass mittels der Steueranordnung (4) unter Ansteuerung des Antriebs (1) eine Prüfroutine vorgenommen wird, in welcher Sensorwerte hinsichtlich der Ansteuerung des Antriebs (1) durch Abgleich mit einer Prüfvorgabe dahingehend eingestuft werden, ob die Kopplungsanordnung (7) im gekoppelten Zustand oder entkoppelten Zustand befindlich ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass als Sensorwerte ein zeitlicher Verlauf des dem Antrieb (1) zugeführten Antriebsstroms, der dem Antrieb (1) bereitgestellten Antriebsspannung und/oder einer Drehzahl des Antriebs (1) herangezogen werden, und/oder, dass als Sensorwerte bildgebende Daten, insbesondere einer Kamera (14) des Kraftfahrzeugs (3), herangezogen werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Sensorwerte durch den Abgleich mit der Prüfvorgabe dahingehend geprüft werden, ob der Antrieb (1) einen für eine motorische Verstellung charakteristischen Lastanstieg oder einen für ein Überführen der Kopplungsanordnung (7) in den gekoppelten Zustand charakteristischen Lastanstieg durchläuft, wobei dann die Kopplungsanordnung (7) als im gekoppelten Zustand befindlich eingestuft wird, und wobei anderenfalls die Kopplungsanordnung (7) als im entkoppelten Zustand befindlich eingestuft wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass bei als im entkoppelten Zustand befindlich eingestufter Kopplungsanordnung (7) der Antrieb (1) weiter bis zu einer vorgegebenen Teilausstelllänge verstellt wird, und dass bei Auftreten eines für eine motorische Verstellung charakteristischen Lastanstiegs beim Verstellen bis zur Teilausstelllänge die Kopplungsanordnung (7) als in einer Abstützsituation für den Antrieb (1) befindlich eingestuft wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass bei als im gekoppelten Zustand befindlich eingestufter Kopplungsanordnung (7) die Durchführung der Verstellroutine für einen Bediener des Kraftfahrzeugs (3) aktiviert oder aktiv belassen wird, und dass bei als im entkoppelten Zustand befindlich eingestufter Kopplungsanordnung (7) die Verstellroutine abgeändert oder unterbunden wird, sowie insbesondere mittels der Steueranordnung (4) die Ausgabe einer Warnmeldung und/oder das Setzen eines Fehlerzustands des Antriebs (1) veranlasst wird, vorzugsweise, dass bei als im entkoppelten Zustand befindlich eingestufter Kopplungsanordnung (7) lediglich eine Haltefunktion der Klappe (2) über den Antrieb (1) bereitgestellt wird.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung eines Antriebs für eine Klappe eines Kraftfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Im Rahmen der Komfortsteigerung bei Kraftfahrzeugen kommt der motorischen Verstellung von Klappen besondere Bedeutung zu. Der Klappe ist hierzu ein Antrieb zugeordnet, welcher beispielsweise über einen Spindelantrieb umgesetzt ist, und über welchen die Klappe motorisch zu öffnen oder zu schließen ist. Bei der Klappe handelt es sich insbesondere um eine Fronthaube, eine Heckklappe oder einen Heckdeckel. Die Klappe kann schwenkbar und/oder verschiebbar an der Kraftfahrzeugkarosserie angeordnet sein. Die DE 10 2023 118 954 A1 betrifft einen Antriebsstrang für eine Klappe eines Kraftfahrzeugs. Eine Sperranordnung ist vorgesehen, welche eine Ausgleichsbewegung von Ausgleichskomponenten des Antriebsstrangs sperren sowie unterbrechen kann. In der DE 10 2023 117 383 A1 ist eine Antriebsanordnung für eine Klappe mit einer Kopplungsanordnung offenbart, wobei abhängig vom Zustand der Kopplungsanordnung eine Ausgleichsbewegung erlaubt oder verhindert ist. Die Kopplungsanordnung wird dabei in einer Öffnungsbewegung gekoppelt und in einer Schließbewegung entkoppelt. Die DE 10 2023 109 932 B3 beschreibt eine Antriebsvorrichtung für eine verschwenkbare Fahrzeugklappe mit einer Kopplungsvorrichtung aufweisend ein Kopplungselement. Das Kopplungselement ist in eine Freigabestellung verstellbar, in welcher eine Drehung des Kopplungselement um eine weitere Drehachse möglich ist. Der bekannte Stand der Technik (DE 10 2018 125 800 A1), von dem die Erfindung ausgeht, betrifft einen Antrieb für eine Klappe, welcher über eine Kopplungsanordnung angebunden ist. Die Kopplungsanordnung ermöglicht bedarfsweise eine relative Bewegung zwischen dem Antrieb und der Karosserie oder der Klappe, durch welche sich die Klappe gegenüber der Karosserie auch ohne Betätigung des Antriebs oder gegen etwaige Systemreibung des Antriebs bewegen lässt. Dies kann beispielsweise zur Realisierung gewisser Funktionen, wie einer Fußgängerschutzfunktion, erforderlich sein. So ist es beispielsweise möglich, dass die geschlossene Klappe im Rahmen einer Kollision des Kraftfahrzeugs in eine Kollisionsstellung bewegt wird, um im Falle der Kollision mit einem Fußgänger diesen zu schützen. Die Klappe wird hierfür kurz vor oder während der Kollision des Kraftfahrzeugs mit dem Fußgänger schräg angestellt, wodurch sich ein Aufprall des Fußgängers auf die Klappe zumindest im gewissen Rahmen abfedern lässt. Da diese Bewegung der Klappe nicht über den Antrieb selbst bewirkt wird, ist über die Kopplungsanordnung zu vermeiden, dass der sowohl mit der Klappe als auch mit der Karosserie verbundene Antrieb diese Bewegung der Klappe im Falle einer Kollision behindert. Es ist dabei eine Herausforderung, dass sich der Zustand der Kopplungsanordnung auf die Funktion des Antriebs auswirkt. Insbesondere nach dem Bewirken der Entkopplung des Antriebs im Rahmen der Fußgängerschutzfunktion ist ein weiterer Betrieb der motorischen Klappenanordnung nicht ohne weiteres möglich. Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, das bekannte Verfahren derart auszugestalten und weiterzubilden, dass hinsichtlich der genannten Herausforderung eine weitere Optimierung erreicht wird. Das obige Problem wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Wesentlich ist die grundsätzliche Überlegung, dass der Antrieb bei im ausgekoppelten Zustand befindlicher Kopplungsanordnung in einer undefinierten Stellung verbleiben kann, da das dem Antrieb zugeordnete erste Kopplungselement außer Eingriff zum zweiten, der Karosserie oder der Klappe zugeordneten Kopplungselement steht. Wird in einer solchen Situation die motorische Verstellung der Klappe ausgelöst, können durch ein unkontrolliertes Verstellen der Antrieb sowie benachbarte Komponenten beschädigt werden und darüber hinaus aufgrund einer unzureichenden Haltefunktion des Antriebs für die Klappe eine Verletzungsgefahr entstehen. Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, den Zustand der Kopplungsanordnung gezielt über eine sensorische Erfassung im Rahmen der Ansteuerung zu überprüfen. Im Einzelnen wird vorgeschlagen, dass mittels der Steueranordnung unter Ansteuerung des Antriebs eine Prüfroutine vorgenommen wird, in welcher Sensorwerte hinsichtlich der Ansteuerung des Antriebs durch Abgleich mit einer Prüfvorgabe dahingehend eingestuft werden, ob die Kopplungsanordnung im gekoppelten Zustand oder entkoppelten Zustand befindlich ist. Wird nach einer Ausgestaltung gemäß Anspruch 2 als Sensorwerte auf den Antriebsstrom und/oder die Antriebsspannung zurückgegriffen, kann die Steueranordnung auf einfache Weise den Zustand der Kopplungsanordnung überwachen, ohne dass zusätzliche Sensoren erforderlich sind. Weitere bereits vorhandene Sensoren wie eine Frontkamera oder dergleichen können ebenfalls genutzt werden. Eine zuverlässige Einstufung des Zustands der Kopplungsanordnung und des Antriebs kann gemäß den Ansprü