DE-102025116541-A1 - Buchsenlager
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Buchsenlager, aufweisend ein Innenteil, ein, einen Buchsenkörper definierendes Außenteil, eine zumindest abschnittsweise zwischen dem Innenteil und dem Außenteil angeordnete Feder, und wenigstens einen sich in radialer Richtung vom Innenteil in Richtung Außenteil erstreckenden Anschlag, wobei der Anschlag schräg zu einer Längsachse des Innenteils orientiert ist.
Inventors
- Florian Lübke
- Jürgen Präckel
- Oliver Wernecke
Assignees
- NBJX EUROPE GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20250429
- Priority Date
- 20241107
Claims (10)
- Buchsenlager, aufweisend ein Innenteil (10), ein, einen Buchsenkörper (20) definierendes Außenteil (18), wenigstens eine zumindest abschnittsweise zwischen dem Innenteil (10) und dem Außenteil (18) angeordnete Feder (22, 24), und wenigstens einen sich in radialer Richtung vom Innenteil (10) in Richtung Außenteil (18) erstreckenden Anschlag (28), wobei der Anschlag (28) schräg zu einer Längsachse des Innenteils (10) orientiert ist.
- Buchsenlager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Anschlag (28) mit der Längsachse einen Winkel (W) von weniger als 90° einschließt.
- Buchsenlager nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Winkel (W) zwischen 50° und 80°, vorzugsweise 65°, beträgt.
- Buchsenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass zwei Federn (22, 24) vorgesehen sind, welche an unterschiedlichen Seiten des Anschlags (28) angeordnet sind.
- Buchsenlager nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die Federn (22, 24) schräge Anschlagsseiten aufweisen.
- Buchsenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Anschlag (28) im Inneren des Buchsenkörpers (20) angeordnet ist.
- Buchsenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Anschlag (28) mittig im Buchsenkörper (20) angeordnet ist.
- Buchsenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Anschlag (28) plattenförmig, scheibenförmig und/oder kreuzförmig ausgebildet ist.
- Buchsenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Anschlag (28) drehfest, reibschlüssig und/oder formschlüssig mit dem Innenteil (10) verbunden ist.
- Buchsenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Feder (22, 24) wenigstens ein Elastomer aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Buchsenlager, aufweisend ein Innenteil, ein, einen Buchsenkörper definierendes Außenteil und eine zumindest abschnittsweise zwischen dem Innenteil und dem Außenteil angeordnete Feder, welche auch als Tragfeder bezeichnet wird. Derartige Buchsenlager sind grundsätzlich bekannt und werden beispielsweise bei Fahrzeugen eingesetzt, z.B. zur Lagerung von Komponenten des Motors und/oder des Fahrgestells. Beispielsweise offenbart EP 4 056 864 A1 ein entsprechendes Buchsenlager. Hierbei wird jedoch eine andere Zielrichtung verfolgt. So kann mit der aus EP 4 056 864 A1 bekannten Buchse beispielsweise die Progression, also das nichtlineare Verhalten der Steifigkeit, nicht unabhängig von der Axialsteifigkeit eingestellt werden. DE 20 2024 106 385 A1 offenbart ein Buchsenlager mit einem Anschlag im Inneren des Buchsenkörpers. Der Inhalt der DE 20 2024 106 385 A1 wird - beispielsweise im Hinblick auf die Ausführbarkeit und/oder mögliche Ausgestaltungen - in diese Anmeldung mit einbezogen. Nachteilig an der DE 20 2024 106 385 A1 ist, dass es unter bestimmten Einbausituationen zu einem Verkanten kommen kann. Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Buchsenlager zu schaffen, bei dem die Progression zumindest im Wesentlichen unabhängig von der Axialsteifigkeit eingestellt werden kann, wobei vorzugsweise ein Verkanten vermieden wird. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Buchsenlager mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Erfindungsgemäß weist das Buchsenlager ein Innenteil auf. Das Innenteil kann zum Beispiel länglich ausgebildet sein. Beispielsweise kann das Innenteil einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Vorzugsweise kann das Innenteil ein Schwert, das auch als Knochen bezeichnet wird, aufweisen oder daraus bestehen. Optional kann das Schwert von einem Innenkern umgeben sein. Beispielsweise kann der Innenkern wiederum von Einlegern umgeben sein. Das Schwert kann beispielsweise als flaches, vorzugsweise achsensymmetrisches, Bauteil ausgebildet sein. An den Endbereichen kann z.B. jeweils eine Öffnung vorgesehen sein. Beispielsweise kann das Innenteil und/oder der Einleger ein Metall- und/oder Kunststoffmaterial umfassen oder daraus bestehen. Das Buchsenlager weist ein Außenteil auf, welches einen Buchsenkörper definiert. Das Außenteil kann beispielsweise eine Außenhülse, die z.B. auch als Lageraußenhülse bezeichnet werden kann, und/oder einen Außenring aufweisen. Vorzugsweise ist das Außenteil länglich ausgebildet. Beispielsweise kann das Außenteil einen Hohlzylinder und/oder einen Ring bilden. Das Außenteil kann einteilig oder mehrteilig, z.B. zweiteilig, ausgebildet sein. Bevorzugt ist das Außenteil bezüglich der Längsachse des Buchsenlagers rotationsymmetrisch ausgebildet. Beispielsweise kann das Außenteil ein Metall- und/oder Kunststoffmaterial umfassen oder daraus bestehen. Vorzugsweise umgibt das Außenteil das Innenteil. Das Außenteil und das Innenteil sind zueinander bevorzugt koaxial und/oder konzentrisch bezüglich einer gemeinsamen Längsachse angeordnet. Das Innenteil, vorzugsweise das Schwert, kann zum Beispiel länger als der Buchsenkörper ausgebildet sein und, beispielsweise beidseitig, über den Buchsenkörper vorstehen. Lasten und/oder Schwingungen können beispielsweise in das Innenteil eingeleitet werden. Das Außenteil leitet schließlich die geminderten Schwingungen weiter. Alternativ oder zusätzlich können z.B. Lasten und/oder Schwingungen in das Außenteil eingeleitet werden. Das Innenteil leitet schließlich die geminderten Schwingungen weiter. Die Krafteinleitung und/oder Kraftweiterleitung kann auch gleichzeitig von Innen nach Außen und von Außen nach Innen erfolgen. Das Buchsenlager weist eine zumindest abschnittsweise zwischen dem Innenteil und dem Außenteil angeordnete Feder auf. Bei der Feder kann es sich z.B. um eine Radialfeder, eine Axialfeder oder eine Kombination aus beiden handeln. Es können bevorzugt mehrere Federn vorgesehen sein. Die Wirkung der Radialfeder in radialer Richtung ist größer als die Wirkung in axialer Richtung. Der Hauptzweck der Radialfeder ist somit die radiale Steifigkeit. Der Begriff Feder ist breit zu verstehen und umfasst auch Kunststoffe mit federnden und/oder elastischen Eigenschaften. Vorzugsweise ist die Feder als Elastomer ausgebildet. Bevorzugt ist die Feder mit dem Innenteil und/oder dem Außenteil verbunden, beispielsweise vulkanisiert. Dadurch wird eine sichere Verbindung zwischen dem Innenteil und dem Außenteil geschaffen. Das Buchsenlager weist wenigstens einen sich in radialer Richtung vom Innenteil in Richtung Außenteil erstreckenden Anschlag auf, wobei der Anschlag, vorzugsweise eine Anschlagachse, schräg zu einer Längsachse des Innenteils orientiert ist. Durch den schräg orientierten Anschlag kann das Buchsenlager auch als gepfeiltes Buchsenlager bezeichnet werden. Beispielsweise ist der Anschlag, vorzugsweise vollständig, im Inneren des Buchsenlagers angeordnet. Bevorzugt funktioniert der Anschlag sowohl in radialer als auch in a