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DE-102025116697-B3 - Hub-Kippervorrichtung für ein Abfallsammelfahrzeug und Abfallsammelfahrzeug

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug mit einer Drehwelle (9), einem an der Drehwelle (9) drehbar angeordneten Hubwagen (15), zumindest einer endseitig an der Drehwelle (9) angeordneten Hebelanordnung, aufweisend einen oberen Hebel (11), der mit einem ersten Ende mittelbar oder unmittelbar an dem Heckteil des Abfallsammelfahrzeugs angeordnet ist und mit einem zweiten Ende drehbar an der Drehwelle (9) angeordnet ist, einen unteren Hebel (12), der mit einem ersten Ende mittelbar oder unmittelbar an dem Heckteil des Abfallsammelfahrzeugs angeordnet ist und mit einem zweiten Ende drehfest an einer Stützwelle (10) angeordnet ist, sowie einem ersten Aktuator (13), um den unteren Hebel (12) zwischen einer Anfangs- und einer Endposition zu bewegen, und einem zweiten Aktuator (14), um den Hubwagen (15) zwischen einer Anfangs- und einer Endposition zu bewegen, wobei ein Zwischenhebel (16) mit einem ersten Ende drehfest mit der Drehwelle (9) verbunden ist und mit einem zweiten Ende drehbar mit der Stützwelle (10) verbunden ist.

Inventors

  • Max Hartman
  • Hendrik von Eichel-Streiber
  • Matthias Mentz

Assignees

  • HALLER BENELUX B.V.
  • Zöller-Kipper Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250430

Claims (12)

  1. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug mit einer Drehwelle (9), einem an der Drehwelle (9) drehbar angeordneten Hubwagen (15), zumindest einer endseitig an der Drehwelle (9) angeordneten Hebelanordnung, aufweisend einen oberen Hebel (11), der mit einem ersten Ende mittelbar oder unmittelbar an dem Heckteil des Abfallsammelfahrzeugs angeordnet ist und mit einem zweiten Ende drehbar an der Drehwelle (9) angeordnet ist, einen unteren Hebel (12), der mit einem ersten Ende mittelbar oder unmittelbar an dem Heckteil des Abfallsammelfahrzeugs angeordnet ist und mit einem zweiten Ende drehfest an einer Stützwelle (10) angeordnet ist, sowie einem ersten Aktuator (13), um den unteren Hebel (12) zwischen einer Anfangs- und einer Endposition zu bewegen, und einem zweiten Aktuator (14), um den Hubwagen (15) zwischen einer Anfangs- und einer Endposition zu bewegen, wobei ein Zwischenhebel (16) mit einem ersten Ende drehfest mit der Drehwelle (9) verbunden ist und mit einem zweiten Ende drehbar mit der Stützwelle (10) verbunden ist.
  2. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet , dass der erste Aktuator (13) ein hydraulisch betriebener Zylinder ist, der zwischen dem Heckteil und dem unteren Hebel (12) angeordnet ist.
  3. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet , dass der zweite Aktuator (14) ein hydraulisch betriebener Zylinder ist, der zwischen dem Zwischenhebel (16) und dem Hubwagen (15) angeordnet ist.
  4. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet , dass der Hubwagen (15) an oberen (21) und unteren (22) Endanschlägen des Zwischenhebels (16) abstützbar ist.
  5. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet , dass der Hubwagen (15) durch den ersten Aktuator (13) von einer Hubanfangsposition in eine Hubendposition schwenkbar ist.
  6. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet , dass sich in der Hubendposition eine Behälteraufnahme (17) des Hubwagens (15) oberhalb einer Ladekante (6,7) des Heckteils befindet.
  7. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet , dass der Hubwagen (15) durch den zweiten Aktuator (14) von einer Rotationsanfangsposition in eine Rotationsendposition schwenkbar ist.
  8. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet , dass der obere Hebel (11), der untere Hebel (12) und der erste Aktuator (13) an einem Rahmen (8) angeordnet sind, der Langlöcher zum Verbinden mit dem Heckteil eines Abfallsammelfahrzeugs aufweist.
  9. Hub-Kippvorrichtung (4,5) für ein Abfallsammelfahrzeug nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet , dass an dem Hubwagen (15) ein feststehender Magnetfeldsensor (22) und ein drehbarer Magnet (24) zusammenwirkend angeordnet sind, wobei der Magnet (24) über eine Gelenkanordnung (25) mit der Drehwelle (9) verbunden ist, so dass die Relativbewegung des Hubwagens (15) auf den Magneten (24) übertragen wird.
  10. Abfallsammelfahrzug mit zumindest einer Hub-Kippvorrichtung (4,5) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche.
  11. Abfallsammelfahrzeug nach Anspruch 10 mit zumindest zwei Sammelräumen und jeweils zugeordneten Heckteilen, wobei an jedem Heckteil eine Hub-Kippvorrichtung (4,5) angeordnet ist.
  12. Abfallsammelfahrzeug nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet , dass die Hub-Kippvorrichtungen (4,5) über eine gemeinsame Hydraulikpumpe angetrieben werden.

Description

Die Erfindung betrifft eine Hub-Kippvorrichtung für ein Abfallsammelfahrzeug mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 sowie ein Abfallsammelfahrzeug mit einer derartigen Hub-Kippvorrichtung. Hub-Kippvorrichtungen an Abfallsammelfahrzeugen dienen dazu, Abfallbehälter aufzunehmen und deren Inhalt in einen Sammelbehälter oder eine Ladewanne zu entleeren. Dazu wird der Abfallbehälter zunächst angehoben und nach oder während der Anhebebewegung gekippt, so dass seine Öffnung nach unten zeigt und der Inhalt herausfällt. Dabei ist wichtig, dass der Abfall nicht neben den Sammelraum oder die Ladewanne fällt, da er sonst vom Bedienpersonal manuell aufgelesen werden muss. Gleichzeitig ist es wünschenswert, dass die die Hub- und Kippbewegungen möglichst nahe am Abfallsammelfahrzeug stattfinden, um die Gefahr, von einem ausschwenkenden Behälter getroffen zu werden, für Bedienpersonal und Passanten zu minimieren. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Hub-Kippvorrichtung vorzustellen, die diese Anforderungen erfüllt. Die Aufgabe wird gelöst durch eine Hub-Kippvorrichtung mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 sowie durch ein Abfallsammelfahrzeug gemäß Patentanspruch 10. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der jeweiligen abhängigen Ansprüche. Die Erfindung betrifft eine Hub-Kippvorrichtung für ein Abfallsammelfahrzeug mit einer Drehwelle, einem an der Drehwelle drehbar angeordneten Hubwagen, zumindest einer endseitig an der Drehwelle angeordneten Hebelanordnung, aufweisend einen oberen Hebel, der mit einem ersten Ende mittelbar oder unmittelbar an dem Heckteil des Abfallsammelfahrzeugs angeordnet ist und mit einem zweiten Ende drehbar an der Drehwelle angeordnet ist, einen unteren Hebel, der mit einem ersten Ende mittelbar oder unmittelbar an dem Heckteil des Abfallsammelfahrzeugs angeordnet ist und mit einem zweiten Ende drehfest an einer Stützwelle angeordnet ist, sowie einem ersten Aktuator, um den unteren Hebel zwischen einer Anfangs- und einer Endposition zu bewegen, und einem zweiten Aktuator, um den Hubwagen zwischen einer Anfangs- und einer Endposition zu bewegen, wobei ein Zwischenhebel mit einem ersten Ende drehfest mit der Drehwelle verbunden ist und mit einem zweiten Ende drehbar mit der Stützwelle verbunden ist. Die Hub-Kippvorrichtung kann lediglich über eine derartige Hebelanordnung verfügen, die dann zumeist an einem Ende von Drehwelle und Stützwelle angeordnet ist. Sie kann aber auch über zwei derartige Hebelanordnungen verfügen, die an den beiden Enden von Drehwelle und Stützwelle angeordnet sind. Letztere Variante bietet sich insbesondere an, wenn die Wellen relativ lang sind und hohe Lasten aufnehmen müssen, um ein Durchbiegen zu vermeiden. Das Heckteil eines Abfallsammelfahrzeugs umfasst üblicherweise eine Ladewanne und einen Kompaktierungsmechanismus, der den in die Ladewanne geleerten Abfall komprimiert und in den Sammelraum befördert. Die Hub-Kippvorrichtung kann über die Hebel unmittelbar an dem Heckteil befestigt werden. Alternativ ist es auch möglich, die Hub-Kippvorrichtung an einem Rahmen zu befestigen und diesen wiederum an dem Heckteil anzuordnen. Die drehfeste Anbindung des unteren Hebels an der Stützwelle beziehungsweise des Zwischenhebels an der Drehwelle kann vorteilhafterweise als Klemmung ausgeführt sein. Der Hubwagen verfügt über eine Behälteraufnahme, an der ein Abfallbehälter eingehängt werden kann, um durch die Vorrichtung entleert zu werden. Hubbewegung und Kippbewegung erfolgen dabei bevorzugt getrennt voneinander und nacheinander. Die Hubbewegung erfolgt über den ersten Aktuator. Dieser drückt den unteren Hebel nach oben, wodurch die gesamte Hebelanordnung geführt durch den oberen Hebel nach oben bewegt wird. Dabei erfährt der Abfallbehälter bereits eine Rotation zwischen 20 und 40 Grad, je nach Ausgestaltung der Hebelanordnung. Die vollständige Rotation, so dass die Öffnung des Abfallbehälters im Wesentlichen nach unten in Richtung Aufstandsfläche des Fahrzeugs zeigt, wird über den zweiten Aktuator bewerkstelligt. Dabei wird nur der Hubwagen selbst um die Drehwelle bewegt. Bevorzugt wird der zweite Aktuator erst dann betätigt, wenn der erste Aktuator seine Arbeit verrichtet hat. Die Hebelanordnung sorgt dafür, dass der Abfallbehälter nahe an dem Abfallsammelfahrzeug angehoben wird, so dass der Platzbedarf für die Bewegung des Abfallbehälters hinter dem Fahrzeug minimiert wird. Die Rotationsbewegung des Abfallbehälters findet vorteilhafterweise erst dann statt, wenn der Hubwagen seine höchste Position erreicht hat, sich also nahe am Heck des Fahrzeugs befindet, so dass die Schwenkbewegung des Abfallbehälters eine möglichst geringe Gefahr für Bedienpersonal und Passanten darstellt. Gleichzeitig wird dadurch erreicht, dass während der Entleerung weniger Abfall neben das Abfallsammelfahrzeug fällt. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste Aktuator ein hydraulisch betriebener Zylinder ist, der zwischen dem He