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DE-102025123002-B3 - Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters

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Abstract

Beschrieben wird ein Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters 1 umfassend die Schritte a1) Bereitstellen eines aus einem formstabilen Material gebildeten Außenbehälters 2, wobei der Außenbehälter 2 einen Außenbehälterboden 4, einen Außenbehälterkörper 5 und einen eine Außenbehälteröffnung 12 aufweisenden Außenbehälterkopf 10 aufweist, wobei Außenbehälterboden 4, Außenbehälterkörper 5 und Außenbehälterkopf 10 einen Außenbehälterinnenraum AIR begrenzen, wobei der Außenbehälterboden 4 eine verschließbar ausgebildete Durchbrechung 8 aufweist, b1) Bereitstellen eines Vorformlings 20, wobei der Vorformling 20 zumindest teilweise aus einem blasformbaren Kunststoff besteht, c1) Erwärmen des Vorformlings 20, d1) Einbringen des Vorformlings 20 in den Außenbehälter 2, e1) Streckblasen des Vorformlings 20 und Beaufschlagen des Außenbehälterinnenraums AIR über die in dem Außenbehälterboden 4 angeordnete Durchbrechung 8 mit einem Medium zur Erzeugung eines Gegendrucks PG zur Ausbildung eines Innenbehälterkörpers 6 mit einem vorbestimmten Innenbehälterkörpervolumen.

Inventors

  • Josef Gleixner

Assignees

  • INOTECH KUNSTSTOFFTECHNIK GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250612

Claims (14)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) umfassend die Schritte: a1) Bereitstellen eines aus einem formstabilen Material gebildeten Außenbehälters (2), wobei der Außenbehälter (2) einen Außenbehälterboden (4), einen Außenbehälterkörper (5) und einen eine Außenbehälteröffnung (12) aufweisenden Außenbehälterkopf (10) aufweist, wobei Außenbehälterboden (4), Außenbehälterkörper (5) und Außenbehälterkopf (10) einen Außenbehälterinnenraum (AIR) begrenzen, wobei der Außenbehälterboden (4) eine verschließbar ausgebildete Durchbrechung (8) aufweist, b1) Bereitstellen eines Vorformlings (20), wobei der Vorformling (20) zumindest teilweise aus einem blasformbaren Kunststoff besteht, c1) Erwärmen des Vorformlings (20), d1) Einbringen des Vorformlings (20) in den Außenbehälter (2), e1) Streckblasen des Vorformlings (20) und Beaufschlagen des Außenbehälterinnenraums (AIR) über die in dem Außenbehälterboden (4) angeordnete Durchbrechung (8) mit einem Medium zur Erzeugung eines Gegendrucks (PG) zur Ausbildung eines Innenbehälterkörpers (6) mit einem vorbestimmten Innenbehälterkörpervolumen.
  2. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach Anspruch 1 , wobei der in Schritt b1) bereitgestellte Vorformling (20) einen aus zumindest zwei Abschnitten (20.1, 20.2) aufgebauten becherartigen Formkörper aufweist, wobei ein erster Abschnitt (20.1) ein geschlossenes Ende des Formkörpers bildet und ein zweiter Abschnitt (20.2) ein offenes Ende des Formkörpers bildet, wobei das geschlossene Ende dem offenen Ende gegenüberliegt, wobei der erste Abschnitt (20.1) zur Bildung eines Innenbehälterkörpers (6) vorgesehen ist und der zweite Abschnitt (20.2) zur Bildung eines einen im Bereich des Außenbehälterkopfes (10) angeordneten, eine Ausgabeöffnung (11) aufweisenden Innenbehälterausgabeabschnitts (7) vorgesehen ist, wobei der erste Abschnitt (20.1) aus einem blasformbaren Kunststoff besteht, wobei der zweite Abschnitt (20.2) aus einem formstabilen Kunststoff besteht.
  3. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei Schritt d1) ein Einbringen eines Streckblasdorns in den Vorformling (20) umfasst, wobei das Einbringen des Streckblasdorns in den Vorformling (20) vor oder nach dem Einbringen des Vorformlings (20) in den Außenbehälter (2) erfolgt.
  4. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach Anspruch 2 oder 3 , wobei der aus dem blasgeformten Kunststoff ausgebildete Innenbehälterkörper (6) eine im Vergleich zu dem aus dem formstabilen Kunststoff gebildeten Innenbehälterausgabeabschnitt (7) geringere Formstabilität aufweist und unter Krafteinwirkung verformbar ausgebildet ist.
  5. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , wobei in Schritt e1) das Streckblasen unter Verdrängung eines Teils der in dem Außenbehälterinnenraum (AIR) enthaltenen Luft erfolgt, wobei die Luft über die in dem Außenbehälterboden (4) angeordnete, verschließbar ausgebildete Durchbrechung (8) in die Umgebung entweicht.
  6. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei in Schritt e1) das Streckblasen und das Beaufschlagen des Außenbehälterinnenraums (AIR) mit einem Medium zur Erzeugung eines Gegendrucks (PG) so lange durchgeführt werden, bis der Innenbehälter (3) zwischen 50% und 90%, bevorzugt zwischen 66% und 75%, des Volumens des Außenbehälterinnenraums (AIR) ausfüllt.
  7. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , wobei es sich bei dem formstabilen Material des Außenbehälters (2) um Glas, Kunststoff, Metall, insbesondere Aluminium, eine Metalllegierung, Blech oder einen Verbundwerkstoff handelt.
  8. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei es sich bei dem blasformbaren Kunststoff des Innenbehälterkörpers (6) um einen thermoplastischen Kunststoff, insbesondere ein Polyamid, ein Polyolefin oder ein Polycarbonat, insbesondere bevorzugt um Polyethylenterephthalat, Polyvinylchlorid, Polyethylen oder um Polypropylen handelt.
  9. Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8 , wobei der formstabile Kunststoff des Innenbehälterausgabeabschnitts (7) eine höhere Schmelztemperatur aufweist als der blasformbare Kunststoff des Innenbehälterkörpers (6).
  10. Verfahren zur Herstellung eines befüllten Spenderbehälters (1) umfassend die Schritte: a2) Bereitstellen eines nach einem Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 9 hergestellten Spenderbehälters (1), b2) Einbringen eines Füllgutes (F) durch die Ausgabeöffnung (11) des Innenbehälterausgabeabschnitts (7) in den Innenbehälterkörper (6), c2) Einbringen eines unter Druck stehenden Treibmittels (9) durch die Durchbrechung (8) des Außenbehälterbodens (4) in einen Teilbereich (13) des Außenbehälterinnenraums (AIR), wobei der mit dem unter Druck stehenden Treibmittel (9) befüllte Teilbereich (13) des Außenbehälterinnenraums (AIR) an den Innenbehälterkörper (6) angrenzt und das Treibmittel (9) einen Druck auf den Innenbehälterkörper (6) ausübt, d2) Verschließen der Durchbrechung (8) des Außenbehälterbodens (4) mit einem Schließmittel (15).
  11. Verfahren zur Herstellung eines befüllten Spenderbehälters (1) nach Anspruch 10 , wobei es sich bei dem Füllgut (F) um eine Paste, eine Creme, ein Gel oder um eine Flüssigkeit handelt.
  12. Verfahren zur Herstellung eines befüllten Spenderbehälters (1) nach Anspruch 10 oder 11 , wobei nach Schritt b2) der Schritt e2) Verschließen der Ausgabeöffnung (11) des Innenbehälterausgabeabschnitts (7) und der Außenbehälteröffnung (12) mit einem Verschlussmittel (16), bevorzugt mit einem Abgabeventil (16), durchgeführt wird.
  13. Verfahren zur Herstellung eines befüllten Spenderbehälters (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12 , wobei es sich bei dem Treibmittel (9) um ein Gas, insbesondere Stickstoff oder Luft, oder um eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser, handelt.
  14. Verfahren zur Herstellung eines befüllten Spenderbehälters (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 13 , wobei es sich bei dem die Durchbrechung (8) verschließenden Schließmittel (15) um ein Befüllventil oder um einen Stopfen handelt.

Description

Technisches Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters mit Außenbehälter und Innenbehälter zum Aufnehmen eines Füllgutes. Stand der Technik Spenderbehälter mit einem Außen- und einem Innenbehälter sind aus dem Stand der Technik in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Das Füllgut ist dabei immer in dem jeweiligen Innenbehälter aufgenommen. Die DE 10 2014 113 535 A1 beschreibt beispielsweise einen Spenderbehälter bestehend aus einem Außenbehälter und einem Innenbehälter. Außenbehälter und Innenbehälter sind aus zwei verschiedenen blasgeformten Kunststoffen gebildet, wobei die beiden Kunststoffe keine stoffschlüssige Verbindung miteinander eingehen. Dabei weist der Kunststoff, aus dem der Innenbehälter gebildet ist, eine geringere Formstabilität auf als der Kunststoff, aus dem der Außenbehälter gebildet ist, sodass der Innenbehälter durch einen auf ihn einwirkenden Unterdruck verformt wird, während der Außenbehälter formstabil bleibt. Der Außenbehälter weist eine Druckausgleichsöffnung zum Druckausgleich im Bereich zwischen Außenbehälter und Innenbehälter auf. Aus dem Stand der Technik sind auch Spenderbehälter bekannt, bei denen ein Kunststoffinnenbehälter aus einem flexiblen Material durch ein Blasverfahren innerhalb eines formstabilen Außenbehälters gebildet wird. Die EP 2 246 267 B1 offenbart beispielsweise einen Spenderbehälter bestehend aus einem äußeren, starren Behälter sowie einem kollabierbaren Beutel, der im Innenraum des Außenbehälters aufgenommen ist. Der kollabierbare Beutel wird als ein aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehender Vorformling in den Innenraum des Außenbehälters eingebracht und dort mittels eines Blasverfahrens aufgeblasen. Der dadurch geformte Beutel bildet einen flexiblen, durch Druck komprimierbaren Innenbehälter. Der formstabile Außenbehälter kann aus Glas, Aluminium oder einem entsprechenden Kunststoff bestehen. Spenderbehälter für flüssiges, pastöses und viskoses Füllgut werden häufig mit einem unter Druck stehenden Treibmittel beaufschlagt. So beschreibt beispielsweise die DE 3 721 099 A1 eine Dose zur Aufbewahrung von fließfähigen Stoffen. Ein Teil des Behälters ist mit einem unter Druck stehenden Treibgas gefüllt, welches einen Kolben bewegt, der wiederum das Füllgut aus der Abgabeöffnung drückt. Spenderbehälter jeweils aufweisend einen starren Außenbehälter und einen flexiblen Innenbehälter sind auch aus den Druckschriften DE 30 15 813 A1, DE 27 05 549 A1 und DE 93 08 887 U1 bekannt. Aus der EP 1 136 388 A2 ist eine Spenderpackung mit einem zylindrischen Behälter und einem in dem Behälter beweglich angeordneten Kolben bekannt. Der Kolben unterteilt den Innenraum des Behälters in einen oberen Raum, in dem das Füllgut enthalten ist, und einen unteren Raum, in dem ein mit Treibgas gefüllter Beutel angeordnet ist. Der Beutel übt über den Kolben einen Druck auf das Füllgut aus, welches dadurch aus einer Ausgabeöffnung entnommen werden kann. Schließlich beschreibt die EP 1 792 847 B1 eine Spenderanordnung mit einem Behälter, einem Abgabeventil am Kopfende des Behälters und einem Befüllventil am Fußende des Behälters. Das Befüllventil ist mit einem in dem Behälter angeordneten schlauchförmigen Beutel mit gefalteter Wand verbunden. Der Beutel übt über einen Kolben Druck auf das Füllgut aus, welches dadurch aus einer Ausgabeöffnung entnommen werden kann. Um eine möglichst vollständige Entnahme des Füllgutes zu ermöglichen, sind die aus dem Stand der Technik bekannten Spenderbehälter für flüssiges, pastöses und viskoses Füllgut häufig komplex aufgebaut und teuer in der Herstellung. In der Praxis zeigt sich zudem eine erhöhte Störungsanfälligkeit, die durch den vielteiligen Aufbau bedingt ist. Es besteht daher Bedarf an Verfahren, mit deren Hilfe einfach aufgebaute Spenderbehälter für flüssiges, pastöses und viskoses Füllgut kostengünstig produziert werden können. Darstellung der Erfindung Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zu Grunde ein Verfahren zur Herstellung eines einfach aufgebauten und kostengünstig zu produzierenden Spenderbehälters bereitzustellen, bei dem das in einem flexiblen Innenbehälter enthaltene Füllgut mit Hilfe eines Treibmittels im Wesentlichen vollständig entnommen werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters gemäß Anspruch 1 und das Verfahren zur Herstellung eines befüllten Spenderbehälters gemäß Anspruch 10 gelöst. Weitere vorteilhafte Details, Aspekte und Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen 2 bis 9 bzw. 11 bis 14, der Beschreibung, den Beispielen und den Zeichnungen. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Spenderbehälters umfasst die Schrittea1) Bereitstellen eines aus einem formstabilen Material gebildeten Außenbehälters, wobei der Außenbehälter einen Außenbehälterboden, einen Außenbehälterkörper und einen eine Außenbehälteröffn