Search

DE-102025125421-A1 - Verfahren für ein Kraftfahrzeug zur automatisierten Kommunikation, Computerprogramm und/oder computerlesbares Medium, eine Datenverarbeitungsvorrichtung und ein Kraftfahrzeug

DE102025125421A1DE 102025125421 A1DE102025125421 A1DE 102025125421A1DE-102025125421-A1

Abstract

Verfahren (100) für ein Kraftfahrzeug (50) zur automatisierten Kommunikation; wobei das Verfahren (100) aufweist: Erfassen (110) von fahrsituationsbezogenen Kontextinformationen (65); Ermitteln (115) von auf einen Nutzer (10) des Kraftfahrzeugs (50) bezogenen Mobilitätsverhaltensmustern (66); Ermitteln (117) von auf den Nutzer (10) bezogenen Kommunikationsverhaltensmustern (67); Bestimmen (120), anhand der Kontextinformationen (65), der Mobilitätsverhaltensmuster (66) und der Kommunikationsverhaltensmuster (67), einer für den Nutzer (10) wahrnehmbaren Kommunikationsausgabe (70) bezogen auf eine Kommunikation zwischen dem Nutzer (10) und einer fahrzeugexternen Person (12); und Ausgeben (130) der Kommunikationsausgabe (70).

Inventors

  • Benedikt Steiner
  • Christian Micus

Assignees

  • BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250701

Claims (10)

  1. Verfahren (100) für ein Kraftfahrzeug (50) zur automatisierten Kommunikation; wobei das Verfahren (100) aufweist: - Erfassen (110) von fahrsituationsbezogenen Kontextinformationen (65); - Ermitteln (115) von auf einen Nutzer (10) des Kraftfahrzeugs (50) bezogenen Mobilitätsverhaltensmustern (66); - Ermitteln (117) von auf den Nutzer (10) bezogenen Kommunikationsverhaltensmustern (67); - Bestimmen (120), anhand der Kontextinformationen (65), der Mobilitätsverhaltensmuster (66) und der Kommunikationsverhaltensmuster (67), einer für den Nutzer (10) wahrnehmbaren Kommunikationsausgabe (70) bezogen auf eine Kommunikation zwischen dem Nutzer (10) und einer fahrzeugexternen Person (12); und - Ausgeben (130) der Kommunikationsausgabe (70).
  2. Verfahren (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass - die Kontextinformationen (65) eine Navigationsroute, eine Fahrtdauer, eine Fahrtstrecke und/oder Verkehrsinformationen umfassen.
  3. Verfahren (100) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass - die Mobilitätsverhaltensmuster (66) wiederkehrende Fahrtrouten und/oder Fahr- und Pausenrhythmen repräsentieren.
  4. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass - die Kommunikationsverhaltensmuster (67) auf die Kontextinformation (65) und/oder die Mobilitätsverhaltensmuster (66) bezogen sind.
  5. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass - die Kommunikationsverhaltensmustern (67) ein Tätigen von Anrufen durch den Nutzer (10) und/oder ein Übermitteln von Nachrichten von dem Nutzer (10) je in Abhängigkeit von den Kontextinformation (65) und/oder den Mobilitätsverhaltensmustern (66) umfassen.
  6. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass - die Kommunikationsausgabe (70) Vorschläge zu Anrufen und/oder Nachrichten umfassen und/oder Hinweise zu verpassten Anrufen, ungelesenen Nachrichten und/oder Ereignissen umfasst.
  7. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass - das Bestimmen (120) der Kommunikationsausgabe (70) durch maschinelles Lernen und/oder Nutzereingaben anpassbar ist.
  8. Computerprogramm und/oder computerlesbares Medium (200), umfassend Befehle (201), die bei der Ausführung des Programms bzw. der Befehle (201) durch eine Datenverarbeitungsvorrichtung (51) diese veranlassen, das Verfahren (100) und/oder die Schritte des Verfahrens (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durchzuführen.
  9. Datenverarbeitungsvorrichtung (51) für ein Kraftfahrzeug (50), wobei die Datenverarbeitungsvorrichtung (51) dazu eingerichtet ist, das Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durchzuführen.
  10. Kraftfahrzeug (50), umfassend die Datenverarbeitungsvorrichtung (51) nach Anspruch 9 .

Description

Die vorliegende Offenbarung betrifft ein Verfahren für ein Kraftfahrzeug zur automatisierten Kommunikation. Die Offenbarung betrifft gleichermaßen ein Computerprogramm und/oder computerlesbares Medium, eine Datenverarbeitungsvorrichtung und ein Kraftfahrzeug. Die Kommunikation eines Nutzers eines Kraftfahrzeugs mit einer fahrzeugexternen Person beispielsweise mittels einer Mobilfunkverbindung ist aus dem Stand der Technik bekannt. Während der Fahrt übernehmen Fahrer als Nutzer von Kraftfahrzeugen oft Kommunikationsaufgaben wie das Tätigen von Anrufen, das Lesen oder Schreiben von Nachrichten und/oder die Organisation persönlicher Kontakte und Ereignisse. Diese Kommunikationsaufgaben können manuell sein und dennoch eine Aufmerksamkeit erfordern. Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, Risiken in Verbindung mit der Nutzung eines Mobiltelefons in einem Kraftfahrzeug zu vermindern. DE 106 46 660 A1 offenbart ein Informations- und Kommunikationsgerät mit einer Mobiltelefoneinheit und einem Terminkalender zum Speichern und Abrufen von Informationen, wobei die Mobiltelefoneinheit in Abhängigkeit der in dem Terminkalender gespeicherten Informationen steuerbar ist. Eine Einsatzmöglichkeit ergibt sich für das Informations- und Kommunikationsgerät, wenn es für den Betrieb in einem Kraftfahrzeug vorgesehen ist und über eine Schnittstelle Daten mit einer Fahrzeugsteuereinheit austauschen kann. Wenn das Gerät z.B. feststellt, dass bei der aktuellen Geschwindigkeit und dem aktuellen erfassten Abstand zu einem anderen Fahrzeug das Führen eines Mobiltelefongesprächs zu riskant wäre, wird es den Anruf beispielsweise automatisch umleiten. Auch ist es aus dem Stand der Technik bekannt, eine Zeitplanung der Anzeige von Benachrichtigungen anzupassen, ebenfalls um eine Ablenkung eines Fahrers zu vermindern. In DE102015200065 sind Ausführungsformen für das Planen und Darstellen von Benachrichtigungen über ein fahrzeuginternes Rechnersystem an einen Fahrer eines Fahrzeugs offenbart. Dabei beinhaltet ein Verfahren für ein fahrzeuginternes Rechnersystem das Empfangen von Daten bezüglich einer Benachrichtigung zum Anzeigen an einen Fahrer eines Fahrzeugs. Das Verfahren beinhaltet ferner das Anpassen einer Zeitplanung des Anzeigens der Benachrichtigung an den Fahrer über das fahrzeuginterne Rechnersystem basierend auf einem Fahrerprofil, wobei das Fahrerprofil teilweise basierend auf vergangenem mit dem Fahrer verknüpftem Fahrverhalten erzeugt wird. Ferner ist es aus dem Stand der Technik bekannt, einen Kontext zu berücksichtigen, um einem Benutzer Aktionen vorzuschlagen. US2014236423A1 offenbart ein Verfahren zur Unterstützung eines Benutzers eines Kraftfahrzeugs, das Folgendes umfasst: Erfassen von Parametern, die mit einem Kontext verknüpft sind, in dem das Kraftfahrzeug verwendet wird; Erstellen einer Liste vorgeschlagener Aktionen; Auswählen einer vorgeschlagenen Aktion aus der Liste vorgeschlagener Aktionen entsprechend dem Kontext, in dem das Kraftfahrzeug verwendet wird; und Übertragen der ausgewählten vorgeschlagenen Aktionen an den Benutzer über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle. Durch die Kommunikation kann eine Ablenkung des Fahrers als Nutzer erfolgen: der manuelle Prozess der Kommunikation während des Fahrens kann die Aufmerksamkeit und Sicherheit des Nutzers beeinträchtigen. Die bekannten Verfahren zum Vermindern von Risiken, die von einer Kommunikation ausgehen, sind typischerweise wenig kontextsensitiv, denn aktuelle Systeme berücksichtigen nicht die spezifische Fahrsituation (z. B. Stau, Navigationsziel oder Routinefahrten) und/oder mangeln an einer möglichen Personalisierung, denn eine automatische Anpassung an persönliche Kommunikationsgewohnheiten des Nutzers, wie regelmäßige Anrufe oder Nachrichten bei bestimmten Personen während bestimmter Fahrten, sind nicht vorgesehen. Ein weiteres Problem besteht darin, dass verpasste Anrufe, offene Nachrichten oder aktuelle Ereignisse nicht automatisch erkannt, berücksichtigt oder verarbeitet werden, sodass wichtige Kommunikationsanlässe unbemerkt bleiben können. Insgesamt mangelt es den bekannten Systemen an einer intelligenten, situations- und nutzerbezogenen Unterstützung der Kommunikation während der Fahrt, was sowohl die Sicherheit als auch den Komfort für den Fahrer beeinträchtigt. Vor dem Hintergrund dieses Standes der Technik besteht eine Aufgabe der vorliegenden Offenbarung darin, ein Verfahren anzugeben, welches geeignet ist, den Stand der Technik zu bereichern und zumindest die oben genannten Aspekte des Standes der Technik zu verbessern. Insbesondere ist es die Aufgabe der Offenbarung, eine Kommunikation während der Fahrt automatisiert, personalisiert und kontextbezogen zu unterstützen. Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Die Unteransprüche haben Weiterbildungen der Offenbarung zum Inhalt. Danach wird die Aufgabe gemäß einem Aspekt der Offenbarung durch ein Verfahren für ein Kraftfahrzeug zur automatisierten Kommunikation gelö