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DE-102025126878-A1 - Fahrzeug-Türdichtung

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Abstract

Eine Fahrzeug-Türdichtung (10) umfasst ein Dichtprofil (12) aus einem elastischen Material mit einem türseitigen Abschnitt (28) und einem karosserieseitigen Abschnitt (30). Es wird vorgeschlagen, dass der türseitige Abschnitt (28) einen ersten Dauermagnet (34) umfasst und der karosserieseitige Abschnitt (30) einen zweiten Dauermagnet (36) umfasst, wobei der erste Dauermagnet (34) und der zweite Dauermagnet (36) so polarisiert oder ausgerichtet sind, dass sie sich abstoßen.

Inventors

  • Karsten Sachse
  • Florian Stemmer

Assignees

  • AUDI AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250709

Claims (8)

  1. Fahrzeug-Türdichtung (10), umfassend ein Dichtprofil (12) mit einem türseitigen Abschnitt (28) und einem karosserieseitigen Abschnitt (30), dadurch gekennzeichnet , dass der türseitige Abschnitt (28) mindestens einen ersten Dauermagnet (34) umfasst und der karosserieseitige Abschnitt (30) mindestens einen zweiten Dauermagnet (36) umfasst, wobei der erste Dauermagnet (34) und der zweite Dauermagnet (36) so polarisiert oder ausgerichtet sind, dass sie sich abstoßen.
  2. Fahrzeug-Türdichtung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der erste Dauermagnet (34) in den türseitigen Abschnitt (28) und/oder der zweite Dauermagnet (36) in den karosserieseitigen Abschnitt (30) des Dichtprofils (12) integriert ist.
  3. Fahrzeug-Türdichtung (10) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Material des türseitigen Abschnitts (28) des Dichtprofils (12) eine dauermagnetische Materialkomponente umfasst, wodurch der erste Dauermagnet (34) gebildet wird, und/oder dass das Material des karosserieseitigen Abschnitts (30) des Dichtprofils (12) eine dauermagnetische Materialkomponente umfasst, wodurch der zweite Dauermagnet (36) gebildet wird.
  4. Fahrzeug-Türdichtung (10) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der erste Dauermagnet (34) ein separates, insbesondere streifenförmiges Teil ist, welches mit dem türseitigen Abschnitt (28) des Dichtprofils (12) verbunden ist, und/oder der zweite Dauermagnet (36) ein separates, insbesondere streifenförmiges Teil ist, welches mit dem karosserieseitigen Abschnitt (30) des Dichtprofils verbunden ist.
  5. Fahrzeug-Türdichtung (10) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dass der erste Dauermagnet (34) in einer Kammer (42) des türseitigen Abschnitts (28) des Dichtprofils (12) und/oder der zweite Dauermagnet (36) in einer Kammer (44) des karosserieseitigen Abschnitts (30) des Dichtprofils (12) aufgenommen ist.
  6. Fahrzeug-Türdichtung (10) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Dauermagnet (36) jenes Abschnitts (30) des Dichtprofils (12), der bei geöffneter Tür frei liegt, so polarisiert oder ausgerichtet ist, dass er von jenem Teil (32), an dem er bei geschlossener Tür anliegt, angezogen wird.
  7. Fahrzeug-Türdichtung (10) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Dichtprofil (12) einen Bereich (26) mit einem in etwa kreisförmigen Querschnitt aufweist und der türseitige Abschnitt durch einen ersten Kreisbogenabschnitt (28) und der karosserieseitige Abschnitt durch einen zweiten Kreisbogenabschnitt (30) gebildet werden, wobei der erste Kreisbogenabschnitt (28) und der zweite Kreisbogenabschnitt (30) sich wenigstens in etwa gegenüberliegen.
  8. Fahrzeug-Türdichtung (10) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der erste Dauermagnet (34) und/oder der zweite Dauermagnet (36) aus einem flexiblen, insbesondere einem elastischen Material hergestellt sind.

Description

Die Erfindung betrifft eine Fahrzeug-Türdichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Es ist bei Fahrzeugen allgemein üblich, Spalte, die zwischen einem Karosserieausschnitt und dort vorhandenen Türen oder Klappen entstehen, durch elastische Türdichtungen zu verschließen. Hierdurch wird der Spalt gegen Wasser, Feuchtigkeit und Zugluft abgedichtet. Eine solche Türdichtung ist beispielsweise aus der DE 10 2004 044 561 A1 bekannt. Die koreanische Patentveröffentlichung KR 10-2008-0018663 A1 offenbart eine Türdichtung mit eingebauten elektrisch angesteuerten Magneten, wobei die Ansteuerung geschwindigkeitsabhängig ist. Herkömmliche Fahrzeug-Türdichtungen erfüllen ihre Abdichtungsfunktion meist allein durch mechanische Anpresskraft und die elastischen Eigenschaften des Dichtmaterials. Die Dichtwirkung kann jedoch durch Materialermüdung oder ungünstige Fertigungstoleranzen beeinträchtigt werden. Somit kann im Lauf der Zeit Wasser, Feuchtigkeit und Zugluft durch den Spalt zwischen Karosserieausschnitt und Tür bzw. Klappe hindurchtreten. Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fahrzeug-Türdichtung bereitzustellen, die über einen sehr langen Zeitraum eine gute Dichtwirkung bereitstellt und die gleichzeitig sehr einfach aufgebaut ist. Diese Aufgabe wird durch eine Fahrzeug-Türdichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen genannt. Die erfindungsgemäße Fahrzeug-Türdichtung stellt eine besonders gute Dichtwirkung bereit, da zusätzlich zur mechanischen Anpresskraft und den elastischen Eigenschaften des Materials die Fahrzeug-Türdichtung durch die Permanentmagnete elastisch in eine expandierte Stellung gedrückt bzw. vorgespannt und somit gegen eine entsprechende Gegenfläche gedrückt wird. Dabei steht die Magnetkraft auch dann zur Verfügung, wenn die elastischen Eigenschaften des Materials der Fahrzeug-Türdichtung alterungsbedingt nachlassen. Dabei ist die Magnetkraft typischerweise so bemessen, dass sie das Dichtprofil zwar zusätzlich elastisch vorspannt, jedoch ohne dessen mechanische Flexibilität wesentlich einzuschränken. Die gute Dichtwirkung der erfindungsgemäßen Fahrzeug-Türdichtung steht somit auch dann zur Verfügung, wenn die elastischen Eigenschaften des Materials der Fahrzeug-Türdichtung alterungsbedingt nachgelassen haben. Außerdem entfällt die Notwendigkeit einer metallischen Gegenfläche, und man ist unabhängig von der Magnetisierbarkeit der Karosserie. Konkret wird dies erreicht durch eine Fahrzeug-Türdichtung für ein Fahrzeug, umfassend ein Dichtprofil aus einem elastischen Material mit einem türseitigen Abschnitt und einem karosserieseitigen Abschnitt. Dabei ist der Begriff „Türdichtung“ und „türseitiger Abschnitt“ vorliegend breit zu verstehen und nicht auf eine klassische Fahrzeugtür beschränkt. Vielmehr steht der Begriff „Fahrzeugtür“ für jede Art von Klappe, die schwenkbar an einer Karosserie eines Fahrzeugs befestigt ist und im geschlossenen Zustand einen Karosserieausschnitt verschließt. Dies kann also eine klassische Fahrzeugtür sein, ebenso eine Kofferraumklappe, eine Heckklappe, eine Tankklappe, eine Klappe, welche einen Ladeanschluss eines Fahrzeugs verschließt, etc. Das elastische Material der Fahrzeug-Türdichtung ist typischerweise ein Elastomermaterial mit mehr oder weniger gummielastischen Eigenschaften. Sie umfasst einen türseitigen Abschnitt, der bei geschlossener Tür dichtend an der Tür anliegt. Und sie umfasst einen karosserieseitigen Abschnitt, der bei geschlossener Tür dichtend an der Karosserie anliegt. Die Fahrzeug-Türdichtung kann dabei sowohl eine solche sein, die an der Tür befestigt ist, als auch eine solche sein, die an der Karosserie befestigt ist. Der türseitige Abschnitt und der karosserieseitige Abschnitt sind miteinander elastisch verbunden, typischerweise durch einen Verbindungsabschnitt, der ebenfalls aus einem elastischen Material hergestellt ist. Typischerweise sind der türseitigen Abschnitt, der karosserieseitige Abschnitt und der Verbindungsabschnitt einstückig ausgeführt. Zumindest bei geöffneter Tür und entspannter Türdichtung ist zwischen dem türseitigen Abschnitt und dem karosserieseitigen Abschnitt ein Abstand vorhanden. Dieser Abstand wird bei geschlossener Tür, wenn die Türdichtung zumindest etwas komprimiert wird, entgegen einer elastischen Vorspannkraft elastisch verringert. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der türseitige Abschnitt einen ersten Dauermagnet umfasst und dass der karosserieseitige Abschnitt einen zweiten Dauermagnet umfasst, wobei der erste Dauermagnet und der zweite Dauermagnet so polarisiert oder ausgerichtet bzw. positioniert sind, dass sie sich abstoßen. Dies bedeutet, dass die gleichnamigen Pole der beiden Dauermagnete aufeinander zeigen. Die beiden Dauermagnete sind also in einer definierten Anordnung innerhalb des Dichtprofils positioniert. Der erste Dauermagnet ist also fest mit dem türseitigen Abschnitt des Dichtprofils gekoppelt, und