DE-102025129874-B3 - Vorderwagenstruktur für eine Karosserie eines Personenkraftwagens sowie Personenkraftwagen
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorderwagenstruktur (4) für eine Karosserie (3) eines Personenkraftwagens (1), mit wenigstens einem Radhaus (9), welches einen Aufnahmebereich (10) zum Aufnehmen eines Vorderrads (8) des Personenkraftwagens (1), einen sich in Fahrzeugquerrichtung nach innen an den Aufnahmebereich (10) anschließenden ersten Längsträger (11), einen sich in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten an den Aufnahmebereich (10) und in Fahrzeugquerrichtung nach außen an den ersten Längsträger (11) anschließenden Teil (12) einer Stirnwand (13) der Vorderwagenstruktur (4), einen sich in Fahrzeughochrichtung nach oben an den Aufnahmebereich (10) anschließenden Karosseriedom (15) als erstem Bauelement, und einen in Fahrzeughochrichtung oberhalb des ersten Längsträgers (11) angeordneten und sich in Fahrzeughochrichtung nach oben an den Aufnahmebereich (10) anschließenden, zweiten Längsträger (14) als zweitem Bauelement aufweist. Das Radhaus (9) weist ein separat von der Stirnwand (13), separat von dem ersten Längsträger (11) und separat von den Bauelementen ausgebildetes Schutzelement (16) auf.
Inventors
- Moritz Rittereiser
Assignees
- BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20250729
Claims (6)
- Vorderwagenstruktur (4) für eine Karosserie (3) eines Personenkraftwagens (1), mit wenigstens einem Radhaus (9), welches aufweist: - einen Aufnahmebereich (10) zum Aufnehmen eines Vorderrads (8) des Personenkraftwagens (1); - einen sich in Fahrzeugquerrichtung nach innen an den Aufnahmebereich (10) anschließenden ersten Längsträger (11); - einen sich in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten an den Aufnahmebereich (10) und in Fahrzeugquerrichtung nach außen an den ersten Längsträger (11) anschließenden Teil (12) einer Stirnwand (13) der Vorderwagenstruktur (4); - einen sich in Fahrzeughochrichtung nach oben an den Aufnahmebereich (10) anschließenden Karosseriedom (15) als erstem Bauelement; - einen in Fahrzeughochrichtung oberhalb des ersten Längsträgers (11) angeordneten und sich in Fahrzeughochrichtung nach oben an den Aufnahmebereich (10) anschließenden, zweiten Längsträger (14) als zweitem Bauelement; und - ein separat von der Stirnwand (13), separat von dem ersten Längsträger (11) und separat von den Bauelementen ausgebildetes und an zumindest oder genau einem der Bauelemente mittels einer Befestigungseinrichtung (17) befestigtes Schutzelement (16), welches: ◯ bogenförmig ausgebildet ist; sich zumindest in Fahrzeughochrichtung nach oben an den Aufnahmebereich (10) anschließt und zwischen dem Aufnahmebereich (10) und dem zweiten Längsträger (14) angeordnet ist; und ◯ durch eine unfallbedingte Kraftbeaufschlagung der Vorderwagenstruktur (4) unter durch die unfallbedingte Kraftbeaufschlagung bewirktem Versagen der Befestigungseinrichtung (17) in Fahrzeuglängsrichtung betrachtet nach hinten unten zwischen den Aufnahmebereich (10) und den Teil (12) der Stirnwand (13) verschiebbar ist; dadurch gekennzeichnet , dass: - das Radhaus (9) eine separat von dem Schutzelement (16) ausgebildete Radhausverkleidung aufweist, welche zwischen dem Aufnahmebereich (10) und dem Schutzelement (16) angeordnet ist; und - das Schutzelement (16) zum dem Aufnahmebereich (10) hin vollständig durch die Radhausverkleidung überlappt und dadurch verkleidet ist.
- Vorderwagenstruktur (4) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Befestigungseinrichtung (17) ausschließlich wenigstens ein Schraubelement (18) oder ausschließlich mehrere Schraubelemente (18) aufweist.
- Vorderwagenstruktur (4) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Schutzelement (16) aus einem metallischen Werkstoff gebildet ist.
- Vorderwagenstruktur (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Radhausverkleidung aus einem Kunststoff gebildet ist.
- Vorderwagenstruktur (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Vorderwagenstruktur (4) einen sich in Fahrzeugquerrichtung nach außen an den Teil (12) der Stirnwand (13) anschließenden Seitenschweller (19) aufweist, wobei das Schutzelement (16) durch die unfallbedingte Kraftbeaufschlagung unter Versagen der Befestigungseinrichtung (17) auch zwischen den Aufnahmebereich (10) und den Seitenschweller (19) verschiebbar ist.
- Personenkraftwagen (1), mit einer Karosserie (3), welche eine Vorderwagenstruktur (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorderwagenstruktur für eine Karosserie eines Personenkraftwagens gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Personenkraftwagen. Die DE 10 2014 018 760 B3 offenbart eine Fahrzeugkarosserie mit einer Vorderwagenstruktur mit wenigstens einem Längsträger sowie einem diesem Längsträger zugeordneten und ein vorderes Fahrzeugrad aufweisenden Radhaus. Der DE 198 35 705 A1 ist eine Karosserie für ein Fahrzeug als bekannt zu entnehmen. Außerdem ist aus der DE 10 2012 022 904 A1 eine Schutzeinrichtung einer vorderen Knautschzone eines Personenkraftwagens bei einer Frontalkollision mit einem Hindernis bekannt. Die DE 10 2023 003 722 A1 offenbart eine Rohbaustruktur eines Fahrzeuges. Die JP 2007- 045 352 A offenbart eine Stoßabsorptionsstruktur für ein Fahrzeug. Die US 2022 / 0 009 433 A1 offenbart ein System zur Verbesserung der Sicherheit eines Kraftfahrzeugs bei einem Unfall. Die EP 1 512 615 A1 offenbart ein Lichtdichtes Karosserieteil mit einer integrierten Elektrolumineszenzfolie. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorderwagenstruktur für eine Karosserie eines Personenkraftwagens sowie einen Personenkraftwagen mit einer solchen Vorderwagenstruktur zu schaffen, sodass ein besonders vorteilhaftes Unfallverhalten realisiert werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorderwagenstruktur mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch einen Personenkraftwagen mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche. Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorderwagenstruktur für eine Karosserie eines Personenkraftwagens. Dies bedeutet, dass der auch als Fahrzeug, Kraftwagen oder Kraftfahrzeug bezeichnete Personenkraftwagen, dessen auch als Fahrgastraum, Fahrgastraum oder Kabine bezeichneter Innenraum in vollständig hergestelltem Zustand des Personenkraftwagens durch die Karosserie gebildet ist, in seinem vollständig hergestellten Zustand die auch als Aufbau oder Rohbau bezeichnete Karosserie und somit die Vorderwagenstruktur aufweist, welche ein Teil der Karosserie ist. Ganz vorzugsweise ist die Karosserie eine selbsttragende Karosserie. Die Vorderwagenstruktur weist wenigstens ein Radhaus auf, welches auch als erstes Radhaus bezeichnet wird. Wenn zuvor und im Folgenden die Rede von dem Radhaus, so ist darunter, falls nichts anderes angegeben ist, das erste Radhaus zu verstehen. Ganz insbesondere weist die Vorderwagenstruktur, insbesondere genau, zwei Radhäuser auf, nämlich das erste Radhaus und ein zweites Radhaus. Die Radhäuser sind auf in Fahrzeugquerrichtung des Personenkraftwagens einander gegenüberliegenden Seiten des Personenkraftwagens und somit der Karosserie der Vorderwagenstruktur angeordnet. Bezogen auf eine in Fahrzeuglängsrichtung des Personenkraftwagens von hinten nach vorne verlaufende Blickrichtung, insbesondere einer Person wie beispielsweise der Fahrerin oder des Fahrers des Personenkraftwagens, ist eine erste der Seiten eine linke Seite und eine zweite der Seiten eine rechte Seite. Das Radhaus weist einen Aufnahmebereich auf, in welchem ein Vorderrad des Personenkraftwagens aufnehmbar oder aufgenommen ist. Das zuvor genannte Vorderrad wird auch als erstes Vorderrad bezeichnet. Wenn zuvor und im Folgenden die Rede von dem Vorderrad ist, so ist darunter, falls nichts anderes angegeben ist, das erste Vorderrad zu verstehen. Beispielsweise weist der Personenkraftwagen in seinem vollständig hergestellten Zustand wenigstens oder genau zwei Fahrzeugachsen auf, nämlich eine erste Fahrzeugachse und eine zweite Fahrzeugachse. Die Fahrzeugachsen sind in Fahrzeuglängsrichtung des Personenkraftwagens aufeinanderfolgend und somit hintereinander angeordnet, insbesondere derart, dass sich die zweite Fahrzeugachse in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten hin an die erste Fahrzeugachse anschließt. Somit ist die zweite Fahrzeugachse eine Hinterachse, und die erste Fahrzeugachse ist eine Vorderachse. Die jeweilige Fahrzeugachse weist, insbesondere genau, zwei Fahrzeugräder auf. Die jeweiligen Fahrzeugräder der jeweiligen Fahrzeugachse sind auf den in Fahrzeugquerrichtung des Personenkraftwagens einander gegenüberliegenden Seiten angeordnet. Die Fahrzeugräder der Vorderachse sind Vorderräder, sodass das zuvor genannte erste Fahrzeugrad eines der Vorderräder ist. Die Fahrzeugräder sind Bodenkontaktelemente des Personenkraftwagens, welches über die Bodenkontaktelemente in Fahrzeughochrichtung des Personenkraftwagens nach unten hin an einem Boden abstützbar oder abgestützt ist. Wird der Personenkraftwagen entlang des Bodens gefahren, während der Personenkraftwagen in Fahrzeughochrichtung des Personenkraftwagens nach unten hin über die Bodenkontaktelemente an dem Boden abgestützt ist, so rollen die Bodenkontaktelemente, insbesondere direkt, an dem Boden ab. Das Radhaus weist einen sich in Fahrzeugquerrichtung des Personenkraft