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DE-102025130944-A1 - Schweißkappenwerkzeug und Montageanordnung für eine Schweißkappe

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schweißkappenwerkzeug (10) mit einem ringförmigen Gehäuse (14), in welchem ein Grundkörper (16) mit einer Öffnung (18) drehbeweglich angeordnet ist, einem Greifmechanismus (20) mit einer Mehrzahl von Klemmbacken (22), welche jeweils einen der Öffnung (18) zugewandten Klemmbereich (24) aufweisen und beabstandet zueinander konzyklisch entlang einer Kreisbahn um die Öffnung (18) am Grundkörper (16) angeordnet sind, und einer manuellen Verstellvorrichtung (32), welche ausgeführt ist, die einzelnen Klemmbacken (22) des Greifmechanismus (20) synchron von einer Klemmposition in eine Öffnungsposition zu verbringen, wobei die Position der Klemmbereiche (24) der einzelnen Klemmbacken (22) in der Klemmposition radial innenliegend im Vergleich zu der Position der Klemmbereiche (24) der einzelnen Klemmbacken (22) in der Öffnungsposition ist, sowie eine Montageanordnung für eine zylinderähnliche Schweißkappe, mit einem nach einem solchen Schweißkappenwerkzeug (10).

Inventors

  • Jens Linder
  • David Kengyel

Assignees

  • AUDI AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250805

Claims (10)

  1. Schweißkappenwerkzeug (10) mit einem ringförmigen Gehäuse (14), in welchem ein Grundkörper (16) mit einer Öffnung (18) drehbeweglich angeordnet ist, einem Greifmechanismus (20) mit einer Mehrzahl von Klemmbacken (22), welche jeweils einen der Öffnung (18) zugewandten Klemmbereich (24) aufweisen und beabstandet zueinander konzyklisch entlang einer Kreisbahn um die Öffnung (18) am Grundkörper (16) angeordnet sind, und einer manuellen Verstellvorrichtung (32), welche ausgeführt ist, die einzelnen Klemmbacken (22) des Greifmechanismus (20) synchron von einer Klemmposition in eine Öffnungsposition zu verbringen, wobei die Position der Klemmbereiche (24) der einzelnen Klemmbacken (22) in der Klemmposition radial innenliegend im Vergleich zu der Position der Klemmbereiche (24) der einzelnen Klemmbacken (22) in der Öffnungsposition ist.
  2. Schweißkappenwerkzeug (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die einzelnen Klemmbacken (22) jeweils drehbeweglich in einer in den Grundkörper (16) eingebrachten Aussparung (19) angeordnet und um eine korrespondierende Drehachse von der Klemmposition in die Öffnungsposition schwenkbar sind.
  3. Schweißkappenwerkzeug (10) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die einzelnen Klemmbacken (22) jeweils über einen an einer von der Öffnung (18) abgewandten Seite angeordneten radialen Anschlagnocken (26) in einer in das Gehäuse (14) eingebrachten Aussparung (14.1) geführt sind.
  4. Schweißkappenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Verstellvorrichtung (32) einen mit dem Grundkörper (16) gekoppelten manuellen Verstellhebel (32A) umfasst, welcher ausgeführt ist, bei einer manuellen Betätigung den Grundkörper (16) gegen die Kraft einer Rückstellfeder (40) von einer Grundstellung, in welcher sich die einzelnen Klemmbacken (22) jeweils in der Klemmposition befinden, in eine Offenstellung zu drehen, in welcher sich die einzelnen Klemmbacken (22) jeweils in der Öffnungsposition befinden.
  5. Schweißkappenwerkzeug (10) nach Anspruch 3 und 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die einzelnen Klemmbacken (22) basierend auf der Drehbewegung des Grundkörpers (16) durch ein Zusammenwirken der korrespondierenden Anschlagnocken (26) mit der korrespondierenden Aussparung (14.1) im Gehäuse (14) synchron von der Klemmposition in die Öffnungsposition verschwenkbar sind.
  6. Schweißkappenwerkzeug (10) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Anschlagnocken (26) der einzelnen Klemmbacken (22) in der Klemmposition der korrespondierenden Klemmbacke an einem ersten Rand der korrespondierenden Aussparung (14.1) im Gehäuse (14) anliegen, und in der Öffnungsposition der korrespondierenden Klemmbacke an einem dem ersten Rand gegenüberliegenden zweiten Rand der korrespondierenden Aussparung (14.1) im Gehäuse (14) anliegen.
  7. Schweißkappenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Rückstellfeder (40) den Grundkörper (16) nach der manuellen Betätigung von der Offenstellung in die Grundstellung oder bis zum Anliegen an einer eingeführten Schweißkappe zurückdreht, so dass die einzelnen Klemmbacken (22) synchron von der Öffnungsposition in die Klemmposition verschwenkbar sind.
  8. Schweißkappenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die Rückstellfeder (40) als federelastische Lamelle (40A) ausgeführt, welche fest am Gehäuse (14) oder an einem mit dem Gehäuse (14) verbundenen Handhebel (12) gehalten ist.
  9. Montageanordnung für eine Schweißkappe, mit einem nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildeten Schweißkappenwerkzeug (10).
  10. Montageanordnung nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass ein wirksamer Querschnitt der Öffnung (18) in der Grundstellung des Grundkörper (16), in welcher sich die einzelnen Klemmbacken (22) jeweils in der Klemmposition befinden an einen Außenradius der Schweißkappe angepasst ist, wobei der wirksame Querschnitt der Öffnung (18) in der Offenstellung des Grundkörper (16), in welcher sich die einzelnen Klemmbacken (22) jeweils in der Öffnungsposition befinden, größer als in der Grundstellung des Grundkörpers (16) ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Schweißkappenwerkzeug. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Montageanordnung für eine Schweißkappe, mit einem solchen Schweißkappenwerkzeug. Schweißkappenwerkzeuge sowie Montageanordnungen für Schweißkappen, einem solchen Schweißkappenwerkzeug sind in zahlreichen Variationen bekannt. Solche Schweißkappenwerkzeuge findet beispielsweise Anwendung in der Schweißtechnik von Roboteranlagen. Sie können zur Entnahme von Schweißkappen eingesetzt werden, welche an den Schweißzangen der Roboter montiert sind. Aus der DE 101 24 243 C1 ist eine Wechselvorrichtung für Punktschwei-ßelektroden mit mehreren um einen zentralen Elektrodensteckbereich herum etwa gleichverteilt in einem ortsfesten Halter angeordneten Elektrodenklemmbacken bekannt, welche jeweils verschwenkbar und bezüglich ihrer bogenförmigen Klemmfläche exzentrisch sind. Die sektorförmigen Klemmbacken sind mit mindestens einer Feder beaufschlagt, welche eine in den Elektrodeneinsteckbereich eingesteckte Elektrode einklemmen. Die Klemmbacken weisen einen Sektorwinkel von ca. 90° auf und, ihr Sektorradius ist ca. 4- bis 6-fach größer als der Elektrodenradius. Die exzentrischen Lager der Klemmbacken sind jeweils radial um etwa das 1½-fache des Elektrodenradius aus dem Sektorzentrum versetzt und winkelmäßig um jeweils 20-45° aus der Sektormitte versetzt, so dass die Elektrode, wenn sie um das Zentrum des Elektrodeneinsteckbereiches auf einem Führungskreis bewegt wird, auch wenn dessen Radius kleiner als ein Elektrodenradius ist, zwischen den Klemmflächen abrollend, die Klemmflächen zusammenziehend oder öffnend, gehalten ist. Aus der DE 102 02 827 A1 ist eine Vorrichtung zum Lösen von Werkzeugkegelverbindungen, mit Spanneinrichtungen bekannt. Hierbei weisen mindestens zwei Spannmodule in Plattenbauweise jeweils mindestens drei Spannkrallen auf, welche sich zwischen einer Antriebs- und Bodenplatte befinden und um einen zentralen Durchbruch angeordnet und die auf feststehenden Bolzen als Drehpunkt in einer Boden- und Deckplatte fixiert sind. Jede Antriebsplatte bewegt über Antriebsbolzen die Spannkrallen und die Antriebsplatte ist unabhängig einem separaten Antrieb zuzuordnen. Die Spannmodule sind in einem Gehäuse hintereinander angeordnet. Das erste Spannmodul ist mit dem Gehäuse fest verbunden. Das zweite Spannmodul wird mit Bolzen in einer schräg verlaufenden Führungsnut im Gehäuse gelagert. An dem zweiten Spannmodul ist ein Federrückstellmechanismus angeordnet ist und das Gehäuse ist zum separaten Antrieb feststehend fixiert. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Schweißkappenwerkzeug und eine Montageanordnung für eine Schweißkappe, mit einem solchen Schweißkappenwerkzeug bereitzustellen, welches eine sichere und beschädigungsfreie Entnahme von Schweißkappen ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch ein Schweißkappenwerkzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch eine Montageanordnung für eine Schweißkappe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben. Um ein Schweißkappenwerkzeug bereitzustellen, welches eine sichere und beschädigungsfreie Entnahme von Schweißkappen ermöglicht, sind ein ringförmiges Gehäuse, in welchem ein Grundkörper mit einer Öffnung drehbeweglich angeordnet ist, ein Greifmechanismus mit einer Mehrzahl von Klemmbacken, welche jeweils einen der Öffnung zugewandten Klemmbereich aufweisen und beabstandet zueinander konzyklisch entlang einer Kreisbahn um die Öffnung am Grundkörper angeordnet sind, und eine manuelle Verstellvorrichtung vorgesehen, welche ausgeführt ist, die einzelnen Klemmbacken des Greifmechanismus synchron von einer Klemmposition in eine Öffnungsposition zu verbringen. Hierbei ist die Position der Klemmbereiche der einzelnen Klemmbacken in der Klemmposition radial innenliegend im Vergleich zu der Position der Klemmbereiche der einzelnen Klemmbacken in der Öffnungsposition. Zudem wird eine Montageanordnung für eine zylinderähnliche Schweißkappe, mit einem solchen Schweißkappenwerkzeug vorgeschlagen. In vorteilhafter Ausgestaltung des Schweißkappenwerkzeugs können die einzelnen Klemmbacken jeweils drehbeweglich in einer in den Grundkörper eingebrachten Aussparung angeordnet sein und um eine korrespondierende Drehachse von der Klemmposition in die Öffnungsposition verschwenkt werden. Hierbei können die einzelnen Klemmbacken jeweils über einen an einer von der Öffnung abgewandten Seite angeordneten radialen Anschlagnocken in einer in das Gehäuse eingebrachten Aussparung geführt sein. Dadurch kann eine Führung der einzelnen Klemmbacken während der Schwenkbewegung einfach umgesetzt werden. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Schweißkappenwerkzeugs kann die Verstellvorrichtung einen mit dem Grundkörper gekoppelten manuellen Verstellhebel umfassen, welcher ausgeführt ist, bei einer manuellen Betätigung den Grundkörper gegen die Kraft einer Rückstellfeder von