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DE-102025131437-A1 - Kraftfahrzeug und Verfahren zum Optimieren einer Reiseplanung für ein Kraftfahrzeug

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Optimieren einer Reiseplanung für ein Kraftfahrzeug (10). Das Verfahren umfasst ein Festlegen eines Reiseziels mittels eines Navigationssystems (12) des Kraftfahrzeugs (10); ein Bestimmen zumindest einer Route von einem Standort des Kraftfahrzeugs (10) zu dem Reiseziel; ein Bestimmen eines voraussichtlichen Verkehrs auf der zumindest einen Route durch eine Recheneinrichtung (18) des Navigationssystems (12), wobei die Recheneinrichtung (18) den voraussichtlichen Verkehr mittels Echtzeitverkehrsdaten und historischen Verkehrsdaten ermittelt; und ein Optimieren eines Reiseparameters in Abhängigkeit von dem ermittelten voraussichtlichen Verkehr.

Inventors

  • Andreas Welitschko
  • Christoph Gass

Assignees

  • AUDI AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20250807

Claims (10)

  1. Verfahren zum Optimieren einer Reiseplanung für ein Kraftfahrzeug (10), umfassend als Schritte: - Festlegen eines Reiseziels mittels eines Navigationssystems (12) des Kraftfahrzeugs (10); - Bestimmen zumindest einer Route von einem Standort des Kraftfahrzeugs (10) zu dem Reiseziel; - Bestimmen eines voraussichtlichen Verkehrs auf der zumindest einen Route durch eine Recheneinrichtung (18) des Navigationssystems (12), wobei die Recheneinrichtung (18) den voraussichtlichen Verkehr mittels Echtzeitverkehrsdaten und historischen Verkehrsdaten ermittelt; - Optimieren eines Reiseparameters in Abhängigkeit von dem ermittelten voraussichtlichen Verkehr.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei als Reiseparameter eine optimierte Reisegeschwindigkeit ermittelt wird, bei der Verkehrsbehinderungen, die durch den voraussichtlichen Verkehr bereitgestellt werden, vermieden und/oder reduziert werden.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kraftfahrzeug (10) mittels eines Verbrennungskraftstoffs betrieben wird, wobei in Abhängigkeit von einem aktuellen Tankfüllstand und/oder einem prädizierten Energieverbrauch ein Tankstopp bei der Optimierung des Reiseparameters berücksichtigen wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3 , wobei zur Optimierung des Reiseparameters ein Ort und/oder eine Zeit für den Tankstopp eingeplant wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kraftfahrzeug (10) elektrisch betrieben wird, wobei in Abhängigkeit von einem aktuellen Batterieladestand und/oder einem prädizierten Energieverbrauch ein Ladestopp bei der Optimierung des Reiseparameters berücksichtigt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5 , wobei zur Optimierung des Reiseparameters ein Ort und/oder eine Zeit für den Ladestopp eingeplant wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als Reiseparameter eine Abfahrtszeit optimiert wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei für die Optimierung des Reiseparameters eine Routenanpassung durchgeführt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reiseplanung mittels eines mobilen Endgeräts (16) durchgeführt wird, das mit dem Navigationssystem (12) gekoppelt ist.
  10. Kraftfahrzeug (10) mit einem Navigationssystem (12), das dazu ausgebildet ist, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Optimieren einer Reiseplanung für ein Kraftfahrzeug. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug mit einem Navigationssystem, das dazu ausgebildet ist, das Verfahren durchzuführen. Aktuelle Navigationssysteme berechnen die Ankunftszeit basierend auf einer aktuellen Verkehrslage und einer geplanten Route. Sie berücksichtigen jedoch nicht verschiedene Geschwindigkeitsoptionen und deren Auswirkungen auf den Energieverbrauch, die Anzahl der Tank- oder Ladestopps und die Ankunftszeit Aus der DE 10 2016 224 786 A1 ist ein Verfahren zur Reisezeitoptimierung für ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb bekannt, wobei eine Strecke von einem Start zu einem Ziel bestimmt wird, und für die Strecke abhängig von verschiedenen Geschwindigkeiten eine Ladezeitdauer zum Laden eines Energiespeichers des Fahrzeugs und eine Fahrzeit für ein Zurücklegen der Strecke bestimmt wird, wobei ein Einfluss der Ladezeitdauer auf die Reisezeit in Abhängigkeit von den verschiedenen Geschwindigkeiten optimiert wird und wobei ein die Optimierung betreffendes Signal ausgegeben wird. Aus der DE 10 2018 203 975 A1 ist ein Fahrerassistenzverfahren für ein Fahrzeug bekannt. Das Fahrerassistenzverfahren umfasst ein Erstellen einer Energieprognose für eine Fahrtstrecke, basierend auf einem antizipierten Fahrverhalten, ein Bestimmen eines bezüglich der Energieprognose optimierten Fahrverhaltens und ein Ausgeben einer Handlungsempfehlung basierend auf dem optimierten Fahrverhalten. Aus der EP 2 028 057 A2 ist ein Kraftfahrzeug bekannt, umfassend eine Einrichtung zur Ermittlung der Ankunftszeit an einem Ort oder der Fahrdauer bis zu einem eine bekannte Entfernung entfernten Ort unter Berücksichtigung wenigstens einer Geschwindigkeitsinformation und der Entfernung sowie zur Ausgabe an einer Anzeigeeinrichtung, wobei die Einrichtung zur Ermittlung und Ausgabe wenigstens einer weiteren Ankunftszeit oder Fahrdauer oder der Zeitdifferenz unter Berücksichtigung wenigstens einer weiteren zur ersten Geschwindigkeitsinformation unterschiedlichen Geschwindigkeitsinformation sowie zur Ermittlung und Ausgabe des Kraftstoffverbrauchs oder der Verbrauchsdifferenz zum Zurücklegen der Entfernung jeweils unter Berücksichtigung der ersten und der zweiten Geschwindigkeitsinformation ausgebildet ist. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Reiseplanung für ein Kraftfahrzeug zu optimieren. Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind durch die abhängigen Patentansprüche, die folgende Beschreibung und die Figur(en) beschrieben. Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Optimieren einer Reiseplanung für ein Kraftfahrzeug. Das Verfahren umfasst als Schritte ein Festlegen eines Reiseziels mittels eines Navigationssystems des Kraftfahrzeugs, ein Bestimmen zumindest einer Route von einem Standort des Kraftfahrzeugs zu dem Reiseziel, ein Bestimmen eines voraussichtlichen Verkehrs auf der zumindest einen Route durch eine Recheneinrichtung des Navigationssystems, wobei die Recheneinrichtung den voraussichtlichen Verkehr mittels Echtzeitverkehrsdaten und historischen Verkehrsdaten ermittelt, und ein Optimieren eines Reiseparameters in Abhängigkeit von dem ermittelten voraussichtlichen Verkehr. Mit anderen Worten kann zunächst ein Reiseziel für die Navigation mit dem Kraftfahrzeug festgelegt bzw. eingegeben werden. Das Navigationssystem kann dann anhand des eingegebenen Reiseziels eine Route von der Position des Kraftfahrzeugs zu dem Reiseziel bestimmen. Hierbei können insbesondere eine oder mehrere Routen vorgesehen sein, die insbesondere auf einer Benutzerpräferenz beruhen können. Beispielsweise kann vorgegeben werden, ob eine schnellste Route oder eine ressourcenschonendste Route bereitgestellt werden soll. Für diese Route kann anschließend eine Recheneinrichtung des Navigationssystems einen voraussichtlichen Verkehr bestimmen. Hierzu kann die Recheneinrichtung eine Abschätzung oder Simulation durchführen, die auf Echtzeitverkehrsdaten und historischen Verkehrsdaten basiert. Echtzeitverkehrsdaten können von Verkehrsüberwachungssystemen bereitgestellt werden und/oder über die Ermittlung von Positionssensoren anderer Fahrzeuge. Historische Verkehrsdaten können Verkehrsaufkommen in der Vergangenheit auf der Route umfassen. Der voraussichtliche Verkehr kann dabei für eine Zeit bestimmt werden, bei der sich das Kraftfahrzeug an der Position der Route befindet. Das heißt, hierbei kann eine Abfahrtszeit des Kraftfahrzeugs und/oder eine Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs berücksichtigt werden, die für die Befahrung der Route angenommen wird. Für die Bestimmung des voraussichtlichen Verkehrs auf der Route kann ein Programm beziehungsweise Software-Modell auf der Recheneinrichtung betrieben werden, durch das ein Verkehrsaufkommen abgeschätzt werden kann. Beispielsweise kann hierfür eine angelernte künstliche Intelligenz beziehungsweise ein angelerntes