DE-102025140026-A1 - Ausgleichseinheit und Verbindungsanordnung
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') zum Ausgleich von Toleranzen beim Verbinden von Bauteilen (6, 8), wobei die Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') gekennzeichnet ist durch: - einen Antriebsabschnitt (10) und - einen Gewindeabschnitt (12), die zusammen als eine einteilige Hartkomponente (2) ausgebildet sind, und - einen Klemmabschnitt (14), der als eine Weichkomponente (4) ausgebildet ist.
Inventors
- Jan Christian Bente
- Sven Lemke
Assignees
- WITTE AUTOMOTIVE GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251001
- Priority Date
- 20241104
Claims (10)
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') zum Ausgleich von Toleranzen beim Verbinden von Bauteilen (6, 8), gekennzeichnet durch : - einen Antriebsabschnitt (10) und - einen Gewindeabschnitt (12), die zusammen als eine einteilige Hartkomponente (2) ausgebildet sind, und - einen Klemmabschnitt (14), der als eine Weichkomponente (4) ausgebildet ist.
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') nach Anspruch 1 , wobei die Hartkomponente (2) und die Weichkomponente (4) als separate Teile ausgebildet sind.
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') nach Anspruch 1 , wobei die Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') als ein einstückiges Zweikomponentenbauteil ausgebildet ist, das die Hartkomponente (2) und die Weichkomponente (4) umfasst.
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hartkomponente (2) als ein hohlzylindrisches Bauteil ausgebildet ist.
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hartkomponente (2) als eine Gewindeantriebshülse ausgebildet ist.
- Ausgleichselement (1, 1', 1'', 1''') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hartkomponente (2) ein Außengewinde (12.1) aufweist, das segmentiert ist.
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') nach Anspruch 6 , wobei das Außengewinde (12.1) Gewindeabschnitte (12) aufweisen kann, die durch eine Anzahl von Längsausnehmungen (12.2) voneinander getrennt sind.
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Weichkomponente (4) eine Anzahl von Klemmelementen (4.1) umfasst, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind.
- Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') nach Anspruch 8 , wobei die Klemmelemente (4.1) in einem zusammengesetzten Zustand von Weichkomponente (4) und Hartkomponente (2) in den Längsausnehmungen (12.2) angeordnet und fixiert sind.
- Verbindungsanordnung (100) zum Verbinden von mindestens zwei Bauteilen (6, 8), wobei zwischen diesen mindestens eine Ausgleichseinheit (1, 1', 1'', 1''') zum Ausgleich von Toleranzen angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Ausgleichseinheit (auch Stelleinheit genannt) zum Ausgleich von Toleranzen zwischen zu verbindenden Bauteilen und eine Verbindungsanordnung mit einer solchen Ausgleichseinheit. Fahrzeuge weisen eine Vielzahl von Verbindungsanordnungen zum Verbinden von zwei Bauteilen, wie beispielsweise einer Verkleidung an ein Fahrzeugblech, einer Fahrzeugleuchte an ein Fahrzeugblech oder dergleichen, auf. Zunehmend sind Teile von Verbindungsanordnungen und/oder die Bauteile selbst aus Kunststoffmaterialien gebildet. Dabei kann es aufgrund von mechanischen Beanspruchungen der Verbindungsanordnung durch Last und Spannung zu zeitabhängigen und temperaturabhängigen plastischen Verformungen der Komponenten aufgrund von sogenanntem Kriechverhalten (auch Fließverhalten genannt) der Kunststoffmaterialien und somit zu Bauteiltoleranzen kommen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Ausgleichseinheit sowie eine Verbindungsanordnung mit einer verbesserten Ausgleichseinheit anzugeben. Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Ausgleichseinheit mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Die zweitgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Verbindungsanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche. Die erfindungsgemäße Ausgleichseinheit für eine toleranzausgleichende Verbindung zwischen zu verbindenden Bauteilen umfasst einen Antriebsabschnitt und einen Gewindeabschnitt, die als eine einteilige Hartkomponente ausgebildet sind, und einen Klemmabschnitt, der als eine Weichkomponente ausgebildet ist. Die Ausgleichseinheit (auch Ausgleichselement oder Ausgleichskomponente genannt) ist insbesondere zum Ausgleich von axialen und/oder radialen Toleranzen, insbesondere eines axialen und/oder radialen Spiels, einer Verbindungsanordnung von zu verbindenden Bauteilen, zum Beispiel von Fahrzeugkomponenten, wie Fahrzeugleuchte und Fahrzeugaußenhaut oder dergleichen, ausgebildet. Die Hartkomponente und die Weichkomponente können beispielsweise als separate Komponenten oder separate Teile ausgebildet sein, die miteinander montierbar, insbesondere ineinander steckbar, sind. Alternativ kann die Weichkomponente in Hybrid-Technik, insbesondere in 2K-Technik, an der Hartkomponente angeformt sein. Beispielsweise kann die Ausgleichseinheit als ein einstückiges Zweikomponentenbauteil ausgebildet sein, das die Hartkomponente und die Weichkomponente umfasst. In einer möglichen Ausführungsform kann die Weichkomponente eine Anzahl von Klemmelementen, insbesondere Klemmrippen, umfassen, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Die Weichkomponente ist beispielsweise aus einem weichen Kunststoffmaterial, insbesondere aus einem Polymer, gebildet. Die Klemmelemente erzeugen insbesondere an einer Innenkontur des anliegenden oder angrenzenden Bauteils eine Verbindung, insbesondere eine kraftschlüssige, beispielsweise eine reibschlüssige, und/oder eine formschlüssige, Verbindung. Die Klemmelemente können insbesondere länglich ausgebildet sein und länglich, in Längsanordnung, in Verbindungseingriff mit dem angrenzenden Bauteil gelangen. Alternativ können die Klemmelemente jede Kontur oder Form aufweisen, welche derart gestaltet ist, dass diese zumindest teilweise außerhalb des Gewindeabschnitts (auch Gewindeprofil genannt), beispielsweise eines Außengewindes, liegt. Die Hartkomponente kann beispielsweise als ein hohlzylindrisches Bauteil, insbesondere als eine Gewindeantriebshülse, ausgebildet sein. Die Hartkomponente kann aus Metall oder aus einem faserverstärkten Kunststoffmaterial gefertigt sein. Der Antriebsabschnitt kann beispielsweise innen oder außen an der Hartkomponente ausgebildet sein. Der Antriebsabschnitt kann beispielsweise durch einen Mitnahmeabschnitt ausgebildet sein. Außenseitig kann die Hartkomponente den Gewindeabschnitt, insbesondere ein Helixgewindeabschnitt, ein Spiralgewindeabschnitt oder dergleichen, aufweisen. Das hohlzylinderische Bauteil kann im Gewindeabschnitt optional trilobular ausgebildet sein. Mit anderen Worten: Der Gewindeabschnitt und somit ein Außenumfang der Hartkomponente kann dreiecksrund ausgebildet sein. Insbesondere weist der Gewindeabschnitt eine dreieckige Grundform mit einem konstanten Rolldurchmesser auf, wobei eine große und eine kleine Rundung einander gegenüberstehen. Das Außengewinde der Hartkomponente ist vorzugsweise segmentiert ausgebildet. Insbesondere weist das Außengewinde am Außenumfang der Hartkomponente Gewindeabschnitte (auch Gewindeteilabschnitte oder Gewindesegmente genannt) auf, die zueinander von mindestens einer Längsnut oder Längsausnehmung getrennt sind. Diese Längsausnehmung kann beispielsweise korrespondierende Abmessungen zu den Klemmelementen der Weichkomponente aufweisen. Insbesondere sind die Klemmelemente im zusammengesetzten Zustand von Hartkomponente und Weichkomponente formschlüssig und/oder kraftschlüssig, insbesondere kle