DE-102025142012-A1 - Zeltanordnung für ein Straßenfahrzeug
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Zeltanordnung (10, 30) für ein Straßenfahrzeug (1), mit einem Fahrzeugkörper-Abschnitt (2.1, 2.2), der eine Zugangsöffnung (5, 7) zu einem Fahrzeuginnenraum (3) definiert, sowie mit einer Zeiteinheit (16), die wenigstens ein flächiges, flexibles Schutzelement (17, 18) aufweist, das in einer Nutzposition einen außerhalb des Fahrzeuginnenraums (3) zur Zugangsöffnung (5, 7) benachbarten Aufenthaltsbereich (A) wenigstens teilweise begrenzt und in einer Stauposition im Fahrzeuginnenraum (3) verstaubar ist. Der Fahrzeugkörper-Abschnitt (2.1, 2.2) weist fahrzeuginnenseitig der Zugangsöffnung (5, 7) wenigstens eine Halteeinheit (11, 12, 31, 32) auf, mit welcher ein Schutzelement (17, 18) verbunden ist, das in der Stauposition an der Halteeinheit (11, 12, 31, 32) sicherbar ist und sich in der Nutzposition von der Halteeinheit (11, 12, 31, 32) aus der Zugangsöffnung (5, 7) heraus erstreckt. Gemäß der Erfindung weist die Zeiteinheit (16) wenigstens ein Seiten-Schutzelement (17) auf, das einen Hauptabschnitt (17.1) und einen Bodenabschnitt (17.2) aufweist, wobei der Bodenabschnitt (17.2) in der Nutzposition von dem Hauptabschnitt (17.1) abgefaltet und an einem Fußelement (20) eines biegesteifen Pfostenelementes (19) befestigt ist, und wobei der Bodenabschnitt (17.2) an den Hauptabschnitt (17.1) gefaltet und an diesem befestigt ist, so dass das Seiten-Schutzelement (17) in die Stauposition überführbar ist.
Inventors
- Robert Engelmann
- Humayun Yousofzy
- Joerg Stephan
Assignees
- FORD GLOBAL TECHNOLOGIES LLC
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251015
- Priority Date
- 20241104
Claims (10)
- Zeltanordnung (10, 30) für ein Straßenfahrzeug (1), mit einem Fahrzeugkörper-Abschnitt (2.1, 2.2), der eine Zugangsöffnung (5, 7) zu einem Fahrzeuginnenraum (3) definiert, sowie mit einer Zeiteinheit (16), die wenigstens ein flächiges, flexibles Schutzelement (17, 18) aufweist, das in einer Nutzposition einen außerhalb des Fahrzeuginnenraums (3) zur Zugangsöffnung (5, 7) benachbarten Aufenthaltsbereich (A) wenigstens teilweise begrenzt und in einer Stauposition im Fahrzeuginnenraum (3) verstaubar ist, wobei der Fahrzeugkörper-Abschnitt (2.1, 2.2) fahrzeuginnenseitig der Zugangsöffnung (5, 7) wenigstens eine Halteeinheit (11, 12, 31, 32) aufweist, mit welcher ein Schutzelement (17, 18) verbunden ist, das in der Stauposition an der Halteeinheit (11, 12, 31, 32) sicherbar ist und sich in der Nutzposition von der Halteeinheit (11, 12, 31, 32) aus der Zugangsöffnung (5, 7) heraus erstreckt dadurch gekennzeichnet , dass die Zeiteinheit (16) wenigstens ein Seiten-Schutzelement (17) aufweist, das einen Hauptabschnitt (17.1) und einen Bodenabschnitt (17.2) aufweist, wobei der Bodenabschnitt (17.2) in der Nutzposition von dem Hauptabschnitt (17.1) abgefaltet und an einem Fußelement (20) eines biegesteifen Pfostenelementes (19) befestigt ist, und wobei der Bodenabschnitt (17.2) an den Hauptabschnitt (17.1) gefaltet und an diesem befestigt ist, so dass das Seiten-Schutzelement (17) in die Stauposition überführbar ist.
- Zeltanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das zumindest eine Seiten-Schutzelement (17) bodenseitig stufenartig ausgeführt ist, wobei der Bodenabschnitt (17.2) in Fahrzeuglängsrichtung (X) gesehen kürzer ist als der Hauptabschnitt (17.1), und wobei ein fahrzeugfernes Ende des Hauptabschnitts (17.1) mit dem Pfostenelement (17.1) verbunden ist, während ein fahrzeugfernes Ende des Bodenabschnitts (17.2) mit dem Fußelement (20) verbunden ist, wenn dieses in einer Stützposition angeordnet ist.
- Zeltanordnung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens eine Halteeinheit (11, 12, 31, 32) ein Gehäuse (13) aufweist, in welchem ein Schutzelement (17, 18) in der Stauposition wenigstens teilweise aufnehmbar ist.
- Zeltanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens eine Halteinheit (11, 12, 31, 32) eine drehbar gelagerte Wickeleinheit (14) aufweist, auf welche ein Schutzelement (17, 18) in die Stauposition aufwickelbar ist und von der es in die Nutzposition abwickelbar ist.
- Zeltanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass diese wenigstens ein Antriebselement (15) aufweist, welches dazu eingerichtet ist, ein Verstellen eines Schutzelements (17, 18) in die Stauposition wenigstens zu unterstützen.
- Zeltanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Zeiteinheit (16) das wenigstens eine Seiten-Schutzelement (17) aufweist, das in der Nutzposition den Aufenthaltsbereich (A) in horizontaler Richtung begrenzt, und/oder ein Dach-Schutzelement (18), das in der Nutzposition den Aufenthaltsbereich (A) in vertikaler Richtung nach oben hin begrenzt.
- Zeltanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Dach-Schutzelement (18) einen den Aufenthaltsbereich (A) nach oben hin begrenzenden Dachabschnitt (18.1) aufweist und einen den Aufenthaltsbereich (A) auf einer der Zugangsöffnung (5, 7) gegenüberliegenden Seite in horizontaler Richtung begrenzenden Seitenabschnitt (18.2).
- Zeltanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an dem wenigstens einen Seiten-Schutzelement (17), also an dessen Hauptabschnitt (17.1) das biegesteife Pfostenelement (19) befestigt ist, welches in der Nutzposition horizontal, also in Fahrzeuglängsrichtung (X) von der Halteeinheit (11, 12, 31, 32) beabstandet ist und sich vertikal erstreckt.
- Zeltanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass mit wenigstens einem Pfostenelement (19) ein Fußelement (20) verbunden ist, das gegenüber dem Pfostenelement (19) aus einer Rückzugsposition abwärts verstellbar ist in eine Stützposition, wodurch das Pfostenelement (19) durch das Fußelement (20) an einem Untergrund (50), auf dem das Straßenfahrzeug (1) steht, abstützbar ist.
- Zeltanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass diese ein biegesteifes Verbindungselement (21) zur horizontalen Verbindung zweier Pfostenelementen (19) aufweist, das bevorzugt am Dach-Schutzelement (18) wenigstens befestigbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Zeltanordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Kraftfahrzeuge wie Pkw sind in erster Linie für den Fahrbetrieb vorgesehen, was sich auch in der Konfiguration des Innenraums widerspiegelt. Allerdings wollen Benutzer das Kraftfahrzeug bei einem längeren Aufenthalt, z.B. bei einem Picknick, auch als mobilen Aufenthaltsort nutzen. Um dem nachzukommen, ist es im Stand der Technik bekannt, Elemente im Innenraum des Kraftfahrzeugs umzukonfigurieren, z.B. indem Sitze einer vorderen Sitzreihe um 180° nach hinten geschwenkt werden können, so dass Personen dieser Sitzreihe den Personen einer hinteren Sitzreihe zugewandt sind. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Umgestaltung des Fahrzeuginnenraums bekannt. Allerdings bleibt der Aufenthaltsraum stets durch die Dimensionen der Karosserie beschränkt. Es ist daher auch schon vorgeschlagen worden, einen ganz oder teilweise geschützten Aufenthaltsbereich außerhalb des Fahrzeuginnenraums zu schaffen. Hierzu wird eine zeltartige Struktur, die sich in den Außenbereich erstreckt, mit dem Fahrzeugkörper verbunden. Aufbau und Rückbau einer solchen Zeiteinheit sind aber mitunter schwierig und/oder zeitaufwändig. Die US 5 820 189 A offenbart eine abnehmbare Umhüllung, die zur Verwendung als eine Erweiterung für ein Fahrzeug vorgesehen ist, das einen an eine hintere Öffnung angrenzenden Laderaum und eine hintere Heckklappe aufweist, die sich an der hinteren Öffnung nach oben öffnet. Die Umhüllung umfasst eine Rückwand, die aus einem flexiblen Material besteht, sowie Seitenwände, die an die Rückwand angrenzen. Eine obere Wand ist über der hinteren Heckklappe angeordnet und grenzt an die erste und zweite Seitenwand an, und es sind Mittel zum Befestigen eines Teils der oberen Wand an der hinteren Heckklappe vorgesehen, um zu verhindern, dass die obere Wand auf der hinteren Heckklappe nach hinten rutscht. Die JP 7 417 788 B1 offenbart ein Autozelt, das die Heckklappe eines Schrägheckfahrzeugs nutzt. Das Autozelt umfasst ein Erweiterungszelt, eine verlängerte Bodenplatte, eine Klemmeinrichtung und eine Spaltüberbrückungseinrichtung. Das Erweiterungszelt besteht aus einer Zeltplane, die eine im Wesentlichen vertikales, rechteckiges Parallelepiped bildet, das an der Vorderseite und am Boden offen ist. Diese wird durch die Klemmeinrichtung an der Heckklappe sowie an der verlängerten Bodenplatte befestigt. Außerdem kann sie durch Zeltnägel am Untergrund gesichert werden. Die verlängerte Bodenplatte kann so gestaltet sein, dass der Raum darunter durch eine Öffnung hindurch zum Boden hin nutzbar ist. Die Öffnung kann so gestaltet sein, dass eine Person im Erweiterungszelt stehen könnte. Aus der KR 10 2003 011 001 A ist ein Geländewagen mit einem umbaubaren Zelt bekannt, mit einem Insektenschutzgitter und einem mit Reißverschlüssen bedienbaren Hecktürschutz, sowie einem von einer Heckklappe ausfahrbaren Sonnenschutz. Die Reißverschlüsse des Zeltes ermöglichen die gleichzeitige Nutzung des Insektenschutzes und der Hecktür, und der Sonnenschutz erstreckt sich zusätzlich über die Heckklappe hinaus, so dass je nach Bedarf ein geräumiger Raum zum Ausruhen oder für andere Zwecke entsteht. Die CN 1 10 588 494 A zeigt ein Wohnmobil mit einer Karosserie, einer Heckplatte und einer Matratze, wobei die Heckplatte am hinteren Ende der Karosserie angeordnet ist. Der Boden der Heckplatte ist mit der Karosserie durch eine Scharnierverbindung verbunden, wobei Verriegelungsschnallen an beiden Seiten der Heckplatte angeordnet sind.Den Verriegelungsschnallen entsprechende Buchsen sind an den hinteren Enden beider Seiten der Karosserie angeordnet. Die Matratze ist an der Innenseite der Heckplatte befestigt und ein einziehbares Zelt ist zwischen dem hinteren Ende der Karosserie und der Heckplatte angeordnet. Die CN 1 04 790 715 A betrifft eine fahrzeugmontierte Schlafvorrichtung. Die fahrzeugmontierte Schlafvorrichtung umfasst ein Klappbett und ein Klappzelt, und hat feste Bettseiten, bewegliche Bettseiten, eine Bettplatte und einen Stützrahmen auf dem das Bett angeordnet ist. Die Schlafvorrichtung ist als Erweiterungsboden teleskopisch aus dem Fahrzeug nach hinten ausziehbar, und erweitert so eine mögliche Liegefläche des Fahrzeugs. Das Klappzelt ist mit Seitenvorhängen und einem Obervorhang versehen. Die Seitenvorhänge sind auf vertikalen Rollen in vertikalen Kästen aufgewickelt, welche den beiden Seiten der Innenwand des Fahrzeughecks befestigt sind. Die freien Enden der Seitenvorhänge sind mit einer bogenförmigen Strebe verbunden, und die Seitenvorhänge können zusammen mit dem Verschieben der beweglichen Schlafvorrichtung geöffnet oder geschlossen werden. Der obere Vorhang ist auf einer Querrolle aufgewickelt, wobei das freie Ende des oberen Vorhangs mit einem Schwerkraftstreifen verbunden ist. Der obere Vorhang kann zusammen mit dem Öffnen oder Schließen der Kastenabdeckungen geöffnet oder geschlossen werden. Die fahrzeugmontierte Schlafvorrich