DE-102025144504-A1 - Klappeneinheit zur Abdeckung einer Fahrzeugöffnung und Fahrzeug
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Klappeneinheit (10) zur Abdeckung einer Fahrzeugöffnung (22), insbesondere einer Ladeöffnung oder Tanköffnung, umfassend zumindest einen Rahmen (30), eine relativ zum Rahmen (30) bewegliche Blende (40) und einen Verstellmechanismus (50) zur Verstellung der Blende (40) relativ zum Rahmen (30). Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fahrzeug (20).
Inventors
- Reinaldo Mensch
- Ali Zaher Bin Khojasteh
Assignees
- WITTE AUTOMOTIVE GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251030
- Priority Date
- 20241101
Claims (11)
- Klappeneinheit (10) zur Abdeckung einer Fahrzeugöffnung (22), insbesondere einer Ladeöffnung oder Tanköffnung, umfassend zumindest: - einen Rahmen (30), - eine relativ zum Rahmen (30) bewegliche Blende (40) und - einen Verstellmechanismus (50) zur Verstellung der Blende (40) relativ zum Rahmen (30), - wobei der Verstellmechanismus (50) zumindest einen Verstellarm (52) umfasst, der einerseits am Rahmen (30) um eine erste Drehachse (54) schwenkbar gelagert und andererseits an der Blende (40) um eine zweite Drehachse (56) schwenkbar gelagert ist, - wobei im Normalbetrieb die Blende (40) durch Verschwenken des Verstellarms (52) um die erste Drehachse (54) bewegbar ist und im Fall einer Notbetätigung die Blende (40) manuell um die zweite Drehachse (56) relativ zum Verstellarm (52) bewegbar ist.
- Klappeneinheit (10) nach Anspruch 1 , wobei die Blende (40) im Normalbetrieb gemeinsam mit der zweiten Drehachse (56) durch Verschwenken des Verstellarms (52) um die erste Drehachse (54) relativ zum Rahmen (30) bewegbar ist.
- Klappeneinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei im Normalbetrieb die zweite Drehachse (56) am Verstellarm (52) in einer fixierten Lage (56.1) gehalten ist und erst bei der Notbetätigung durch Überwinden einer definierten Haltekraft und/oder Rastkraft freigegeben ist.
- Klappeneinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei die Notbetätigung mit einem in einen Spalt (36) zwischen der Blende (40) und dem Rahmen (30) einführbaren flachen Gegenstand (70) betätigbar ist, um die Blende (40) um die zweite Drehachse (56) relativ zum Verstellarm (52) zu verschwenken.
- Klappeneinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , wobei die Blende (40) im Anschluss an die Notbetätigung durch Ausüben einer weiteren Zug- und/oder Drehbewegung an der Blende (40) den Verstellarm (52) um die erste Drehachse (54) relativ zum Rahmen (30) mitverschwenkt.
- Klappeneinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei die erste Drehachse (54) in einem Bereich oberhalb der Blende (40) und zu dieser beabstandet am Rahmen (30) angeordnet ist.
- Klappeneinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , wobei die zweite Drehachse (56) in einem rückseitigen Bereich der Blende (40) und beabstandet zu dieser angeordnet ist.
- Klappeneinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei ein Abstützpunkt (60) im Bereich eines oberen Blendenendes (42) der Blende (40) vorgesehen ist, der einen maximalen Schwenkwinkel (a) der Blende (40) bei der Notbetätigung begrenzt.
- Klappeneinheit (10) nach Anspruch 8 , wobei der Abstützpunkt (60) zwischen der ersten Drehachse (54) und der zweiten Drehachse (56) angeordnet ist.
- Klappeneinheit (10) nach Anspruch 8 oder 9 , wobei der Abstützpunkt (60) im Normalbetrieb eine geschlossene Stellung (12) der Blende (40) definiert und bei der Notbetätigung eine Lagerstelle bildet, gegen die sich das obere Blendenende (42) abstützt, wenn die Blende (40) um die zweite Drehachse (56) relativ zum Verstellarm (52) verschwenkt.
- Fahrzeug (20) mit zumindest einer Fahrzeugöffnung (22) und einer Klappeneinheit (10) zum Verschließen der Fahrzeugöffnung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Description
Die Erfindung betrifft eine Klappeneinheit zur Abdeckung einer Fahrzeugöffnung, insbesondere einer Ladeöffnung oder Tanköffnung. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit zumindest einer Fahrzeugöffnung, insbesondere einer Ladeöffnung oder Tanköffnung, und einer solchen Klappeneinheit. An Fahrzeugen werden Öffnungen in der Fahrzeugkarosserie, wie zum Beispiel eine Ladeöffnung oder Tanköffnung, mittels einer Blende oder Klappe verschlossen, um eine Verschmutzung und einen Missbrauch zu verhindern. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Klappeneinheit zur Abdeckung einer Fahrzeugöffnung mit einem Notbetätigungsmechanismus zur Notöffnung der Klappeneinheit unter Einsatz geringer Notbetätigungskräfte sowie ein verbessertes Fahrzeug bereitzustellen. Die Aufgabe hinsichtlich der Klappeneinheit wird erfindungsgemäß mit den angegebenen Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Aufgabe hinsichtlich des Fahrzeugs wird erfindungsgemäß mit den angegebenen Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Die erfindungsgemäße Klappeneinheit zur Abdeckung einer Fahrzeugöffnung, insbesondere eine relativ zum Rahmen einer Ladeöffnung oder Tanköffnung bewegliche Blende, umfasst zumindest einen Rahmen und einen Verstellmechanismus zur Verstellung der Blende relativ zum Rahmen. Der Verstellmechanismus umfasst zumindest einen Verstellarm, der einerseits am Rahmen um eine erste Drehachse schwenkbar gelagert und andererseits an der Blende um eine zweite Drehachse schwenkbar gelagert ist, wobei im Normalbetrieb die Blende durch Verschwenken des Verstellarms um die erste Drehachse bewegbar ist und im Fall einer Notbetätigung die Blende manuell um die zweite Drehachse relativ zum Verstellarm bewegbar ist. Mit anderen Worten: Im Normalbetrieb, das heißt im elektrisch angetriebenen Betrieb, verschwenkt der Verstellarm zur Verstellung der Blende um die erste Drehachse relativ zum Rahmen und im Fall einer Notbetätigung ist die Blende um die zweite Drehachse relativ zum Verstellarm manuell verschwenkbar. Durch die Ausbildung der zweiten Drehachse wird ein günstiges Hebelverhätnis geschaffen. Dieses Hebelverhältnis bewirkt, dass die zur Notbetätigung, insbesondere Notöffnung, der Blende erforderlichen Kräfte deutlich reduziert werden. Insbesondere ist ein erstes Ende des Verstellarms an dem Rahmen um eine erste Drehachse schwenkbar gelagert. Das erste Ende kann über eine Antriebseinheit zur Verstellung des Verstellarms angetrieben werden. Ein zweites Ende des Verstellarms ist an einer Rückseite der Blende schwenkbar gelagert. Insbesondere kann die Blende zur Notbetätigung, beispielsweise bei einem Kurzschluss und/oder einer defekten Antriebseinheit, um die zweite Drehachse relativ zum Verstellarm um einen vorgegebenen Notbetätigungsweg manuell verschwenkt, insbesondere ausgehebelt, werden. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, eine kraftoptimierte Notbetätigung und Notöffnung einer im Normalfall angetriebenen Ladeklappe zu ermöglichen, wenn diese stromlos ist und/oder die der Klappeneinheit zugeordnete Antriebseinheit defekt ist. Die Blende kann im Notfall mit geringen Kräften manuell geöffnet werden. Durch die Bereitstellung einer zusätzlichen Drehachse, das heißt eines zusätzlichen Drehpunkts, beispielsweise in Form eines Gelenks, zwischen Verstellarm und der Blende ist eine Übersetzung einer manuellen Hebelkraft möglich und Notöffnungskräfte können reduziert werden. Durch Bereitstellung der zweiten Drehachse, um die die Blende relativ zum Verstellarm verschwenkbar ist, kann die Blende zerstörungsfrei notbetätigt werden. Die Notbetätigung kann mittels einer Kreditkarte oder einem anderen schmalen Gegenstand erfolgen. Die Kreditkarte kann in einen Spalt, insbesondere Fugenspalt, zwischen der Blende und dem Rahmen eingeführt werden. Dadurch kann in einfacher Weise eine Hebelwirkung im Fugenspalt zwischen der Blende und dem Rahmen erzielt werden. Im Fall der Notbetätigung ist die Blende relativ zum Verstellarm um die zweite Drehachse verschwenkbar, um die Blende in eine Notbetätigungsstellung zu bringen, in der der Fugenspalt zwischen Blende und Rahmen und/oder Fahrzeugöffnung vergrößert ist. Auf diese Weise kann ein Nutzer einfacher an eine Unterseite der Blende greifen. Dadurch wird es ermöglicht, manuell Kraft auf die Blende auszuüben, um diese anschließend in eine geöffnete Stellung zu bewegen. Die Notbetätigung kann zweistufig ausgeführt werden. In einer ersten Notbetätigungsstufe kann ein Gegenstand und/oder eine Karte in den Fugenspalt eingeführt werden, um die Blende relativ zum Verstellarm zu verschwenken. In einer zweiten Notbetätigungsstufe, insbesondere nach Einnahme einer Notbetätigungsstellung, kann ein Nutzer zumindest einen Finger zwischen die Blende und den Rahmen einführen, um anschließend die Blende und den Verstellarm gemeinsam um die erste Drehachse zu verschwenken. Zum Beispiel kann die Notbetätigung mit einem in den Fugenspalt zwischen der