DE-102025145113-A1 - Flanschabdeckung
Abstract
Flanschabdeckung (1) weist fingerhutartige Befestigungselemente (3) auf, die einstückig mit einem Abdeckelement (2) geformt sind und sich quer davon erstrecken, um in jeweilige Durchgangsbohrungen (16) eines Flansches (14) einzugreifen. Mindestens ein Befestigungselement (3) weist in einem Abschnitt (4), der an sein distales Ende (5) angrenzt, einen seitlichen Nocken (6) auf, der die jeweilige Durchgangsbohrung (16) des Flansches (14) form- und/oder kraftschlüssig hintergreift, wobei die Weite (18) des Abschnitts (4) mit dem Nocken (6) kleiner oder gleich dem Durchmesser (19) der Durchgangsbohrung (16) ist.
Inventors
- Ralf Arkenau
Assignees
- Pöppelmann Holding GmbH & Co. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251103
- Priority Date
- 20241105
Claims (11)
- Flanschabdeckung (1) aus dünnwandigem Kunststoff oder Fasermaterial, aufweisend ein Abdeckelement (2), das dazu eingerichtet ist, eine Öffnung und/oder eine Dicht- und/oder Befestigungsfläche eines Flansches (14) abzudecken, und fingerhutartige Befestigungselemente (3), die einstückig mit dem Abdeckelement (2) geformt sind und sich quer davon erstrecken, um in jeweilige Durchgangsbohrungen (16) des Flansches (14) einzugreifen, dadurch gekennzeichnet , dass mindestens ein Befestigungselement (3) in einem Abschnitt (4), der an sein distales Ende (5) angrenzt, einen seitlichen Nocken (6) aufweist, der die jeweilige Durchgangsbohrung (16) des Flansches (14) hintergreift, wobei die Weite (18) des Abschnitts (4) mit dem Nocken (6) kleiner oder gleich dem Durchmesser (19) der Durchgangsbohrung (16) ist.
- Flanschabdeckung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Befestigungselement (3) eine kreiszylindrische Grundform aufweist, deren Achse bei bestimmungsgemäßer Anordnung der Flanschabdeckung an dem Flansch (14) zur Achse der Durchgangsbohrung (16) in Richtung zum Nocken (6) versetzt ist.
- Flanschabdeckung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass sich der Nocken (6) über höchstens 180°, bevorzugt höchstens 135°, weiter bevorzugt höchstens 90° des Umfangs des Befestigungselements (3) erstreckt.
- Flanschabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass der Nocken (6) auf der dem geschlossenen distalen Ende (5) des Befestigungselements (3) zugewandten Seite eine Einführschräge (7) aufweist.
- Flanschabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass das geschlossene distale Ende (5) der Befestigungselemente (3) eine Abrundung und/oder eine umlaufende Fase (8) aufweist.
- Flanschabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass sie aus einer dünnen Kunststofffolie oder Fasermaterialbahn geformt ist.
- Flanschabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , gekennzeichnet durch einen konisch aufgeweiteten Fuß (9), mit dem das mindestens eine Befestigungselement (3) an dem Abdeckelement (2) angebunden ist, wobei der Fuß (9) einen größten Durchmesser von ungefähr gleich dem Durchmesser (19) der Durchgangsbohrung (16) hat.
- Flanschabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass um den Fuß des mindestens einen Befestigungselements (3) eine umlaufende rinnenförmige Vertiefung (10) in dem Abdeckelement (2) ausgeformt ist.
- Flanschabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens zwei Befestigungselemente (3) einen Nocken (6) aufweisen, wobei die Nocken (6) im Wesentlichen aufeinander zu gerichtet sind.
- Flanschabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , gekennzeichnet durch einen im Wesentlichen mittig in dem Abdeckelement (2) ausgeformten und den Befestigungselementen (3) gegenüberliegenden Greifdom (11).
- Flanschabdeckung nach Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet , dass der Greifdom (11) zumindest einen Stapelnocken umfasst (12).
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Flanschabdeckung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. US 3856050 A offenbart eine Flanschabdeckung zur Befestigung an einer bearbeiteten Oberfläche eines Flansches, der am Ende eines Rohrs, eines Ventils oder dergleichen vorgesehen ist. Die Flanschabdeckung umfasst eine Platte und eine Vielzahl von Befestigungselementen, die einstückig mit der Platte geformt sind und sich quer davon erstrecken, um in Durchgangsbohrungen des Flansches einzugreifen. Die Befestigungselemente umfassen einen wulstigen Kopf, der aufgrund des elastischen Materials, aus dem die Flanschabdeckung besteht, und eines sich bis in den Kopf erstreckenden Hohlraums komprimierbar ist, sodass die Befestigungselemente in den Bohrungen klemmen und/oder diese durchgreifend hintergreifen und somit verrasten. US 4014368 A zeigt eine dünnwandige Kunststoff-Flanschabdeckung mit fingerhutartigen Ausbuchtungen als Befestigungselemente, die reibschlüssig in die Bohrungen des Flansches eingreifen und so dimensioniert sind, dass das geschlossene Ende für Fingerdruck zugänglich ist, um die Befestigungselemente aus den Bohrungen herauszudrücken, wenn die Abdeckung vom Flansch entfernt werden soll. Damit diese Flanschabdeckungen einfach zu handhaben und sicher an den Flanschen zu befestigen sind, müssen ihre Befestigungselemente in Bezug auf Position und Abmessung möglichst genau mit den Bohrungen in den Flanschen übereinstimmen. Toleranzen, die sowohl bei den Flanschen als auch bei den Kunststoffabdeckungen auftreten können, erfordern einen aufwändigen Abstimmungsprozess bei der Konstruktion der Formwerkzeuge und der Festlegung der verschiedenen Parameter im Fertigungsprozess der Flanschabdeckungen. US 5503189 A zeigt eine Flanschabdeckung mit zwei zueinander beabstandeten halbkreisförmigen Vertiefungen, die einen zusammendrückbaren Griff zwischen sich ausbilden. Diese Vertiefungen sind so gestaltet, dass sie in das zentrale Rohr des Flansches eingesetzt werden können, wodurch ein Klemmsitz gegen die Innenwand des Rohres entsteht. An den Außenflächen der Vertiefungen stehen Nasen vor, die die Klemmung verbessern und das Abnehmen der Abdeckung vom Flansch erleichtern. US 2012234430 A1 zeigt eine Flanschabdeckung mit gelenkig angebundenen Laschen, die Hohlkörper aufweisen, welche zur Befestigung der Flanschabdeckung in Bolzenlöcher des Flansches einsetzbar sind. Um einen festen Klemmsitz zu gewährleisten, können die Hohlkörper außen ringförmige oder längliche Rippen aufweisen. Aufgabe der Erfindung ist es, eine toleranzrobuste Flanschabdeckung zu schaffen, die dünnwandig ausgebildet und großserientechnisch hergestellt werden kann. Diese Aufgabe wird bei einer Flanschabdeckung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens ein Befestigungselement in einem Abschnitt, der an sein distales Ende angrenzt, einen seitlichen Nocken aufweist, der die jeweilige Durchgangsbohrung des Flansches hintergreift, wobei die Weite des Abschnitts mit dem Nocken kleiner oder gleich dem Durchmesser der Durchgangsbohrung ist. Das distale Ende des hohlen Befestigungselements ist durch den seitlich vorspringenden Nocken aufgeweitet. In einer Weite kleiner oder gleich dem Bohrungsdurchmesser lässt es sich leicht durch die jeweilige Durchgangsbohrung des Flansches führen, ohne dass der Abschnitt mit dem Nocken gestaucht oder anderweitig verformt wird. Die Weite des Abschnitts mit dem Nocken ist durch einen Hüllkreis definiert, der diesen Abschnitt einschließt. Damit der Nocken an der Durchgangsbohrung form- und/oder kraftschlüssig verrastet, ist das mindestens eine Befestigungselement in der Flanschabdeckung derart positioniert, dass bei bestimmungsgemäßer Anordnung der Flanschabdeckung an dem Flansch der Hüllkreis nicht vollständig innerhalb der Durchgangsbohrung liegt, sondern im Bereich des Nockens um etwa dessen Höhe außerhalb. Der seitlich am Befestigungselement abstehende Nocken hintergreift die Durchgangsbohrung, indem das Befestigungselement die Durchgangsbohrung des Flansches durchgreift und sich der betreffende Abschnitt mit dem Nocken zumindest teilweise außerhalb der Durchgangsbohrung auf der Rückseite des Flansches befindet. Das hohle Befestigungselement hat unterhalb des Nockenabschnitts eine deutlich kleinere Weite als der Durchmesser der Durchgangsbohrung. Das mindestens eine Befestigungselement biegt sich beim Durchführen des Abschnitts mit dem Nocken federnd zur Seite. Es kehrt in seine ursprüngliche Stellung zurück, wenn der Nocken auf der Rückseite des Flansches aus der Durchgangsbohrung austritt, wobei das Befestigungselement mit dem Nocken an der Durchgangsbohrung form- und/oder kraftschlüssig verrastet. Die Biegung tritt im Wesentlichen in dem Bereich auf, in dem das hohle Befestigungselement an dem Abdeckelement angeformt ist. Eine kraftschlüssige Verrastung wird beispielsweise dadurch erreicht, dass der Nocken mit einer unterseitigen Abschrägung an der Kante der Durchgangsbohrung a