DE-102025145145-A1 - Glasgefäß , Verfahren zum Verschließen eines Glasgefäßes, Anordnung zur Lagerung einer Vielzahl von Glasgefäßen
Abstract
Aufgabe der Erfindung ist es ein Glasgefäß, ein Verfahren zum Verschließen eines Glasgefäßes und eine Anordnung zur Lagerung einer Vielzahl von Glasgefäßen zu schaffen, welche einfach in der Herstellung, einfach in der Verwendung und Handhabe und einfach in der Lagerung sind sowie zudem eine hohe Festigkeit und Stabilität aufweisen. Weiterhin sollen die Behälter einer Revision oder der nachträglichen Weiterverwendung des Inhalts einfach zugänglich sein. Glasgefäß (1) umfassend einem Gefäßkörper (1) mit einer obenliegenden Gefäßöffnung (4), wobei um die Gefäßöffnung (4) eine die Gefäßöffnung (4) umgebenden Verschlussfläche (18) vorhanden ist und wobei die Gefäßöffnung (4) mit einem Verschluss (5) verschließbar ist, wobei der Verschluss (5) die Verschlussfläche (18) überdeckt oder überlappt oder sich auf die Verschlussfläche (18) erstreckt, wobei zwischen der Verschlussfläche (18) und dem Verschluss (5) eine Verbindungschicht (6) vorhanden ist, wobei die Verbindungsschicht (6) thermisch, mittels sichtbaren und/oder nichtsichtbaren Licht oder chemisch mit dem Verschluss (5) und der Verschlussfläche (18) vernetzbar ist, wobei die Verbindungsschicht (6) thermisch trennbar oder lösbar ist.
Inventors
- Martin Gross
- Dieter Pfaltz
Assignees
- Dieter Pfaltz
- REVISALT GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251103
- Priority Date
- 20241105
Claims (16)
- Glasgefäß (1) umfassend einem Gefäßkörper (1) mit einer obenliegenden Gefäßöffnung (4), wobei um die Gefäßöffnung (4) eine die Gefäßöffnung (4) umgebenden Verschlussfläche (18) vorhanden ist und wobei die Gefäßöffnung (4) mit einem Verschluss (5) verschließbar ist, wobei der Verschluss (5) die Verschlussfläche (18) überdeckt oder überlappt oder sich auf die Verschlussfläche (18) erstreckt, wobei zwischen der Verschlussfläche (18) und dem Verschluss (5) eine Verbindungschicht (6) vorhanden ist, wobei die Verbindungsschicht (6) thermisch, mittels sichtbaren und/oder nichtsichtbaren Licht oder chemisch mit dem Verschluss (5) und der Verschlussfläche (18) vernetzbar ist, wobei die Verbindungsschicht (6) thermisch trennbar oder lösbar ist.
- Glasgefäß (1) nach Anspruch 2 , wobei die zur Verschlussfläche (18) weisende Oberfläche des Verschlusses (5) zur Verschlussfläche (18) komplementär ist.
- Glasgefäß (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Verschluss (5) plan, gestuft, konvex oder konkav gewölbt oder geneigt oder kegelstumpfförmig geformt ist.
- Glasgefäß (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verschlussfläche (18) plan, gestuft, konvex oder konkav gewölbt oder geneigt oder trichterförmig geformt ist.
- Glasgefäß (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verschlussfläche (18) an einem Flansch (16) an der, in der oder um die Gefäßöffnung (4) oder an einer von der Gefäßöffnung (4) wegweisenden kreisringförmigen radialen Erstreckung (19) vorhanden ist oder wobei die Verschlussfläche (18) an einem stirnseitigen Ende einer rohrförmigen oder ringförmigen axialen Erstreckung (15) des Gefäßkörpers (1) oder um die Gefäßöffnung (4) vorhanden ist.
- Glasgefäß (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei dass die innenliegenden Oberflächen des Glasgefäßes (1) oberflächenbehandelt sind und/oder wobei das Glasgefäßes (1) gehärtet ist.
- Glasgefäß (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Verschluss (5) eine Glasplatte oder eine Metallplatte ist und/oder wobei der Verschluss (5) ein Formstück (7) ist und/oder eine Werkzeugaufnahme (7) umfasst.
- Verfahren zum Verschließen eines Glasgefäßes (1) gemäß der Ansprüche 1 bis 7 , umfassend einem Gefäßkörper (1) mit einer obenliegenden Gefäßöffnung, wobei um die Gefäßöffnung (4) eine die Gefäßöffnung (4) umgebenden Verschlussfläche (18) vorhanden ist, wobei auf die Verschlussfläche (18) und/oder den Verschluss (5) zumindest eine Verbindungschicht (6) aufgebracht wird und auf die Verschlussfläche (18) der Verschluss (5) und die dazwischen liegende zumindest eine Verbindungschicht (6) angeordnet wird, wobei die Verbindungsschicht (6) thermisch, mittels sichtbaren und/oder nichtsichtbaren Licht oder chemisch mit dem Verschluss (5) und der Verschlussfläche (18) vernetzt wird.
- Verfahren nach Anspruch 8 , wobei das das Vernetzen der Verbindungsschicht (6) mit dem Verschluss (5) und der Verschlussfläche (18) mittels Laminieren erfolgt.
- Anordnung zur Lagerung einer Vielzahl Glasgefäße gemäß der Ansprüche 1 bis 7 sowie gemäß der Ansprüche 8 und 9 verschlossener Glasgefäße, wobei auf einer ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) zueinander beabstandet angeordnet sind, wobei die erste Palette (1) zumindest auf einer Oberseite zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) aufweist, wobei die jeweiligen Glasgefäße (1) zumindest mit dem Boden (2) in oder auf den jeweiligen Glasgefäßaufnahmen (10) der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) angeordnet sind und dass eine zweite Palette (11) oder eine Deckplatte (20) mit zumindest auf einer Unterseite vorhandenen zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) auf die zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) angeordnet ist, wobei die jeweiligen Glasgefäße (1) zumindest mit dem Verschluss (5) in oder auf den jeweiligen Glasgefäßaufnahmen (10) der zweiten Palette (11) oder der Deckplatte (20) angeordnet sind.
- Anordnung nach Anspruch 10 , wobei die zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) zwischen der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) mit den auf der Oberseite zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) und der zweiten Palette (11) oder der Deckplatte (20) mit den auf der Unterseite vorhandenen zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) eine Lagerebene bilden.
- Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 und 11 , wobei zumindest eine Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) mit auf der Unterseite vorhandenen zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) und mit auf der Oberseite zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) vorgesehen ist, wobei die Zwischenpalette (12) auf die zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) oder einer weiteren darunterliegenden Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) angeordnet ist und auf die Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) auf der Oberseite zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) mit weiteren zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) angeordnet sind, wobei auf die zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) eine weitere Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) oder die zweite Palette (11) mit den zumindest auf der Unterseite vorhandenen zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) auf die zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) angeordnet ist und die zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) zwischen der zumindest einen Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) und der zweiten Palette (11) oder zwischen weiteren Zwischenpaletten (12) oder Zwischenplatten (12) zumindest eine weitere Lagerebene bilden.
- Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 12 , wobei die zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) integraler Bestandteil der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) und/oder der zweiten Palette (11) und/oder der Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) und/oder der Deckplatte (20) sind oder dass die Glasgefäßaufnahmen (10) an der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) und/oder der zweiten Palette (11) und/oder der Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) und/oder der Deckplatte (20) befestigt oder mit der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) und/oder der zweiten Palette (11) und/oder der Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) und/oder der Deckplatte (20) verbunden sind.
- Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 13 , wobei die erste Palette (9) oder Grundplatte (9) und die zweite Palette (11) oder Deckplatte (20) austauschbar ist, wobei die erste Palette (9) oder Grundplatte (9) und/oder die zweite Palette (10) oder Deckplatte (20) jeweils um 180 Grad gewendet und/oder gedreht einsetzbar ist und/oder dass die Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) um 180 Grad gewendet und/oder gedreht einsetzbar ist.
- Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 14 , wobei auf der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) und/oder auf der Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) Stützelemente (14) vorhanden sind oder wobei zwischen der ersten Palette (9) und der zweiten Palette (11) Stützelemente (14) vorhanden sind oder wobei zwischen der ersten Palette (9) und der Deckplatte (20) Stützelemente (14) vorhanden sind oder wobei zwischen der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) oder der zweiten Palette (11) und der Zwischenpalette (12) oder Zwischenplatte (12) und/oder zwischen den Zwischenpaletten (12) oder Zwischenplatten (12) Stützelemente (14) vorhanden sind.
- Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 15 , wobei die zwei, drei oder mehr Glasgefäße (1) zwischen der ersten Palette (9) oder Grundplatte (9) mit den auf der Oberseite zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) und der zweiten Palette (11) oder der Deckplatte (20) mit den auf der Unterseite vorhandenen zwei, drei oder mehr Glasgefäßaufnahmen (10) in einer Gitterbox angeordnet sind.
Description
Die Erfindung betrifft ein Glasgefäß mit Boden und Gefäßoberseite, Verfahren zum Verschließen eines Glasgefäßes und eine Anordnung zur Lagerung einer Vielzahl von Glasgefäßen , insbesondere um bestimmte Stoffe, die nicht sofort oder gar nicht wieder in den Stoffkreislauf eingebunden werden können, zu lagern, wobei auch solche Stoffe umfasst sind, die nicht frei oder ungeschützt sondern zugriffssicher gelagert werden müssen. So kommen Schadstoffe, Gegenstände oder Materialien in Betracht, die in geeigneten Glasbehältnissen für bis zu 30 Jahre sicher aufbewahren werden müssen, beispielsweise in Untertagedeponien-UTP. Weiterhin können auch Schadstoffe, Gegenstände oder Materialien aufgenommen oder gelagert werden, welche wertvolle Rohstoffe beinhalten, für die es noch keine Wiederaufbereitungstechnologien gibt, so dass eine Zwischenlagerung in UTP oder Werksdeponien, beispielsweise über Tage, möglich ist. Es sind bereits Endlagerbehälter in Kugelform aus der DE 10 2015 112 164.6 bekannt, welche aus zwei Halbkugelschalen zusammensetzbar sind. Nachteilig ist die aufwändige Herstellung und die komplizierte Lagerung. Aus der DE 10 2010 017 201.4 ist ein Endlagerbehälter bekannt, der aus VSG-Platten oder Panzerglasplatten zusammengesetzt ist. Aufgabe der Erfindung ist es ein Glasgefäß, ein Verfahren zum Verschließen eines Glasgefäßes und eine Anordnung zur Lagerung einer Vielzahl von Glasgefäßen zu schaffen, welche einfach in der Herstellung, einfach in der Verwendung und Handhabe und einfach in der Lagerung sind sowie zudem eine hohe Festigkeit und Stabilität aufweisen. Weiterhin sollen die Behälter einer Revision oder der nachträglichen Weiterverwendung des Inhalts einfach zugänglich sein. Glas ist ein Werkstoff, der gegenüber fast allen Stoffen resistent ist. Eine wesentliche Ausnahme ist die Lagerung von Flusssäure. Selbst ein Kalk-Natron-Glas kann durch geeignete Maßnahmen in der chemischen Beständigkeit wesentlich verbessert werden. Es kommt zu keinen Oxidationsprozessen wie sie beispielsweise bei Metall vorkommen. Der Rohstoff Glas steht durch die Rohstoffe zu dessen Herstellung in großen Mengen zur Verfügung. Die Lagerungsbehälter sind während der Lagerungszeit transparent. Glas hat eine sehr große Druckbeständigkeit. Mit der Erfindung wird in einem ersten Aspekt im angegebenen Anwendungsfall erreicht, dass ein Glasgefäß umfassend einem Gefäßkörper mit einer obenliegenden, also in einer Gefäßoberseite vorhandenen Gefäßöffnung geschaffen wird, wobei um die Gefäßöffnung eine die Gefäßöffnung umgebenden Verschlussfläche vorhanden ist und wobei die Gefäßöffnung mit einem Verschluss verschließbar oder verschlossen ist, wobei der Verschluss die Verschlussfläche überdeckt oder überlappt oder sich auf die Verschlussfläche erstreckt, wobei zwischen der Verschlussfläche und dem Verschluss eine Verbindungschicht vorhanden ist, wobei die Verbindungsschicht thermisch, mittels sichtbaren und/oder nichtsichtbaren Licht oder chemisch mit dem Verschluss und der Verschlussfläche vernetzbar oder vernetzt ist, wobei die Verbindungsschicht thermisch trennbar oder lösbar ist. Vorteilhaft wird ein Glasgefäß bereitgestellt, welche einteilig in einem Stück eine durchgehende Glasgefügestruktur aufweist und welches zuverlässig und zugleich reversibel verschließbar oder verschlossen ist. Ein erfindungsgemäßes Glasgefäß lässt sich zur Lagerung von Schadstoffen, wie beispielsweise von Abfall, wie chemischen, biologischen, schwachradioaktiven, mittelradioaktiven Abfallstoffen sowie anderen toxischen Stoffen sowie zur Konservierung oder Vermeidung von korrosiven und/oder oxidativen Prozessen von Gegenständen oder Materialien einsetzen. Das erfindungsgemäßes Glasgefäß weist vorteilhaft keine Nahtstellen im Bereich der zu lagernden Schadstoffe oder Gegenstände oder Materialien auf, wodurch sich die Schadstoffe oder Gegenständen oder Materialien zuverlässig und sicher lagern lassen. Vorteilhaft lässt sich die Befüllung mit den Schadstoffen oder Gegenständen oder Materialien einfach vornehmen und die Gefäßöffnung einfach mit einer geringen flächigen Ausdehnung verschließen. Das erfindungsgemäßes Glasgefäß kann unterschiedliche Formen und Querschnitte aufweisen. So kommen beispielsweise eine Becherform, Zylinderform, Ballonform, Kugelform oder andere geeignete oder stabile Formvarianten oder Gefäßformen in Betracht. Jeweils unterschiedlicher Formen besitzen je nach Einsatz und Bedarf entsprechende Vorzüge. So wird beispielsweise durch eine Becherform oder Zylinderform eine einfache Lagerung und auch ein Stapeln begünstigt. Ein erfindungsgemäßes Glasgefäß beispielsweise in Zylinderform als Glaszylinder oder in Becherform als Glasbecher weist einen Boden und eine Gefäßoberseite mit einer Gefäßöffnung auf. Indem beim Glasgefäß die Gefäßöffnung mittels eines Verschlusses verschließbar ist oder mittels eines Verschlusses lösbar verschlossen ist, lassen sich die Schadstoffe oder Gegenstände oder Materialien im Glasgefäß sicher und zuverlässig einbri