DE-102025145322-A1 - SYSTEME UND VERFAHREN ZUR REDUNDANZ IN LAUFZEITVARIANTEN
Abstract
Es werden Elektrofahrzeuge, Verfahren zum Betrieb von Elektrofahrzeugen und Verfahren zur Herstellung von Elektrofahrzeugen offengelegt. Ein System schließt ein Modul, das zur Steuerung eines Aspekts eines Elektrofahrzeugs konfiguriert ist, und einen Hauptcontroller einschließlich eines Variantenmanagers ein. Der Variantenmanager ist konfiguriert, um redundante Sätze von Laufzeitvarianten aus den jeweiligen Speicherorten abzurufen, wobei ein Satz von Laufzeitvarianten beeinflusst, wie das Modul den Aspekt des Elektrofahrzeugs steuert, einen fehlerfreien Satz von Laufzeitvarianten basierend auf dem Vergleich der redundanten Sätze von Laufzeitvarianten ermittelt und den fehlerfreien Satz von Laufzeitvarianten auf das Modul anwendet. Das Elektrofahrzeug kann eine Batterie einschließen und das Modul kann ein Batteriemanagementsystem sein, das zur Steuerung der Batterie konfiguriert ist. Das Vergleichen der redundanten Sätze von Laufzeitvarianten kann die Durchführung einer zyklischen Redundanzprüfung einschließen.
Inventors
- Tejas Abhay Chafekar
- Justin William Vaughn Jones
Assignees
- RIVIAN IP HOLDINGS, LLC
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251104
- Priority Date
- 20250415
Claims (20)
- System, umfassend: ein Modul, das zum Steuern eines Aspekts eines Elektrofahrzeugs (EV) konfiguriert ist; und einen Hauptcontroller, der einen Variantenmanager umfasst, der für Folgendes konfiguriert ist: Abrufen redundanter Sätze von Laufzeitvarianten aus den jeweiligen Speicherorten, wobei ein Satz von Laufzeitvarianten Einfluss darauf hat, wie das Modul den Aspekt des Elektrofahrzeugs steuert; Bestimmen eines fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten basierend auf dem Vergleich der redundanten Sätze von Laufzeitvarianten; und Anwenden des fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten auf das Modul.
- System nach Anspruch 1 , ferner umfassend: eine Batterie, wobei das Modul ein Batteriemanagementsystem umfasst, das zum Steuern der Batterie konfiguriert ist.
- System nach Anspruch 1 , wobei das Vergleichen der redundanten Sätze von Laufzeitvarianten das Durchführen einer zyklischen Redundanzprüfung an den redundanten Sätzen von Laufzeitvarianten umfasst.
- System nach Anspruch 1 , wobei der Hauptcontroller so konfiguriert ist, um das Modul vor dem Anwenden des fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten in einen Anfangszustand zu booten, wobei der Anfangszustand einen eingeschränkten Betrieb des Moduls ermöglicht.
- System nach Anspruch 1 , wobei die jeweiligen Speicherorte mindestens einen Ort am Modul und mindestens einen weiteren Ort am Hauptcontroller umfassen.
- System nach Anspruch 1 , das ferner einen Kommunikationsbus umfasst, um das Modul kommunikativ mit dem Hauptcontroller zu koppeln.
- System nach Anspruch 1 , wobei der Hauptcontroller einen Lock-Step-fähigen CPU-Kern umfasst, der zum Ausführen des Variantenmanagers konfiguriert ist.
- System nach Anspruch 1 , wobei der Variantenmanager ferner so konfiguriert ist, um den fehlerfreien Satz von Laufzeitvarianten von einer mit der Cloud verbundenen Speichereinrichtung anfordert, wenn festgestellt wird, dass die abgerufenen redundanten Sätze von Laufzeitvarianten nicht den fehlerfreien Satz von Laufzeitvarianten umfassen.
- Verfahren zum Betreiben eines Elektrofahrzeugs (EV), wobei das Verfahren umfasst: Abrufen redundanter Sätze von Laufzeitvarianten aus den jeweiligen Speicherorten des Elektrofahrzeugs, wobei ein Satz von Laufzeitvarianten beeinflusst, wie ein Modul einen Aspekt des Elektrofahrzeugs steuert; Bestimmen eines fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten basierend auf dem Vergleich der redundanten Sätze von Laufzeitvarianten; und Anwenden des fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten auf das Modul zur Steuerung des Aspekts des EV.
- Verfahren nach Anspruch 9 , wobei das EV eine Batterie umfasst und das Modul ein Batteriemanagementsystem umfasst, das zum Steuern der Batterie konfiguriert ist.
- Verfahren nach Anspruch 9 , wobei das Vergleichen der redundanten Sätze von Laufzeitvarianten das Durchführen einer zyklischen Redundanzprüfung an den redundanten Sätzen von Laufzeitvarianten umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 9 , das ferner das Booten des Moduls in einen Anfangszustand vor dem Anwenden des fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten umfasst, wobei der Anfangszustand einen eingeschränkten Betrieb des Moduls ermöglicht.
- Verfahren nach Anspruch 9 , wobei die jeweiligen Speicherorte mindestens einen Ort am Modul und mindestens einen weiteren Ort an einem Hauptcontroller umfassen.
- Verfahren nach Anspruch 9 , wobei das Anwenden des fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten auf das Modul das Übermitteln des fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten über einen Kommunikationsbus an das Modul von einem Hauptcontroller umfasst, der einen Variantenmanager umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 9 , wobei das Abrufen, Bestimmen und Anwenden durch einen Lock-Step-fähigen CPU-Kern ausgeführt wird, der zum Ausführen einer Variantenmanageranwendung konfiguriert ist.
- Verfahren nach Anspruch 9 , ferner umfassend das Anfordern des fehlerfreien Satzes von Laufzeitvarianten von einer mit der Cloud verbundenen Speichereinrichtung als Reaktion auf die Feststellung, dass die abgerufenen redundanten Sätze von Laufzeitvarianten nicht den fehlerfreien Satz von Laufzeitvarianten umfassen.
- Verfahren zum Herstellen eines Elektrofahrzeugs (EV), wobei das Verfahren umfasst: Laden eines Variantenmanagers auf eine erste Komponente des Elektrofahrzeugs; und Veranlassen des Variantenmanagers zu Folgendem: Redundantes Schreiben mindestens eines Satzes von Laufzeitvarianten an mehrere jeweilige Speicherorte einer zweiten Komponente des EV; und Bestimmen, ob alle an den jeweiligen mehreren Speicherorten der zweiten Komponente des EV gespeicherten Laufzeitvarianten übereinstimmen.
- Verfahren nach Anspruch 17 , wobei die erste Komponente eine Hauptcontrollerplatine des EV und die zweite Komponente einen Batteriesatz des EV umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 18 , wobei das Veranlassen des Variantenmanagers, den mindestens einen Satz von Laufzeitvarianten redundant zu schreiben, umfasst: Schreiben des mindestens einen Satzes von Laufzeitvarianten in die erste Komponente des EV und Veranlassen, dass die erste Komponente des EV den mindestens einen Satz von Laufzeitvarianten an die mehreren jeweiligen Standorte der zweiten Komponente des EV sendet.
- Verfahren nach Anspruch 17 , das ferner umfasst, dass als Reaktion auf die Feststellung, dass alle an den jeweiligen mehreren Standorten der zweiten Komponente des EV gespeicherten Sätze von Laufzeitvarianten übereinstimmen, der Variantenmanager dazu veranlasst wird, eine Kernanwendung des EV basierend auf dem mindestens einen Satz von Laufzeitvarianten zu konfigurieren.
Description
QUERVERWEIS AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN Diese Offenbarung beansprucht den Vorteil der gleichzeitig anhängigen, gemeinsamen, vorläufigen US-Patentanmeldung Nr. 63/717,191, eingereicht am 6. November 2024, die hiermit durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit hierin eingeschlossen ist. EINFÜHRUNG Die vorliegende Offenbarung ist auf Systeme und Verfahren zur Redundanz in Laufzeitvarianten gerichtet. Genauer gesagt zielt die vorliegende Offenbarung auf die redundante Speicherung von Sätzen von Laufzeitvarianteneinstellungen an mehreren Hardwarestandorten und auf die Überprüfung der Genauigkeit ausgewählter Laufzeitvarianteneinstellungen auf Grundlage eines Vergleichs der an den mehreren Hardwarestandorten gespeicherten redundanten Werte ab. KURZDARSTELLUNG Für die Interoperabilität können Softwaresysteme auf variantenbasierte Konfigurationen angewiesen sein. Beispielsweise kann eine Kernanwendung konfiguriert werden, um mit mehreren Sätzen von Kalibrierungseinstellungen ausgeführt zu werden. Für eine vorgegebene Kernanwendung kann zu verschiedenen Zeitpunkten ein bestimmter Satz von Kalibrierungseinstellungen ausgewählt werden, beispielsweise beim Erstellen eines Systems, das auf der Anwendung basiert (z. B. eine Variation zur Erstellungszeit), oder beim Einschalten (z. B. Aufwachen aus dem Ruhezustand) eines Systems, das auf der Anwendung basiert (z. B. eine Variation zur Laufzeit). Wenn jedoch ein Satz von Kalibrierungseinstellungen im Speicher gespeichert ist und ein beliebiger Aspekt dieses Speichers beschädigt wird, kann die Kernanwendung die beschädigten Kalibrierungseinstellungen laden, was die Leistung des Systems beeinträchtigen kann, das auf der Kernanwendung basiert. Gemäß einigen Ausführungsformen dieser Offenbarung ist ein Elektrofahrzeug (EV) konfiguriert, um ein Batteriemanagementsystem (BMS) und andere elektronische Steuervorrichtungen (ECUs) des EV (die jeweils als Modul bezeichnet werden können) unter Verwendung von mindestens einer Kernanwendung und mindestens einem Satz von Kalibrierungseinstellungen zu betreiben. Das EV ist so konfiguriert, dass die Kalibrierungseinstellungen an mehreren Orten gespeichert werden. Beim Booten der Kernanwendung, beim Installieren der Kernanwendung oder beim anderweitigen Instanziieren des Satzes von Kalibrierungseinstellungen ist das EV konfiguriert, um die verschiedenen Standorte zu überprüfen, um zu bestätigen, dass die Kernanwendung den Satz von Kalibrierungseinstellungen fehlerfrei anwendet. Beispielsweise können die mehreren Speicherorte zwei oder mehr der folgenden einschließen: internen Flash-Speicher (z. B. DFLASH) einer CPU; externen Flash-Speicher (z. B. EEPROM); Speicher eines Telematik-Steuermoduls (TCM); oder Speicher einer ECU. Als weiteres Beispiel können die mehreren Standorte mindestens zwei einzelne Standorte an einem oder mehreren der zuvor genannten Standorte einschließen. Als weiteres Beispiel können die mehreren Standorte mindestens einen entfernten Standort einschließen (z. B. einen Cloud-Server, der kommunikativ mit dem Elektrofahrzeug verbunden ist). Um beispielsweise zu bestätigen, dass die Kernanwendung den Satz von Kalibrierungseinstellungen fehlerfrei anwendet, können mindestens zwei an den jeweiligen Speicherorten gespeicherte Einstellungssätze gelesen und ein Fehlerprüfmechanismus implementiert werden, darunter eine zyklische Redundanzprüfung (CRC) oder die Auswertung einer Prüfsumme. Ein weiteres Beispiel: Um zu bestätigen, dass die Kernanwendung den Satz von Kalibrierungseinstellungen fehlerfrei anwendet, kann das Lesen von mindestens drei an den jeweiligen Speicherorten gespeicherten Einstellungssätzen und das Implementieren eines auf Abstimmungen basierenden Mechanismus (z. B. um die Einstellung anzuwenden, die von der größten Anzahl von Einstellungssätzen zurückgegeben wird) einschließen. Gemäß einigen Ausführungsformen dieser Offenbarung werden Elektrofahrzeuge, Verfahren zum Betrieb von Elektrofahrzeugen und Verfahren zur Herstellung von Elektrofahrzeugen offenbart. Ein Elektrofahrzeug schließt ein Modul, das zur Steuerung eines Aspekts des Elektrofahrzeugs konfiguriert ist, und einen Hauptcontroller mit einem Variantenmanager ein. Der Variantenmanager ist konfiguriert, um redundante Sätze von Laufzeitvarianten aus den jeweiligen Speicherorten abzurufen, wobei ein Satz von Laufzeitvarianten beeinflusst, wie das Modul den Aspekt des EV steuert, einen fehlerfreien Satz von Laufzeitvarianten basierend auf dem Vergleich der redundanten Sätze von Laufzeitvarianten bestimmt und den fehlerfreien Satz von Laufzeitvarianten auf das Modul anwendet. KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN Die vorstehenden und andere Aufgaben und Vorteile der Offenbarung werden unter Berücksichtigung der folgenden ausführlichen Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen deutlich, in denen sich gleiche Bezugszeichen durchgehend auf gleiche Teile beziehen und in denen gilt:1 zeigt ein Elektrofahrzeug mit einem Hauptcontroller und einem Speicher, wobe