DE-102025145505-A1 - Gebäudeschutzrinne, und Entwässerungsbausatz
Abstract
Vorgeschlagen wird eine Gebäudeschutzrinne (1) zur Anordnung außerhalb eines Gebäudes (21), umfassend eine Entwässerungswand (2) mit Wandöffnungen (3), eine der Entwässerungswand (2) gegenüberliegende Stützwand (4), einen die Entwässerungswand (2) mit der Stützwand (4) verbindenden Boden (5), wobei Boden (5), Entwässerungswand (2) und Stützwand (4) einen inneren Rinnenraum (6) ausbilden, und wobei die Wandöffnungen (3) zum Einströmen von Wasser aus einem Entwässerungsraum (EW) außerhalb des Rinnenraums (6) in den Rinnenraum (6) eingerichtet sind, und wobei die Wandöffnungen (3) im Abstand (AW) oberhalb des Bodens (5) in der Art angeordnet sind, dass unterhalb der Wandöffnungen (3) ein Fließbereich (7) geschaffen ist, weiterhin umfassend eine Ablauföffnung (9), wobei die Ablauföffnung (9) zum Ausströmen von Wasser aus dem Rinnenraum (6) eingerichtet ist, weiterhin umfassend vorzugsweise eine den Rinnenraum (6) im Wesentlichen abdeckende Rinnenabdeckung (8), und Verankerungsmittel (10), wobei die Verankerungsmittel (10) dazu eingerichtet sind, die Gebäudeschutzrinne (1) in einem die Gebäudeschutzrinne (1) umgebenden Einbauraum (EB) zu verankern, und wobei sich die Verankerungsmittel (10) jeweils aus einer Ebene (E) der Entwässerungswand (2), der Stützwand (4) und / oder des Bodens (5) in den Einbauraum (EB) erstrecken. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Entwässerungsbausatz zur Entwässerung eines Gebäudes (21) und eine Entwässerungsanordnung (20) mit einer entlang einer Außenwand eines Gebäudes (21) angeordneten Gebäudeschutzrinne (1).
Inventors
- Matthias Funke
- Christian Funke
Assignees
- FUNKE KUNSTSTOFFE GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251105
- Priority Date
- 20241106
Claims (20)
- Gebäudeschutzrinne (1) zur Anordnung außerhalb eines Gebäudes (21), umfassend ▪ eine Entwässerungswand (2) mit Wandöffnungen (3), ▪ eine der Entwässerungswand (2) gegenüberliegende Stützwand (4), ▪ einen die Entwässerungswand (2) mit der Stützwand (4) verbindenden Boden (5), wobei Boden (5), Entwässerungswand (2) und Stützwand (4) einen inneren Rinnenraum (6) ausbilden, und wobei die Wandöffnungen (3) zum Einströmen von Wasser aus einem Entwässerungsraum (EW) außerhalb des Rinnenraums (6) in den Rinnenraum (6) eingerichtet sind, und wobei die Wandöffnungen (3) im Abstand (AW) oberhalb des Bodens (5) in der Art angeordnet sind, dass unterhalb der Wandöffnungen (3) ein Fließbereich (7) geschaffen ist, ▪ eine Ablauföffnung (9), wobei die Ablauföffnung (9) zum Ausströmen von Wasser aus dem Rinnenraum (6) eingerichtet ist, ▪ vorzugsweise eine den Rinnenraum (6) im Wesentlichen abdeckende Rinnenabdeckung (8), und ▪ Verankerungsmittel (10), wobei die Verankerungsmittel (10) dazu eingerichtet sind, die Gebäudeschutzrinne (1) in einem die Gebäudeschutzrinne (1) umgebenden Einbauraum (EB) zu verankern, und wobei sich die Verankerungsmittel (10) jeweils aus einer Ebene (E) der Entwässerungswand (2), der Stützwand (4) und / oder des Bodens (5) in den Einbauraum (EB) erstrecken.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Verankerungsmittel (10) eine Anzahl Wandvorsprünge und / oder Bodenvorsprünge ausbilden.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass Verankerungsmittel (10) einen Kragen (10a) ausbilden, welcher entlang der Gebäudeschutzrinne (1) verläuft.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Verankerungsmittel (10) an der Entwässerungswand (2) und / oder an der Stützwand (4) außerhalb des Rinnenraums (6) im unteren Bereich der Gebäudeschutzrinne (1) angeordnet sind, insbesondere in einem Bereich bis zu einem Abstand (AV) von 250 mm vom Boden (5), besonders bevorzugt in einem Bereich im Wesentlichen in Höhe des Bodens (5).
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass sich die Verankerungsmittel (10) zwischen 5 mm und 50 mm aus einer Ebene (E) erstrecken, insbesondere 10 bis 30 mm, besonders bevorzugt 20 mm.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Stützwand (4) frei von Wandöffnungen (3) ist.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Abstand (AW) oberhalb des Bodens (5) zwischen 30 mm bis 100 mm beträgt, bevorzugt zwischen 45 mm bis 85 mm, besonders bevorzugt 65 mm.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Entwässerungswand (2), die Stützwand (4) und / oder der Boden (5) aus einem Kunststoffmaterial bestehen.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Anzahl Schlitze (3a) Wandöffnungen (3) ausbilden, wobei die Schlitze (3a) 1 mm bis 5 mm breit sind, insbesondere 2 mm bis 4 mm, besonders bevorzugt 3 mm.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass die Schlitze (3a) im Wesentlichen entlang der Längsachse (LA) der Gebäudeschutzrinne (1) und / oder im Wesentlichen orthogonal zur Längsachse (LA) ausgerichtet sind.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine erste Anzahl Wandöffnungen (3) in einem ersten Abstand (AWe) oberhalb des Bodens (5) angeordnet ist und eine zweite Anzahl Wandöffnungen (3) in einem zweiten Abstand (AWz) oberhalb des Bodens (5) angeordnet ist, wobei der erste Abstand (AWe) geringer ist als der zweite Abstand (AWz).
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an der Entwässerungswand (2) außerhalb des Rinnenraums (6) eine Rückhaltevorrichtung angeordnet ist, wobei die Rückhaltevorrichtung die Wandöffnungen (3) strömungsoffen im Wesentlichen abdeckt.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach Anspruch 12 , dadurch gekennzeichnet , dass ein Geotextil (11) die Rückhaltevorrichtung ausbildet, wobei das Geotextil (11) vorzugsweise mittels Klebung an der Entwässerungswand (2) befestigt ist.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Anzahl Querwände (12) im Rinnenraum (6) angeordnet sind, welche die Stützwand (4) gegen die Entwässerungswand (2) abstützen, wobei vorzugsweise eine Querwand (12) in einem Abstand von 150 mm bis 500 mm von einem stirnseitigen Ende (14) der Gebäudeschutzrinne (1) angeordnet ist, besonders bevorzugt in einem Abstand von 250 mm.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach Anspruch 14 , dadurch gekennzeichnet , dass die Querwände (12) eine Anzahl Ausnehmungen (15) aufweisen, und dass Haltemittel die Rinnenabdeckung (8) halten, wobei die Haltemittel in die Ausnehmungen (15) eingreifen.
- Gebäudeschutzrinne (1) nach Anspruch 14 oder 15 , dadurch gekennzeichnet , dass die Entwässerungswand (2) und die Stützwand (4) jeweils eine Anzahl Nuten (13) aufweisen, und dass eine Querwand (12) jeweils in zwei Nuten (13) gehalten ist.
- Entwässerungsbausatz zur Entwässerung eines Gebäudes (21), umfassend ▪ eine erste Gebäudeschutzrinne (1), ▪ und wenigstens eine zweite Gebäudeschutzrinne (1), wobei die erste und zweite Gebäudeschutzrinne (1) eine gemeinsame Entwässerungsrinne ausbilden, und wobei wenigstens eine Gebäudeschutzrinne (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 ausgestaltet ist.
- Entwässerungsbausatz nach Anspruch 17 , dadurch gekennzeichnet , dass die Entwässerungswände (2) und die Stützwände (4) der ersten und zweiten Gebäudeschutzrinne (1) jeweils einen Wandabschnitt (16) mit verminderter Wandstärke aufweisen, wobei die Wandabschnitte (16) jeweils in einem stirnseitigen Ende (14) der Gebäudeschutzrinnen (1) münden.
- Entwässerungsbausatz nach Anspruch 17 oder 18 , gekennzeichnet durch eine Abstandslehre (19), welche bei der Montage des Entwässerungsbausatzes die Einhaltung eines Verformungsraums (VR) in einem Kopplungsbereich zwischen der ersten und zweiten Gebäudeschutzrinne (1) gewährleistet.
- Entwässerungsbausatz nach einem der Ansprüche 17 bis 19 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste Gebäudeschutzrinne (1) wenigstens die zweifache Länge der zweiten Gebäudeschutzrinne (1) aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Gebäudeschutzrinne nach den Merkmalen des Anspruchs 1. Von älteren Gebäuden ist es bekannt, die Eingangstür nach der Überwindung von ein oder zwei Stufen, ggf. sogar einer höheren Eingangstreppe, erreichen zu können. Bei modernen Gebäuden ist es bekannt, dass aus ästhetischen Gründen, aus Kostengründen und / oder um einen barrierefreien Zugang zu schaffen die Schwelle der Eingangstür niveaugleich mit dem unmittelbar angrenzenden Bodenniveau liegt. Immer wieder werden Gebäude zudem so tief geplant, dass die Schwelle der Eingangstür sogar tiefer als das Bodenniveau benachbarter Grundstücke liegt. Insbesondere bei kellerlosen Gebäuden ist eine solche Bauweise bekannt, da kein Keller vorhanden ist, welcher noch einige Dezimeter über das Bodenniveau nach oben ragte, und sich die Eingangstür dementsprechend nicht im Abstand oberhalb des Bodenniveaus befindet. Oberflächenwasser kann dementsprechend durch bodentiefe Fenster, Außentüren oder vergleichbare Öffnungen in das Gebäude unbeabsichtigt einströmen. Aus der Praxis ist es bekannt, so genanntes drückendes Wasser, welches beispielsweise in Folge von Großniederschlagsereignisses auftreten kann, von einem Gebäude dadurch fernzuhalten, dass außerhalb des Fundaments oder eines Kellers eine Schutzrinne verläuft. Die Schutzrinne dient dazu, Wasser aufzunehmen, welches beispielsweise bei Starkregenereignissen als Oberflächenwasser an das Gebäude heranströmt, oder welches bei Dauerregenereignissen innerhalb des Bodens ansteigt, wenn der Boden mit Wasser gesättigt wird und das Niveau des Wassers im Boden ansteigt. Die Schutzrinne verläuft entweder am Gebäude entlang, beispielsweise wenn das Wasser nur von einer bestimmten Seite her an das Gebäude heranströmt, oder sie verläuft vorzugsweise ringförmig um das Gebäude herum, so dass bei einem im Boden ansteigenden Wasserpegel das ringsum am Gebäude anstehende, drückende Wasser in die Schutzrinne einströmen kann. Die bekannten Schutzrinnen können entweder aus einzelnen Rinnenabschnitten, beispielsweise Kastenprofilen mit einem jeweils etwa U-förmigen Querschnitt zusammengesetzt sein, oder sie können als mit Öffnungen versehene Drainagerohre ausgestaltet sein, oder sie können als eine Rigole ausgestaltet sein, beispielsweise in Form einer mit Kies gefüllten Rinne, deren Fassungsvermögen für Wasser lediglich dem Volumen der zwischen den einzelnen Kieselsteinen vorhandenen Zwickel entspricht. Ein Drainagerohr in einer solchen Rigole vergrößert deren Fassungsvermögen. Ohne die Schutzrinne würde das Wasser unmittelbar bis an das Gebäude anstehen, so dass beispielsweise Keller, Fundamente oder Gebäudewände durchfeuchtet werden könnten. Schutzrinnen beziehungsweise Entwässerungsrinnen der bekannten Art haben sich in der Praxis als umständlich handhabbar erwiesen, insbesondere im Zuge der Herstellung und des Einbaus in einer Einbausituation. Regelmäßig bedingt eine unsachgemäße Handhabung eine unzureichende, mitunter gar eine ausbleibende Entwässerung, hohe Feuchteschäden an der Gebäudesubstanz, welche drückendem Wasser ausgesetzt ist. Der vorliegenden Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine zuverlässige Möglichkeit zur Entwässerung eines Gebäudes bereitzustellen, welche einfach handhabbar und zudem wartungsarm ist. Gelöst wird die Aufgabe durch eine Gebäudeschutzrinne nach den Merkmalen des Anspruchs 1, durch einen Entwässerungsbausatz gemäß Anspruch 17 und durch eine Entwässerungsanordnung nach Anspruch 22. Weitere vorteilhafte Aspekte, Details und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der Beschreibung. Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Gebäudeschutzrinne zur Anordnung außerhalb eines Gebäudes vorgeschlagen, umfassend eine Entwässerungswand mit Wandöffnungen, eine der Entwässerungswand gegenüberliegende Stützwand, einen die Entwässerungswand mit der Stützwand verbindenden Boden, wobei Boden, Entwässerungswand und Stützwand einen inneren Rinnenraum ausbilden, und wobei die Wandöffnungen zum Einströmen von Wasser aus einem Entwässerungsraum außerhalb des Rinnenraums in den Rinnenraum eingerichtet sind, und wobei die Wandöffnungen im Abstand oberhalb des Bodens in der Art angeordnet sind, dass unterhalb der Wandöffnungen ein Fließbereich geschaffen ist, eine Ablauföffnung, wobei die Ablauföffnung zum Ausströmen von Wasser aus dem Rinnenraum eingerichtet ist, vorzugsweise eine den Rinnenraum im Wesentlichen abdeckende Rinnenabdeckung, und Verankerungsmittel, wobei die Verankerungsmittel dazu eingerichtet sind, die Gebäudeschutzrinne in einem die Gebäudeschutzrinne umgebenden Einbauraum zu verankern, und wobei sich die Verankerungsmittel jeweils aus einer Ebene der Entwässerungswand, der Stützwand und / oder des Bodens in den Einbauraum erstrecken. Im Kontext der Erfindung verläuft die Entwässerungswand im Gebrauch entlang eines Fundaments beziehungsweise entlang einer Gebäudewand. Die Wandöffnungen der Entwässerungswand ermöglichen d