DE-102025145724-A1 - Schutzgittersystem für eine Gebäudeöffnung
Abstract
Es wird ein Schutzgittersystem (10) für eine Gebäudeöffnung (1) beschrieben. Das Schutzgittersystem (10) weist ein, insbesondere biegeschlaffes, Schutzgitter (12) und eine Mehrzahl von zumindest zweiteiligen Befestigungsvorrichtungen (14) auf, deren erster Teil (20) zur Befestigung an einer Umrandung (2) der Gebäudeöffnung (1) eingerichtet und vorgesehen ist und deren zweiter Teil (22) im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand mit dem Schutzgitter (12) verbunden ist. Der erste Teil (20) und der zweite Teil (22) weisen zueinander komplementäre punktartige, insbesondere zumindest ovale, erste bzw. zweite Verbindungselemente (24, 26) auf, die zur formschlüssigen Halterung des Schutzgitters (12) an der Umrandung (2) der Gebäudeöffnung (1) dienen. Alternativ ist ein aus Profilleisten (16) und Klemmleisten (18) gebildeter Rahmen für das Schutzgitter (12) magnetisch an der Umrandung gehaltert.
Inventors
- Erfinder auf Antrag nicht genannt.
Assignees
- MACS HOLDING GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20251106
- Priority Date
- 20241107
Claims (12)
- Schutzgittersystem (10) für eine Gebäudeöffnung (1), aufweisend ein, insbesondere biegeschlaffes, Schutzgitter (12) und eine Mehrzahl von zumindest zweiteiligen Befestigungsvorrichtungen (14), deren erster Teil (20) zur Befestigung an einer Umrandung (2) der Gebäudeöffnung (1) eingerichtet und vorgesehen ist und deren zweiter Teil (22) im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand mit dem Schutzgitter (12) verbunden ist, wobei der erste Teil (20) und der zweite Teil (22) zueinander komplementäre punktartige, insbesondere zumindest ovale, erste bzw. zweite Verbindungselemente (24, 26) aufweisen, die im bestimmungsgemäßen Montagezustand zur Halterung des Schutzgitters (12) an der Umrandung (2) der Gebäudeöffnung (1) in einer formschlüssigen Verbindung untereinander stehen.
- Schutzgittersystem nach Anspruch 1 , wobei das erste und/oder das zweite Verbindungselement (24, 26) rund ausgestaltet sind.
- Schutzgittersystem nach Anspruch 1 oder 2 , wobei das erste und das zweite Verbindungselement (24, 26) zusammen eine Druckknopfverbindung bilden, insbesondere wobei das erste oder das zweite Verbindungselement eine ringförmig umrandete Aufnahmeöffnung (26) und das zweite bzw. erste Verbindungselement einen Steckkopf (24) mit einer gegenüber einer Querschnittsabmessung, insbesondere einem Innendurchmesser, der Aufnahmeöffnung (26) vergrößerten Querschnittsabmessung, insbesondere einem Außendurchmesser, aufweist.
- Schutzgittersystem nach Anspruch 3 , wobei ein Unterschied zwischen den Querschnittsabmessungen, insbesondere zwischen Innen- und Außendurchmesser, derart gewählt ist, dass aufgrund einer elastischen Deformation einer Umrandung der Aufnahmeöffnung (26) und/oder des Steckkopfs (24) eine reversible Kopplung des ersten und zweiten Teils (20, 22) der Befestigungsvorrichtung (14) miteinander ermöglicht ist.
- Schutzgittersystem nach Anspruch 3 oder 4 , wobei das erste oder das zweite Verbindungselement eine ringförmig umrandete Aufnahmeöffnung (26) und das zweite bzw. erste Verbindungselement einen Steckkopf (24) auf, insbesondere mit einer gegenüber einer Querschnittsabmessung der Aufnahmeöffnung (26) vergrößerten Querschnittsabmessung, insbesondere wobei der Steckkopf (24) in wenigstens zwei parallel zu einer Steckrichtung verlaufende Segmente unterteilt ist.
- Schutzgittersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , aufweisend eine Mehrzahl von langgestreckten Profilleisten (16) und zur Klemmverbindung mit den Profilleisten (16) unter Klemmung des zwischengelegten Schutzgitters (12) eingerichtete Klemmleisten (18), insbesondere wobei die Profilleisten (16) eine längsverlaufende Klemmnut (16a) aufweisen, und wobei die Klemmleisten (18) zur Klemmnut (16a) komplementär ausgebildete Klemmstege (18a) oder Klemmfedern aufweisen, insbesondere wobei im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand das Schutzgitter (12) zwischen einer der Profilleisten (16) und einer der Klemmleisten (18) einliegt und die Klemmleiste (18) unter Klemmung des Schutzgitters (12) mit den Klemmstegen (18a) bzw. Klemmfedern in die Klemmnut (16a) eingeklipst ist.
- Schutzgittersystem nach Anspruch 6 , aufweisend vier Eckverbinder (30), in die der zweite Teil (22) der jeweiligen Befestigungsvorrichtung (14) integriert ist, insbesondere wobei die Eckverbinder (30) in einem Eckbereich beidseitig anschließend Rahmen-Verbindungselemente zur mittelbaren oder unmittelbaren Verbindung mit jeweils einer der Profilleisten (16) aufweisen.
- Schutzgittersystem nach Anspruch 6 oder 7 , aufweisend zumindest zwei Mittelverbinder (34), die zur Längsverbindung zweier Profilleisten (16) eingerichtet sind und in die der zweite Teil der jeweiligen Befestigungsvorrichtung (14) integriert ist, insbesondere wobei die Mittelverbinder (34) an einen Mittelbereich beidseitig anschließend Rahmen-Verbindungselemente zur mittelbaren oder unmittelbaren Verbindung mit jeweils einer der Profilleisten (16) aufweisen.
- Schutzgittersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , aufweisend vier Eckelemente (40) und jeweils zwei zugeordnete Profilabschnitte (44) zur Klemmverbindung mit den Eckelementen (40) unter Klemmung des zwischengelegten Schutzgitters (12), wobei jeweils einer der zweiten Teile (22) der jeweiligen Befestigungsvorrichtung (14) in jeweils eines der Eckelemente (40) integriert ist, insbesondere wobei die Eckelemente (40) eine längsverlaufende Klemmnut aufweisen, und insbesondere wobei die Profilabschnitte (44) zur Klemmnut komplementäre Klemmstege (18a) oder Klemmfedern aufweisen.
- Schutzgittersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 9 , aufweisend mindestens zwei Mittelelemente (42), in die jeweils der zweiten Teil (22) der jeweiligen Befestigungsvorrichtung (14) integriert ist, und zwei zur Klemmverbindung mit den Mittelelementen (42) unter Klemmung des zwischengelegten Schutzgitters (12) eingerichtete Profilabschnitte (44).
- Schutzgittersystem (1) für eine Gebäudeöffnung (2), aufweisend - ein, insbesondere biegeschlaffes, Schutzgitter (12), - eine Mehrzahl von langgestreckten Profilleisten (16), - eine Mehrzahl von zur Klemmverbindung mit den Profilleisten (16) unter Klemmung des zwischengelegten Schutzgitters (12) eingerichtete Klemmleisten (18), insbesondere wobei die Profilleisten (16) eine längsverlaufende Klemmnut (16a) aufweisen, und wobei die Klemmleisten (18) zur Klemmnut (16a) komplementäre Klemmstege (18a) oder Klemmfedern aufweisen, insbesondere wobei im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand das Schutzgitter (12) zwischen einer der Profilleisten (16) und einer der Klemmleisten (18) einliegt und die Klemmleiste (18) unter Klemmung des Schutzgitters (12) mit den Klemmstegen (18a) bzw. Klemmfedern in die Klemmnut (16a) eingeklipst ist, - eine Anzahl von Verbindungsstücken (60, 30, 34), die nach Art der Profilleisten (16) oder der Klemmleisten (18) ausgebildet und die aus mit magnetischem oder magnetisierbarem Material gefülltem Kunststoff geformt sind oder die eine Nut zur Aufnahme von massivem magnetischen oder magnetisierbaren Material aufweisen, und - eine Mehrzahl von Flachleisten aus magnetischem oder magnetisierbarem Material, wobei die Flachleisten zur Befestigung an einer Umrandung (2) der Gebäudeöffnung (1) eingerichtet und vorgesehen, insbesondere im bestimmungsgemäßen Montagezustand an der Umrandung (2) befestigt, sind.
- Schutzgittersystem nach Anspruch 11 , aufweisend vier Eckverbinder (62), die zur Verbindung mit den Profilleisten (16), insbesondere vergleichbar zu den Klemmleisten (18), eingerichtet und vorgesehen sind, wobei zumindest ein Teil der Verbindungsstücke (60) auf Gehrung geschnitten ist, insbesondere um einen Eckbereich der Eckverbinder (62) möglichst großflächig abzudecken, insbesondere wobei die Eckverbinder (62) durch je zwei auf Gehrung geschnittene und miteinander, insbesondere stoffschlüssig, verbundene Klemmleisten (18) ausgebildet sind.
Description
Die Erfindung betrifft ein Schutzgittersystem, beispielsweise aufweisend ein als Insekten- oder Pollenschutzgitter (oder -netz) ausgebildetes Schutzgitter, das zum Schutz einer Gebäudeöffnung eingerichtet und vorgesehen ist. Ein solches Schutzgitter und auch Schutzgittersystem wird landläufig auch als Insektenschutzfenster oder Insektenschutztür bezeichnet, letzteres insbesondere in pendelnder Ausführung. Zum Schutz von Gebäudeöffnungen, wie beispielsweise Fenster- oder Türöffnungen (Balkon- oder Terrassentüren), dienen häufig als Rahmensysteme montierbare Insekten-, Partikel- oder Pollenschutzsysteme. Letztere sind dabei in einen Profil- oder Systemrahmen eingesetzt und sollen gemeinsam mit diesem zusammen die Gehäuseöffnung möglichst vollflächig abdecken. Hierbei ist eine möglichst flexible Anpassung an unterschiedliche Öffnungsgrößen wünschenswert. Als Schutzgitter kommen dabei meist Gittergewebe oder auch Gittergelege (bei denen sich kreuzende Gitterfäden meist in den Kreuzungspunkten verklebt oder verschweißt sind), nachfolgend allgemein auch als „Netz“ bezeichnet, zum Einsatz. Wünschenswert ist des Weiteren eine möglichst unproblematische Verbindung des Netzes mit dem Rahmensystem. Zudem sollte eine einfach herstellbare Verbindung des Rahmensystems und/oder des Netzes am Bestimmungsort, insbesondere in der Gebäudeöffnung, gewährleistet sein. Darüber hinaus sollte das Gesamtsystem möglichst flexibel sein, um eine Anpassung an unterschiedliche, vor Ort vorgefundene, Randbedingungen für die Montage zu ermöglichen. Derartige Insekten- oder Pollenschutzgittersysteme werden üblicherweise (nach dem Baukastenprinzip) als Montageset zur individuellen Anpassung an unterschiedliche Fenster- oder Türabmessungen bereitgestellt, so dass das System flexibel an praktisch alle gängigen Gebäudeöffnungen angepasst werden kann. Beispielsweise umfasst ein derartiges Montageset eine Anzahl von ablängbaren Profilleisten und ein Gitter- oder Schutzgewebe mit Übermaß. Die Profilleisten werden vorzugsweise mittels Profil- oder Eckverbindern zu dem rechtwinkeligen Systemrahmen montiert. Eine zum Fenster- oder Türrahmen hin offene Aufnahmekammer (auch als Kedernut bezeichnet) dient in der Regel zur Aufnahme einer kederartigen Klemmleiste (vereinfacht auch als Keder bezeichnet), mit der das Gittergewebe an den Systemrahmen angebracht und befestigt ist. Das Gittergewebe deckt die Rahmenöffnung des Systemrahmens und damit die Fensteröffnung gegen eindringende Fremdkörper luftdurchlässig ab. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine einfache Montage eines Schutzgitters an (in) einer Gebäudeöffnung zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Schutzgittersystem mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte und teils für sich erfinderische Ausführungsformen und Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung dargelegt. Das erfindungsgemäße Schutzgittersystem dient zum Ab- oder Verdecken einer Gebäudeöffnung und weist hierzu ein, insbesondere biegeschlaffes, Schutzgitter (bspw. ein Netz) und eine Mehrzahl von zumindest zweiteiligen Befestigungsvorrichtungen auf, deren erster Teil zur Befestigung an einer Umrandung der Gebäudeöffnung eingerichtet und vorgesehen ist und deren zweiter Teil im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand mit dem Schutzgitter verbunden ist. Der erste Teil und der zweite Teil weisen dabei zueinander komplementäre punktartige, insbesondere zumindest ovale, erste bzw. zweite Verbindungselemente auf, die im bestimmungsgemäßen Montagezustand zur Halterung des Schutzgitters an der Umrandung in einer formschlüssigen Verbindung untereinander stehen. Demgemäß erfolgt die Befestigung eines Schutzgitters an der Umrandung der jeweiligen Gebäudeöffnung, insbesondere also an einem Fenster- oder Türzargenrahmen, vorzugsweise einer innenliegenden, vom Fenster- oder Türrahmen („Blatt“) im geschlossenen Zustand verdeckten Rahmeninnenfläche, mittels einer formschlüssigen, insbesondere nach dem Prinzip eines Druckknopfs ausgestalteten, Verbindung. Dabei kann das Schutzgitter an einem Profilrahmen (des Schutzgittersystems) geklemmt gehaltert (d. h. insbesondere mittels einer Klemmung befestigt) sein, wobei die Teile der Befestigungsvorrichtung, die die formschlüssige, insbesondere druckknopfartige, Verbindung bilden, zum einen an einem Element des Profilrahmens, insbesondere Eckverbindern, Eckelementen und gegebenenfalls (bspw. abhängig von der Fenster- oder Türgröße) vorhandenen Mittelverbindern oder Mittelelementen, angeordnet und zum anderen an der Umrandung befestigt sind. Die Eckelemente und Mittelelemente kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn der Profilrahmen nicht ringförmig geschlossen ist, sondern nur abschnittsweise (aus entsprechenden Rahmenteilementen) gebildet am Schutzgitter befestigt wird, so dass keine in sich stabile oder selbsttragende Abdeckung gebildet ist. Die Eck- und gegebenenfalls Mittelverbinder kommen dagegen insbesondere dann zum Einsatz