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DE-102025145835-A1 - Soft-Top-Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug

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Abstract

Es wird ein Soft-Top-Verdeck (5) für ein Cabriolet-Fahrzeug (1) vorgeschlagen, welches in einer Schließstellung einen Fahrzeuginnenraum (19) überdeckt und in einer Öffnungsstellung in einem heckseitig angeordneten Verdeckablageraum (9) ablegbar ist. In Schließstellung des Verdecks (5) sind an seitlichen Verdeckrandbereichen finnenartig in Verdeckheckrichtung auslaufende Verdeckelemente (25, 27) ausgebildet, welche in Verdecklängsrichtung (X) in wenigstens ein erstes Verdeckfinnenteil (37) und ein zweites Verdeckfinnenteil (39), die hintereinander angeordnet sind und untereinander gelenkig verbunden sind, unterteilt sind. Bei einer Öffnungsbewegung des Verdecks (5) verschwenken die Verdeckfinnenteile (37, 39) in gleichem Drehsinn.

Inventors

  • Sven Hollenbeck
  • Nils Kreiling

Assignees

  • Valmet Automotive GmbH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20251106
Priority Date
20241106

Claims (15)

  1. Soft-Top-Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug (1), welches in einer Schließstellung einen Fahrzeuginnenraum (19) überdeckt und in einer Öffnungsstellung in einem heckseitig angeordneten Verdeckablageraum (9) ablegbar ist, wobei in Schließstellung des Verdecks (5) an seitlichen Verdeckrandbereichen finnenartig in Verdeckheckrichtung auslaufende Verdeckelemente (25, 27) ausgebildet sind, welche in Verdecklängsrichtung (X) in wenigstens ein erstes Verdeckfinnenteil (37) und ein zweites Verdeckfinnenteil (39), die hintereinander angeordnet sind und untereinander gelenkig verbunden sind, unterteilt sind, dadurch gekennzeichnet , dass die Verdeckfinnenteile (37, 39) bei einer Öffnungsbewegung des Verdecks (5) in gleichem Drehsinn verschwenken.
  2. Soft-Top-Verdeck nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Verdeckfinnenteil (39) bei der Überführung von seiner Stellung in Schließstellung des Verdecks (5) in seine Ablagestellung um das heckseitige Ende (37A) des ersten Verdeckfinnenteils (37) mit einer Bewegungskomponente in Verdecklängsrichtung (X) und/oder Verdeckquerrichtung (Y) und/oder Verdeckhochrichtung (Z) verschwenkt wird.
  3. Soft-Top-Verdeck nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das erste Verdeckfinnenteil (37) zumindest mit seinem heckseitigen Ende abgesenkt wird und das in Schließstellung des Verdecks (5) heckwärts hieran angrenzende zweite Verdeckfinnenteil (39) um das heckseitige Ende (37A) des ersten Verdeckfinnenteils (37) verschwenkbar ist bis es eine der Öffnungsstellung des Verdecks (5) zugeordnete Ablagestellung einnimmt.
  4. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Verdeckfinnenteil (39) in der Ablagestellung mit seinem in Schließstellung des Verdecks (5) heckseitigen Ende (39A) in Verdeckfrontrichtung zeigt.
  5. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Verdeckfinnenteil (39) in der Ablagestellung mit seinem in Schließstellung des Verdecks (5) heckseitigen Ende (39A) in Verdeckheckrichtung zeigt.
  6. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Verdeckfinnenteil (39) in der Ablagestellung mit seinem in Schließstellung des Verdecks (5) heckseitigen Ende (39A) in Verdeckquerrichtung (X) entgegen einer Verdeckmittenlinie (L_X) oder entgegen einer Verdeckaußenseite zeigt.
  7. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Verdeckfinnenteil (39) in der Ablagestellung mit seinem in Schließstellung des Verdecks (5) heckseitigen Ende (39A) in Verdeckhochrichtung (Z) nach oben oder nach unten zeigt.
  8. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die finnenartigen Verdeckelemente (25, 27) mittels eines Bewegungsmechanismus (45) an ein Verdeckgestänge (13) des Verdecks (5) angebunden sind.
  9. Soft-Top-Verdeck nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass der Bewegungsmechanismus (45) zur Bewegung wenigstens eines der Verdeckfinnenteile (37, 39) einen Gelenkmechanismus (46) aufweist.
  10. Soft-Top-Verdeck nach Anspruch 8 oder 9 , dadurch gekennzeichnet , dass der Bewegungsmechanismus (45) zur Bewegung wenigstens eines der Verdeckfinnenteile (37, 39) ein hiermit verbundenes Seilelement, insbesondere einen Bowdenzug, aufweist.
  11. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 8 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , dass der Bewegungsmechanismus (45) ein Totpunktgestänge (49) aufweist, mittels dem die Verdeckelemente (25, 27) in Schließstellung des Verdecks (5) gesichert sind.
  12. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens eines der Verdeckfinnenteile (37, 39) zumindest einen aktiven Gelenkmechanismus (55) aufweist.
  13. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 12 , dadurch gekennzeichnet , dass die finnenartigen Verdeckelemente (25, 27) auf einer Verdeckseite jeweils zwei Verdeckfinnenteile (37, 39) aufweisen.
  14. Soft-Top-Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 13 , dadurch gekennzeichnet , dass sich eine Führung eines Verdeckbezugs (3) heckwärts nur bis zum dem ersten Verdeckfinnenteil (37) erstreckt und der Bereich des zweiten Verdeckfinnenteils (39) separat abgedeckt ist.
  15. Cabriolet-Fahrzeug (1) mit einem Soft-Top-Verdeck (5) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 .

Description

Die Erfindung betrifft ein Soft-Top-Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug mit einem Verdeckbezug, welches in einer Schließstellung einen Fahrzeuginnenraum überdeckt und in einer Öffnungsstellung in einem heckseitig angeordneten und durch einen verlagerbaren Verdeckkastendeckel wenigstens bereichsweise abgedeckten Verdeckablageraum angeordnet ist, nach der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art. Ein derartiges Soft-Top-Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug ist aus der DE 10 2009 048 353 A1 bekannt. Das Soft-Top-Verdeck überdeckt in einer Schließstellung einen Fahrzeuginnenraum und ist in einer Öffnungsstellung in einem heckseitig angeordneten Verdeckablageraum abgelegt. In Schließstellung des Verdecks sind an seitlichen Verdeckrandbereichen finnenartig in Verdeckheckrichtung auslaufende Verdeckelemente ausgebildet, die in Verdecklängsrichtung jeweils wenigstens zwei hintereinander angeordnete Verdeckfinnenteile aufweisen, welche in Öffnungsstellung des Verdecks in entgegengerichteter Drehrichtung zueinander verschwenkt in dem Verdeckablageraum angeordnet sind. Mithin erfolgt eine in Verdecklängsrichtung betrachtet v-artige Ablage der Verdeckfinnenteile. Es ist Aufgabe der erfindungsgemäßen Technologie, zumindest einen Nachteil von einer vorbekannten Lösung zu verringern oder zu beheben oder eine alternative Lösung vorzuschlagen. Es ist insbesondere Aufgabe der hier offenbarten Technologie, ein Soft-Top-Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug eines Fahrzeugs zur Verfügung zu stellen, das hinsichtlich mindestens einer der folgenden Faktoren verbessert ist: Funktionalität, Bauraumausnutzung, Kosten und Komplexität der Herstellung, Montageaufwand, Betriebssicherheit, Nachhaltigkeit, Bauteilzuverlässigkeit und optische Erscheinung. Die Aufgabe wird gelöst mit einem Soft-Top-Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1. Vorteilhafte Weiterbildungen eines Soft-Top-Verdecks nach der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Mithin ist ein Soft-Top-Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug vorgesehen, welches in einer Schließstellung einen Fahrzeuginnenraum überdeckt und in einer Öffnungsstellung in einem heckseitig angeordneten Verdeckablageraum ablegbar ist. In Schließstellung des Verdecks sind an seitlichen Verdeckrandbereichen finnenartig in Verdeckheckrichtung auslaufende Verdeckelemente ausgebildet, welche in Verdecklängsrichtung in wenigstens ein erstes Verdeckfinnenteil (37) und ein zweites Verdeckfinnenteil (39), die hintereinander angeordnet sind und untereinander gelenkig verbunden sind, unterteilt sind. Erfindungsgemäß verschwenken die Verdeckfinnenteile bei einer Öffnungsbewegung des Verdecks in gleichem Drehsinn. Ein erfindungsgemäßes Soft-Top-Verdeck hat die Vorteile, welche eine geteilte Ausbildung der finnenartigen Verdeckelemente mit zwei oder mehr in Verdecklängsrichtung hintereinander angeordneten Verdeckfinnenteilen bietet, wie z. B. eine platzsparende Verstaubarkeit, die auch die Unterbringung in einem in Verdecklängsrichtung kurz ausgebildeten Verdeckablageraum ermöglicht. Die jeweilige Teilung kann dabei dem Anwendungsfall angepasst sein. Weiterhin können in Verdeckheckrichtung sehr flach abfallende finnenartige Verdeckelemente, welche eine hierdurch bedingte große Länge aufweisen, eingesetzt werden, und der Verdeckablageraum kann weit in Verdeckfrontrichtung angeordnet werden, so dass neben einem daraus resultierenden großen heckseitigen Stauraum eine Anordnung eines Radhauses und einer Betankungsanlage einfach möglich ist. Die erfindungsgemäße Bewegung der Verdeckfinnenteile quasi in der Art einer Krebsschere mit gleichsinniger Bewegung beider Verdeckfinnenteile, d.h. zumindest beide im Wesentlichen in Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn mit ggf. Abwinkelungen, und deren krebsscherenartige Ablage ermöglicht in vorteilhafter Weise einen besonders raumsparenden Bewegungsablauf. Die Bewegung der Verdeckfinnenteile kann dabei sequentiell erfolgen. Beispielsweise können die Verdeckfinnenteile bei einer Öffnungsbewegung anfangs relativ zueinander unbewegt mit dem heckseitigen Ende bis zu einer Zwischenstellung angehoben werden, wonach ein heckseitiges Verdeckfinnenteil gegenüber dem frontseitig vorgelagerten Verdeckfinnenteil um sein frontseitiges Ende nach unten in eine weitere Zwischenstellung verschwenkt wird, ab der die Verdeckfinnenteile gemeinsam bis in die Endstellung bei Offenstellung des Verdecks verschwenkt werden. Diese letzte Bewegung kann je nach Anwendungsfall und baulichen Gegebenheiten ohne Relativbewegung der Verdeckfinnenteile zueinander oder mit weiterer Bewegung des heckwärtigen Verdeckfinnenteils relativ zu dem vorgelagerten Verdeckfinnenteil erfolgen. Alternativ kann die Bewegung der Verdeckfinnenteile auch parallel stattfinden, so dass bei Bewegung des frontseitigen Verdeckfinnenteils zugleich eine Bewegung des heckseitigen Verdeckfinnenteils erfolgt. Das erste Verdeckfinnenteil kann zumindest mit seinem heckseitigen Ende abgesenkt