DE-102026100176-A1 - Kraftfahrzeuginnenbauteil für ein Kraftfahrzeug sowie entsprechendes Kraftfahrzeug
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeuginnenbauteil (7) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einem Flächenbauteil (8) zur zumindest bereichsweisen Anlage an ein Karosseriebauteil (4) einer Karosserie (2) des Kraftfahrzeugs (1), das eine Masseschicht (12) aus einem Masseschichtmaterial und eine Dämpfungsschicht (14) aus einem Dämpfungsschichtmaterial aufweist. Dabei ist vorgesehen, dass das Flächenbauteil (8) durch eine fluiddurchlässige Ausgestaltung der Masseschicht (12) zur Bildung einer schalldämmenden Doppelwandstruktur zusammen mit dem Karosseriebauteil (4) vorgesehen und ausgestaltet ist und zur Verbesserung der Rezyklierbarkeit das Masseschichtmaterial sowie das als ein Fasermaterial vorliegende Dämpfungsschichtmaterial das gleiche Grundmaterial enthalten. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Kraftfahrzeug (1) mit einem Kraftfahrzeuginnenbauteil (7).
Inventors
- Stephan Schweiger
- Marc Burghardt
- Alexander Stärr
Assignees
- AUDI AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20260103
Claims (10)
- Kraftfahrzeuginnenbauteil (7) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einem Flächenbauteil (8) zur wenigstens bereichsweisen Anlage an ein Karosseriebauteil (4) einer Karosserie (2) des Kraftfahrzeugs (1), das eine Masseschicht (12) aus einem Masseschichtmaterial und eine Dämpfungsschicht (14) aus einem Dämpfungsschichtmaterial aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass das Flächenbauteil (8) durch eine fluiddurchlässige Ausgestaltung der Masseschicht (12) zur Bildung einer schalldämmenden Doppelwandstruktur zusammen mit dem Karosseriebauteil (4) vorgesehen und ausgestaltet ist und zur Verbesserung der Rezyklierbarkeit das Masseschichtmaterial sowie das als ein Fasermaterial vorliegende Dämpfungsschichtmaterial das gleiche Grundmaterial enthalten.
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Masseschicht (12) in einer Normalenrichtung eine Masseschichtdicke aufweist, die kleiner ist als eine Dämpfungsschichtdicke der Dämpfungsschicht (14) in derselben Normalenrichtung.
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine flächenbezogene Masseschichtmasse der Masseschicht (12) größer ist als eine flächenbezogene Dämpfungsschichtmasse der Dämpfungsschicht (14).
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass auf einer der Dämpfungsschicht (14) abgewandten Seite die Masseschicht (12) von einer in der Normalenrichtung eine Deckschichtdicke aufweisenden Deckschicht aus einem Deckschichtmaterial übergriffen ist, wobei das Deckschichtmaterial ebenfalls das Grundmaterial enthält und/oder die Deckschichtdicke um höchstens 20 %, höchstens 30 % oder höchstens 40 % von der Masseschichtdicke abweicht.
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Masseschichtmaterial einen bestimmten ersten Anteil an dem Grundmaterial aufweist und das Fasermaterial erste Fasern aus einem ersten Fasermaterial sowie zweite Fasern aus einem zweiten Fasermaterial enthält, wobei das erste Fasermaterial und das zweite Fasermaterial gemeinsam einen zweiten Anteil an dem Grundmaterial aufweisen, der mindestens dem ersten Anteil entspricht und/oder höchstens 10 %, höchstens 15 % oder höchstens 20 % von dem ersten Anteil abweicht.
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das erste Fasermaterial einen höheren Anteil an dem Grundmaterial aufweist als das zweite Fasermaterial.
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Dämpfungsschicht (14) Monokomponentenfasern aus dem ersten Fasermaterial und Mehrkomponentenfasern aus dem zweiten Fasermaterial enthält.
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an dem Flächenbauteil (8) eine plattenförmige Abdeckung (9) zur Überbrückung einer in dem Karosseriebauteil (4) hergestellten Vertiefung (6) gelagert ist.
- Kraftfahrzeuginnenbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Flächenbauteil (8) zur Ausbildung einer Durchladehilfe einen ersten Teilbereich (17) sowie einen relativ zu dem ersten Teilbereich (17) angewinkelten und/oder klappbaren zweiten Teilbereich (18) aufweist.
- Kraftfahrzeug (1) mit einem Kraftfahrzeuginnenbauteil (7), insbesondere einem Kraftfahrzeuginnenbauteil (7) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kraftfahrzeuginnenbauteil (7) über ein Flächenbauteil (8) zur wenigstens bereichsweisen Anlage an ein Karosseriebauteil (4) einer Karosserie (2) des Kraftfahrzeugs (1) verfügt, das eine Masseschicht (12) aus einem Masseschichtmaterial und eine Dämpfungsschicht (14) aus einem Dämpfungsschichtmaterial aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass das Flächenbauteil (8) durch eine fluiddurchlässige Ausgestaltung der Masseschicht (12) zur Bildung einer schalldämmenden Doppelwandstruktur (15) zusammen mit dem Karosseriebauteil (4) vorgesehen und ausgestaltet ist und zur Verbesserung der Rezyklierbarkeit das Masseschichtmaterial sowie das als ein Fasermaterial vorliegende Dämpfungsschichtmaterial das gleiche Grundmaterial enthalten.
Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeuginnenbauteil für ein Kraftfahrzeug, mit einem Flächenbauteil zur wenigstens bereichsweisen Anlage an ein Karosseriebauteil einer Karosserie des Kraftfahrzeugs, das eine Masseschicht aus einem Masseschichtmaterial und eine Dämpfungsschicht aus einem Dämpfungsschichtmaterial aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Kraftfahrzeug mit einem Kraftfahrzeuginnenbauteil. Aus dem Stand der Technik ist zum Beispiel die Druckschrift EP 0 760 756 B1 bekannt. Diese beschreibt eine Ladeflächenauskleidung für Fahrzeuge, insbesondere für den Heck- oder Kofferraumbereich von Kraftfahrzeugen. Dabei ist vorgesehen, dass die Ladeflächenauskleidung eine im Wesentlichen ebene Oberschale und eine der Kontur des Kofferraumbereichs angepasste Unterschale aufweist, wobei die Oberschale mittels klappbaren Befestigungsmitteln mit der Unterschale verbunden ist, sodass eine vollständig einbaufertige Einheit erhalten wird, die ein Doppelwandsystem mit hoher akustischer Wirkung bildet. Weiterhin beschreibt die Druckschrift DE 10 2024 117 099 A1 eine Doppelwandstruktur für ein Kraftfahrzeugbauteil, die zur Ausbildung eines Masse-Feder-Systems eine erste Wand, eine zumindest bereichsweise beabstandet von der ersten Wand angeordnete zweite Wand sowie einen zwischen der ersten Wand und der zweiten Wand vorliegenden Zwischenraum aufweist. Es ist vorgesehen, dass die erste Wand als Außenwand der Doppelwandstruktur angeordnet und fluiddurchlässig ist. Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Kraftfahrzeuginnenbauteil für ein Kraftfahrzeug vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Kraftfahrzeuginnenbauteilen Vorteile aufweist, insbesondere eine gute Schalldämmungswirkung besitzt und zudem zu einem hohen Anteil recycelbar ist. Dies wird erfindungsgemäß mit einem Kraftfahrzeuginnenbauteil für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass das Flächenbauteil durch eine fluiddurchlässige Ausgestaltung der Masseschicht zur Bildung einer schalldämmenden Doppelwandstruktur zusammen mit dem Karosseriebauteil vorgesehen und ausgestaltet ist und zur Verbesserung der Rezyklierbarkeit das Masseschichtmaterial sowie das als ein Fasermaterial vorliegende Dämpfungsschichtmaterial das gleiche Grundmaterial enthalten. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der Beschreibung erläuterten Ausführungsbeispiele nicht beschränkend sind; vielmehr sind beliebige Variationen der in der Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Figuren offenbarten Merkmale realisierbar. Das Kraftfahrzeuginnenbauteil ist vorzugsweise Bestandteil des Kraftfahrzeugs, kann jedoch selbstverständlich auch separat von diesem vorliegen, insbesondere bis zu einer Montage beziehungsweise Anordnung des Kraftfahrzeuginnenbauteils an oder in dem Kraftfahrzeug. Das Kraftfahrzeuginnenbauteil ist zur Anordnung in einem Innenraum des Kraftfahrzeugs vorgesehen und ausgestaltet. Unter dem Innenraum ist hierbei ein von einer Karosserie des Kraftfahrzeugs eingefasste Raum zu verstehen, insbesondere abseits des Motorraums. Der Innenraum umfasst insoweit bevorzugt einen Fahrgastraum und/oder einen Laderaum beziehungsweise Kofferraum des Kraftfahrzeugs. Das Kraftfahrzeuginnenbauteil ist bevorzugt als Bodenbelag ausgestaltet. Es verfügt über das Flächenbauteil, das zur Anlage an dem Karosseriebauteil der Karosserie vorgesehen und ausgestaltet ist. Unter dem Karosseriebauteil ist ein Bauteil der Karosserie zu verstehen. Vorzugsweise begrenzt das Karosseriebauteil den Innenraum des Kraftfahrzeugs nach unten, also in Richtung eines Unterbodens des Kraftfahrzeugs, sodass es als Innenraumbodenbauteil vorliegt. Es bildet insoweit eine Auflagefläche für den in dem Innenraum vorgesehenen Bodenbelag und/oder für akustisch und/oder thermisch isolierende Bauteile. Das Karosseriebauteil ist zum Beispiel einstückig oder mehrstückig ausgestaltet. Es besteht beispielsweise aus einem metallischen, polymeren und/oder faserverstärkten Werkstoff. Das Karosseriebauteil ist vorzugsweise mit einem oder mehreren Längsträgern und/oder mit einem oder mehreren Querträgern des Kraftfahrzeugs verbunden und bildet einen Teil einer bodenseitigen Karosseriestruktur des Kraftfahrzeugs. Das Flächenbauteil liegt bei bestimmungsgemäßer Anordnung an dem Karosseriebauteil an oder auf ihm auf. Es kann hierbei vorgesehen sein, dass sich das Flächenbauteil lediglich auf dem Karosseriebauteil abstützt, insbesondere in Richtung einer Hochachse des Kraftfahrzeugs, und in einer gegenüber der Hochachse angewinkelten Richtung verlagerbar beziehungsweise bewegbar ist. Das bedeutet insbesondere, dass das Flächenbauteil in Richtung einer Längsachse und/oder in Richtung einer Querachse des Kraftfahrzeugs bezüglich des Karosseriebauteils verlagerbar ist. Die Längsachse, die Querachse die Hochachse des Kraftfahrzeugs stehen jeweils senkrecht aufeinander und spannen ins