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DE-102026102587-A1 - Verfahren zur Bestimmung eines Fahrkomforts, Steuereinrichtung sowie Kraftfahrzeug

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Abstract

Es ist ein Verfahren zur Bestimmung eines Fahrkomforts beim Fahren eines Kraftfahrzeugs vorgesehen, bei dem eine KI zur Bestimmung des Fahrkomforts durch eine Auswertung von Sensordaten einer Sensorik des Kraftfahrzeugs bereitgestellt wird, wobei die Sensordaten optische Signale umfassen. Da nicht nur das Innenraumklima, sondern zusätzlich oder alternativ auch nur während der Fahrt auftretende optisch detektierbare Einflüsse, insbesondere Schwingungen, als Auswirkungen auf den subjektiv empfundenen Fahrkomfort berücksichtigt werden, ist einen hoher Komfort beim Fahren in einem Kraftfahrzeug ermöglicht. Durch die Kopplung mit akustischen und mechanischen Sensoren kann der Fahrkomfort anhand aller Sinnesorgane bewertet werden.

Inventors

  • Julia Witzke

Assignees

  • DR. ING. H.C. F. PORSCHE AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20260122

Claims (10)

  1. Verfahren zur Bestimmung eines Fahrkomforts beim Fahren eines Kraftfahrzeugs, bei dem eine KI zur Bestimmung des Fahrkomforts durch eine Auswertung von Sensordaten einer Sensorik des Kraftfahrzeugs bereitgestellt wird, wobei die Sensordaten optische Signale umfassen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , bei dem die KI aus den optischen Signalen ein aktuelles und/oder zukünftiges Schwingungsverhalten des Kraftfahrzeugs und/oder eines Fahrzeuginsassen ermittelt und für die Bestimmung des Fahrkomforts berücksichtigt.
  3. Verfahren nach 2, bei dem die KI das Schwingungsverhalten eines Wanken, Nicken und/oder Kantenüberfahrt des Kraftfahrzeugs ermittelt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , bei dem zusätzlich zu den optischen Signalen die Sensordaten akustische Signale und/oder mechanische Signale umfassen, insbesondere Beschleunigungssignale, Mikrofonmessungen, Dämpferkräfte, Motordrehzahlen und/oder anthropometrische Daten.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , bei dem die KI durch eine Beobachtung eines Insassenverhaltens zur subjektiven Beurteilung des Fahrkomforts durch den Fahrzeuginsassen trainiert wurde und/oder trainiert wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , bei dem ein von der KI generierter Parameter für den Fahrkomfort mindestens einem Fahrassistenzsystem des Kraftfahrzeugs und/oder mindestens einem Komfortsystem des Kraftfahrzeugs, insbesondere als eine Führungsgröße einer Regelung, zur Verfügung gestellt wird.
  7. Steuereinrichtung zu Regelung eines Fahrkomforts beim Fahren eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe mindestens eines angesteuerten Fahrassistenzsystem und/oder Komfortsystem, wobei eine zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgestaltete KI vorgesehen ist.
  8. Kraftfahrzeug mit einer Steuereinrichtung nach Anspruch 1 .
  9. Kraftfahrzeug nach Anspruch 8 , wobei eine optische Signale ausgebende Sensorik vorgesehen ist, wobei die Sensorik eine Kamera, ein LiDAR-System, eine Stereo-Kamera und/oder eine Panoramakamera aufweist.
  10. Kraftfahrzeug nach Anspruch 9 , wobei die optischen Signale Daten in Form von Kamerabilder in RGB, Infrarot und/oder 3D aufweisen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren, mit dessen Hilfe ein Fahrkomfort beim Fahren eines Kraftfahrzeugs bestimmt werden kann, sowie eine derartige Steuereinrichtung und ein derartiges Kraftfahrzeug. US 2018/0134116 A1 beschreibt ein System, bei dem Klimabedingungen in einem Innenraum eines Kraftfahrzeugs gemessen werden und in Abhängigkeit von den Ergebnissen einer trainierten KI, die das Wohlbefinden eines Fahrzeuginsassen detektiert, für eine Verbesserung des Wohlbefindens des Fahrzeuginsassen verändert werden. Es besteht ein ständiges Bedürfnis, den Komfort bei Fahren in einem Kraftfahrzeug zu verbessern. Es ist die Aufgabe der Erfindung Maßnahmen aufzuzeigen, die einen hohen Komfort beim Fahren in einem Kraftfahrzeug ermöglichen. Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Steuereinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 7 sowie ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben, die jeweils einzeln oder in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können, wobei der Schutzbereich durch die Ansprüche bestimmt wird. Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung eines Fahrkomforts beim Fahren eines Kraftfahrzeugs, bei dem eine KI zur Bestimmung des Fahrkomforts durch eine Auswertung von Sensordaten einer Sensorik des Kraftfahrzeugs bereitgestellt wird, wobei die Sensordaten optische Signale umfassen. Dadurch kann ein System zur Bewertung des Fahrkomforts eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe einer KI, insbesondere ein neuronales Netz, geschaffen werden, wobei die KI insbesondere ausgelegt ist, einen Zusammenhang zwischen Eingabedaten und/oder Messdaten und einer subjektiven Bewertung zu erlernen. Zur Bewertung des Fahrkomforts können insbesondere zusätzlich optische Eingabedaten, beispielsweise Kamerabilder und/oder LiDAR, verwendet werden. Da nicht nur das Innenraumklima, sondern zusätzlich oder alternativ auch nur während der Fahrt auftretende optisch detektierbare Einflüsse, insbesondere Schwingungen, als Auswirkungen auf den subjektiv empfundenen Fahrkomfort berücksichtigt werden, ist einen hoher Komfort beim Fahren in einem Kraftfahrzeug ermöglicht. Der Fahrkomfort kann mittels künstlicher Intelligenz („KI“) bewertet werden. Es wurde erkannt, dass eine Bewertung des Fahrkomforts in der Regel subjektiv erfolgt anhand aller menschlicher Sinneskanäle, insbesondere Haptik, Akustik und/oder Optik. Hierbei ist das menschliche Auge das wichtigste Sinnesorgan des Menschen, wobei eine falsche Synchronisation zwischen den Sinneskanälen beispielsweise zu Motion Sickness und damit für Diskomfort führt und daher durch eine automatisierte Integration visueller Aspekte zur Analyse des Fahrkomforts vermieden werden kann. Insbesondere ist eine Analyse von optischen Aspekten für die Bewertung von Fahrkomforteigenschaften von Schwingungen im Bereich von ca. 1-500 Hz vorgesehen, da derartige Frequenzen beispielsweise bei Wanken, Nicken und/oder Kantenüberfahrten auftreten können. Der Wechsel von einer subjektiven Bewertung des Fahrkomforts zu einer Objektivierung des Fahrkomforts kann mittels einer Kl, insbesondere neuronaler Netze, vorzugsweise mit überwachten Lernstrategien, gelingen. Hierbei kann ein Erlernen eines Zusammenhangs zwischen objektiven Kenngrößen und subjektiver Bewertung erfolgen, um dieses Wissen dann auf bisher ungesehene Daten anwenden zu können, insbesondere um eine Vorhersage der Subjektivbewertung zu erreichen. Hierbei kann auf KIs beziehungsweise neuronale Netze zurückgegriffen werden, die in einem Kraftfahrzeug bisher Beschleunigungssignale, Mikrofonmessungen, Dämpferkräfte, Motordrehzahlen, anthropometrische Daten verarbeiten und nun zusätzlich über optische Kanäle zu verarbeitende Informationen erhalten können. Da optische Eindrücke die Erwartungshaltung und damit die Wahrnehmung des Menschen beeinflussen, sollten diese daher Berücksichtigung erhalten. Beispielsweise kann bei einer Kantenüberfahrt die zu überfahrende Kante sehr hoch sein, so dass die Kante vor der Überfahrt optisch wahrgenommen werden kann. Der Insasse kann gemäß seiner Erwartungshaltung einen entsprechend harten Impuls erwarten. Ist jedoch die Kante nicht sehr hoch, führt aber dennoch zu einem stark wahrgenommen Impuls, dann entspricht dies nicht der Erwartungshaltung und wird dementsprechend als unkomfortabel empfunden. Die optischen Signale, die zur Bewertung des Fahrkomforts verwendet werden können, können vielfältiger Natur sein. Geeignete von einer Sensorik des Kraftfahrzeugs erfassbare optische Signale sind insbesondere Kamerabilder in RGB, in Infrarot, in 3D (Tiefenkamera), LiDAR, Stereo-Kamera, Panoramakamera. Insbesondere berücksichtigt die KI aus den optischen Signalen ein aktuelles und/oder zukünftiges Schwingungsverhalten des Kraftfahrzeugs und/oder eines Fahrzeuginsassen ermittelt und für die Bestimmung des Fahrkomforts