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DE-102026104819-A1 - Fahrzeugdisplaysystem

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdisplaysystem (1) für ein Kraftfahrzeug (20) mit mindestens zwei Displays (2,4,11), welches sich dadurch auszeichnet, dass die Abstrahlrichtung der auf den Displays (2,4,11) dargestellten Inhalte auf jeweils einen Insassen (21) des Kraftfahrzeugs (20) ausgerichtet sind.

Inventors

  • Dirk Steffens

Assignees

  • Mercedes-Benz Group AG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20260205

Claims (10)

  1. Fahrzeugdisplaysystem (1) für ein Kraftfahrzeug (20) mit mindestens zwei Displays (2,4,11) dadurch gekennzeichnet , dass die Abstrahlrichtungen der auf den Displays (2,4,11) dargestellten Inhalte auf jeweils einen Insassen (21) des Kraftfahrzeugs (20) ausgerichtet sind.
  2. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Fahrzeugdisplaysystem (1) mindestens ein weiteres Nebendisplay (3.1,3.2,5.1,5.2,12.1,12.2) umfasst.
  3. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass mindesten ein Display (2,4,11) und ein Nebendisplay (3.1,3.2,5.1,5.2,12.1,12.2) zu einem Gesamtdisplay (1.1,1.2,1.3,1.4) verbunden werden können.
  4. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Nebendisplay (3.1,3.2,5.1,5.2,12.1,12.2) in einer Tür (8.1,8.2, 13.1, 13.2) des Kraftfahrzeuges (20) angeordnet ist.
  5. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass ein Sensor zur Erkennung einer Verbindung des Nebendisplays (3.1,3.2,5.1,5.2,12.1,12.2) mit dem Display (2,4,11) bei geschlossener Tür (8.1,8.2, 13.1, 13.2) vorhanden ist.
  6. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass mindestens ein Display (2,4,11) gekrümmt, insbesondere konkav, ausgebildet ist.
  7. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass das Gesamtdisplay (1.1,1.2,1.3,1.4) mit einem Anstellwinkel (ω) von 5° bis 60° zum Insassen (21) ausgebildet ist.
  8. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass Gesamtdisplay (1.1,1.2,1.3,1.4) einen Bogenwinkel in einem Bereich von 50° bis 180° aufweist.
  9. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Fahrzeugdisplaysystem (1) eine Steuereinheit umfasst.
  10. Fahrzeugdisplaysystem (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass mehrere Gesamtdisplays (1.1,1.2,1.3,1.4) im Bereich des Fahrers, Beifahrers und/oder der Insassen (21) im Fond (16) ausgebildet sind.

Description

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdisplaysystem, insbesondere für ein Kraftfahrzeug. Displays nehmen eine stetig wachsende Bedeutung im Kraftfahrzeug ein, sodass ihre Anwendungen und Dimensionierungen stark zunehmen. Nach aktuellem Stand der Technik werden Displays insbesondere im Armaturenbrett oder im Fondbereich zweidimensional, also als sogenannte Flachbildschirme, und nebeneinander angeordnet. Dies hat den Nachteil, dass somit die absolute Displayfläche stark begrenzt ist und so wiederum entweder die Darstellung der Information relativ klein und dadurch nur schlecht ablesbar und/oder nicht vollständig ist. Weiterhin hat der benachbarte Insasse stets auch ungewollt freien Blick auf die Displays des Nachbarn. Dies gilt für den Fahrer und den Beifahrer gleichermaßen. Fahrzeugdisplaysysteme mit mehreren Bildschirmen, die zudem schwenkbar ausgebildet sind, sind ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannt. So offenbart beispielsweise die deutsche Patentanmeldung DE102019126106 A1 mehrere Bildschirme, die unterschiedlich angeordnet oder verschwenkt werden können, um Informationen einzeln auf zwei Bildschirmen oder gemeinsam auf einem aus beiden Bildschirmen verschmolzenen Gesamtbildschirm darzustellen. Die beiden Bildschirme bewegen sich hierfür entlang einer jeweiligen Bahnkurve, die ein kollisionsfreies Bewegen der beiden Bildschirme zulässt. Die Bildschirme können in einer Verschmelzungsstellung zu einer gemeinsamen Anzeigeeinheit zusammengeführt werden. Dies hat jedoch den Nachteil, dass die Schienen und/oder die Schwenkarme Bauraum benötigen und die Bildschirme zur Darstellung unterschiedlicher Informationen vergleichsweise klein ausgebildet sind. Die US-Patentanmeldung US 2011/0006892 A1 offenbart dagegen ein Konzept für Fahrzeuginstrumentierung, bei dem ein biegsames, konturfolgendes Anzeige- und Bedienfeld („Bendable On-Demand Display“) eingesetzt wird. Dieses ersetzt statische Anzeigen durch flexible, dynamisch anpassbare Displays, die sich den Innenkonturen des Fahrzeugs anpassen und den Fahrzeuginsassen individuell konfigurierbare Informationen bereitstellen. Neben klassischen Betriebsdaten können auch Telematik-, Unterhaltungs-, Komfort- und Sicherheitsfunktionen integriert werden. Durch Touch- und Sprachsteuerung, drahtlose Konnektivität sowie vernetzte Assistenzfunktionen wird das Armaturenbrett zu einer zentralen Schalt- und Informationsplattform. Die in der genannten Schrift gezeigte Lösung hat jedoch den Nachteil, dass das biegsame Display durch Vibrationen und/oder Erwärmung die Form verliert, Geräusche erzeugt und das Display wackelt, was die Erkennbarkeit der dargestellten Informationen negativ beeinflussen kann. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Fahrzeugdisplaysystem bereitzustellen, welches die oben beschriebenen Nachteile des Standes der Technik beseitigt. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Fahrzeugdisplaysystem mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen und Varianten der Erfindung. Ein erfindungsgemäßes Fahrzeugdisplaysystem für ein Kraftfahrzeug mit mindestens zwei Displays zeichnet sich dadurch aus, dass die Abstrahlrichtung der auf den Displays dargestellten Inhalte jeweils auf einen Insassen des Kraftfahrzeugs ausgerichtet ist. Dies ermöglicht eine vorteilhafte Personalisierung der auf den Displays dargestellten Informationen. Durch die Anwendung von für mindestens zwei Insassen, also beispielsweise den Fahrer und den Beifahrer, ausgebildeten Displays, kann der Fahrer für das Führen des Kraftfahrzeugs relevante Informationen erhalten, wobei der Beifahrer beispielsweise ein zusätzliches Infotainmentsystem nutzen kann. Jeder Insasse kann durch diese „Raumaufteilung“ die für ihn relevanten bzw. zusätzlich auswählbare Informationen dargestellt bekommen. Dies hat den Vorteil, dass der Fahrer nicht durch Informationen (Filme) auf einem für den Fahrer ebenfalls gut einsehbaren Display, wie es heute bei den zentralen Mitteldisplays der Fall ist, abgelenkt wird. Ein Beifahrer kann beispielsweise einen Film schauen, ohne dass der Fahrer dadurch abgelenkt wird. Daneben kann das Fahrzeugdisplaysystem mindestens ein weiteres Nebendisplay umfassen, wodurch die Fläche zur Darstellung von Informationen vorteilhaft vergrößert werden kann. Weiterhin können mindestens ein Display und mindestens ein Nebendisplay zu einem Gesamtdisplay verbunden werden. Dies ermöglicht eine vorteilhafte Vergrößerung der Displaygröße, sodass die Information(en) selbst und/oder auch mehrere Informationen dargestellt bzw. vergrößert dargestellt werden können. Insbesondere können das mindestens eine Display und das mindestens eine Nebendisplay nahtlos miteinander verbunden sein. Dies kann zu einem qualitativ vorteilhaftem Seherlebnis des Insassen beitragen. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das mindestens eine Nebendisplay in einer Tür des Kraftfahrzeuges angeordnet sein. Alternativ kann das mindestens eine Nebendisplay in eine