DE-102026106494-A1 - Radbremsvorrichtung für ein Fahrzeug, Fahrzeug und Verfahren zur Herstellung der Radbremsvorrichtung
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Radbremsvorrichtung (1) für ein Fahrzeug (2), aufweisend eine Bremsscheibe (3) und mindestens einen Bremsklotz (4). Erfindungsgemäß weisen ein Reibring (5) der Bremsscheibe (3) und der mindestens eine Bremsklotz (4) jeweils mehrere Resonatorbohrungen (6) auf, die jeweils als Sacklochbohrung ausgebildet sind, wobei eine Öffnung der jeweiligen Resonatorbohrung (6) an einer Reibfläche (7) angeordnet ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fahrzeug (2) mit mindestens einer solchen Radbremsvorrichtung (1) und ein Verfahren zur Herstellung der Radbremsvorrichtung (1).
Inventors
- Philipp Röding
- Andreas Sattler
Assignees
- Mercedes-Benz Group AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20260218
Claims (9)
- Radbremsvorrichtung (1) für ein Fahrzeug (2), aufweisend eine Bremsscheibe (3) und mindestens einen Bremsklotz (4), dadurch gekennzeichnet , dass ein Reibring (5) der Bremsscheibe (3) und der mindestens eine Bremsklotz (4) jeweils mehrere Resonatorbohrungen (6) aufweisen, die jeweils als Sacklochbohrung ausgebildet sind, wobei eine Öffnung der jeweiligen Resonatorbohrung (6) an einer Reibfläche (7) angeordnet ist.
- Radbremsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der mindestens eine Bremsklotz (4) einen Träger (8) und einen darauf angeordneten Bremsbelag (9) mit der Reibfläche (7) aufweist, wobei sich die Resonatorbohrungen (6) im mindestens einen Bremsklotz (4) ausgehend von der Reibfläche (7) durch den Bremsbelag (9) hindurch und bis in den Träger (8) hinein erstrecken.
- Radbremsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Bremsscheibe (3) als eine innenbelüftete Bremsscheibe (3) mit zwei seitlichen Reibringteilen (10), die jeweils eine Reibfläche (7) aufweisen, und dazwischen angeordneten und die Reibringteile (10) miteinander verbindenden Kühlrippen (11) ausgebildet ist, wobei sich die Resonatorbohrungen (6) im Reibring (5) jeweils ausgehend von der jeweiligen Reibfläche (7) durch den jeweiligen seitlichen Reibringteil (10) hindurch in eine der Kühlrippen (11) hinein erstrecken.
- Radbremsvorrichtung (1) nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Kühlrippen (11) jeweils schräg zu einander zugewandten Innenoberflächen der Reibringteile (10) ausgerichtet sind.
- Radbremsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass - die Resonatorbohrungen (6) eine unterschiedliche Bohrlochtiefe aufweisen, und/oder - die Resonatorbohrungen (6) im mindestens einen Bremsklotz (4) eine unterschiedliche Bohrlochtiefe aufweisen, und/oder - die Resonatorbohrungen (6) im Reibring (5) der Bremsscheibe (3) eine unterschiedliche Bohrlochtiefe aufweisen.
- Radbremsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Resonatorbohrungen (6) im mindestens einen Bremsklotz (4) eine geringere Bohrlochtiefe aufweisen als die Resonatorbohrungen (6) im Reibring (5) der Bremsscheibe (3).
- Radbremsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Resonatorbohrungen (6) im Reibring (5) der Bremsscheibe (3) und/oder im mindestens einen Bremsklotz (4) jeweils schräg zur Reibfläche (7) ausgerichtet sind.
- Fahrzeug (2), aufweisend mindestens eine Radbremsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
- Verfahren zur Herstellung einer Radbremsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass bei einer Radbremsvorrichtung mit einer Bremsscheibe und mindestens einem Bremsklotz, die noch keine Resonatorbohrungen (6) aufweisen, Eigenfrequenzen ermittelt werden, aus den ermittelten Eigenfrequenzen erforderliche Bohrlochtiefen der Resonatorbohrungen (6) ermittelt werden und die Resonatorbohrungen (6) mit den ermittelten Bohrlochtiefen im Reibring der Bremsscheibe und/oder mindestens einer baugleichen Bremsscheibe und im mindestens einen Bremsklotz und/oder in mindestens einem baugleichen Bremsklotz ausgebildet werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Radbremsvorrichtung für ein Fahrzeug nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, ein Fahrzeug und ein Verfahren zur Herstellung der Radbremsvorrichtung. Aus dem Stand der Technik sind, wie in der DE 199 03 757 A1 beschrieben, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vermindern bzw. Vermeiden der Geräuschentwicklung von Reibungsbremsen und Reibungskupplungen bekannt. In der EP 0 962 013 B1 wird ein λ/4-Absorber mit mehreren röhrchenförmigen λ/4-Resonatoren zur Absorption von Schall beschrieben. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Radbremsvorrichtung für ein Fahrzeug, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Fahrzeug und ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Verfahren zur Herstellung einer Radbremsvorrichtung anzugeben. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Radbremsvorrichtung für ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 8 und ein Verfahren zur Herstellung einer Radbremsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Eine Radbremsvorrichtung für ein Fahrzeug weist eine Bremsscheibe und mindestens einen Bremsklotz oder vorteilhafterweise mehrere Bremsklötze auf. Erfindungsgemäß weisen ein Reibring der Bremsscheibe und der mindestens eine oder jeweilige Bremsklotz jeweils mehrere Resonatorbohrungen auf, die jeweils als Sacklochbohrung ausgebildet sind, wobei eine Öffnung der jeweiligen Resonatorbohrung an einer Reibfläche angeordnet ist. Es ist insbesondere vorgesehen, dass der mindestens eine oder jeweilige Bremsklotz einen Träger und einen darauf angeordneten Bremsbelag mit der Reibfläche aufweist, wobei sich die Resonatorbohrungen im mindestens einen oder jeweiligen Bremsklotz ausgehend von der Reibfläche durch den Bremsbelag hindurch und bis in den Träger hinein erstrecken. Die Bremsscheibe ist beispielsweise als eine innenbelüftete Bremsscheibe mit zwei seitlichen Reibringteilen ausgebildet, die jeweils eine Reibfläche aufweisen. Zwischen diesen beiden Reibringteilen sind Kühlrippen angeordnet, welche die Reibringteile miteinander verbinden. Die Resonatorbohrungen im Reibring erstrecken sich jeweils ausgehend von der jeweiligen Reibfläche durch den jeweiligen seitlichen Reibringteil hindurch in eine der Kühlrippen hinein. Beispielsweise erstrecken sich zwei oder mindestens zwei Resonatorbohrungen in dieselbe Kühlrippe hinein, wobei die eine Resonatorbohrung von der Reibfläche des einen Reibringteils ausgeht und die andere Resonatorbohrung von der Reibfläche des anderen Reibringteils ausgeht. Die beiden sich in dieselbe Kühlrippe 11 hinein erstreckenden Resonatorbohrungen 6 sind somit gegenläufig ausgebildet. Beispielsweise können sich in mehrere oder alle Kühlrippen jeweils mindestens eine Resonatorbohrung oder zwei Resonatorbohrung, insbesondere auf die beschriebene Weise gegenläufig, oder mehr als zwei Resonatorbohrungen hinein erstrecken. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Kühlrippen jeweils schräg zu einander zugewandten Innenoberflächen der Reibringteile und/oder schräg zu den Reibflächen der Reibringteile ausgerichtet sind. Dadurch wird die Ausbildung von Resonatorbohrungen mit einer größeren Bohrlochtiefe ermöglicht. Zudem kann über eine dadurch erreichte größere Oberfläche der Kühlrippen mehr Wärme dissipiert werden, so dass auch eine Funktionalität hinsichtlich der Kühlung verbessert wird. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Resonatorbohrungen eine unterschiedliche Bohrlochtiefe aufweisen. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Resonatorbohrungen im mindestens einen oder jeweiligen Bremsklotz eine unterschiedliche Bohrlochtiefe aufweisen und/oder die Resonatorbohrungen im Reibring der Bremsscheibe eine unterschiedliche Bohrlochtiefe aufweisen. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Resonatorbohrungen im mindestens einen oder jeweiligen Bremsklotz eine geringere Bohrlochtiefe aufweisen als die Resonatorbohrungen im Reibring der Bremsscheibe, d. h. es ist insbesondere vorgesehen, dass die Resonatorbohrung mit der geringsten Bohrlochtiefe im Reibring der Bremsscheibe tiefer ist als die Resonatorbohrung mit der größten Bohrlochtiefe im mindestens einen oder jeweiligen Bremsklotz. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Resonatorbohrungen im Reibring der Bremsscheibe und/oder im mindestens einen oder jeweiligen Bremsklotz jeweils schräg zur Reibfläche ausgerichtet sind, d. h. nicht senkrecht zur Reibfläche, sondern in einem von der Senkrechten abweichenden Winkel. Dabei können die Winkel der Resonatorbohrungen unterschiedlich sein und die Resonatorbohrungen können in verschiedene Richtungen schräg ausgerichtet sein. Der Winkel der jeweiligen Resonatorbohrung kann beliebig gewählt werden. Er wird insbesondere derart gewählt, dass die jeweilige Resonatorbohrung auf die beschriebene Weise mit der für sie vorgegebenen Bohrlochtiefe als Sacklochb