DE-112011105933-B4 - Verfahren und Vorrichtungen zum dynamischen Anpassen einer virtuellen Tastatur
Abstract
Verfahren zum Bereitstellen einer dynamisch angepassten virtuellen Tastatur, wobei das Verfahren Folgendes umfasst: auf einem Display einer mobilen Computervorrichtung, das Anzeigen von mindestens einem Teil eines elektronischen Formulars, das Eingabeobjekte zum Akzeptieren von Benutzereingaben umfasst; automatisches Parsen des elektronischen Formulars zum Erkennen von Attributen von mindestens einem der Eingabeobjekte; automatisches Bestimmen auf Basis der Parsing-Ergebnisse, ob das elektronische Formular ein Nicht-Texteingabeobjekt umfasst; in Reaktion auf das Erkennen, dass das elektronische Formular ein Nicht-Texteingabeobjekt umfasst, das automatische Hinzufügen einer entsprechenden Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen zu einer virtuellen Tastatur; und Anzeigen der virtuellen Tastatur mit der hinzugefügten Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen auf dem Display der mobilen Computervorrichtung; wobei die hinzugefügte Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen konfiguriert ist, um einem Benutzer das Aufrufen einer Funktion, die mit dem entsprechenden Nicht-Texteingabeobjekt im elektronischen Formular verknüpft ist, von der virtuellen Tastatur aus zu ermöglichen.
Inventors
- Aras Bilgen
- James Ketrenos
Assignees
- INTEL CORPORATION
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20111208
Claims (15)
- Verfahren zum Bereitstellen einer dynamisch angepassten virtuellen Tastatur, wobei das Verfahren Folgendes umfasst: auf einem Display einer mobilen Computervorrichtung, das Anzeigen von mindestens einem Teil eines elektronischen Formulars, das Eingabeobjekte zum Akzeptieren von Benutzereingaben umfasst; automatisches Parsen des elektronischen Formulars zum Erkennen von Attributen von mindestens einem der Eingabeobjekte; automatisches Bestimmen auf Basis der Parsing-Ergebnisse, ob das elektronische Formular ein Nicht-Texteingabeobjekt umfasst; in Reaktion auf das Erkennen, dass das elektronische Formular ein Nicht-Texteingabeobjekt umfasst, das automatische Hinzufügen einer entsprechenden Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen zu einer virtuellen Tastatur; und Anzeigen der virtuellen Tastatur mit der hinzugefügten Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen auf dem Display der mobilen Computervorrichtung; wobei die hinzugefügte Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen konfiguriert ist, um einem Benutzer das Aufrufen einer Funktion, die mit dem entsprechenden Nicht-Texteingabeobjekt im elektronischen Formular verknüpft ist, von der virtuellen Tastatur aus zu ermöglichen.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei: das Nicht-Texteingabeobjekt im elektronischen Formular eine Befehlsschaltfläche umfasst; und die hinzugefügte Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen in der virtuellen Tastatur eine entsprechende Befehlsschaltfläche umfasst, die konfiguriert ist, um dem Benutzer das Aufrufen der Funktion, die mit der Befehlsschaltfläche im elektronischen Formular verknüpft ist, von der virtuellen Tastatur aus zu ermöglichen.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das Nicht-Texteingabeobjekt im elektronischen Formular ein Objekt aus der Gruppe bestehend aus einer Befehlsschaltfläche und einem Listenfeld umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei: der Vorgang des Anzeigens von mindestens einem Teil des elektronischen Formulars das Anzeigen eines ersten Teils des elektronischen Formulars umfasst, das das Nicht-Texteingabeobjekt nicht auf einem ersten Teil des Displays umfasst; und der Vorgang des Anzeigens der virtuellen Tastatur mit der hinzugefügten Nicht-Textkomponente für virtuelle Tastaturen das Anzeigen der virtuellen Tastatur auf einem zweiten Teil des Displays umfasst, während der erste Teil des elektronischen Formulars, der das Nicht-Texteingabeobjekt nicht umfasst, auf dem ersten Teil des Displays angezeigt wird.
- Verfahren nach Anspruch 4 , ferner umfassend: das Ermöglichen für den Benutzer, mit dem Nicht-Texteingabeobjekt im elektronischen Formular indirekt über die virtuelle Tastatur zu interagieren, obwohl sich das Nicht-Texteingabeobjekt in einem zweiten nicht dargestellten Teil des elektronischen Formulars befindet.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das elektronische Formular einen Eingabebildschirm umfasst, der von einer Software-Anwendung erzeugt wird.
- Verfahren nach Anspruch 6 , wobei die Software-Anwendung einen Web-Browser umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei: der Vorgang des Parsens des elektronischen Formulars das Erkennen von zwei oder mehreren Eingabeobjekten im elektronischen Formular umfasst; und das Verfahren weiterhin das automatische Hinzufügen von einer oder mehreren Navigationssteuerungsschaltflächen zur virtuellen Tastatur in Reaktion auf das Erkennen von zwei oder mehreren Eingabeobjekten im elektronischen Formular umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 8 , ferner umfassend: Erkennen, dass der Benutzer eine der hinzugefügten Navigationssteuerungsschaltflächen in der virtuellen Tastatur ausgewählt hat; in Reaktion darauf, das automatische Verschieben des Fokus auf ein anderes Eingabeobjekt; das automatische Bestimmen, ob das andere Eingabeobjekt im Display dargestellt ist; und in Reaktion auf das Bestimmen, dass das andere Eingabeobjekt nicht im Display dargestellt ist, das automatisch Scrollen bzw. Blättern des elektronischen Formulars im Display, um zu bewirken, dass das andere Eingabeobjekt im Display dargestellt wird.
- Verfahren nach Anspruch 9 , wobei: die zwei oder mehreren Eingabeobjekte ein erstes Texteingabefeld und ein zweites Texteingabefeld umfassen; und der Vorgang des automatischen Verschiebens des Fokus auf ein anderes Eingabeobjekt das automatische Verschieben des Fokus vom ersten Texteingabefeld auf das zweite Texteingabefeld umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das Verfahren ferner Folgendes umfasst. Hinzufügen einer virtuellen Tastaturkomponente zur virtuellen Tastatur, wobei die virtuelle Tastaturkomponente so konfiguriert ist, dass in Reaktion auf Benutzerinteraktion mit der virtuellen Tastaturkomponente eine Liste von Eingabeobjekten aus dem elektronischen Formular in der virtuellen Tastatur angezeigt wird.
- Verfahren nach Anspruch 11 , ferner umfassend: Erkennen, dass der Benutzer eines der Eingabeobjekte aus der in der virtuellen Tastatur angezeigten Liste ausgewählt hat; und in Reaktion darauf, das automatische Verschieben des Fokus auf das ausgewählte Eingabeobjekt.
- Verfahren nach Anspruch 11 , ferner umfassend: Erkennen, dass der Benutzer eines der Eingabeobjekte aus der in der virtuellen Tastatur angezeigten Liste ausgewählt hat; in Reaktion darauf, das automatische Verschieben des Fokus auf das ausgewählte Eingabeobjekt; das automatische Bestimmen, ob das ausgewählte Eingabeobjekt im Display dargestellt ist; und in Reaktion auf das Bestimmen, dass das ausgewählte Eingabeobjekt nicht im Display dargestellt ist, das automatisch Scrollen bzw. Blättern des elektronischen Formulars im Display, um zu bewirken, dass das ausgewählte Eingabeobjekt im Display dargestellt wird.
- Mindestens ein nicht flüchtiges durch Maschinen abrufbares Medium umfassend: Anweisungen, die, wenn sie durch eine mobile Vorrichtung ausgeführt werden, der mobilen Vorrichtung das Ausführen des in einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgeführten Verfahrens ermöglichen.
- Mobile Computervorrichtung umfassend: einen Prozessor; mindestens eine lokale Speichervorrichtung, die auf den Prozessor reagiert; und Anweisungen in der lokalen Speichervorrichtung, die, wenn sie durch die mobile Vorrichtung ausgeführt werden, der mobilen Computervorrichtung das Ausführen des in einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgeführten Verfahrens ermöglichen.
Description
TECHNISCHES GEBIET Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen Datenverarbeitungssysteme. Genauer gesagt betrifft die vorliegende Offenbarung virtuelle Tastaturen für Datenverarbeitungssysteme, wie z.B. eine tragbare (Handheld) mobile Computervorrichtung. ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK Wenn eine Person (der „Benutzer“) mit einer Softwareanwendung auf einem Datenverarbeitungssystem interagiert, kann die Softwareanwendung bewirken, dass das Datenverarbeitungssystem verschiedene Eingabeobjekte zur Erfassung von Informationen vom Benutzer anzeigt. Diese Eingabeobjekte können Textfelder und andere Benutzeroberflächen (UI, User Interface)-Objekte anzeigen. Beispielsweise kann eine E-Mail-Anwendung ein Popup-Fenster darstellen, das den Benutzer zur Eingabe seiner Zugangsdaten auffordert, eine Buchhaltungsanwendung kann eine Benutzeroberfläche zur Erfassung von Betriebsausgaben anzeigen, oder eine Internet-Browser-Anwendung kann eine Webseite für die Registrierung bei einer Website für soziale Interaktion oder ein Fenster zur Teilnahme am Online-Chat anzeigen. Für die Zwecke der vorliegenden Offenbarung beziehen sich die Substantive „Display“ und „Monitor“ auf die Hardwarekomponente, die das Datenverarbeitungssystem für die Darstellung visueller Informationen für den Benutzer verwendet. Das Substantiv „Bildschirm“ bezieht sich auf alle Inhalte, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einem Monitor dargestellt werden. Das Substantiv „Fenster“ bezieht sich auf einen Teil des Displays, der von einer Anwendung zur gemeinsamen Darstellung eines Satzes in Beziehung stehender Inhaltselemente verwendet wird. Das Substantiv „Seite“ bezieht sich auf einen Satz in Beziehung stehender Inhaltselemente, die gemeinsam in einem Fenster dargestellt werden sollen, obwohl möglicherweise nicht alle Elemente gleichzeitig in das Fenster passen; und möglicherweise ist Scrollen bzw. Blättern, das Verschieben der Ansicht bzw. Vergrößern der Ansicht erforderlich, um einige Teile der Seite in das Fenster zu bringen. Das Substantiv „elektronisches Formular“ bezieht sich auf eine Seite, die ein oder mehrere Eingabeobjekte für die Erfassung von Informationen vom Benutzer enthält. Daher kann beispielsweise ein Datenverarbeitungssystem einen Bildschirm darstellen, der mehrere Fenster enthält. Eines dieser Fenster kann eine Webseite einer Web-basierten E-Mail-Anwendung darstellen. Diese Seite kann Eingabeobjekte für die Registrierung bei der E-Mail-Anwendung umfassen. Dementsprechend kann diese Seite als elektronisches Formular bezeichnet werden. Ein Teil des elektronischen Formulars kann im Fenster sichtbar sein. Der Benutzer kann im Fenster nach unten scrollen bzw. blättern, um mehr von dem elektronischen Formular zu sehen. Das Ausfüllen von elektronischen Formularen auf einem Desktop- oder Laptop-Computer mit einem Full-Size-Monitor, einer separaten Full-Size-Tastatur und einer Maus oder einem anderen Zeigegerät kann relativ einfach sein. Der Full-Size-Monitor kann es dem Benutzer ermöglichen, die meisten Textfelder und andere UI-Objekt des elektronischen Formulars anzuzeigen. Die Full-Size-Tastatur kann eine „Tabulator“ („Tab“)-Taste enthalten, die dem Benutzer eine einfache Navigation zwischen nebeneinander liegenden Textfeldern des elektronischen Formulars ermöglicht. Darüber hinaus kann die Maus dem Benutzer eine Interaktion mit bestimmten Eingabeobjekten auf dem elektronischen Formular (z.B. Schaltflächen für Funktionen wie „Bestätigen“, „Speichern“ oder „Senden“) ermöglichen, solange das elektronische Formular klein genug bzw. der Monitorbildschirm groß genug ist, um diese Eingabeobjekte gemeinsam mit dem Rest des Formulars anzuzeigen. Jedoch wurden in den letzten Jahren ein paar Datenverarbeitungssysteme entwickelt, um ohne separate Eingabevorrichtungen, wie z.B. Tastatur und Maus, betreibbar zu sein. Beispielsweise kann eine tragbare (Handheld) mobile Computervorrichtung (eine „Handheld-Vorrichtung“) eine Touchscreen-Technologie zur Bereitstellung von sowohl visuellen Ausgaben als auch Benutzereingaben auf dem Bildschirm verwenden. Insbesondere kann die Handheld-Vorrichtung auf ihrem Display eine Zusammenstellung von Schaltflächen bzw. anderen Objekten („virtuelle Tastaturkomponenten“) darstellen, die gemeinsam wie eine Tastatur aussehen. Und wenn der Benutzer die virtuellen Tastaturkomponenten, die wie Tasten aussehen, berührt, kann die Handheld-Vorrichtung so reagieren, als ob der Benutzer entsprechende Tasten auf einer tatsächlichen Tastatur gedrückt hätte. Für die Zwecke der vorliegenden Offenbarung bezieht sich der Begriff „virtuelle Tastatur“ auf eine Zusammenstellung auswählbarer virtueller Tastaturkomponenten (z.B. alphanumerische Schaltflächen), die von einem Datenverarbeitungssystem in einem vorbestimmten Teil des Bildschirms angezeigt werden. Dieser Teil des Bildschirms kann als virtuelles Tastaturbild oder -fenster bezeichnet werden. Im Gegensatz dazu bezeichnet der Begriff „konventionelle Tastatur“ eine physische Tasta