DE-112018005790-B4 - FAHRZEUGBREMSSYSTEM UND VERFAHREN FÜR SEINEN BETRIEB
Abstract
Fahrzeugbremssystem (10), das Folgendes umfasst: einen Radzylinder (20); einen Hauptzylinder (14), der einen Hauptzylinderkolben enthält, der in einem ersten Betriebsmodus zum Verschieben zwischen einer nicht angesteuerten Stellung und einer angesteuerten Stellung betrieben werden kann; ein Ventil (62), das sich zwischen dem Hauptzylinder (14) und dem Radzylinder (20) befindet, wobei das Ventil (62) sich in einem zweiten Betriebsmodus in einer geschlossenen Stellung befindet; ein Bremspedal (18), das zum Wechseln zwischen einer ausgefahrenen Stellung, die der nicht angesteuerten Stellung des Hauptzylinders (14) entspricht, und einer eingefahrenen Stellung, die der angesteuerten Stellung des Hauptzylinders (14) entspricht, betrieben werden kann; und einen Verstärker (30), der sich zwischen dem Hauptzylinder (14) und dem Bremspedal (18) befindet, wobei der Hauptzylinder (14) im ersten Betriebsmodus zum selektiven Übertragen einer Bremskraft vom Bremspedal (18) auf den Radzylinder (20) betrieben werden kann; wobei der Verstärker (30) im zweiten Betriebsmodus zum Halten des Bremspedals (18) in der eingefahrenen Stellung ohne Eingabe des Nutzers und ohne verknüpftes Bremsen betrieben werden kann.
Inventors
- Simon Hansmann
Assignees
- ROBERT BOSCH GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20181123
- Priority Date
- 20171208
Claims (17)
- Fahrzeugbremssystem (10), das Folgendes umfasst: einen Radzylinder (20); einen Hauptzylinder (14), der einen Hauptzylinderkolben enthält, der in einem ersten Betriebsmodus zum Verschieben zwischen einer nicht angesteuerten Stellung und einer angesteuerten Stellung betrieben werden kann; ein Ventil (62), das sich zwischen dem Hauptzylinder (14) und dem Radzylinder (20) befindet, wobei das Ventil (62) sich in einem zweiten Betriebsmodus in einer geschlossenen Stellung befindet; ein Bremspedal (18), das zum Wechseln zwischen einer ausgefahrenen Stellung, die der nicht angesteuerten Stellung des Hauptzylinders (14) entspricht, und einer eingefahrenen Stellung, die der angesteuerten Stellung des Hauptzylinders (14) entspricht, betrieben werden kann; und einen Verstärker (30), der sich zwischen dem Hauptzylinder (14) und dem Bremspedal (18) befindet, wobei der Hauptzylinder (14) im ersten Betriebsmodus zum selektiven Übertragen einer Bremskraft vom Bremspedal (18) auf den Radzylinder (20) betrieben werden kann; wobei der Verstärker (30) im zweiten Betriebsmodus zum Halten des Bremspedals (18) in der eingefahrenen Stellung ohne Eingabe des Nutzers und ohne verknüpftes Bremsen betrieben werden kann.
- Fahrzeugbremssystem (10) nach Anspruch 1 , wobei der Verstärker (30) im ersten Betriebsmodus zum Verstärken der Bremskraft, die durch den Hauptzylinder (14) erzeugt wird, betrieben werden kann.
- Fahrzeugbremssystem (10) nach Anspruch 1 , das des Weiteren eine elektronisch gesteuerte Druckerzeugungseinheit (24) separat vom Hauptzylinder (14), die im zweiten Betriebsmodus zum Erzeugen einer Bremskraft am Radzylinder (20) betrieben werden kann, umfasst.
- Fahrzeugbremssystem (10) nach Anspruch 1 , wobei der zweite Betriebsmodus ein autonomer Fahrmodus ist, wobei das Fahrzeugbremssystem (10) im autonomen Fahrmodus zum Erzeugen einer Bremskraft ohne Eingabe des Nutzers betrieben werden kann und das Bremspedal (18) nicht zum Bereitstellen der Bremskraft für die Radzylinder (20) betrieben werden kann.
- Fahrzeugbremssystem (10) nach Anspruch 4 , das des Weiteren eine Steuerung (50) umfasst, die zum Wechseln des Fahrzeugbremssystems (10) vom ersten Betriebsmodus zum autonomen Fahrmodus als Reaktion auf eine Eingabe des Nutzers programmiert ist.
- Fahrzeugbremssystem (10) nach Anspruch 5 , das des Weiteren einen oder mehrere Sensoren (66A, 66B, 66C) umfasst, die zum Detektieren eines Bremsauslösers betrieben werden können, wobei die Steuerung (50) zum Wechseln des Fahrzeugbremssystems (10) aus dem zweiten Modus in den ersten Modus als Reaktion auf eine Eingabe aus dem einen oder den mehreren Sensoren (66A, 66B, 66C) programmiert ist.
- Fahrzeugbremssystem (10) nach Anspruch 5 , wobei die Steuerung (50) zum Wechseln des Fahrzeugbremssystems aus dem zweiten Modus in den ersten Modus als Reaktion auf eine Eingabe vom Nutzer oder beim Detektieren, dass ein gewünschter Bremsdruck nicht erreicht wird, programmiert ist.
- Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugbremssystems (10), wobei das Verfahren Folgendes umfasst: ein Bremspedal (18) bereitzustellen, das mit einem Hauptzylinder (14) gekoppelt ist, wobei das Bremspedal (18) in einer ausgefahrenen Stellung bereit zur Verwendung ist; das Bremspedal (18) in eine eingefahrene Stellung zu bewegen, ohne zu bremsen, um einen versetzten Zustand zu definieren; das Bremspedal (18) im versetzten Zustand ohne verknüpftes Bremsen zu halten; automatisch mit einer Steuerung (50) einen Bremsauslöser zu identifizieren und ein Signal aus der Steuerung (50) als Reaktion auf die Identifizierung des Bremsauslösers zu erzeugen; einen Bremsfluidströmungsweg zwischen einem Hauptzylinder (14) und einem Radzylinder (20) zu trennen; und einen Druck an einem Radzylinder (20) auf Basis des Signals zu erzeugen, wobei die Stärke des Drucks unabhängig von der Stellung des Bremspedals (18) ist und ohne Verwendung des Bremspedals (18) erzeugt wird.
- Verfahren nach Anspruch 8 , das des Weiteren umfasst, einen elektromechanischen Verstärker (30) einzuschalten, um das Bremspedal (18) aus der ausgefahrenen Stellung in die versetzte Stellung zu bewegen.
- Verfahren nach Anspruch 9 , das des Weiteren umfasst, einen Befehl in die Steuerung (50) einzugeben, um das Bremspedal (18) vor dem Einschalten des elektromechanischen Verstärkers (30) einzufahren, wobei das Eingeben des Befehls in die Steuerung (50) beinhaltet, das Fahrzeug in einen autonomen Fahrmodus zu bringen.
- Verfahren nach Anspruch 8 , das des Weiteren umfasst, einen Befehl in die Steuerung (50) einzugeben, um das Bremspedal (18) in die ausgefahrene Stellung zu lösen, wobei das Eingeben des Befehls in die Steuerung (50) beinhaltet, einen autonomen Fahrmodus zu verlassen.
- Fahrzeugbremssystem (10), das Folgendes umfasst: einen Radzylinder (20); einen Hauptzylinder (14) und ein Ventil (62), das sich zwischen dem Hauptzylinder (14) und dem Radzylinder (20) befindet, wobei das Ventil (62) in einem zweiten Betriebsmodus einen Bremsfluidströmungsweg zwischen dem Hauptzylinder (14) und dem Radzylinder (20) trennt; ein Bremspedal (18), das zum Wechseln zwischen einer ausgefahrenen Stellung, in der das Bremspedal (18) bereit zur Verwendung ist, und einer eingefahrenen Stellung, in der das Bremspedal (18) versetzt ist, betrieben werden kann; und eine Pedalniederhalteeinrichtung, die zum Halten des Bremspedals (18) in der eingefahrenen Stellung betrieben werden kann, wobei das Bremspedal (18) in einem ersten Betriebsmodus von der ausgefahrenen Stellung hin zur eingefahrenen Stellung angesteuert werden kann und das Fahrzeugbremssystem (10) zum Bereitstellen einer mit der Stellung des Bremspedals (18) verknüpften veränderlichen Bremskraft betrieben werden kann und wobei die Pedalniederhalteeinrichtung im zweiten Betriebsmodus das Bremspedal (18) ohne eine verknüpfte Bremskraft in der eingefahrenen Stellung hält und das Fahrzeugbremssystem (10) zum Bereitstellen einer veränderlichen Bremskraft unabhängig von der Stellung des Bremspedals (18) betrieben werden kann.
- Fahrzeugbremssystem nach Anspruch 12 , wobei der zweite Betriebsmodus ein autonomer Fahrmodus ist, wobei das Fahrzeugbremssystem (10) im autonomen Fahrmodus zum Erzeugen der veränderlichen Bremskraft ohne Eingabe des Nutzers betrieben werden kann.
- Fahrzeugbremssystem nach Anspruch 12 , wobei die Pedalniederhalteeinrichtung ein elektromechanischer Verstärker (30) ist, der im ersten Betriebsmodus zum Verstärken der verknüpften Bremskraft betrieben werden kann und der des Weiteren zum Einfahren des Bremspedals (18) in die eingefahrene Stellung betrieben werden kann, damit das System in den zweiten Betriebsmodus wechselt.
- Fahrzeugbremssystem nach Anspruch 14 , das des Weiteren eine elektrisch gesteuerte Druckerzeugungseinheit (24) separat vom Hauptzylinder (14) und dem elektromechanischen Verstärker (30) umfasst, die im zweiten Betriebsmodus zum Erzeugen einer Bremskraft am Radzylinder (20) betrieben werden kann.
- Fahrzeugbremssystem nach Anspruch 12 , das des Weiteren einen Hauptzylinder (14) und eine elektrisch gesteuerte Druckerzeugungseinheit (24) separat vom Hauptzylinder (14) umfasst, wobei die elektrisch gesteuerte Druckerzeugungseinheit (24) im ersten Betriebsmodus zum Erzeugen einer Bremskraft am Radzylinder (20) als Reaktion auf das Ansteuern des Bremspedals (18) betrieben werden kann.
- Fahrzeugbremssystem nach Anspruch 16 , das des Weiteren einen oder mehrere Sensoren (66A, 66B, 66C) umfasst, die zum Detektieren eines Bremsauslösers betrieben werden können, wobei die elektronisch gesteuerte Druckerzeugungseinheit (24) im zweiten Betriebsmodus des Weiteren zum Erzeugen einer Bremskraft am Radzylinder (20) als Reaktion auf eine Eingabe aus dem einen oder den mehreren Sensoren (66A, 66B, 66C) betrieben werden kann.
Description
HINTERGRUND Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf Fahrzeugbremssysteme. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Fahrzeugbremssystem zur Verwendung in hochautonomen Fahrmodi. Die Druckschrift DE 10 2014 214 786 A1 beschreibt ein Verfahren zum Verstellen wenigstens eines Pedals einer Kraftfahrzeug-Pedalerie sowie eine entsprechende Vorrichtung dafür. Die Druckschrift DE 10 2012 202 006 A1 beschreibt eine Steuervorrichtung und entsprechendes Verfahren zum Transferieren von Bremsflüssigkeit in mindestens einen Radbremszylinder eines Bremssystems eines Fahrzeugs. KURZDARSTELLUNG In einem Aspekt enthält ein Fahrzeugbremssystem einen Radzylinder, einen Hauptzylinder, der einen Hauptzylinderkolben enthält, der in einem ersten Betriebsmodus zum Verschieben zwischen einer nicht angesteuerten Stellung und einer angesteuerten Stellung betrieben werden kann, ein Ventil, das sich zwischen dem Hauptzylinder und dem Radzylinder befindet, wobei das Ventil sich im zweiten Betriebsmodus in einer geschlossenen Stellung befindet, ein Bremspedal, das zum Wechseln zwischen einer ausgefahrenen Stellung, die der nicht angesteuerten Stellung des Hauptzylinders entspricht, und einer eingefahrenen Stellung, die der angesteuerten Stellung des Hauptzylinders entspricht, betrieben werden kann, und einen Verstärker, der sich zwischen dem Hauptzylinder und dem Bremspedal befindet. Der Hauptzylinder kann in einem ersten Betriebsmodus zum selektiven Übertragen einer Bremskraft vom Bremspedal auf den Radzylinder betrieben werden. Der Verstärker kann im zweiten Betriebsmodus zum Halten des Bremspedals in der eingefahrenen Stellung ohne Eingabe des Nutzers und ohne verknüpftes Bremsen betrieben werden. Bei einem anderen Aspekt beinhaltet ein Verfahren des Betreibens eines Fahrzeugbremssystems, ein Bremspedal bereitzustellen, das mit einem Hauptzylinder gekoppelt ist, wobei sich das Bremspedal in einer ausgefahrenen Stellung bereit zur Verwendung befindet, das Bremspedal in eine eingefahrene Stellung zu bewegen, ohne zu bremsen, um einen versetzten Zustand zu definieren, das Bremspedal im versetzten Zustand ohne verknüpftes Bremsen zu halten, automatisch mit einer Steuerung einen Bremsauslöser zu identifizieren und ein Signal aus der Steuerung als Reaktion auf die Identifizierung des Bremsauslösers zu erzeugen, einen Bremsfluidströmungsweg zwischen einem Hauptzylinder und einem Radzylinder zu trennen, und einen Druck an einem Radzylinder auf Basis des Signals zu erzeugen, wobei die Stärke des Drucks unabhängig von der Stellung des Bremspedals ist und ohne Verwendung des Bremspedals erzeugt wird. In noch einem anderen Aspekt enthält ein Fahrzeugbremssystem einen Radzylinder, einen Hauptzylinder und ein Ventil, das sich zwischen dem Hauptzylinder und dem Radzylinder befindet, wobei das Ventil in einem zweiten Betriebsmodus einen Bremsfluidströmungsweg zwischen dem Hauptzylinder und dem Radzylinder trennt, ein Bremspedal, das zum Wechseln zwischen einer ausgefahrenen Stellung, in der das Bremspedal bereit zur Verwendung ist, und einer eingefahrenen Stellung, in der das Bremspedal versetzt ist, betrieben werden kann und eine Pedalniederhalteeinrichtung, die zum Halten des Bremspedals in der eingefahrenen Stellung betrieben werden kann. In einem ersten Betriebsmodus kann das Bremspedal von der ausgefahrenen Stellung hin zur eingefahrenen Stellung angesteuert werden, und das Fahrzeugbremssystem kann zum Bereitstellen einer mit der Stellung des Bremspedals verknüpften veränderlichen Bremskraft betrieben werden. Im zweiten Betriebsmodus hält die Pedalniederhalteeinrichtung das Bremspedal ohne eine verknüpfte Bremskraft in der eingefahrenen Stellung, und das Fahrzeugbremssystem kann zum Bereitstellen einer veränderlichen Bremskraft unabhängig von der Stellung des Bremspedals betrieben werden. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN Die 1 ist eine schematische Ansicht eines Fahrzeugbremssystems, das ein Bremspedal und eine Bremseinheit enthält.Die 2A ist eine Seitenansicht des Bremspedals des Fahrzeugbremssystems der 1 in einer ausgefahrenen Stellung.Die 2B ist eine Seitenansicht des Bremspedals in einer eingefahrenen Stellung. AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG Bevor irgendwelche Ausführungsformen der Offenbarung ausführlich erklärt werden, ist zu verstehen, dass die Offenbarung in ihrer Anwendung nicht auf die Konstruktionsdetails und die Komponentenanordnung beschränkt ist, die in der folgenden Beschreibung dargelegt oder in den folgenden Zeichnungen veranschaulicht werden. Die Offenbarung ist für andere Ausführungsformen tauglich und dafür, auf verschiedene Arten betrieben oder ausgeführt zu werden. Die 1 veranschaulicht ein Fahrzeugbremssystem 10. Das Bremssystem 10 enthält eine Bremseinheit 12, einen Fluidbehälter 16, eine Eingabeeinrichtung, wie zum Beispiel ein Bremspedal 18, und mehrere Radzylinder 20 (wie gezeigt wird, enthält das Fahrzeugbremssystem 10 vier Radzylinder 20, wobei jeder Radzylinder 20 mit einem Rad des Fahrzeugs verknüpft ist),