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DE-112019002921-B4 - Schuhe

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Abstract

Schuh, umfassend: eine Sohle (2); und einen Schuhschaft (10), wobei der Schuhschaft (10) einen Schuhschaftkörper (11) umfasst, wobei der Schuhschaftkörper (11) Folgendes umfasst: eine Knöchelöffnung (12), durch die ein Fuß eines Trägers des Schuhs (1) in den Schuh (1) einführbar ist; und einen dehnbaren Abschnitt (15) aus einem dehnbaren Material, wobei die Knöchelöffnung (12) von der Seite gesehen oberhalb eines Abschnitts angeordnet ist, der einer gedachten Linie entspricht, die einen oberen Abschnitt eines Fersenbeins (HL) des Fußes des Trägers und obere Abschnitte eines Schienbeinknöchels (MM) und eines Wadenbeinknöchels (LM) eines Schienbeins und eines Wadenbeins miteinander verbindet, wobei der dehnbare Abschnitt (15) einen Bereich des Schuhschaftkörpers (11) bildet, der einen einem Mittelpunkt des Schienbeinknöchels (MM) und einem Mittelpunkt des Wadenbeinknöchels (LM) des Fußes des Trägers entsprechenden Abschnitt und eine Position der Knöchelöffnung (12) umfasst, und wobei der dehnbare Abschnitt (15) so ausgebildet ist, dass er von einem nicht gedehnten Zustand in einen gedehnten Zustand verformbar ist und sich elastisch von dem gedehnten Zustand in den nicht gedehnten Zustand zurückstellt.

Inventors

  • Yohei Yoshida
  • Yuichi Shimizu
  • Tsutomu Nakamura
  • Iemasa Honda
  • Yo Kajiwara
  • Shingo Sudo

Assignees

  • MIZUNO CORPORATION

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20190927
Priority Date
20180928

Claims (14)

  1. Schuh, umfassend: eine Sohle (2); und einen Schuhschaft (10), wobei der Schuhschaft (10) einen Schuhschaftkörper (11) umfasst, wobei der Schuhschaftkörper (11) Folgendes umfasst: eine Knöchelöffnung (12), durch die ein Fuß eines Trägers des Schuhs (1) in den Schuh (1) einführbar ist; und einen dehnbaren Abschnitt (15) aus einem dehnbaren Material, wobei die Knöchelöffnung (12) von der Seite gesehen oberhalb eines Abschnitts angeordnet ist, der einer gedachten Linie entspricht, die einen oberen Abschnitt eines Fersenbeins (HL) des Fußes des Trägers und obere Abschnitte eines Schienbeinknöchels (MM) und eines Wadenbeinknöchels (LM) eines Schienbeins und eines Wadenbeins miteinander verbindet, wobei der dehnbare Abschnitt (15) einen Bereich des Schuhschaftkörpers (11) bildet, der einen einem Mittelpunkt des Schienbeinknöchels (MM) und einem Mittelpunkt des Wadenbeinknöchels (LM) des Fußes des Trägers entsprechenden Abschnitt und eine Position der Knöchelöffnung (12) umfasst, und wobei der dehnbare Abschnitt (15) so ausgebildet ist, dass er von einem nicht gedehnten Zustand in einen gedehnten Zustand verformbar ist und sich elastisch von dem gedehnten Zustand in den nicht gedehnten Zustand zurückstellt.
  2. Schuh nach Anspruch 1 , wobei die Knöchelöffnung (12) nahe einer Oberseite des Abschnitts angeordnet ist, der von der Seite gesehen der gedachten Linie entspricht.
  3. Schuh nach Anspruch 2 , wobei der dehnbare Abschnitt (15) sich durchgehend von einem dem Schienbeinknöchel (MM) des Fußes des Trägers entsprechenden Abschnitt über einen einer Rückseite einer Ferse des Fußes entsprechenden Abschnitt bis zu einem dem Wadenbeinknöchel (LM) des Fußes entsprechenden Abschnitt erstreckt.
  4. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei der Schuhschaft (10) des Weiteren einen Verstärkungsabschnitt (17, 18) umfasst, der an einer Außenseite und/oder einer Innenseite des dehnbaren Abschnitts (15) vorgesehen ist.
  5. Schuh nach Anspruch 1 , wobei der Schuhschaft (10) des Weiteren einen Ankerabschnitt (20) umfasst, der an einer Stelle angeordnet ist, die einem Abschnitt des Fußes des Trägers entspricht, der einen Knöchelabschnitt oberhalb des Schienbeinknöchels (MM) und oberhalb des Wadenbeinknöchels (LM) umfasst, wobei der Schuhschaftkörper (11) zur Bedeckung eines Bereichs von einem Zehenabschnitt des Fußes des Trägers bis zu dem Knöchelabschnitt ausgebildet ist, wobei der Schuhschaftkörper (11) Folgendes umfasst: einen ersten Abschnitt (11a), dessen Position dem Knöchelabschnitt des Fußes des Trägers entspricht; einen zweiten Abschnitt (11b), dessen Position einem oberen Sprunggelenk des Fußes des Trägers entspricht; und einen dritten Abschnitt (11c), dessen Position einem Chopart-Gelenk des Fußes des Trägers entspricht, wobei der Ankerabschnitt (20) dazu ausgebildet ist, den ersten Abschnitt des Schuhschaftkörpers (11) an dem Knöchelabschnitt des Trägers auszurichten, wobei der dehnbare Abschnitt (15) an einer Stelle des Schuhschaftkörpers (11) angeordnet ist, die einen Bereich umfasst, der dem Fersenbein (HL) und einem Sprungbein (TB) des Fußes des Trägers entspricht, und einen Bereich umfasst, der einem Fußgelenk entspricht und sich von dem ersten Abschnitt (11a) über den zweiten Abschnitt (11b) zu dem dritten Abschnitt (11c) erstreckt, und der dehnbare Abschnitt (15) von dem nicht gedehnten Zustand in den gedehnten Zustand verformt wird und sich elastisch von dem gedehnten Zustand in den nicht gedehnten Zustand zurückstellt, wenn der Ankerabschnitt (20) den ersten Abschnitt (11a) des Schuhschaftkörpers (11) an dem Knöchelabschnitt des Trägers ausrichtet.
  6. Schuh nach Anspruch 5 , wobei der Schuhschaft (10) des Weiteren einen ersten Verstärkungsabschnitt (21) umfasst, der an einer Außenseite und/oder einer Innenseite des dehnbaren Abschnitts (15) vorgesehen ist und aus einem dehnbaren Material besteht, und der erste Verstärkungsabschnitt (21) an einer Stelle des Schuhschaftkörpers (11) angeordnet ist, die unterhalb des ersten Abschnitts (11a) liegt und einem Bereich hinter dem Schienbeinknöchel (MM) und dem Wadenbeinknöchel (LM) des Fußes des Trägers entspricht.
  7. Schuh nach Anspruch 5 oder 6 , wobei der Schuhschaft (10) des Weiteren einen zweiten Verstärkungsabschnitt (22) umfasst, der an einer Außenseite und/oder einer Innenseite des dehnbaren Abschnitts (15) vorgesehen ist und aus einem dehnbaren Material besteht, und der zweite Verstärkungsabschnitt (22) auf einer medialen Seite des Schuhschaftkörpers (11) an einer Stelle angeordnet ist, die unterhalb des ersten Abschnitts (11a) liegt und einem Abschnitt entspricht, der einen Bereich von dem Schienbeinknöchel (MM) und dem Fersenbein (HL) bis zu einem Chopart-Gelenk des Fußes des Trägers umfasst.
  8. Schuh nach einem der Ansprüche 5 bis 7 , wobei der Schuhschaft (10) des Weiteren einen dritten Verstärkungsabschnitt (23) umfasst, der an einer Außenseite und/oder einer Innenseite des dehnbaren Abschnitts (15) vorgesehen ist und aus einem dehnbaren Material besteht, und der dritte Verstärkungsabschnitt (23) auf einer lateralen Seite des Schuhschaftkörpers (11) an einer Stelle angeordnet ist, die unterhalb des ersten Abschnitts (11a) liegt und einem Abschnitt entspricht, der einen Bereich von dem Wadenbeinknöchel (LM) und dem Fersenbein (HL) bis zu einem Chopart-Gelenk des Fußes des Trägers umfasst.
  9. Schuh nach einem der Ansprüche 5 bis 8 , wobei der dehnbare Abschnitt (15) im Wesentlichen rohrförmig ist und einen Abschnitt umfasst, der dem ersten Abschnitt (11a) entspricht, wobei der Umfang des dem ersten Abschnitt (11a) entsprechenden Abschnitts geringer ist als ein Umfang des Knöchelabschnitts des Trägers, und der dehnbare Abschnitt (15) so ausgebildet ist, dass er sich von dem nicht gedehnten Zustand in einer Umfangsrichtung erstreckt, wenn der dem ersten Abschnitt (11a) entsprechende Abschnitt des dehnbaren Abschnitts (15) eng an dem Knöchelabschnitt des Trägers anliegt.
  10. Schuh nach Anspruch 9 , wobei der Schuhschaftkörper (11) Folgendes umfasst: eine Knöchelöffnung (12), die als ein Abschnitt des ersten Abschnitts (11a) ausgebildet ist, wobei die Knöchelöffnung (12) von dem zweiten Abschnitt (11b) zu dem ersten Abschnitt (11a) nach oben offen ist; eine mit der Knöchelöffnung (12) zusammenhängende Öffnung (13), die in der Art eines geraden Schnitts in einem Teil des Schuhschaftkörpers (11) ausgebildet ist und sich von dem ersten Abschnitt (11a) nach unten erstreckt; und einen öffenbaren Abschnitt (14), der zum Öffnen oder Schließen der Öffnung (13) ausgebildet ist.
  11. Schuh nach Anspruch 10 , wobei der öffenbare Abschnitt (14) als Reißverschluss ausgebildet ist, der an einer Stelle des Schuhschaftkörpers (11) angeordnet ist, die einer medialen Seite des Fußes des Trägers entspricht, und eine Längserstreckung des Reißverschlusses an dem Schuhschaftkörper (11) von einem Abschnitt, der einem medialen Längsgewölbe des Fußes des Trägers entspricht, über einen Abschnitt vor einem Abschnitt, der dem Schienbeinknöchel (MM) entspricht, bis zu dem ersten Abschnitt (11a) verläuft.
  12. Schuh nach Anspruch 10 oder 11 , wobei, der dehnbare Abschnitt (15) unter Heranziehung einer Bodenkontaktfläche eines dem Fersenbein (HL) des Trägers entsprechenden Abschnitts der Sohle (2) als horizontale Referenzfläche (S) einen Abschnitt aufweist, der sich in einer Richtung, die bezogen auf eine quer zu der Referenzfläche (S) verlaufende Hochrichtung nach hinten geneigt ist, von dem zweiten Abschnitt (11b) zu dem ersten Abschnitt (11a) erstreckt.
  13. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 12 , wobei der dehnbare Abschnitt (15) von dem nicht gedehnten Zustand in den gedehnten Zustand verformbar ist, wenn sich der Fuß des Trägers von einer nach hinten geneigten Stellung in eine aufrechte Stellung verlagert.
  14. Schuh nach einem der Ansprüche 5 bis 13 , wobei eine Innenseite des dehnbaren Abschnitts (15) mit einem Fersenverlängerungsabschnitt (60) versehen ist, der eine Ferse des Fußes des Trägers und den sie umgebenden Bereich von den Seiten und von hinten bedeckt, und der Fersenverlängerungsabschnitt (60) in einem entlang der Fußlängsrichtung verlaufenden Querschnitt von einem einer Rückseite der Ferse des Fußes des Trägers entsprechenden Abschnitt nach hinten ragt.

Description

TECHNISCHES GEBIET Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schuh. STAND DER TECHNIK Schuhe wie zum Beispiel jene, die in Patentdokument 1 offenbart sind, wurden als Schuhe zur Unterstützung von Bewegungen einer die Schuhe tragenden Person (im Folgenden als Träger bezeichnet), wie zum Beispiel des Gehens und Laufens vorgeschlagen. Patentdokument 1 offenbart einen Schuh, der eine Sohle, einen Schuhschaftkörper mit einer Knöchelöffnung und ein Schaftschichtelement aus einem elastischen Material, das an einer Außenseite des Schuhschaftkörpers nahe der Knöchelöffnung vorgesehen ist, umfasst. Das Schaftschichtelement hat einen elastischen Bereich, der an einem hinteren Abschnitt des Schuhschaftkörpers angeordnet ist, und einen Rotationsbereich, der an einem Abschnitt des Schuhschaftkörpers angeordnet ist, der dem vorderen Ende desselben näher liegt als der elastische Bereich. Der elastische Bereich und der Rotationsbereich sind einem Knöchelabschnitt eines Fußes eines Trägers entsprechend an dem Schuhschaftkörper angeordnet. Der elastische Bereich erstreckt sich in einer (Hoch-)Richtung, in welcher die Achillessehne des Fußes des Trägers verläuft. Die Position des Rotationsbereichs entspricht dem oberen Sprunggelenk des Fußes des Trägers. ZITIERTE DRUCKSCHRIFTEN PATENTDOKUMENT Patentdokument 1: US 2010 / 0 319 215 A1Patentdokument 2: JP 2008-194 071 A;Patentdokument 3: US 2013 / 0 247 415 A1 ZUSAMMENFASSUNG TECHNISCHE AUFGABE Bei alltäglichen Gehbewegungen und bei Laufbewegungen während des Sports wird im Allgemeinen zunächst ein Fußgelenk im Bereich des oberen Sprunggelenks des Fußes des Trägers (im Folgenden einfach als Fußgelenk bezeichnet) bewegt, um den Spann des Fußes und das betreffende Schienbein näher zueinanderzubringen und die Achillessehne und den zweiköpfigen Wadenmuskel in entgegengesetzte Richtungen zu dehnen (sogenannte Dorsalflexion). Dann wird das Fußgelenk bewegt, um einen Knöchelabschnitt des Fußes des Trägers in Richtung der Fußsohle des Trägers zu drehen, so dass sich der Spann des Fußes und das betreffende Schienbein voneinander entfernen und die Achillessehne und der zweiköpfige Wadenmuskel einander näher sind (sogenannte Plantarflexion). Die Plantarflexion ist insbesondere zur Erzielung einer ausreichend hohen Bewegungsgeschwindigkeit beim Laufen eine wichtige Bewegung. Um diese Anforderung zu erfüllen, ist der elastische Bereich des Schuhs nach Patentdokument 1 dazu ausgebildet, sich in der Hochrichtung um den Rotationsbereich zu drehen, der als in der Fußquerrichtung verlaufende gedachte Achse dient, und sich in der Hochrichtung zu dehnen und zurückzustellen. Durch eine solche Ausgestaltung kann sich der elastische Bereich in Reaktion auf die Dorsalflexion zum Beispiel beim Gehen oder Laufen in der Hochrichtung dehnen. Diese Dehnung verursacht eine Konzentration von Dehnungsenergie in dem elastischen Bereich. Die auf die Dorsalflexion folgende Plantarflexion setzt die in dem elastischen Bereich konzentrierte Dehnungsenergie frei. Daraufhin stellt sich der elastische Bereich in einen nicht gedehnten Zustand zurück. Wie ersichtlich ist, dient der in Patentdokument 1 offenbarte Schuh insbesondere zur Unterstützung der Plantarflexion. Dies erleichtert Geh- und Laufbewegungen und kann beim Laufen eine ausreichend hohe Bewegungsgeschwindigkeit bereitstellen. Der elastische Bereich und der Rotationsbereich des Schuhs nach Patentdokument 1 sind jedoch nicht für eine geeignete Positionierung bezüglich des Fußes des Trägers ausgebildet. Deshalb kann es vorkommen, dass der elastische Bereich und der Rotationsbereich nicht an Stellen ausgerichtet sind, die betreffenden Abschnitten des Fußes des Trägers im Bereich des Fußgelenks des Trägers entsprechen. Wenn die Position des Rotationsbereichs nicht mit der Position des Fußgelenks des Trägers übereinstimmt, ist der elastische Bereich insbesondere nur schwer an einer geeigneten Stelle dehnbar und zurückstellbar. Dadurch kann der Schuh nach Patentdokument 1 die Dorsalflexion und die Plantarflexion gegebenenfalls nicht adäquat unterstützen. Das Fußgelenk eines Fußes des menschlichen Körpers kann im Allgemeinen auch andere Bewegungen als die Dorsalflexion und die Plantarflexion ausführen (z. B. Abduktion, Adduktion, Inversion, Eversion, Supination, Pronation und weitere Bewegungen). Der Schuh nach Patentdokument 1 ist zwar zur Unterstützung der Dorsalflexion und der Plantarflexion ausgebildet, jedoch nicht dazu, auch die genannten Bewegungen außer der Dorsalflexion und der Plantarflexion adäquat zu unterstützen. Mit anderen Worten ist der Schuh nach Patentdokument 1 nicht geeignet, die Bewegungen außer der Dorsalflexion und der Plantarflexion adäquat zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund besteht eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung darin, verschiedene Bewegungen eines Fußgelenks eines Trägers adäquat zu unterstützen. LÖSUNG DER AUFGABE Zur Lösung der genannten Aufgabe betrifft ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung einen Schuh, der eine