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DE-112019006161-B4 - GLEITLAGER, INSBESONDERE FÜR EIN GETRIEBE EINER WINDKRAFTANLAGE

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Abstract

Gleitlager (22), insbesondere für ein Getriebe einer Windkraftanlage, mit einem Stützkörper (27), welcher als aus einem Stützkörperstreifen (32) gerollte Buchse (35) ausgebildet ist, wobei ein erstes Längsende (33) und ein zweites Längsende (34) des Stützkörperstreifens (32) an einer Fügestelle (23) stoffschlüssig, insbesondere durch eine Schweißverbindung, miteinander verbunden sind, und einer am Stützkörper (27) aufgebrachten Gleitschicht (30), an welcher eine Gleitfläche (17) ausgebildet ist, wobei die Gleitfläche (17) an einer Außenmantelfläche (16) des Gleitlagers (22) ausgebildet ist, wobei an der Gleitfläche (17) eine sich in einer Axialrichtung (31) der Gleitfläche (17) erstreckende Schmierstoffverteilungsnut (19) ausgebildet ist, wobei die Fügestelle (23) im Bereich der Schmierstoffverteilungsnut (19) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmierstoffverteilungsnut (19) durch eine Aussparung in Form einer Abflachung gebildet ist, wobei die Schmierstoffverteilungsnut (19) einen Nutgrund (36) aufweist, welcher in die Außenmantelfläche (16) des Gleitlagers (22) ausläuft.

Inventors

  • Gunther HAGER
  • Johannes Sebastian Hölzl
  • Sigmar Dominic Josef JANISCH

Assignees

  • MIBA GLEITLAGER AUSTRIA GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20191206
Priority Date
20181213

Claims (9)

  1. Gleitlager (22), insbesondere für ein Getriebe einer Windkraftanlage, mit einem Stützkörper (27), welcher als aus einem Stützkörperstreifen (32) gerollte Buchse (35) ausgebildet ist, wobei ein erstes Längsende (33) und ein zweites Längsende (34) des Stützkörperstreifens (32) an einer Fügestelle (23) stoffschlüssig, insbesondere durch eine Schweißverbindung, miteinander verbunden sind, und einer am Stützkörper (27) aufgebrachten Gleitschicht (30), an welcher eine Gleitfläche (17) ausgebildet ist, wobei die Gleitfläche (17) an einer Außenmantelfläche (16) des Gleitlagers (22) ausgebildet ist, wobei an der Gleitfläche (17) eine sich in einer Axialrichtung (31) der Gleitfläche (17) erstreckende Schmierstoffverteilungsnut (19) ausgebildet ist, wobei die Fügestelle (23) im Bereich der Schmierstoffverteilungsnut (19) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet , dass die Schmierstoffverteilungsnut (19) durch eine Aussparung in Form einer Abflachung gebildet ist, wobei die Schmierstoffverteilungsnut (19) einen Nutgrund (36) aufweist, welcher in die Außenmantelfläche (16) des Gleitlagers (22) ausläuft.
  2. Gleitlager (22) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Schmierölbohrung (18) in die Schmierstoffverteilungsnut (19) einmündet.
  3. Gleitlager (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Fügestelle (23) über die gesamte Axialerstreckung (25) des Gleitlagers (22) eine Freistellung (24) aufweist und eine Axialerstreckung (26) der Schmierstoffverteilungsnut (19) sich nur über einen Teilabschnitt der Axialerstreckung (25) des Gleitlagers (22) erstreckt.
  4. Gleitlager (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Schmierstoffverteilungsnut (19) eine Maximaltiefe (38) aufweist und die Gleitschicht (30) eine Schichtstärke (39) aufweist, wobei die Maximaltiefe (38) der Schmierstoffverteilungsnut (19) gleich groß oder geringer ist, wie die Schichtstärke (39) der Gleitschicht (30).
  5. Gleitlager (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Freistellung (24) eine Maximaltiefe (41) aufweist, wobei die Maximaltiefe (41) der Freistellung (24) geringer ist als die Maximaltiefe (38) der Schmierstoffverteilungsnut (19).
  6. Planetengetriebe (1) für eine Windkraftanlage, mit zumindest einem Gleitlager (22), insbesondere einem Planetenradradialgleitlager (14), dadurch gekennzeichnet , dass das Gleitlager (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
  7. Verfahren zum Herstellen eines Gleitlagers (22), insbesondere für ein Getriebe einer Windkraftanlage, wobei das Gleitlager (22) einen Stützkörper (27) und eine am Stützkörper (27) aufgebrachte Gleitschicht (30) umfasst, an welcher eine Gleitfläche (17) ausgebildet ist, wobei die Gleitfläche (17) an einer Außenmantelfläche (16) des Gleitlagers (22) ausgebildet ist, wobei an der Gleitfläche (17) eine sich in einer Axialrichtung (31) erstreckende Schmierstoffverteilungsnut (19) ausgebildet ist, umfassend die Verfahrensschritte: - Bereitstellen eines Stützkörperstreifens (32) mit einem ersten Längsende (33) und einem zweiten Längsende (34); - Rollen des Stützkörperstreifens (32) zu einer Buchse (35), welche den Stützkörper (27) bildet; - Stoffschlüssiges Verbinden des ersten Längsendes (33) und des zweiten Längsendes (34) des Stützkörperstreifens (32) an einer Fügestelle (23); - Einbringen der Schmierstoffverteilungsnut (19) in die Gleitschicht (30), wobei die Schmierstoffverteilungsnut (19) an einer Stelle am Gleitlager (22) angeordnet wird, an welcher die Fügestelle (23) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet , dass die Schmierstoffverteilungsnut (19) durch eine Aussparung in Form einer Abflachung gebildet wird, wobei die Schmierstoffverteilungsnut (19) einen Nutgrund (36) aufweist, welcher in die Außenmantelfläche (16) des Gleitlagers (22) ausläuft.
  8. Verfahren zum Herstellen eines Gleitlagers (22) nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die Gleitschicht (30) oder Teile davon auf den noch flachen Stützkörperstreifen (32) aufgebracht wird, insbesondere dass die Gleitschicht (30) durch Walzplattieren auf den Stützkörperstreifen (32) aufgebracht wird.
  9. Verfahren zum Herstellen eines Gleitlagers (22) nach Anspruch 7 oder 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die Schmierstoffverteilungsnut (19) und/oder die Freistellung (24) der Fügestelle (23) durch mechanische Bearbeitung, insbesondere durch Fräsen, hergestellt wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Planetengetriebe, sowie eine mit dem Planetengetriebe ausgestattete Windkraftanlage. Ein gattungsgemäßes Planetengetriebe ist etwa aus der WO 2011127509 A1 derselben Anmelderin bekannt. Ein weiteres gattungsgemäßes Planetengetriebe ist aus der EP 2 383 480 B1 bekannt. Das aus der EP 2 383 480 B1 bekannte Planetengetriebe weist den Nachteil auf, dass die Gleitlager des Planetengetriebes komplex herzustellen sind. Die EP 3 396 187 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer Gleitlagerbüchse nach dem eine ebene Stützmetallschicht bereitgestellt wird, auf dieser Stützmetallschicht zur Herstellung eines ebenen Verbundwerkstoffes eine Gleitschicht angeordnet wird, und danach der ebene Verbundwerkstoff in die Form der Gleitlagerbüchse derart eingerollt wird, dass in der Gleitlagerbüchse die Stützmetallschicht radial unterhalb der Gleitschicht angeordnet wird. Weitere Gleitlagerbuchsen sind aus der JP 2002- 195 261 A, der JP 2017- 48 849 A, der US 2012 / 0 148 179 A1 und der JP 2015- 178 865 A bekannt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und ein Planetengetriebe für eine Windkraftanlage mit einer erhöhten Ausfallssicherheit anzugeben. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 7 gelöst. Gleitlager, insbesondere für ein Getriebe einer Windkraftanlage, mit einem Stützkörper und einer am Stützkörper aufgebrachten Gleitschicht, an welcher eine Gleitfläche ausgebildet ist, wobei an der Gleitfläche eine sich in einer Axialrichtung der Gleitfläche erstreckende Schmierstoffverteilungsnut ausgebildet ist. Der Stützkörper ist als aus einem Stützkörperstreifen gerollte Buchse ausgebildet, wobei ein erstes Längsende und ein zweites Längsende des Stützkörperstreifens an einer Fügestelle stoffschlüssig, insbesondere durch eine Schweißverbindung, miteinander verbunden sind, wobei die Fügestelle im Bereich der Schmierstoffverteilungsnut ausgebildet ist. Das erfindungsgemäße Gleitlager bringt den Vorteil mit sich, dass die Schmierstoffverteilungsnut zumindest abschnittsweise zur Freistellung der Fügestelle dienen kann. Durch diese Maßnahme kann die Gleitoberfläche des Gleitlagers erhöht werden, wodurch der Verschleiß des Gleitlagers vermindert werden kann. Darüber hinaus stellt sich der überraschende Vorteil ein, dass das erfindungsgemäße Gleitlager eine besonders gute Gleiteigenschaft aufweist, da sich über die Gleitfläche ein gleichmäßiger Schmierfilm aufbauen kann. Im Gegensatz dazu ist bei herkömmlichen Gleitlagern die Fügestelle oft in Umfangsrichtung gesehen versetzt zur Schmierstoffverteilungsnut angeordnet, was eine schlechtere Schmierfähigkeit des Lagers mit sich bringt. Weiters kann es zweckmäßig sein, wenn eine Schmierölbohrung in die Schmierstoffverteilungsnut einmündet. Mittels der Schmierölbohrung kann die Schmierstoffverteilungsnut mit Schmieröl versorgt werden. Ferner ist vorgesehen, dass die Gleitfläche an einer Außenmantelfläche des Gleitlagers ausgebildet ist wobei die Schmierstoffverteilungsnut durch eine Aussparung in Form einer Abflachung gebildet ist. Ein derartiges Gleitlager ist einfach herzustellen und weist darüber hinaus gute Gleiteigenschaften auf. Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Fügestelle über die gesamte Axialerstreckung des Gleitlagers eine Freistellung aufweist und eine Axialerstreckung der Schmierstoffverteilungsnut sich nur über einen Teilabschnitt der Axialerstreckung des Gleitlagers erstreckt. Durch diese Maßnahmen kann erreicht werden, dass die Schmierstoffverteilungsnut bezüglich der Axialerstreckung des Gleitlagers gesehen zentral ausgebildet ist und somit das Schmieröl in der Schmierstoffverteilungsnut gesammelt werden kann. Besonders wenn beim Gleitlager ohnehin eine Freistellung im Bereich der Fügestelle notwendig ist, ist es von überraschendem Vorteil zugunsten der Gleiteigenschaften des Gleitlagers, wenn die Freistellung mit der Schmierstoffverteilungsnut zusammenfällt. Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die Schmierstoffverteilungsnut eine Maximaltiefe aufweist und die Gleitschicht eine Schichtstärke aufweist, wobei die Maximaltiefe der Schmierstoffverteilungsnut gleich groß oder geringer ist, wie die Schichtstärke der Gleitschicht. Durch diese Maßnahme kann erreicht werden, dass die Schmierstoffverteilungsnut gleichzeitig als Freistellung für die Fügestelle des Stützkörpers dienen kann. Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die Freistellung eine Maximaltiefe aufweist, wobei die Maximaltiefe der Freistellung geringer ist als die Maximaltiefe der Schmierstoffverteilungsnut. Durch diese Maßnahme kann erreicht werden, dass das in der Schmierstoffverteilungsnut gesammelte Schmieröl in möglichst geringen Mengen axial über die Freistellung entweichen kann. Erfindungsgemäß ist ein Planetengetriebe für eine Windkraftanlage, mit zumindest einem Gleitlager, insbesondere einem Planetenradradialgleit