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EP-3526021-B1 - ROLLING BAR AND CONTINUOUS PRESS

EP3526021B1EP 3526021 B1EP3526021 B1EP 3526021B1EP-3526021-B1

Inventors

  • SEBASTIAN, LOTHAR
  • SCHÖLER, Michael
  • FECHNER, HANS

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20170906

Claims (7)

  1. Roller rod (1) as a roller body assembly for a continuously operating press (2) with continuously circulating press belts (3), wherein the roller rod (1), e.g. made of steel, is designed cylindrically with a cylinder jacket (6a) and end faces (6b), characterised in that at least the cylinder jacket (6a) is provided over the entire length (L) and the entire circumference of the roller rod with a self-lubricating coating (8) of tungsten carbide or molybdenum disulphide.
  2. Roller rod according to claim 1, characterised in that one or both end faces (6b) at least in parts are provided with a self-lubricating coating.
  3. Roller rod according to claim 1 or 2, characterised in that the coating is applied through deposition from the vapour phase or plasma phase.
  4. Roller rod according to any one of claims 1 to 3, characterised in that bearing holes (7) are arranged in the end faces (6b) into which roller rod bearing bolts are insertable or inserted.
  5. Continuous press (2), more particularly for the manufacturing of wood based boards, composite boards or composite components, with an upper heatable press plate (4) and a lower heatable press plate (4) with continuously circulating press belts (3) which with the interposition of roller rods (1) according to any one of claims 1 to 4, are supported on the press plates (4), and wherein the roller rods (1) are bilaterally guided on roller rod chains.
  6. Method for the pressing of pressing material mats or similar pressing materials in a continuous press according to claim 5, more particularly for the manufacturing of wood based boards, characterised in that within the continuous press, roller rods with a self-lubricating coating according to any of claims 1 to 4 are used.
  7. Method according to claim 6, characterised in that the pressing material mats are pressed into wood based boards at a press plate temperature of greater than 230° C, preferably greater than 250° C.

Description

Die Erfindung betrifft einen Rollstab als Wälzkörperaggregat für eine kontinuierliche Presse mit endlos umlaufenden Pressbändern (insbesondere Stahlbändern), welche unter Zwischenschaltung der Rollstäbe gegen (beheizbare) Pressenplatten der kontinuierlichen Presse abgestützt sind, wobei der Rollstab zylindrisch aus z. B. Stahl (mit vorgegebener Länge und vorgegebenem Durchmesser) mit einem Zylindermantel und endseitigen Stirnflächen ausgebildet ist. Bevorzugt sind in den Stirnflächen Lagerbohrungen angeordnet sind, in welche Rollstablagerbolzen einsetzbar oder eingesetzt sind. Diese Rollstäbe kommen folglich als Wälzkörperaggregate in einer kontinuierlich arbeitenden Presse zum Einsatz. Eine solche kontinuierlich arbeitende Presse wird im Rahmen der Erfindung bevorzugt für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten eingesetzt. Holzwerkstoffplatten meint insbesondere Faserplatten, Spanplatten oder OSB-Platten. Alternativ betrifft die Erfindung auch die Herstellung von Verbundplatten oder Verbundbauteilen. Verbundplatten oder Verbundbauteile meint insbesondere solche aus einem Faserverbundwerkstoff, z. B. SMC (sheet molding compounds) oder aus Organoblechen. Eine kontinuierliche Presse weist im Pressenoberteil eine obere beheizbare Pressenplatte (obere Heizplatte) und im Pressenunterteil eine untere beheizbare Pressenplatte (untere Heizplatte) sowie ggf. einlaufseitig vorkragende Einlaufplatten auf. Im Pressenoberteil und im Pressenunterteil sind endlos umlaufende Pressbänder, z. B. Stahlpressbänder geführt, welche unter Zwischenschaltung der Rollstäbe gegen die Pressenplatten/Heizplatten abgestützt sind. Die Rollstäbe sind mithilfe der endseitig angeschlossenen Rollstablagerbolzen an Rollstabketten bzw. Umlaufketten angeschlossen, die z. B. als Laschenketten ausgebildet sind. Der Durchmesser der Rollstäbe beträgt üblicherweise 15 mm bis 25 mm. Die Rollstablänge liegt beispielsweise im Bereich zwischen 2 m und 2,5 m. Derartige kontinuierliche Pressen mit Rollstäben sind aus der Praxis seit langem bekannt. Das Pressgut wird im Pressspalt zwischen den umlaufenden Stahlbändern unter Anwendung von Druck und Wärme verpresst. Die umlaufenden Stahlbänder sind unter Zwischenschaltung der Rollstäbe an den beheizten Pressenplatten abgestützt, so dass die Rollstäbe an den Pressenplatten als Wälzkörperaggregate abrollen. Aufgrund üblicher Fertigungstoleranzen bzw. minimalsten Abweichungen der Rollstabform von der perfekten Zylinderform kann es im Zuge der Abrollbewegung zu Weg- bzw. Längenunterschieden an den beiden äußeren Enden der Rollstäbe kommen, die durch einen "Mikroschlupf" kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund ist es in der Praxis üblich und erforderlich, die Rollstäbe bzw. deren zylindrische Oberflächen mit einem flüssigen Schmiermittel zu schmieren bzw. zu ölen. Ein solches Schmiermittel wird in der Praxis z. B. mithilfe von Düsen im Einlaufbereich oder im Rollstabumlauf auf die Rollstäbe aufgesprüht. Diese Maßnahmen haben sich in der Praxis bewährt, der Einsatz solcher Schmiermittel ist jedoch mit entsprechenden Betriebsmittelkosten verbunden. Außerdem ist der Einsatzbereich der Schmiermittel hinsichtlich der Temperatur begrenzt. - Hier setzt die Erfindung ein. Die Erfindung liegt der Aufgabe zugrunde, einen Rollstab zu schaffen, welcher einen besonders wirtschaftlichen Betrieb einer kontinuierlich arbeitenden Presse ermöglicht und insbesondere auch für höhere Anwendungstemperaturen geeignet ist. Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Rollstab der eingangs beschriebenen Art, dass zumindest der Zylindermantel über die gesamte Länge und den gesamten Umfang des Rollstabes mit einer selbstschmierenden (und folglich reibungsmindernden) Beschichtung versehen ist. Zusätzlich können auch eine oder beide Stirnflächen zumindest bereichsweise, ggf. auch vollständig, mit einer solchen selbstschmierenden Beschichtung versehen sein. Bei der erfindungsgemäßen Beschichtung wird eine Beschichtung aus Wolframcarbid ausgebildet ist. Alternativ kommt auch eine Beschichtung aus Molybdänsulfit zum Einsatz. Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass sich auf den Einsatz flüssiger oder fließfähiger Schmiermittel im Bereich der Rollstäbe einer kontinuierlich arbeitenden Presse vollständig verzichten lässt, wenn die Rollstäbe selbstschmierend mit einer (trockenschmierenden) Beschichtung versehen sind und sich damit durch eine inhärente Schmierung auszeichnen. Solche Beschichtungen, z. B. Wolframcarbidbeschichtungen (WCH) oder Molybdänsulfidbeschichtungen, sind grundsätzlich bekannt. Sie zeichnen sich durch sehr niedrige Reibwerte sowie geringe Adhäsionsneigungen bei gutem Verschleißwiderstand aus. Schichtsysteme auf Wolframcarbidbasis mit lamellaren trocken schmierenden graphitischen Einlagerungen haben sich z. B. bei Komponenten der Automobilindustrie und im Bereich von Zahnrädern etabliert. In der DE 10 2005 009 298 B4 wurde zwar bereits vorgeschlagen, im Bereich der Gelenklager von Zyl