EP-3708728-B1 - FRICTION PLATE FOR A WOOD JOINT
Inventors
- Cera, Udo
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20200306
Claims (11)
- A friction plate (1) for a wood connection (5) between a first connection element (7) made of wood and a second connection element (9), comprising a plate-shaped support (1T) with a first support connection side (1ETAS) for the planar connection to the first connection element (7) and a second support connection side (1ZTAS) for the planar connection to the second connection element (9), and a roughening (3) of at least one section of the first and/or second support connection side (1ETAS, 1ZTAS), characterized in that the roughening (3) is formed in at least one section by pyramid-shaped projections (3V), conical projections (3V) or milled-in portions in linear form; and the support (1T) has a thickness of 0.2 to 12 mm, in particular of 0.5 to 4 mm, and the pyramid-shaped projections (3V), the conical projections (3V) or the milled-in portions in linear form have a height or depth of 0.5 to 1.5 mm with respect to the surface (1O) of the respective support connection side (1ETAS, 1ZTAS).
- The friction plate according to claim 1, characterized in that the support (1T) consists of a metal, for example aluminum or steel, in particular stainless steel, or plastic, in particular a glass-fiber-reinforced plastic, a laminate, a nonwoven or multi-ply paper, for example one or two-sided abrasive paper.
- The friction plate according to claim 1 or 2, characterized in that the first connection element (7) is a wooden beam, in particular for roofing, for example a support.
- The friction plate according to one of the preceding claims, characterized in that the second connection element (9) consists of wood, in particular is a wooden beam, or consists of steel, for example is a steel support, or is a wall section of a building, for example made of masonry or of concrete.
- The friction plate according to one of the preceding claims, characterized in that the roughening (3) is formed on one support connection side (1ETAS; 1ZTAS) or both support connection sides (1ETAS, 1ZTAS).
- The friction plate according to one of the preceding claims, characterized in that the roughening (3) is formed in at least one section of the respective support connection side (1ETAS, 1ZTAS), preferably fills the entire support connection side (1ETAS, 1ZTAS), or has a roughening (3) in the section of the support connection side (1ETAS, 1ZTAS), with which it bears against the connection element (7, 9), but preferably at least half of this area.
- The friction plate according to one of the preceding claims, characterized in that the projections (3V) are arranged in a matrix-like manner.
- The friction plate according to one of the preceding claims, characterized by at least one through-hole (1D), in order to guide a fastening element (11), in particular a wood screw, through it when forming the wood connection (5).
- The friction plate according to one of the preceding claims, characterized in that the friction plate (1) can be drilled through without pre-drilling by a wood screw (11), in particular a self-drilling wood screw, for example by a suitable choice of the material of which the support (1T) consists, for example plastic or aluminum.
- A wood connection between a first connection element (7) made of wood and a second connection element (9), wherein a friction plate (1) according to one of the preceding claims is arranged between the first and the second connection element (7, 9), and at least one fastening element (11) for holding the friction plate (1) and the first and the second connection element (7, 9) against one another.
- The wood connection according to the preceding claim, characterized in that the at least one fastening element (11) is formed by screws, in particular wood screws, further in particular self-drilling wood screws, and/or drill rod dowels, in particular self-drilling drill rod dowels.
Description
Die Erfindung betrifft eine Reibplatte für eine Holzverbindung sowie eine mit der Reibplatte gebildete Holzverbindung. Es ist bekannt, Holzbalken mit Stoßverbindungen durch eine Scher- oder Zugscherverbindung miteinander zu verbinden. Dabei wird bspw. ein Ende eines Balkens im 0 bis 90°-Winkel an einen anderen Balken angesetzt und dort mit Schrauben oder anderen stiftförmigen Verbindungsmittel befestigt. Die Schrauben können unter einem Winkel durch beide oder mehrere Balken geschraubt werden, insbesondere unter einem 90°-Winkel von der dem einem Balken gegenüberliegenden Seite. Ferner ist bekannt, Holzbalken an einer Betonwand oder an einer Metallplatte, bspw. einem Holzverbinder, zu befestigen. Zu diesem Zweck werden bspw. Schrauben oder stiftförmige Verbindungsmittel durch das Holz und anschließend in die Betonwand bzw. in die Metallplatte geschraubt. Nachteilig ist bei Holzverbindungen immer, dass die Lasten, die die Verbindungen halten, zu gering sind und höhere Traglasten oder höhere Steifigkeiten erwünscht sind. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Traglast und/oder die Steifigkeit bei Holzverbindungen zu erhöhen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Reibplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine mit der Reibplatte erstellte Holzverbindung gemäß dem weiteren Hauptanspruch gelöst. Dokument US2.990.058A offenbart eine Reibplatte gemäß der Präambel von Anspruch 1. An einer Verbindungsstelle liegen das erste und das zweite Anschlusselement aneinander an, wobei zwischen diesen die Reibplatte angeordnet ist. Bevorzugt liegen die Anschlusselemente an der Verbindungsstelle vollflächig an der Reibplatte an, so die Anschlusselemente an der Verbindungsstelle möglichst flächig an der Reibplatte anliegen. Es jedoch möglich, dass Abschnitt der Anschlusselemente direkt aneinander anliegen. Die an der Verbindungsstelle entstehende Holzverbindung zwischen dem ersten Anschlusselement, der Reibplatte und dem zweiten Anschlusselement wird durch Befestigungselemente, insbesondere Holzschrauben, zusammengehalten. Die Befestigungselemente drücken somit die Anschlusselemente mit einem bestimmten Anpressdruck an die Reibplatte. Durch die Aufrauung der jeweiligen Trägeranschlussseite der Reibplatte liegt das jeweilige Anschlusselement mit einer höheren Haftreibung an der Reibplatte an, als das erste Anschlusselement aus Holz bei einer Holzverbindung ohne Reibplatte an dem zweiten Anschlusselement anliegen würde. Die durch die Reibplatte vergrößerte Haftreibung zwischen den beteiligten Elementen, wirkt einer Verschiebung der Elemente relativ zueinander entgegen, d.h. die initiale Verschiebung der Anschlusselemente relativ zueinander ist erschwert. Eine relative Verschiebung der Elemente zueinander erfolgt somit erst bei - im Vergleich zu einer Holzverbindung ohne Reibplatte - erhöhten Traglasten. Die Aufrauung der Trägeranschlussseiten der Reibplatte kann durch Vorsprünge oder Vertiefungen, bspw. Einfräsungen, erfolgen. Entscheidend ist, dass nur die Rauigkeit der jeweiligen Trägeranschlussseite erhöht wird, wodurch die Haftreibung zu den zu verbindenden Anschlusselementen erhöht wird. Dies in Abgrenzung zu Metallplatten für Holzverbindungen die Vorsprünge, bspw. in Form von Haken haben, die in das Holz eindringen. Gerade dieses Eindringen von Vorsprüngen soll bei der erfindungsgemäßen Platte vermieden werden, sondern es soll nur die Haftreibung zwischen den zu verbindenden Elementen, d.h. den beiden Anschlusselementen und der Reibplatte, erhöht werden. Vergleicht man somit die Traglasten zweier baugleicher Holzverbindungen (umfassend ein erstes Anschlusselement aus Holz, ein zweites Anschlusselement und Befestigungselementen, um die Anschlusselemente aneinander zu halten), bei denen eine Holzverbindung mit und eine Holzverbindung ohne die Reibplatte zwischen den Anschlusselementen gebildet ist, so sorgt die Reibplatte - bei gleichem Anpressdruck durch die Befestigungselemente - für eine höhere Haftreibung zwischen den Elementen und somit für eine höhere Traglast, weil das "Verrutschen" der Elemente relativ zueinander erst bei höheren Traglasten auftritt. Der Träger der Reibplatte kann aus einem Metall, bspw. Aluminium oder Stahl, insbesondere Edelstahl, oder Kunststoff, insbesondere einem glasfaserverstärkten Kunststoff, einem Schichtstoff, Vlies oder mehrlagigem Papier, bspw. einseitiges oder beidseitiges Schleifpapier, bestehen. Besteht der Träger aus Kunststoff, Schichtstoff, Vlies oder mehrlagigem Papier, können in den Träger als zusätzliche Aufrauung eingebracht werden, indem bspw. kleine Kugeln in diesen eingebettet sind. So können bspw. kleine Steine, kleine Kugeln aus einem harten Kunststoff, kleine Glasscherben o.dgl. in den Träger eingebettet sein. Entscheidend ist, dass diese Kugeln zum einen ausreichend hart sind, damit sie nicht durch den Anpressdruck zusammengedrückt werden, und zum anderen hinreichend gering aus dem Träger vorstehen, um lediglich die Haftreibung zum Anschlusselemen