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EP-3722733-B1 - DEVICE FOR REMOTELY CONTROLLED IGNITION OF AMMUNITION

EP3722733B1EP 3722733 B1EP3722733 B1EP 3722733B1EP-3722733-B1

Inventors

  • Lawitzke, Klaus
  • PECHMANN, Hinnerk
  • SCHRÖDER, Jörn

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20200303

Claims (15)

  1. Device for remotely controlled ignition of ammunition, comprising an ignition device (16), comprising a striking piece (1) and a movable lever (4) which can move the striking piece (1), a guide element (2) being movably mounted in the device, the guide element (2) being able to set the lever (4) in motion during its movement and a safety (14) being able to at least partially prevent the movement of the lever (4), characterized in that a cam (3) is arranged on the guide element (2), which cam can perform a rotational movement (11) via a pivot point (6) in the direction of rotation and has a rotation lock to prevent rotation against the rotational movement (11) in a certain position.
  2. Device according to claim 1, characterized in that the ignition device (16) is designed as a mechanical ignition element, in particular as a primer.
  3. Device according to claim 1 or claim 2, characterized in that the device includes a housing (24) in which the device is at least partially accommodated.
  4. Device according to any of claims 1 to 3, characterized in that the guide element (2) can assume at least one rest position and one activation position due to its movement.
  5. Device according to any of claims 1 to 4, characterized in that the guide element (2) can be subjected to a driving force (9) by an actuator and thereby set in motion, the actuator being designed in particular as an electromagnet (21).
  6. Device according to claim 4 or claim 5, characterized in that the guide element (2) can be moved into its rest position by a return element (15).
  7. Device according to any of claims 1 to 6, characterized in that the device includes a safety drive (25) which can move the safety (14) in order to prevent the striking piece (1) from coming into operative connection with the ignition device (16).
  8. Device according to any of claims 1 to 7, characterized in that a tensioning element (13) is arranged in the device in such a way that its energy can act on the striking piece (1).
  9. Device according to any of claims 1 to 8, characterized in that the lever (4) has a slope (12) which can come into contact with the cam (3), whereby the cam (3) can cause the lever (4) to rotate (8).
  10. Device according to claim 8 or claim 9, characterized in that the striking piece (1) can be caused to move linearly (10) via the lever (4), whereby the tensioning element (13) is supplied with energy.
  11. Device according to any of claims 8 to 10, characterized in that the guide element (2) includes a movable pressure piece (17) and a hold-down device (18) as a safety (14), and the pressure piece (17) can be subjected to a force by means of the tensioning element (13) in order to move the lever (4) to a striking movement (20).
  12. Device according to claim 11, characterized in that the pressure piece (17) can come into contact with a plane (19) of the lever (4) and the hold-down device (18) can come into contact with the slope (12).
  13. Device according to any of claims 9 to 12, characterized in that the slope (12) is designed such that when the lever (4) rests against a stop (22), the slope (12) has a surface running parallel to the direction of movement of the guide element (2) and extending to the bearing (7) of the lever (4).
  14. Device according to any of claims 5 to 13, characterized in that the device includes a rack (26) which can be moved by the actuator by means of the guide element (2).
  15. Device according to claim 14, characterized in that the rack (26) can drive a gear by means of a gear wheel (30) which can set the lever (4) in motion.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fernbedienbaren Anzünden von Munition. Hierbei wird insbesondere das mechanische Anzünden mittels einer Zündvorrichtung berücksichtigt. Klassischerweise wird ein Zündhütchen als Zündvorrichtung verwendet. Entsprechend wird ein mechanisches Schlagstück dann dazu verwendet, die Zündvorrichtung zu aktivieren und das Anzünden der Munition durchzuführen. Entsprechende Vorrichtungen werden in unterschiedlichen Waffenarten für unterschiedliche Munition benötigt. Dies reicht von handgehaltenen Waffen bis hin zu fest montierten Waffenstationen. Entsprechende fernbedienende Einrichtungen zum Zünden von patronierter Munition mit Anzündelement arbeiten zum überwiegenden Teil mit mechanisch vorgespannten Schlagstücken. Dazu gehören ein fernbedienbarer Auslösemechanismus und ein fernbedienbares Sicherungssystem, welche die unbeabsichtigte Schussabgabe verhindern sollen. Durch das Vorspannen von Schlagstücken ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass in Folge einer Fehlbedienung eine Schussabgabe erfolgen kann, da die benötigte Energie für den Zündimpuls durch die Vorspannung abrufbar bereit ansteht. Entsprechende Vorrichtungen sind beispielsweise aus der CH 711 375 A2 bekannt. Offenbart ist eine separate Lösung zum Vorspannen des Schlagstücks, zum Auslösen des Schlagstücks und zum Sichern des Schlagstücks. Hierbei wird mithilfe eines Aktuators das Schlagstücken betrieben. Aus der EP 2 282 157 B1 ist dazu eine fernsteuerbare Spannvorrichtung für Maschinengewehre bekannt, wobei ein Kettenspanner dazu genutzt wird, eine entsprechende Spannung in der Vorrichtung zu realisieren. Bei den vorgenannten Lösungen ergibt sich das Problem, dass die in der Vorrichtung befindliche Schlagstücke Vibrationen und Schocken ausgesetzt sein können, beispielsweise bei Transport oder Fahrt der Waffe durch Gelände. In Abhängigkeit der Art des Aktuators kann sich die Waffe dabei in einem nicht sicher definierten Zustand befinden und es kann vorkommen, dass ein unabsichtliches Anzünden der Munition geschieht. Aus der EP 0 611 186 A1, der EP 2 048 468 A2 und der US 1 946 388 A sind Vorrichtungen zum Anzünden von Munition bekannt. Es besteht somit das Problem einer unzureichenden Sicherheit der Vorrichtung. Die vorliegende Erfindung nimmt sich dieses Problems an und schlägt eine Lösung vor. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Vorrichtung zum fernbedienbaren Anzünden von Munition bereitzustellen, welche zuverlässig funktioniert und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Sicherheit gegen unabsichtliches Anzünden der Munition bietet. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des vorliegenden Hauptanspruchs gelöst. Demnach wird eine Vorrichtung zum fernbedienbaren Anzünden von Munition vorgeschlagen, mit einer Zündvorrichtung und einem Schlagstück. Vorzugsweise wird die Zündvorrichtung als Zündhütchen ausgeführt. Das vorgenannte Schlagstück ist als mechanisches Schlagstück ausgeführt, welches auf die Zündvorrichtung einwirken kann und die Zündvorrichtung dazu bringt, das Anzünden der Munition vorzunehmen. Weiterhin beinhaltet die erfindungsgemäße Vorrichtung einen bewegbaren Hebel, welcher das Schlagstück bewegen kann. Dazu kann das Schlagstück direkt an dem Hebel angeordnet sein. Das Schlagstück kann aber auch mittelbar am Hebel angeordnet sein, beispielsweise durch ein Gelenk. Erfindungsgemäß ist in der Vorrichtung ein Führungselement bewegbar gelagert und kann mehrere Positionen durch seine Bewegbarkeit einnehmen, mindestens jedoch eine Ruheposition und eine Aktivierungsposition. Weiterhin ist erfindungsgemäß der Hebel so ausgeführt, dass das Führungselement bei seiner Bewegung den Hebel in eine Bewegung, bevorzugt in eine Drehbewegung, versetzen kann. Bei der Bewegung des Hebels kann somit das Führungselement mit dem Hebel in Wirkverbindung treten, um die vorgenannte Bewegung auszuführen. Bevorzugt geschieht dies bei der Bewegung des Führungselements aus der Ruheposition in die Aktivierungsposition. Weiterhin ist erfindungsgemäß eine Sicherung vorgesehen, welche die Bewegung des Hebels behindern kann. Da der Hebel mit dem Schlagstück derart verbunden ist, dass der Hebel das Schlagstück bewegen kann, wird also auch die Bewegung des Schlagstücks durch die Sicherung verhindert. Dadurch entsteht eine erhebliche Sicherheit gegen unabsichtliches Anzünden der Munition. Die Interaktion des Hebels mit dem Führungselement kann nun unterschiedlich ausgeführt werden. Diese unterschiedlichen Ausführungsformen werden anschließend in der Figurenbeschreibung näher erläutert. Ebenso kann die Interaktion des Hebels mit dem Schlagstück unterschiedlich gestaltet sein. Auch hier wird auf die nachfolgende Figurenbeschreibung verwiesen. In einer besonderen Ausführungsform ist ein Gehäuse für die Vorrichtung vorgesehen. Dieses Gehäuse kann schließbar gestaltet sein, um Schutz für die Vorrichtung bieten zu können. Die Vorrichtung kann in das Gehäuse eingebracht werden und dort auch gewartet werden.