EP-3784976-B1 - HOUSING
Inventors
- BLACHE, ANDREAS
- SCHMEES, HEINER
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20190314
Claims (6)
- Method for manufacturing a weapon housing (1), wherein the weapon housing consists of at least two subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2) which form a lower casing (2) and an upper casing (3) of the weapon housing, wherein the two casings, namely the lower casing (2) and the upper casing (3), form, at the front, a barrel support (4) for a weapon barrel, wherein an inner contour (2', 3', 2.1', 2.2', 3.1', 3.2') is machined in one solid block for each of the respective subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2), wherein openings (5) and recesses (6) are machined into the at least two subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2), wherein the machining process is a milling process and wherein the subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2) are then joined together by welding to form the weapon housing.
- Method according to claim 1, characterized in that the solid block is a steel block.
- Weapon housing (1) consisting of at least two subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2) which form a lower casing (2) and an upper casing (3) of the weapon housing (1), wherein a barrel support (4) for a weapon barrel is formed at the front by the two casings, namely the lower casing (2) and the upper casing (3), wherein an inner contour (2', 3', 2.1', 2.2', 3.1', 3.2') is machined at least in one solid block for each of the respective subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2), and wherein openings (5) and recesses (6) are machined into the at least two subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2), and wherein the machining process is milling, wherein the subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2) are then joined together by welding to form the weapon housing.
- Weapon housing (1) according to claim 3, characterized in that the solid block is a steel block.
- Weapon housing (1) according to claim 3 or 4, characterized in that the weapon housing consists of more than two subassemblies (2, 3, 2.1, 2.2, 3.1, 3.2).
- Weapon housing (1) according to claim 3, 4 or 5, characterized in that the material is C35(E) in the normalized state, C35(E) in the tempered state, or C40(E) in the normalized state.
Description
Die Erfindung beschäftigt sich mit einem Waffengehäuse für insbesondere Maschinengewehre. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein Verfahren zur Realisierung des Waffengehäuses. Waffengehäuse für Maschinengewehre, wie beispielsweise für das MG3, werden in der Praxis durch ein Biege-/ Prägeverfahren aus einem Blech als Halbzeug hergestellt. Dazu wurde die Grundform aus dem Blech geschnitten. Dem schlossen sich das Biegen mit Zwischenglühen etc. an, um die beim Biegen erzeugten Spannungen wieder herauszunehmen. Das Kurvenstück wurden dann mit dem Blech vernietet, das Blechgehäuse verschweißt und die Führungsschienen/Führungsleisten eines Verschlussträgers vernietet. Nachteilig ist, dass die Herstellung dieser Gehäuse auch aus Materialgründen nur noch bedingt machbar ist. Zudem wird das Biege-/ Prägeverfahren nur noch von wenigen Herstellern durchgeführt. Die erforderlichen Vorrichtungen verschleißen und deren Wiederbeschaffung ist zeit- und kostenintensiv. Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, ein Verfahren aufzuzeigen, das zur Herstellung eines Waffengehäuses herangezogen werden kann. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Waffengehäuse mit den Merkmalen des Anspruchs 3. Der Lösung liegt die Idee zugrunde, das Gehäuse aus einem Vollmaterial, einem Stahlklotz, spanabhebend zu bearbeiten. Dabei ergibt sich die Möglichkeit, den Werkstoff zu ändern, neue Werkstoffe zu verwenden, die beispielsweise ein Fräsen als spanabhebende Bearbeitung aus einem Materialblock ermöglichen. Diese Möglichkeit ergibt sich, da eine Umformbarkeit nicht mehr in dem Maße notwendig ist, wie es bei der bisherigen Biege-/ Prägefertigung notwendig ist. Nach der neuen Herstellungsmethode können u.a. folgende Materialien verwendetwerden: C35(E) (Kohlenstoff 35%, Elektroverschmolzen) im Zustand normalgeglüht;C35 (E) im Zustand vergütet;C40 (E) im Zustand normalgeglüht. Bei kleinen konstruktiven Änderungen, die eine direkte Härtung des Waffengehäuses nicht erforderlich machen, sind nachfolgende Werkstoffgruppen ebenfalls denkbar: klassische unlegierte Baustähle, z.B. S355;mikrolegierte Baustähle,Titanlegierungen, Z.B. TiAl6V4. Das Fräsen von Kleinteilen einer Waffe offenbaren beispielsweise die DE 199 53 365 A1, DE 10 2004 021 952 B3 oder die DE 10 2012 019 422 B3. Einen Hinweis, dieses Verfahren auch für ein Waffengehäuse selbst zu verwenden, findet sich in diesen Schriften nicht. US 2014/0331535 A1 offenbart und lehrt, ein unteres Receiver-Gehäuse zur Aufnahme eines Munitionsmagazins aus einem linken Halbschalenteil und einem rechten Halbschalenteil mit einer vertikalen Trennebene zwischen den gegeneinander anliegenden Halbschalenteilen auszubilden, wobei die Teile dann lösbar miteinander verbunden werden sollen. Es wird eine Mehrzahl von Fertigungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten der Halbschalenteile angesprochen, wie eine spanende Bearbeitung, Gießen, Schmieden, 3D-Druck und Spritzgießen. US 2008/0216375 A1 offenbart ein Waffengehäuse, welches ebenfalls aus einem linken und einem rechten Halbschalenteil mit vertikaler Trennebene dazwischen ausgebildet ist; eine Ausbildung mit Unterschale und Oberschale wäre hingegen aufgrund der Geometrie nicht möglich. GB 2410787 A offenbart ein zweiteiliges Waffengehäuse. Das erfindungsgemäße Waffengehäuse besteht im Ergebnis der Herstellung aus einem dünnwandigen Hohlkörper mit diversen Öffnungen und Durchbrüchen. Für eine spanabhebende Herstellung der Innenkontur ist daher vorgesehen, dass das Waffengehäuse bevorzugt aus zwei Halbschalen besteht, deren jeweilige Innenkontur separat geschaffen wird. Zur Fertigungsvereinfachung können diese Halbschalen in weitere Einzelteile unterteilt werden. Diese Einzel- oder Mehrschalen werden zum Schluss miteinander verschweißt. Eine Herausforderung stellt das Fräsen der Gehäuseteile bei den geringen Gehäusewandstärken dar. Hierzu sind Vorrichtungen erforderlich, die die Gehäuseteile bei der Innenbearbeitung von außen und bei der Außenbearbeitung von innen möglichst großflächig abstützen. Der Vorteil dieser Lösung liegt u.a. darin, dass Standard-Werkzeugmaschinen verwendet werden können. Bei entsprechendem Ausgangmaterial ist eine nahezu verzugsfreie Fertigung möglich. Unterschiedliche Festigkeiten des Materials führen nicht mehr zu unterschiedlichem Rückbiegen. Eine Anpassung von Werkzeugen ist nicht mehr notwendig. Eine Fertigung in geringen Stückzahlen ist auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten machbar. Insbesondere auch für kleine und mittlere Losgrößen ist eine wirtschaftliche Herstellung gegeben. Anhand eines skizzenhaften Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Lösung näher erläutert werden. Eszeigt: Fig. 1ein Waffengehäuse, bestehend aus einer Ober- und einer Unterschale,Fig. 2eine weitere Unterteilung der Ober- und Unterschale in mehrere Einzelteile. In Fig. 1 ist mit 1 ein Waffengehäuse einer nicht näher dargestellten Maschinenwaffe bzw. Maschinengewehrs gekennzeichnet. D