EP-3791150-B1 - METHOD FOR CLOSED SAMPLING, AND SAMPLING DEVICE
Inventors
- WIRTH, THOMAS
- Baatz, Tim
- DZIEWAS, GEORG
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20190429
Claims (10)
- Method for closed sampling from filling plants, comprising the following steps: - filling a sample quantity into a container (1) with a wall (3); - applying a reinforcing element (20) to the container (1) with the wall; wherein the reinforcing element (20) is a hole reinforcer with a sealing lip (52) which is applied to the container; - introducing a fracture point (22) in the area of the reinforcing element (20) into the wall of the container (1); - introducing a sampling attachment (30) with a hollow tube (40) and a circumferential groove (54) in the area of the fracture point (22) into the wall of the container (1); wherein the sealing lip (52) engages in the circumferential groove (54) of the hollow tube (40) and provides a sealed connection between the hollow tube (40) and the wall of the container; - single or multiple filling of a sample container (50) connected to the hollow tube (40); - removal of the sample container (50) from the hollow tube (40) and sealing of the sample container (50); - removing the sampling attachment (30) with hollow tube (40) from the container; and - sealing the fracture point (22) of the container in the area of the reinforcement element (20).
- Method according to claim 1, characterised in that the sample container (50) is connected to the hollow tube (40) via a screw connection for closed filling.
- Method according to any one of claims 1 or 2, characterised in that the fracture point is introduced into the wall of the container by cutting, incising and/or scoring in the area of the reinforcing element.
- Sampling device, in particular for carrying out the method according to claims 1 to 3, comprising - a container with a wall, - a sampling attachment, preferably with a thread; wherein the sampling attachment comprises a hollow tube (40) which can be inserted into the container in the region of a reinforcing element, characterised in that the reinforcing element is designed in the form of a hole reinforcer with a sealing lip (52) and the hollow tube (40) has a circumferential groove (54) into which the sealing lip (52) of the hole reinforcement engages and provides a sealed connection between the hollow tube (40) and the wall of the container.
- Sampling device according to claim 4, characterised in that the container is a bag, in particular a plastic bag, preferably a polyethylene bag, particularly preferably a transparent polyethylene bag.
- Sampling device according to any one of claims 4 or 5, characterised in that the sampling device comprises a sample container (50) which can preferably be connected to the sampling attachment by means of a screw connection.
- Sampling device according to any one of claims 4 to 6, characterised in that the screw connection comprises a screw-on thread attached to the hollow tube (40).
- Sampling device according to any one of claims 4 to 7, characterised in that the screw connection comprises an external thread on the sample container (50) which can be connected to the screw-on thread on the hollow tube (40).
- Sampling device according to any one of claims 4 to 8, characterised in that the sample container (50) comprises a volume accommodating a sample quantity.
- Sampling device according to claim 9, characterised in that the sample quantity is in the range of 10 g to 2000 g, preferably 100 g to 400 g, and particularly preferably 200 g to 300 g.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur geschlossenen Musterentnahme sowie eine Musterentnahmevorrichtung. Um in Produktionsbetrieben, insbesondere chemischen Produktionsbetrieben, hergestellte Stoffe, insbesondere Feststoffe, analytisch untersuchen zu können, werden regelmäßig Proben derartiger Feststoffe entnommen. Dies erfolgt durch Abfüllung der hergestellten Stoffe (Bulkware) in kleinere Gebinde. Aus Gründen des Produktschutzes und des Arbeitsschutzes erfolgt eine derartige Abfüllung in der Regel geschlossen. Dadurch wird sowohl das Eindringen von Fremdkörpern (z.B. Staub, Fasern) in das zu bemusternde Gebinde unterbunden (Produktschutz) als auch die Exposition der Mitarbeiter mit Produktstäuben verhindert (Arbeitsschutz). Im Stand der Technik wird dies dadurch erreicht, dass sogenannte Endlos-Liner-Systeme eingesetzt werden. Um von diesen abgefüllten Gebinden der Bulkware Proben für analytische Zwecke entnehmen zu können, ist es - wie bereits bei der Abfüllung beschrieben - aus Produktschutz- und Arbeitsschutzgründen notwendig, die Beprobung geschlossen durchzuführen. Um eine geschlossene Musterentnahme von Feststoffen aus Endlos-Liner-Abfüllanlagen unter Berücksichtigung der Anforderungen an Produkt- und Arbeitsschutz durchführen zu können, ist im Stand der Technik vorgesehen, manuelle oder automatische Probenentnahme mit Hilfe spezieller Musterentnahmekonstruktionen aus der Endlos-Liner-Anlage durchzuführen. Obwohl derartige Musterentnahmekonstruktionen mit integrierter Abluft-Entstaubung ein sehr hohes Maß an Schutz aufweisen, handelt es sich hierbei um keinen vollständig geschlossenen Vorgang. Beispielsweise können Musterflaschen an der Außenseite kontaminiert werden und müssen dann beispielsweise mit Lösungsmittel gereinigt werden. Darüber hinaus ist eine derartige Probenentnahme nicht für Produkte mit schlechten Fließeigenschaften geeignet. Alternativ hierzu ist vorgesehen, eine Produkt-Kleinmenge von bspw. 200 g über das Endlos-Liner-Abfüllsystem zu entnehmen. Diese entnommene Kleinmenge kann dann in einer abgeschlossenen Umgebung, beispielsweise in einer Einweg-Glovebox aus Kunststofffolie, aufgeschnitten und mittels Plastiklöffel in Musterflaschen abgefüllt werden. Nachteilig hieran ist, dass es sich um einen zeitaufwendigen Prozess handelt, bei dem die Musterflaschen auch von außen kontaminiert werden können und partikuläre Verunreinigung der Mustermenge mit Resten der Kunststofffolie möglich ist. Die aus dem Bemusterungsprozess stammenden partikulären Verunreinigung können je nach vorgegebenem Testprozedere zu falsch-positiven analytischen Ergebnissen führen, die eine Freigabe und damit die Vermarktung der betroffenen Feststoff-Charge, z.B. aufgrund partikulärer Verunreinigungen, verhindern; betroffene Chargen müssen somit der Vernichtung zugeführt werden. Eine dritte Möglichkeit ist eine offene Entnahme von Schüttgütern, beispielsweise mit Probensammlern. Nachteilig hieran ist aber, dass staubige Produkte nicht ohne Staubentwicklung bemustert werden können. Darüber hinaus wird durch die Bemusterung das Gewicht des Gebindes reduziert, was eine neue Wiegung und Etikettierung erfordert. Aufgabe der Erfindung ist es somit, ein Verfahren und eine Vorrichtung insbesondere zur Durchführung des Verfahrens anzugeben, die die Nachteile des Standes der Technik vermeiden und insbesondere eine Abfüllung der Feststoffprodukte in kleine Mustergebinde zur nachfolgenden Analyse gewährleisten, die Staubexpositionen für die durchführenden Mitarbeiter vermeidet und das Produkt sowohl im Abfüllgebinde (Bulkware) als auch Mustergebinde vor externen und/oder partikulären Verunreinigungen schützt. WO 96/29587 A1, DE 10 2006 062982 B3, US 2017/307447 A1 zeigen beispielhafte Entnahmenvorrichtungen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur geschlossenen Musterentnahme aus einer Abfüllanlage gemäß Anspruch 1 und eine Musterentnahmevorrichtung aus Anspruch 4 gelöst. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst eine Mustermenge in ein Behältnis mit einer Wand abgefüllt. Nach der Abfüllung wird auf das Behältnis mit der Wand ein Verstärkungselement (Lochverstärker) aufgebracht. Sodann wird eine Bruchstelle im Bereich des Verstärkungselementes in die Wand des Behältnisses eingebracht bspw. durch Ritzen und ein Musterentnahmeaufsatz mit einem Hohlrohr im Bereich der Bruchstelle in die Wand des Behältnisses eingeführt. Über das Hohlrohr, das in das Behältnis eingesetzt wurde, wird einmalig oder mehrfach ein mit dem Hohlrohr verbundener Musterbehälter befüllt. Nach Befüllen mit der zu untersuchenden Mustermenge wird der Musterbehälter vom Musterentnahmeaufsatz mit Hohlrohr entfernt und anschließend verschlossen. Nachdem die Abnahme der Proben abgeschlossen ist, wird der Aufsatz mit Hohlrohr von dem Behältnis mit der Wand entfernt und die Bruchstelle im Bereich des Verstärkungselementes verschlossen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass zum geschlossenen Be