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EP-4067723-B1 - DEVICE AND METHOD FOR SEALING AN INTAKE POINT

EP4067723B1EP 4067723 B1EP4067723 B1EP 4067723B1EP-4067723-B1

Inventors

  • Fabig, Lars

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20220301

Claims (15)

  1. Device for making an intake point (3) safe, the device comprising a fixed separating guard (13), the device additionally having a movable guard (15, 35), and an evasive movement of the movable guard (15) having a directional component (Y) which is directed orthogonally to an intake direction (X) of the intake point (3), the movable guard (15, 35) being arranged in front of the fixed separating guard (13) when viewed in the intake direction, characterized in that the movable guard (15) comprises one or more linear guides (23), or in that the movable guard (15) comprises at least one or more pivot levers (37) which are held against the direction of the evasive movement by a defined holding force in a normal position, the holding force of the pivot lever (37) being position-dependent, and the holding force of the pivot lever (37) being at its maximum when the pivot lever is in the normal position.
  2. Device according to claim 1 or claim 2, characterized in that the movable guard (15, 35) and/or the fixed separating guard (13) is arranged on a support (31).
  3. Device according to claim 1, characterized in that the holding force of the movable guard (15, 35) is adjustable.
  4. Device according to claim 1, characterized in that the holding force of the movable guard (15, 35) is negative when the guard is in the evasive position.
  5. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the movable guard (15) has an insertion ramp (17) at a front end (11) opposite the fixed separating guard (13).
  6. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the movable guard comprises a rotatably mounted roller (35).
  7. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the movable guard (15) is movable relative to the fixed separating guard (13) in order to perform the evasive movement.
  8. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the fixed separating guard (13) is guided in a guide, in that a guided movement of the fixed separating guard (13) has a directional component (Y) which is orthogonal to an intake direction (X) of the intake point (3), and in that the guided movement reduces a gap (41) between the fixed separating guard (13) and a workpiece.
  9. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a manipulator (43) connected to the movable guard (15) holds the fixed separating guard (13) form-fittingly in an operating position when the movable guard (15, 35) is in a normal position.
  10. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the movable guard (15, 35) releases the form fit between the manipulator (43) and the fixed separating guard (13) when the movable guard (15) is in an evasive position.
  11. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the guide has an end stop, in that the end stop limits a maximum width of the gap (41).
  12. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a spring force exerted by a spring (47) on the fixed separating guard (13) acts on the fixed separating guard (13) in such a way that it reduces the gap (41).
  13. Safety device according to any of the preceding claims, characterized in that the movable guard (15, 35) switches off a drive of the intake point (3) as soon as the movable guard (15) leaves the normal position and begins an evasive movement.
  14. Safety device according to any of the preceding claims, characterized in that a length (L) of the movable guard (15, 35) in the intake direction (x-axis) is so great that the time interval (T Stop ) which elapses between triggering the movable guard and an emergency stop of the intake point (3) is less than the time interval (T Einzug ) which elapses between the beginning of the intake of a body part into the movable guard (15) or (35) and the intake point (3) being reached. (T Stop < T Einzug )
  15. Method for making an intake point (3) safe, a safety device (1) according to one or more of the preceding claims being arranged at the intake point (3), characterized in that the movable guard (15) triggers an emergency stop of the drive of the intake point (3) as soon as the movable guard (15) has left a normal position, and in that a gap (41) between the fixed separating guard (13) and the product conveyed into the intake point (3) is reduced as soon as the movable guard (15) leaves the normal position.

Description

Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung für eine Einzugstelle, wie sie in vielen Maschinen und Anlagen vorhanden sind. Typische Beispiele für eine Einzugstelle sind zwei Walzen oder zwei Flachriemen, zwischen denen ein Werkstück transportiert wird. Typischer Vertreter solcher Werkstücke sind Wellpappe, eine Platte aus Holz, ein Metallblech oder ein Profilstab. Bei Einzugstellen besteht die Gefahr, dass die Hand eines Maschinenbedieners in den sich verengenden Spalt zwischen der Walze bzw. dem Flachriemen und dem Werkstück gerät und in die Einzugstelle gezogen wird. Dabei kann es zu schweren Verletzungen, insbesondere der Hand des Maschinenbedieners, kommen. Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit einer Anlage zur Verarbeitung von Wellpappe erläutert. Dabei wird die Wellpappe zwischen zwei Flachriemen transportiert. Die Flachriemen werden über mehrere zylindrische Rollen geführt und transportieren eine Wellpappe durch die Anlage. Dabei entsteht zwangsläufige eine Einzugstelle. Die einschlägigen Normen, wie beispielsweise die DIN EN 1010-1:2011-06, schreiben für die Sicherung von Einzugstellen feste trennende Schutzeinrichtungen vor, die sich über die gesamte Arbeitsbreite der Zylinder oder Walzen erstrecken. Eine solche feste trennende Schutzeinrichtung kann beispielsweise ein Flacheisen oder ein Winkeleisen sein, das in einem geringen Abstand (von maximal 6 mm) zu dem Werkstück montiert ist, das in die Einzugstelle gezogen wird. Dabei muss die feste trennende Schutzeinrichtung so angebracht sein, dass ein Normalenvektor der Fläche, auf welche die Hand auftrifft, im Wesentlichen parallel zu der Bewegungsrichtung des Werkstücks in der Einzugstelle erfolgt (siehe Bild 3 aus Kapitel 5.2.1.2 der DIN EN 1010-1:2011-06). Feste trennende Schutzeinrichtungen sind sehr wirksam, da sie zuverlässig verhindern, dass ein Finger oder die gesamte Hand des Maschinenbedieners in die Einzugstelle eingezogen wird. Allerdings haben die festen trennenden Schutzeinrichtungen Nachteile bei der Arbeit an der Maschine bzw. der Anlage. Zum Beispiel erschwert der von der DIN vorgegebene enge Spalt das Einführen von Werkstücken (Wellpappe, Holzplatte oder Blech oder dergleichen). Darüber hinaus können auch trennende Schutzeinrichtungen mit einem Abstand zur Gefahrenstelle oder berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen (Lichtgitter, Lichtschranke) verwendet werden. Dann muss die gefahrbringende Bewegung schneller stillgesetzt werden als ein Mensch sie erreichen kann (DIN EN ISO 13855). Aus der US 4, 085, 303 ist eine Sicherungsvorrichtung für eine Einzugstelle einer Heißmangel bekannt, die zwei hintereinander angeordnete und nacheinander ansprechende Not-Halt-Taster umfasst. Die Sicherungsvorrichtung umfasst eine Andruckwalze, die im Normalbetrieb z. B. ein Bettlaken glättet, welches in die Heißmangel eingezogen wird. Die Andruckwalze, ist an Schwenkarmen gelagert und wird mit einer vorbestimmten Kraft gegen das Bettlaken gedrückt. Wenn anstelle des Bettlakens die Hand des Bedieners unter die Andruckwalze gerät, dann bewegt sich erstere nach oben und in Folge dessen wird ein erster Not-Halt-Taster geöffnet und dadurch die Stromversorgung eines Antriebs unterbrochen. In Transportrichtung hinter der Andruckwalze ist eine weitere bewegliche Trenneinrichtung angeordnet, die ähnlich wie die erste bewegliche Trenneinrichtung (Andruckwalze) arbeitet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Sicherungsvorrichtung bereitzustellen, die einerseits ohne Abstriche bei der Arbeitssicherheit eine verbesserte Bedienbarkeit der Maschine bzw. der Anlage gewährleistet und darüber hinaus die Arbeitssicherheit weiter erhöht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Vorichtung weist zusätzlich zu der festen trennenden Schutzeinrichtung eine bewegliche Schutzeinrichtung vorgesehen ist, die eine Ausweichbewegung ausführen kann, wenn beispielsweise die Hand eines Maschinenbedieners in die bewegliche Schutzeinrichtung gezogen wird. Die Ausweichbewegung der beweglichen Schutzeinrichtung verläuft orthogonal zu der Einzugsrichtung der Einzugstelle. In jedem Fall hat die Ausweichbewegung eine Richtungskomponente, die orthogonal zu der Einzugsrichtung der Einzugstelle gerichtet ist. Anders ausgedrückt: Wenn, um im Beispiel zu bleiben, die Hand eines Maschinenbedieners in die bewegliche Schutzeinrichtung gezogen wird, dann weicht die bewegliche Schutzeinrichtung seitlich oder nach oben aus, so dass die Hand nur kurzfristig "eingeklemmt" wird. Die auf die Hand wirkenden Kräfte sind überdies begrenzt, so dass keine oder höchstens reversible Verletzungen der Hand auftreten. Besonders vorteilhaft an der erfindungsgemäßen beweglichen Schutzeinrichtung ist, dass sie den natürlichen Reflex jedes Maschinenbedieners unterstützt, die Hand sofort wieder aus der Einzugstelle zu ziehen, sobald sie zwischen die bewegliche Schutzeinrichtung und das in die Einzugstelle geförder