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EP-4110428-B1 - METHOD FOR PRODUCING A DRIP CHAMBER, DRIP CHAMBER, INFUSION SYSTEM OR TRANSFUSION SYSTEM

EP4110428B1EP 4110428 B1EP4110428 B1EP 4110428B1EP-4110428-B1

Inventors

  • SCHLITT, Christof
  • SEIDEL, GERRIT

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20210407

Claims (11)

  1. A method of manufacturing a drip chamber (1), comprising the steps of: A) providing an upper part (2) for the drip chamber (1) with a first connection intended to be connected to a container, B) providing a lower part (3) for the drip chamber (1) with a second connection (32) connected to a tube or intended to be connected to a tube, and C) providing a middle part (4) for the drip chamber (1), which part is designed as a sleeve, D) connecting the upper part (2), the lower part (3) and the sleeve, such that the upper part (2) and the lower part (3) are connected to each other in a fluid-tight manner via the sleeve, wherein the upper part (2) and the sleeve are connected to each other by solvent joining, and wherein the lower part (3) and the sleeve are connected to each other by solvent joining.
  2. A drip chamber (1) for an infusion or transfusion system, in particular manufactured by a method according to claim 1, wherein the drip chamber (1) comprises: an upper part (2) with a first connection intended to be connected to a container, a lower part (3) with a second connection (32) connected to a tube or intended to be connected to a tube, and a prefabricated middle part (4), designed as a sleeve and configured to provide a direct fluid-tight connection with the upper part and with the lower part, respectively, by joining a lower end region (21) of the upper part (2) and an upper end region (31) of the lower part (3) to the middle part (4), respectively, wherein the upper part (2) and the middle part (4) are connected to each other by solvent joining, and wherein the lower part (3) and the middle part (4) are connected to each other by solvent joining.
  3. The drip chamber (1) according to claim 2, wherein the upper part (2) comprises a polymer material, wherein the polymer material is preferably a styrene-based polymer material, wherein the styrene-based polymer material is more preferably a polystyrene material or a styrene-acrylonitrile copolymer material, in particular a highly transparent polystyrene material or a highly transparent styrene-acrylonitrile copolymer material.
  4. The drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 3, wherein the lower part (3) comprises a polymer material, wherein the polymer material is preferably a styrene-based polymer material, wherein the styrene-based polymer material is more preferably a styrenebutadiene copolymer material.
  5. The drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 4, wherein the middle part (4) comprises a polymer material, wherein the polymer material is preferably a styrene-based polymer material, wherein the styrene-based polymer material is more preferably a styrenebutadiene copolymer material.
  6. The drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 5, wherein at least a portion of a wall of the upper part (2) has a light transmission in the visible spectral range of at least 90%, preferably at least 95%.
  7. The drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 6, wherein the middle part (4) provides a protrusion (41) on an outer surface of the drip chamber (1).
  8. The drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 7, wherein the first connection (22) is formed as a piercing device, in particular as a hollow piercing device, for piercing the wall of a container for a liquid to be administered to a patient or of a septum provided at the container, and/or wherein the first connection (22) is non-detachably connected to the container or is non-detachably connectable to the container.
  9. The drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 8, wherein the second connection (32) is formed as a coupling device which may be connected to a complementary coupling device at the end of a tube such that a tight fluid connection exists between the interior of the drip chamber (1) and the tube, wherein the coupling devices are preferably closed in a dry manner when not connected to each other.
  10. The drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 9, wherein the upper part (2) has a first connection (22) connected to a container or intended to be connected to a container, and wherein the lower part (3) has a second connection connected to a tube or intended to be connected to a tube.
  11. An infusion or transfusion system comprising a drip chamber (1) according to any one of claims 2 to 10.

Description

Zu therapeutischen Zwecken werden in der Human- und Veterinärmedizin Infusionen und Transfusionen durchgeführt. Beispielsweise dienen Infusionen der Verabreichung von flüssigen Arzneimitteln (Wirkstofflösungen etc.). Unter einem Infusions- oder Transfusionssystem wird ein System verstanden, mit dem die Verabreichung einer medizinischen Infusion oder die Durchführung einer medizinischen Transfusion vorgenommen werden kann. Insbesondere kann es sich um ein Infusionsset (auch als "Infusionsbesteck" bezeichnet) handeln. Ein Infusions- oder Transfusionssystem weist in der Regel einen Schlauch und eine Tropfkammer auf. Das Infusions- oder Transfusionssystem kann optional weitere Komponenten umfassen, beispielsweise einen Durchflussregler zur Kontrolle der Fließgeschwindigkeit der Flüssigkeit wie etwa eine Rollenklemme. Die im Rahmen einer Infusion oder Transfusion zu verabreichende Flüssigkeit wird in einem Behälter bereitgestellt. Bei dem Behälter kann sich beispielsweise um eine Infusionsflasche, einen Infusionsbeutel, eine Blutkonserve etc. handeln. Die Tropfkammer wird über einen Behälteranschluss mit dem Behälter verbunden, sodass die Flüssigkeit aus dem Behälter in die Tropfkammer gelangen kann. Bei dem Behälteranschluss kann es sich beispielsweise um eine Stechvorrichtung wie etwa einen hohlen Dorn handeln, mit dem ein den Behälter verschließendes Septum durchstochen werden kann und der in seinem Inneren typischerweise mehrere Kanäle aufweist. Eine derartige Stechvorrichtung wird allgemein als "Spike" bezeichnet. Es sind daneben weitere Systeme bekannt, um die Tropfkammer mit dem Behälter zu verbinden, beispielsweise Kupplungssysteme, welche es nicht zulassen, dass die Tropfkammer und der Behälter, nachdem diese miteinander verbunden worden sind, wieder getrennt werden können. Die Tropfkammer steht in Fluidverbindung mit einem Ende des Schlauchs, sodass Flüssigkeit aus der Tropfkammer in den Schlauch eintreten kann. In diesem Sinne ist die Tropfkammer ein Flüssigkeitsüberleitungssystem, da die Flüssigkeit aus dem Behälter durch die Tropfkammer in den Schlauch übergeleitet wird. Der Schlauch weist an einem anderen Ende einen Anschluss für einen Patientenzugang (z.B. Venenkanüle oder Venenkatheter) auf. Der Patientenzugang kann optional auch als Teil des Infusionssets betrachtet werden. Die Tropfkammer stellt, wie beschrieben, die Verbindung zwischen Schlauch und dem Behälter her. In der Regel sind die Vorrichtungen, die die Belüftung des Behälters gewährleisten, in die Tropfkammer integriert. Dazu weist die Tropfkammer üblicherweise eine Belüftungsvorrichtung mit einem manuell zu bedienenden oder einem automatischen Belüftungsventil auf. Ein Belüftungskanal ermöglicht den Luftzutritt in den Behälter. Damit keine Kontaminationen auftreten, wenn Luft aus der Umgebung durch das Belüftungsventil strömt, weist die Belüftungsvorrichtung üblicherweise ein Belüftungsfilter auf. Um zuverlässig zu verhindern, dass Flüssigkeit zum Belüftungsfilter vordringt, diesen durchtränkt und so für Luft undurchdringbar macht, ist am Belüftungskanal häufig ein Verschlussmechanismus vorgesehen. Im Stand der Technik sind unterschiedliche Ausführungsformen der Belüftungsvorrichtung auf Basis verschiedener Ventiltypen sowie mit und ohne Belüftungsfilter und Verschlussmechanismus bekannt, beispielsweise manuelle Belüftungsvorrichtungen, die über eine manuell zu betätigende Klappe als Belüftungsventil verfügen, sowie automatische Belüftungsventile, die ein Rückschlagventil als Belüftungsventil aufweisen. Vorliegende Erfindung ist mit manuellen und automatischen Belüftungsvorrichtungen kompatibel. Um beispielsweise eine Infusion zu beginnen, d.h. Flüssigkeit durch den Schlauch fließen zu lassen, wird zuerst die Tropfkammer über den Behälteranschluss mit dem Behälter verbunden. Dann muss das Fließen der Flüssigkeit initiiert werden. Dies erfolgt in der Regel dadurch, dass die zumindest in ihrem unteren Bereich aus einem elastischen Material bestehende Tropfkammer von Hand (beispielsweise zwischen Daumen und einem Finger) zusammengedrückt wird. Dadurch wird beispielsweise bei Verwendung einer Tropfkammer mit einer Stechvorrichtung (Spike) Luft durch einen der Kanäle der Stechvorrichtung in den Infusionsbehälter gepumpt. Durch den im Infusionsbehälter entstehenden Überdruck wird das Fließen der Flüssigkeit initiiert, d.h. die Flüssigkeit beginnt, in das Innere der Tropfkammer hineinzutropfen. Das Belüftungsventil sorgt für den Druckausgleich, der dafür erforderlich ist, dass die Flüssigkeit weiter in die Tropfkammer hineintropfen kann, indem sie den Lufteintritt durch einen der Kanäle der Stechvorrichtung (Belüftungskanal) gestattet, während die Flüssigkeit durch einen anderen der Kanäle aus dem Behälter in die Tropfkammer fließt. Die Tropfkammer nimmt nach der Kraftanwendung zum Initiieren des Fließens der Flüssigkeit ihre ursprüngliche Form wieder an. Alternativ oder zusätzlich kann auch auf den Behälter ein Druck ausgeübt werden. Da die