EP-4151896-B1 - PIPE JOINT
Inventors
- FUNKE, NORBERT
- Funke, Hans Günter
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20220919
Claims (13)
- Pipe joint (1), with two pipes, and with a retaining ring (6), wherein the retaining ring (6) engages around a pipe (2, 3) and extends at least in sections over the other pipe (2, 3), and with a cavity (20), which is delimited by a radially inner surface of the retaining ring (6) and radially outer surfaces of the pipes (2, 3), and with a seal (19), which is arranged in the cavity (20) in such a way that the seal lies circumferentially on a pipe (2, 3), wherein the seal (19) extends from one to the other pipe (2, 3), characterized in that the retaining ring (6) is divided along its circumference into partial rings (11), which each extend around a circumferential section of the first pipe (2) and the second pipe (3), and wherein two adjacent partial rings (11) are connected to one another by clamping means (12) in such a way that the partial rings (11), by way of the clamping means (12), are movable from a first arrangement, in which the partial rings (11) have a first distance from one another, into a second arrangement, in which the partial rings (11) have a second distance from one another, which is smaller than the first distance, and in that a first pipe (2) has a spigot end, which extends into a socket end of a second pipe (3), wherein the second pipe (3) has a circumferential bead (4), and the seal (19) extends from the first pipe (2) to the bead (4).
- Pipe joint (1) according to Claim 1, characterized in that the seal (19) lies against the pipes (2, 3) and the retaining ring (6).
- Pipe joint (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the seal (19) comprises an elastomer material.
- Pipe joint (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the seal (19) comprises a thermoplastic material.
- Pipe joint (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the seal (19) is formed as a sealing ring.
- Pipe joint (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the seal (19) is formed by a casting compound introduced into the cavity (20).
- Pipe joint (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the seal (19) fills out the cavity (20) substantially.
- Pipe joint (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the retaining ring (6) had clamping means (12), which are intended to fix the retaining ring (6) on the pipes (2, 3) in such a way that the circumference of the retaining ring (6) decreases with increasing tension, wherein the reduced circumference results in a radial force which is directed against a pipe axis and which acts on the seal (19).
- Pipe joint (1) according to Claim 8, characterized in that in the axial direction the clamping means (12) are arranged on the retaining ring (6) in the region where the seal (19) is arranged in the cavity (20).
- Pipe joint (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the two pipes (2, 3) are made of plastic.
- Pipe joint (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the seal (190 • in its use position is arranged in the cavity (20), • has a first section, which in the use position lies circumferentially on the first pipe (2) and has a first diameter, • and extends from the first pipe (2) to the second pipe (3), • and has a second section, which in the use position lies circumferentially on the second pipe (3) and has a second diameter which is larger than the first diameter, • and has a third section, which in the use position extends as far as a bead (4) running around the circumference of the second pipe (3) and has a third diameter which is larger than the second diameter.
- Pipe joint (1) according to Claim 11, characterized in that the seal (19) is formed in the manner of a root barrier and contains root-hostile aggregates.
- Pipe joint (1) according to Claim 11 or 12, characterized in that the seal (19) is formed as a moulded part and is formed in the manner of a root barrier, such that its shaping by means of ribs, in use, creates regions of small contact area and high pressure contact where the seal lies against a pipe (2, 3) or the retaining ring (6).
Description
Die Erfindung betrifft eine Rohrverbindung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. An die Dichtheit von Rohren werden im Allgemeinen hohe Anforderungen gestellt, wobei ein einzelnes Rohrelement eher selten eine Leckage aufweist. Stattdessen treten Undichtigkeiten regelmäßig dort auf, wo in einer Rohrleitung zwei oder mehrere Rohre miteinander verbunden sind, was im Folgenden als Rohrverbindung bezeichnet wird. Die Undichtigkeiten können aus einer fehlerhaften, unsachgemäßen Verlegung bzw. Handhabung resultieren. Beispielsweise können beim Verlegen der Rohre Fremdkörper, wie Steine, grober Sand oder dergleichen, zwischen Dichtung und Rohr gelangen oder die Dichtung kann versehentlich beschädigt oder abgeschert werden, beispielsweise beim Einstecken eines ersten Rohres mit mangelhaft oder nicht angefastem Spitzende in ein Muffenende eines zweiten Rohres und eine dort befindliche Dichtung. Durch die Undichtigkeiten können Stoffe, welche in dem Röhrensystem transportiert werden, in die Umgebung austreten. Über dieselben Wege können jedoch auch Stoffe aus der Umgebung der Rohrverbindung in das Innere der Rohre und somit in die darin transportierten Stoffe gelangen, was beispielsweise bei einem Transport von Trinkwasser unter allen Umständen vermieden werden muss. Aus der Praxis sind auch nachträglich auftretende Undichtigkeiten bekannt, beispielsweise Einwurzelungen oder wenn eine verlegte Rohrverbindung verschoben bzw. ungewollt auseinandergezogen wird, was z. B. durch Senkungen im Boden hervorgerufen werden kann, in dem die Rohrleitung verläuft. Pflanzenwurzeln stellen in der Praxis ein besonderes Problem dar, da diese die Dichtheit einer Rohrverbindung aktiv herabsetzen können. Insbesondere (anfänglich noch kleine) Undichtigkeiten bzw. Hohlräume in der Rohrverbindung bieten Pflanzenwurzeln einen Angriffspunkt, zunächst in die Rohrverbindung einzuwachsen und die Hohlräume im Zuge des Dickenwachstums zu weiten und damit einhergehend neue Hohlräume in der Rohrverbindung für ein tieferes Vordringen zu schaffen, sodass die Pflanzenwurzeln aus der Umgebung der Rohrverbindung bis in den das Innere der Rohrleitung einwachsen können. Folglich sind Pflanzenwurzeln dazu geeignet, ursächlich zu sein für eine Leckage der Rohrverbindung und darüberhinausgehend können diese die Wegbarkeit einer Leckage für eintretende oder austretende Stoffe wesentlich erhöhen. Zur Schaffung einer hochdichten Rohrverbindung ist es aus der Praxis bekannt, zwei Rohre miteinander zu verschweißen, beispielsweise bei Trinkwasserleitungen, wobei stets hohe Anforderungen an die Sauberkeit zur Herstellung der Schweißverbindung gestellt werden und somit der Arbeitsaufwand vor Ort auf der Baustelle vergleichsweise hoch ist. Ebenso ist regelmäßig ein Verschweißen zur Schaffung einer Rohrverbindung vorgesehen, insbesondere wenn Baumbestand vorhanden ist bzw. eine Bepflanzung geplant ist, um das Einwachsen von Wurzeln, insbesondere die Wurzeln bestimmter Baumarten wie die Linde, verhindern zu können. Auf ein Verschweißen verzichtend ist aus der EP 0 175 169 A1 eine gattungsgemäße Rohrverbindung bekannt mit einem Schubsicherungsring, welcher zwei zu verbindende Rohre umfangmäßig umgreift. Die Innenoberfläche des Schubsicherungsrings und die Außenoberflächen der Rohre schaffen einen Hohlraum, der als Halteringkammer bezeichnet ist und in dem ein Druckring angeordnet ist, wobei der Druckring dreiseitig in Druckberührung steht, nämlich mit dem einen Rohr längsseitig aufliegend, dem anderen Rohr stirnseitig anliegend und einem Schubsicherungsring innenseitig anliegend. Zugkräften entgegenwirkend ist für den Schubsicherungsring zunächst ein verschiebesicherer Sitz gewährleistet, indem der Schubsicherungsring an der Außenseite des zweiten Rohres mit einer radial nach innen ragenden Klaue einen Bund hintergreift. Eine schubgesicherte Rohrverbindung wird gebildet, indem der Schubsicherungsring zudem auf der Innenseite einen Haltering aufweist, welcher einseitig eine Verzahnung aufweist, welche beim Verspannen des Schubsicherungsrings in die Außenoberfläche des ersten Rohres eindringt. Der Schubsicherungsring ist mehrteilig aufgebaut, wobei die einzelnen Konstruktionselemente funktional divergieren und vor dem Steckvorgang des Spitzendes des ersten Rohres in das Muffenende des zweiten Rohres auf das Spitzende aufzuschieben sind. Die bekannten Rohrverbindungen eint das Problem des Auftretens von Undichtigkeiten, insbesondere in Folge von Verlegefehlern oder einer unsachgemäßen Handhabung. Obschon grundsätzlich eine hohe Dichtheit erwartet wird, kann regelmäßig nicht verhindert werden, dass Pflanzenwurzeln einwachsen und Leckagen schaffen bzw. Leckagen vergrößern. Sofern in der Praxis jedoch eine hochdichte Rohrverbindung erforderlich ist, muss dafür auf wirtschaftlich aufwendige Fügeverfahren zurückgegriffen werden, exemplarisch auf das Schweißen. Aus der EP 1 470 357 B1, die als am nächsten kommender Stand der Technik angesehen wird, ist eine Klemme zum Verbinden v