EP-4230426-B1 - SECURITY ELEMENT TRANSFER MATERIAL AND METHOD FOR PRODUCING THE SAME
Inventors
- SCHINABECK, JOSEF
- Teufel, Björn
- RAUCH, ANDREAS
- Sattler, Tobias
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20221108
Claims (13)
- Method for producing a security element transfer material (10), comprising the steps of: - providing a carrier film (16); - applying a release layer (22) to the carrier film (16); - applying one or more mutually superposed layers over part of the area, to generate a functional layer structure (70) having an optically variable effect, in such a way that said structure lies completely on the release layer (22) by an outer contour (71); and - applying a layer (50) of adhesive to the functional layer structure (70) in such a way that it either exactly conceals the functional layer structure (70) or extends a distance beyond the outer contour (71) of the functional layer structure (70) until it reaches the release layer (22), wherein the release layer (22), in the step of applying the release layer (22), is applied only over part of the area, in such a way that an outer contour (33) of the release layer (22) extends all around beyond the outer contour (71) of the functional layer structure (70).
- Method according to Claim 1, wherein the step of applying the functional layer structure (70) takes place in such a way that said structure either lies completely on the part-area release layer (22) or overhangs an inner contour (34) of the part-area release layer (22).
- Method according to one of Claims 1 to 2, wherein the step of generating the functional layer structure (70) comprises applying an embossing layer (80) and embossing a motif into the embossing layer (80).
- Method according to Claim 3, wherein the step of generating the functional layer structure (70) comprises applying a metallization layer (85) to the embossed motif.
- Method according to Claim 4, comprising, before the application of the metallization layer (85), a step of applying a washable ink layer (82) to the embossing layer (80), in such a way that the washable ink layer (82) only partially covers the embossing layer (80), and, after the application of the metallization layer (85), a step of removing the washable ink layer (82) with the metallization layer (85) lying above it, so that the metallization layer (85) forms at least one pattern or sign.
- Method according to any of Claims 1 to 5, comprising the step of: - punching through the layer (50) of adhesive and the release layer (22) on the carrier film (16) in such a way that either a continuous or an interrupted punching line (55) is formed.
- Security element transfer material (10), comprising - a carrier film (16); - a release layer (22) applied to the carrier film (16); - a functional layer structure (70) which comprises one or more mutually superposed layers and has an optically variable effect and which lies completely on the release layer (22) by an outer contour (71); and a layer (50) of adhesive which is applied in a register-true manner on the functional layer structure (70) in such a way that it extends a distance beyond the outer contour (71) of the functional layer structure (70) until it reaches the release layer (22), wherein the release layer (22) is applied on the carrier film (16) only over part of the area and an outer contour (33) of the part-area release layer (22) extends all around beyond the outer contour (71) of the functional layer structure (70).
- Security element transfer material according to Claim 7, wherein the functional layer structure (70) either lies completely on the part-area release layer (22) or overhangs an inner contour (34) of the part-area release layer (22).
- Security element transfer material according to one of Claims 7 to 8, wherein the functional layer structure (70) comprises an embossing layer (80) in which a motif is embossed.
- Security element transfer material according to Claim 9, wherein the functional layer structure (70) comprises a metallization layer (85) adjacent to the embossed motif.
- Security element transfer material according to Claim 10, wherein the metallization layer (85) covers the embossing layer (80) only partially and forms at least one pattern or sign.
- Security element transfer material according to any one of claims 7 to 11, wherein the layer (50) of adhesive and the release layer (22) comprise either a continuous or an interrupted punching line (55).
- Method for producing a value article, for example a value document (1), comprising the steps of - producing a security element transfer material (10) by a method according to any of Claims 1 to 6 or providing a security element transfer material (10) according to any of Claims 7 to 12; - providing a substrate (14) of the value article; - bonding the security element transfer material (10) to the substrate (14) by means of the layer (50) of adhesive of the security element transfer material (10); and - detaching the carrier film (16) from the security element transfer material (10).
Description
Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement-Transfermaterial, ein Verfahren zum Herstellen des Sicherheitselement-Transfermaterials und ein Verfahren zum Herstellen eines Wertgegenstands, insbesondere Wertdokuments, unter Verwendung des Sicherheitselement-Transfermaterials. Wertgegenstände, wie Markenartikel oder Wertdokumente, insbesondere Banknoten, werden oft mit Sicherheitselementen ausgestattet, die eine Überprüfung der Echtheit der Wertgegenstände erlauben und zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Häufig anzutreffen sind Sicherheitselemente, die einen optisch variablen Effekt aufweisen. Besonders beliebt sind sogenannte Kippeffekte, bei denen sich ein optisches Erscheinungsbild abhängig vom Betrachtungswinkel ändert. Kippeffekte lassen sich z. B. durch metallisierte Prägeschichten erzeugen. Beispiele dafür sind diffraktive Prägestrukturen mit Abmessungen in der Größenordnung des sichtbaren Lichts, sogenannte Prägehologramme, oder Prägestrukturen mit größeren Abmessungen in Form von Mikrospiegeln. Bei der Herstellung des mehrschichtigen Sicherheitselements kann ein entsprechender Funktionsschichtaufbau zunächst auf einer Trägerfolie aufgebaut und später von dort auf den Wertgegenstand übertragen werden. Man spricht insoweit auch von Transferelementen, z. B. in Form von applizierbaren Patches, Etiketten, Streifen oder in ein Sicherheitspapier einlagerbaren Fäden. In der Regel ist die oberste Schicht des Sicherheitselements eine Klebstoffschicht, z. B. eine Heißsiegellackschicht, mittels der das Sicherheitselement auf dem Wertgegenstand verklebt wird. In manchen Gestaltungen ist es von Vorteil, wenn das Sicherheitselement nach der Übertragung auf den Wertgegenstand die Trägerfolie behält, die dann einen integrierten Bestandteil des Sicherheitselements bildet. In anderen Gestaltungen ist es dagegen wünschenswert, die Trägerfolie nach der Übertragung vom Sicherheitselement abzulösen. Im Vergleich zur integrierten Trägerfolie bildet diese Trägerfolie somit nur einen temporären Bestandteil des Sicherheitselements, welches nach der Ablösung sehr dünn ist. So kann ein Stapelproblem bei Wertgegenständen vermieden werden. Problematisch ist insoweit, das Sicherheitselement von der Trägerfolie zuverlässig und konturengenau abzulösen. Ein Sicherheitselement in Gestalt eines Transferelements und ein Verfahren zum Herstellen desselben sind aus der Druckschrift DE 10 2016 009 318 A1 bekannt. Das Sicherheitselement umfasst eine Trägerfolie, eine Releaseschicht, die auf der Trägerfolie vollflächig aufgebracht ist, einen Funktionsschichtaufbau, der auf der Releaseschicht vollflächig aufgebracht ist, eine gitterartige Stabilisierungsschicht, die auf dem Funktionsschichtaufbau teilflächig aufgebracht ist, und eine Heißsiegellackschicht, die auf dem Funktionsschichtaufbau und der gitterartigen Stabilisierungsschicht vollflächig aufgebracht ist. Zur Fertigstellung des Sicherheitselements wird die gitterartige Stabilisierungsschicht einschließlich der Heißsiegellackschicht, des Funktionsschichtaufbaus und der Releaseschicht, als nicht zu übertragender Bereich auf der Trägerfolie derart ausgestanzt und dann "entgittert", dass der verbleibende Teil das Sicherheitselement bzw. den zu übertragenden Bereich bildet. Das Entgittern wird durch die zähe gitterartige Stabilisierungsschicht ermöglicht, die dem Material des Nicht-Übertragungsbereichs die notwendige Stabilität verleiht. Der zurückbleibende, das Sicherheitselement bildende Übertragungsbereich wird dann mittels der Heißsiegellackschicht auf einem Banknotensubstrat verklebt, und letztlich wird die Trägerfolie vom Sicherheitselement abgelöst. Das Verfahren gemäß der Druckschrift DE 10 2016 009 318 A1 ist kompliziert. Bevor das Sicherheitselement auf das Banknotensubstrat übertragen wird, erfordert das Verfahren den Stanzarbeitsgang und das Entgittern, um den Nicht-Übertragungsbereich vom Übertragungsbereich zu trennen. Aus der Druckschrift WO 2016/152508 A1 ist ein Übertragungsmedium bekannt, das einen Übertragungsabschnitt und einen Nicht-Übertragungsabschnitt aufweist und ein Trägermaterial mit einem Trägersubstrat und einer auf dem Trägersubstrat ausgebildeten abziehbaren Harzschicht sowie ein Übertragungsmaterial mit einem auf der abziehbaren Harzschicht des Trägermaterials ausgebildeten transparenten Substrat, einer Hologrammschicht und einer auf der Hologrammschicht ausgebildeten Klebstoffschicht umfasst. Die Druckschrift WO 96/01187 A1 beschreibt eine Prägefolie, die bereichsweise Dekorations- oder Sicherungselemente aufweist. Um sicherzustellen, dass bei der Übertragung der Dekorations- oder Sicherungselemente tatsächlich nur die Bereiche übertragen werden, die auf das Substrat gelangen sollen, wird vorgeschlagen, dass zumindest die Klebeschicht nur bereichsweise und passerhaltig zu einer weiteren, ebenfalls nur bereichsweise vorhandenen Schicht oder den nur bereichsweise ausgebildeten Dekorations- oder Sicherungselementen vorgesehen ist. Die Ablö