EP-4303027-B1 - VALUABLE OR SECURITY PRODUCT AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Inventors
- FERBER, ALEXANDER
- PHAN, Narerat
- STASIAK, MICHAEL
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20230705
Claims (9)
- A method for manufacturing a value or security product (100), comprising the steps of: - providing a core layer (102) of the value or security product (100), - applying at least one laser-compatible film layer (106) to the core layer (102) or to one or more polymer layers applied to the core layer (102), wherein a cover layer, formed to be opaque only in sections, is applied to the laser-compatible film layer (106), - introducing person-specific and/or product-specific information that cannot be detected by touch into the laser-compatible film layer (106) using a lowintensity laser beam, and - forming person-specific and/or product-specific information in the form of at least one tactile Braille character (110) using a high-intensity laser beam, which is higher than the low intensity.
- The method according to claim 1, characterized in that a transparent, nonlaser-compatible print layer (112) is applied to the laser-compatible film layer (106) prior to laser processing.
- The method according to claim 2, characterized in that , prior to laser processing, an outer protective layer (114) is applied to the transparent, nonlaser-compatible print layer (112).
- The method according to any one of claims 1 to 3, characterized in that , when forming Braille characters (110), a bubble (134) is formed between the individual layers, which can be detected by touch.
- The method according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the covering layer is opaque at at least one of those points where blackening has been introduced by the laser beam in the underlying laser-compatible film layer (106).
- The method according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the material of the laser-compatible film layer (106) is polyester or polyethylene terephthalate.
- The method according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the individual layers of the security product (100) are thermally bonded before the person-specific and/or product-specific information that cannot be detected by touch is introduced.
- The method according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the individual layers of the value or security product (100) are thermally bonded before the person-specific and/or product-specific information is introduced in the form of tactile Braille characters.
- A value or security product (100) manufactured according to the method of any one of claims 1 to 8.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Wert- oder Sicherheitsprodukts bei welchem eine Braille-Personalisierung vorliegt. Außerdem betrifft die Erfindung ein Wert- oder Sicherheitsprodukt, welches nach einem solchen Verfahren hergestellt ist. Wert- oder Sicherheitsdokumente können beispielsweise ein Personaldokument, eine Scheckkarte, ein nicht personalisierter Berechtigungsausweis, wie eine Fahrkarte oder ein Zahlungsmittel, oder ein für die Produktsicherung bestimmtes Wert- oder Sicherheitselement, sein. Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, eine Braille-Schrift bei Wert- oder Sicherheitsdokumenten vorzusehen, mit denen beispielsweise Daten in Klarschrift nochmals in Braille-Schrift wiedergeben werden. Solche Braille-Schriften auf Kartenkörpern werden derzeit lediglich oberflächlich durch Prägung mit statischem Inhalt oder erst nachträglich durch einen Inkjetdruck auf eine Karte oder durch einen Aufkleber auf das Wert- oder Sicherheitsprodukt aufgebracht. In der EP 3 489 030 A1 wird ein Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsmerkmals an einem Sicherheitsdokument mittels eines Lasers beschrieben. Hierzu wird dargelegt, dass das mittels Laser erzeugte OVD (optical variable device) durch eine transparente Lage erfolgt und die Lasermarkierung in der Klebstofflage erkennbar wird. Zugleich wird aber auch ein taktil erfassbares Element mittels des Lasers herausgebildet In der DE 29 07 004 B1 wird eine Ausweiskarte und ein Verfahren zu ihrer Herstellung angegeben, wobei die Ausweiskarte aus zwei Deckfolien und einem Karteninlett besteht, wobei das Inlett mit einem Laserstrahl mit Informationen versehen wird. In der DE 32 13315 A1 werden eine mehrschichtige Ausweiskarte und ein Verfahren zu ihrer Herstellung beschrieben, bei welcher in eine Kartenlage zumindest abschnittsweise ein Treibmittel für ein Aufschäumen mittels eines Lasers eingebracht ist. In der WO 2007 / 118 654 A2 werden eine Ausweiskarte mit einer konturierten Reliefstruktur sowie ein entsprechendes Herstellungsverfahren beschrieben. Hierbei liegt eine aufgeschäumte Reliefstruktur vor, die von einem verfärbten Bereich, mithin von einer Kontur "konturiert" wird. In der DE 195 37 177 A1 wird eine Ausweiskarte, Telefonkarte, Kredit-karte oder Krankenversichertenkarte beschrieben, die eine mittels Laserstrahlung erzeugte Reliefstruktur 2 aufweist, die dabei Braille-Schriftzeichen umfasst. Es besteht das Bedürfnis, Braille-Schriften individualisiert mit möglichst geringem Fertigungsaufwand zu bilden. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfacher herzustellendes Wert- oder Sicherheitsprodukt sowie ein vereinfachtes Verfahren zu dessen Herstellung anzugeben. Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Wert- oder Sicherheitsprodukt mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Wert- oder Sicherheitsprodukts ist in Anspruch 1 definiert. Mit diesem Verfahren ist es möglich, eine personenspezifische und/oder produktspezifische Information in das Wert- oder Sicherheitsprodukt einzubringen, wobei diese Individualisierung mit Braille in einem gemeinsamen Schritt zusammen mit den übrigen optischen Personalisierungen erfolgen kann. Durch Einsatz eines geeigneten diffraktiven optischen Elements (DOE) ist es auch möglich, dass sowohl die taktil nicht erfassbaren Informationen als auch die taktil erfassbaren Informationen zeitgleich in die laserfähige Folienlage eingebracht werden können. Das optische und das taktile Individualisieren können auch zeitlich nacheinander erfolgen. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn vor der Laserbearbeitung auf die laserfähige Folienlage eine transparente, nicht-laserfähige Drucklage aufgebracht wird. Somit liegt also das mindestens eine Braille-Schriftzeichen unterhalb der Druckfolie vor, was dessen bessere Anbindung an das fertige Produkt zur Folge hat. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, wenn vor der Laserbearbeitung auf die transparente, nicht-laserfähige Drucklage eine äußere Schutzlage aufgebracht wird. Dabei ist die Möglichkeit vorhanden, dass auch weitere Zwischenlagen vorhanden sind. Über den Lagenaufbau lässt sich die Stabilität des mindestens einen Braille-Schriftzeichens gezielt beeinflussen. Vorzugsweise wird beim Herausbilden des Braille-Schriftzeichens zwischen den einzelnen Lagen eine (Gas-)Blase gebildet, die dann - durch die einzelnen Lagen hindurch - taktil erfassbar ist. Auch hier lässt sich über den Lagenaufbau die Ausprägung der so gebildeten "Blase" und des sich daraus ergebenden Braille-Schriftzeichens gezielt beeinflussen, wobei diese geringer ausfällt, wenn die Anzahl der Lagen steigt. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass auf die laserfähige Folienlage eine lediglich abschnittsweise opak gebildete Abdecklage aufgebracht wird. Durch die Abdeck