EP-4313747-B1 - METHOD OF CONTROLLING AN ELECTRIC BICYCLE AND ELECTRIC BICYCLE
Inventors
- WEINMANN, Matthias
- BAUMGAERTNER, DANIEL
- WIENSS, ANDREAS
- Reck, Joseph
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20220321
Claims (11)
- Method for controlling an electric bicycle that can be operated with motor force and/or pedal force, comprising the method steps of - providing a control unit of the electric bicycle with at least one trigger signal for enabling the activation of a walk mode and/or for activating the walk mode, - providing the control unit with a measurement signal of a sensor device relating to a property of the electric bicycle and/or relating to a component comprised by the electric bicycle, - identifying a plausibility of the trigger signal on the basis of the provided measurement signal, - controlling the electric bicycle by enabling the activation of the walk mode and/or activating the walk mode in accordance with the identification of the plausibility of the trigger signal, characterized in that the measurement signal relates to an acceleration as a state of motion of the electric bicycle and the plausibility of the trigger signal is identified when the state of motion meets a predetermined condition.
- Method according to Claim 1, wherein the measurement signal relates to a position of the electric bicycle and the plausibility of the trigger signal is identified when the electric bicycle is in an upright position.
- Method according to either one of the preceding claims, wherein the measurement signal relates to a state of motion of the electric bicycle, in particular a speed, and the plausibility of the trigger signal is identified when the state of motion meets a predetermined condition.
- Method according to any one of the preceding claims, wherein the measurement signal relates to a rider torque applied to a crank drive of the electric bicycle and the plausibility of the trigger signal is identified when the rider torque is zero.
- Method according to any one of the preceding claims, wherein the measurement signal relates to a cadence of the user and the plausibility of the trigger signal is identified when the cadence is zero.
- Method according to any one of the preceding claims, wherein the measurement signal relates to a duration of the provision of the trigger signal and the plausibility of the trigger signal is identified when the duration falls below a predetermined threshold value.
- Method according to any one of the preceding claims, wherein the trigger signal is provided by means of an operating unit by a user of the electric bicycle.
- Method according to any one of the preceding claims, wherein the enabling of the activation of the walk mode and/or the activation of the walk mode is suspended when the plausibility of the trigger signal is not identified until the plausibility of the trigger signal is identified.
- Method according to any one of the preceding claims, wherein a function of the electric bicycle is executed or terminated or modified depending on a number of provided trigger signals with unidentified plausibility and/or depending on a duration of a provided trigger signal, in particular independently of the identification of the plausibility thereof.
- Method according to any one of the preceding claims, wherein, in addition to the enabling of the activation of the walk mode, the trigger signal is also used for the activation of the walk mode.
- Electric bicycle that can be operated with motor force and/or pedal force having an electric drive, a crank drive, at least one torque sensor designed to detect a torque applied by a rider to the crank drive and having a control unit, wherein the control unit is configured to actuate the electric drive depending on the torque measured, characterized in that the control unit is also configured to carry out a method according to any one of Claims 1 to 10.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines mit Motorkraft und/oder Pedalkraft betreibbaren Elektrofahrrads mit einem elektrischen Antrieb. Ferner betrifft die Erfindung ein solches Elektrofahrrad. Stand der Technik EP 3 251 936 B1 offenbart ein Steuerungsverfahren für einen Elektromotor zur Regelung einer Schiebehilfe eines Elektrofahrrads in Abhängigkeit eines erfassten Neigungswinkels des Elektrofahrrads. Ferner sind bereits Verfahren zur Absicherung einer Schiebehilfe vorgeschlagen worden. In gegenwärtigen Realisierungen einer Schiebehilfe wird ein planmäßiges Einschalten der Schiebehilfe mittels eines zweistufigen Konzepts abgesichert. Dabei wird zunächst ein Bedienelement einmalig gedrückt und somit die Schiebehilfe aktiviert, wobei sodann innerhalb einer bestimmten Zeit ein weiteres Bedienelement gehalten werden muss, um die Schiebehilfe einzuschalten. Das Dokument DE 10 2016 224314 A1 offenbart ein gattungsgemäßes Verfahren und Elektrofahrrad. Offenbarung der Erfindung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines mit Motorkraft und/oder Pedalkraft betreibbaren Elektrofahrrads, umfassend die Verfahrensschritte Bereitstellen zumindest eines Trigger-Signals zur Freigabe einer Aktivierung eines Schiebemodus und/oder eines Trigger-Signals zur Aktivierung des Schiebemodus an eine Steuereinheit des Elektrofahrrads, Bereitstellen eines Messsignals einer Sensorvorrichtung betreffend eine Eigenschaft des Elektrofahrrads und/oder betreffend eine von dem Elektrofahrrad umfasste Komponente an die Steuereinheit, Erkennen einer Plausibilität des Trigger-Signals zur Freigabe einer Aktivierung des Schiebemodus und/oder des Trigger-Signals zur Aktivierung des Schiebemodus anhand des bereitgestellten Messsignals sowie Steuern des Elektrofahrrads, indem in Abhängigkeit des Erkennens der Plausibilität des Trigger-Signals zur Freigabe einer Aktivierung des Schiebemodus die Aktivierung des Schiebemodus freigegeben wird und/oder in Abhängigkeit des Erkennens der Plausibilität des Trigger-Signals zur Aktivierung des Schiebemodus der Schiebemodus aktiviert wird, das Messsignal eine Beschleunigung als einen Bewegungszustand des Elektrofahrrads betrifft und die Plausibilität des Trigger-Signals erkannt wird, wenn der Bewegungszustand eine vorbestimmte Bedingung erfüllt. Das Elektrofahrrad weist einen Kurbeltrieb auf, der typischerweise mit zwei Kurbeln verbunden ist, an denen jeweils ein Pedal zur Aufnahme einer von einem Fahrer des Elektrofahrrads ausgeübten Kraft angeordnet ist. Kurbeltrieb, Kurbeln und Pedale dienen der Umwandlung der durch den Fahrer ausgeübten Kraft in ein auf den Kurbeltrieb wirkendes Fahrerdrehmoment. Das Fahrerdrehmoment kann zum Vortrieb des Elektrofahrrads in ein Abtriebsdrehmoment, welches auf zumindest ein Rad des Elektrofahrrads wirkt, gewandelt werden. Das Elektrofahrrad wird in einem Betriebszustand mit einem elektrischen Antrieb, umfassend einen Motor, zumindest teilweise angetrieben. Dazu wird das Fahrerdrehmoment bei der Wandlung in das Abtriebsdrehmoment mit einem durch den elektrischen Antrieb erzeugten Antriebsdrehmoment überlagert. Bei hochwertigen Elektrofahrrädern wird üblicherweise zumindest ein Drehmomentsensor zur Erfassung des Fahrerdrehmoments verwendet. Das erfasste Fahrerdrehmoment wird dann bei einem Unterstützungswunsch des Fahrers durch den elektrischen Antrieb, insbesondere proportional, verstärkt. Durch Erfassen mittels eines Drehmomentsensors ergibt sich für den Fahrer ein natürliches Fahrgefühl, da ein erhöhtes Einbringen einer Kraft gleichzeitig zu einer erhöhten Unterstützung bis zu einer maximalen Unterstützung führt. Ein computerimplementiertes Verfahren zur Aktivierung eines Schiebemodus, insbesondere ein Steuerungsverfahren zur Steuerung des Schiebemodus, umfasst gemäß Stand der Technik ein zweistufiges Aktivierungskonzept, wobei die erste Stufe eine Freigabe der Aktivierung und die zweite Stufe die Aktivierung des Schiebemodus darstellen. Die Freigabe zur Aktivierung des Schiebemodus, insbesondere des Steuerungsverfahrens zur Steuerung des Schiebemodus, kann über eine separate Freigabe-Taste oder durch eine erfasste Freigabe-Eingabe an einer Bedieneinheit des Elektrofahrrads erfolgen. In Folge der Freigabe läuft eine vorgegebene Zeitspanne zur Aktivierung des Schiebemodus ab, in deren Verlauf der Nutzer des Elektrofahrrads durch Betätigen einer Aktivierungs-Eingabe die Kraftunterstützung beim Schieben des Elektrofahrrads mittels des elektrischen Antriebs aktivieren kann. Diese Aktivierungs-Eingabe wird mittels einer separaten Aktivierungs-Taste einer Bedieneinheit des Elektrofahrrads erfasst. Anschließend wird mittels des elektrischen Antriebs ein Motordrehmoment zum Schieben des Elektrofahrrads erzeugt. Typischerweise muss der Nutzer die Aktivierungs-Eingabe dauerhaft betätigen, um eine kontinuierliche Erzeugung des Motordrehmoments beim Schieben zu bewirken. Durch das zweistufige Aktivierungskonzept wird eine unerwünschte Aktivierung des Schie