EP-4392615-B1 - CIVIL ENGINEERING STRUCTURE FOR GUIDING A LINE
Inventors
- PICHLER, JAN MICHAEL
- PICHLER, Lorenz
- PICHLER, ALOIS
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20220822
Claims (6)
- Civil engineering structure for routing a line (6) in a slot (14, 31) formed by milling or grinding in an outdoor ground surface, wherein a protective cover (16, 26, 33) extends above the line (6) in the slot (14, 31) and comprises sections (17, 34) that are each provided with downward support on lateral limit areas of the slot volume, wherein the sections (17, 34) are arranged in a row in a longitudinal direction along the slot (14, 31) and are connected to each other with hinges in such a way that they can be pivoted relative to each other around vertical axes, wherein the volume area of the slot (14, 31) in which the line (6) is located is unfilled, and the sections (17, 34) are formed with rigidity with regard to bending strength around bending axes parallel with the longitudinal direction of the slot (14, 31) in such a way that they protect the bridged, unfilled volume area against the anticipated compressive forces from above, wherein the cover (16, 26, 23) has the contours of a groove profile, which is placed over the line (6) in the slot with the cross-sectional area side, which is open at the bottom, facing forwards, characterised in that the sections (17, 34) of the cover (16, 26, 23) have the shape of U-profile elements, and that these sections are aligned in a row in their profile direction, and a slot-shaped opening (23) is located between each of the adjacent sections (12, 17, 34), and the longitudinal direction of the slot-shaped opening (23) is aligned perpendicular to the profile direction, and its length extends over the entire width of the base area and over the entire height of only one of the two flank areas of the U-profile in each case.
- Civil engineering structure according to claim 1, characterised in that the lateral flank areas (19, 36) of the sections (12, 17, 34) of the cover (16, 26, 23) extend into the height range in which the line (6) is located.
- Civil engineering structure according to claim 1 or 2, characterised in that the lower area of the cover (16, 26, 23) rests on the base surface (15) of the slot (14).
- Civil engineering structure according to one of claims 1 to 3, characterised in that the cover (33) has a base area (35) on top and two flank areas (36), wherein the base area (35) projects on both sides over the strip formed by the flank areas (36) and the space between them, and in each case rests with the two projecting areas on a shoulder area (32) of the slot (31).
- Civil engineering structure according to one of claims 1 to 4, characterised in that the cover (16, 26, 23) has openings on its top surface, wherein an opening is covered by an additional piece.
- Civil engineering structure according to claim 5, characterised in that the additional piece is a section of a groove profile.
Description
Die Erfindung betrifft ein Tiefbauwerk für das Führen einer Leitung in einem Schlitz in einer Bodenfläche im Freien. Im Bereich von mit festem Material versiegelten Oberflächen, wie typischerweise Straßen oder Bürgersteigen, wird für das Verlegen von Leitungen, wie beispielsweise Glasfaserkabeln, nicht zwangsweise eine ganze Künette ausgebaggert, sondern oftmals nur ein Schlitz in das feste - also nicht granulare - Oberflächenmaterial (Asphalt, Beton oder Pflastersteine) gefräst oder geschliffen, dann die Leitung eingelegt, und dann der Schlitz wieder verschlossen. Die EP 2526450 B1 offenbart so ein Tiefbauwerk für das Führen von Leitungen in einem in einem Boden ausgebildeten Schlitz. Der Schlitz hat eine sich zumindest in einer Stufe nach unten hin verengende Querschnittsfläche. Die Leitungen sind in den unteren, engeren Bereich des Schlitzes eingelegt und dort durch granulares Schüttmaterial umgeben. Der obere, breitere Querschnittsflächenbereich des Schlitzes ist wiederum durch aushärtbare Vergussmasse ausgefüllt. Indem der durch die ausgehärtete Vergussmasse gebildete obere Teil der Füllung des Schlitzes nach unten hin an den horizontalen Stufenflächen der Begrenzung des Schlitzes aufliegt, werden die Leitungen nicht mit Kräften belastet, welche gegebenenfalls von oben her auf die Vergussmasse andrücken - beispielsweise wenn ein schweres Fahrzeug über das Tiefbauwerk fährt. Zu der Bauweise gemäß der EP 2526450 B1 wird durch die EP 2 868 827 B1 eine Weiterentwicklung vorgeschlagen. Gemäß dieser Weiterentwicklung wird der untere Bereich des Schlitzes in welchem sich die Leitungen und granulares Material befinden, nicht einfach nur durch ausgehärtete Vergussmasse nach oben hin abgedeckt, sondern durch eine Kombination eines metallischen U-Profils und Vergussmasse. Dazu wird nach dem Einlegen von Leitungen und granularem Material das U-Profil, welches durch viele quer zur Profilrichtung verlaufende Schlitze durchbrochenen ist, mit nach oben offener Querschnittsfläche in den Schlitz eingebracht, und dann von oben her mit Vergussmasse gefüllt. So wird ein festes Verbundprofil aus Metall und Vergussmasse gebildet, wobei die Vergussmasse auch dicht an den Schlitzwänden anliegt. Beispielsweise die US 6371619 B1 zeigt ein Tiefbauwerk für das Führen einer Leitung, wobei die Leitung ein Glasfaserkabel ist. Im Material des Bodens - typischerweise einer Straße oder eines Bürgersteiges - ist ein Schlitz, also eine längliche Ausnehmung mit nach oben offener Querschnittsfläche, ausgebildet, indem der Schlitz gefräst wurde. Am Schlitzgrund ist die Leitung - im konkreten Beispiel ein Glasfaserkabel - eingelegt. Die nicht durch das Glasfaserkabel ausgefüllte Querschnittsfläche des Schlitzes ist durch eine aushärtbare Vergussmasse ausgefüllt. Bei der typischen Herstellung dieses Tiefbauwerks wird der Schlitz gefräst, dann wird das Glasfaserkabel eingelegt, dann werden Niederhalter eingesetzt, welche das Glasfaserkabel am Schlitzgrund in Position halten. Schließlich wird der Schlitz mit Vergussmasse in flüssigem Zustand flächenbündig mit der Oberfläche des Bodens ausgegossen und daraufhin die Vergussmasse aushärten gelassen. Die EP 2972542 B2 beschreibt ebenfalls ein Tiefbauwerk für das Führen von Glasfaserkabeln in einem in einem Boden ausgebildeten Schlitz. In den unteren Bereich des Schlitzes ist ein Hohlprofil mit geschlossener Mantelfläche eingegeben, welches als Kabelkanal dienend in seinem Hohlraum ein oder mehrere Glasfaserkabel führt. Der außerhalb des Hohlprofils befindliche Querschnittsflächenbereich des Schlitzes ist durch aushärtbare Vergussmasse ausgefüllt. Die US 3 473 339 A beschreibt ein Tiefbauwerk, bei dem in einem gefrästen oder geschliffenen Schlitz eine Leitung verlegt wird. Oberhalb der Leitung wird eine aus mehreren starren Abdeckelementen bestehende Schutzabdeckung eingesetzt, die auf seitlichen Schlitzflächen abgestützt ist. Die Abdeckung dient dazu, Lasten von oben aufzunehmen und die Leitung zu schützen. Der Leitungskanal unter der Abdeckung bleibt dabei unverfüllt. Die Abdeckelemente bilden in Längsrichtung eine Reihe und können unterschiedliche Höhenlagen ausgleichen, sind jedoch nicht für eine flexible Anpassung an gekrümmte Schlitzverläufe ausgelegt. Die EP 2 868 827 B1 betrifft eine offene, in der Regel C- oder U-förmige Profilschiene aus Metall, die quer zu ihrer Längsrichtung mit Schlitzen und Einschnitten versehen ist. Diese Durchbrüche ermöglichen ein gezieltes Biegen der Schiene, sodass sie auch in gekrümmte Fugen eingesetzt werden kann. Den beschriebenen Bauweisen ist gemeinsam, dass sie gut in einem festen, versiegelten Boden im Außenbereich, wie er typischerweise durch eine asphaltierte oder gepflasterte Straße gebildet ist, verwirklichbar sind, ohne dabei viel Platz zu beanspruchen, und dass die Leitungen dennoch gut vor mechanischer Belastung geschützt sind. Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Tiefbauwerk für das Führen von Glasfaserkabeln in einem Schli